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Martin Weinrich (wc)02.01.15

"One Constant Star"

David R. George III

Inhalt

Demora Sulu hat es im Jahr 2319 zum Captain der U.S.S. Enterprise-B gebracht. Mit ihrer Crew untersucht sie den Planeten Rejarris II. Der Besatzung Sulus bietet sich ein merkwürdiges Bild: Es gibt alle Anzeichen auf eine Zivilisation auf dem Planeten, doch von den früheren Bewohnern fehlt jede Spur. Nach kurzer Suche entdecken einige Offiziere eine merkwürdige Struktur. Der erste Kontakt mit dem künstlich geschaffenen Gerät sorgt für eine Katastrophe: Ein Besatzungsmitglied stürzt und gerät hinter eine unsichtbare Wand, die erste Offizierin der Enterprise verliert durch einen unerklärten Vorgang ihren Arm.

Bei dem entschlossenen Versuch, ihr Besatzungsmitglied zurückzuholen gerät Sulu selbst hinter die unsichtbare Trennwand. Rasch wird ihr aufgrund des unterschiedlichen Sternbildes klar, dass sie in einer anderen Dimension gelandet sein muss. Dies erinnert sie an einen – im Prolog geschilderten – Auftrag mit dem früheren Captain der Enterprise-B, Harriman. Tatsächlich hängt das Wohlergehen Sulus in der Folge von dem mittlerweile zum Admiral beförderten Harriman und ihrem, einige Jahre zuvor als verschollen gemeldeten, Vater ab.

Kritik

Demora Sulu, Captain der U.S.S. Enterprise-B, entdeckt auf dem Planeten Rejarri II die materiellen Überreste einer Zivilisation, aber keine Anzeichen auf den Verbleib der Bewohner.
"The Lost Era" bietet einzigartige Möglichkeiten, bisher unbekannte Zeitabschnitte des "Star Trek"-Universums zu erkunden. Diese Chance lässt David R. George III ungenutzt verstreichen. Einzig die Tatsache, dass Sulu und Harriman lange vor den wieder aufgenommenen Aktivitäten der Romulaner gegenüber der Föderation eine Spionage-Mission in deren Territorium durchführen, deutet ein wenig auf die Mentalität der Zeit hin. Ansonsten erlebt der Leser eine durchschnittliche Forschungsmission, die in jeder beliebigen Epoche hätte spielen können.

Dabei bietet die Ausgangslage durchaus den Stoff für eine interessante Geschichte. Rejarris II befindet sich in der Nähe der Tzenkethi. Die Typhon Pact-Bände haben unlängst gezeigt, wie verbohrt sich dieses Volk abschirmt und ihr eigenes Gebiet verteidigt. Die Vermutung, kurz nach einem Völkermord eingetroffen zu sein, liegt daher zunächst nahe. Bereits die ersten Untersuchungen zeigen, dass dies nicht der Fall sein kann. Letztlich stellt sich heraus, dass das unbekannte Volk vor einem Asteroidenanschlag in eine andere Dimension oder zumindest an einen anderen Ort geflüchtet sein muss. Nach dieser Erkenntnis geschieht das Unglaubliche: Die eigentliche Untersuchungsfrage wird schlicht vergessen. In der anderen Dimension finden sich keine Spuren der Einwohner Rejarris IIs - es wird aber auch nicht nach ihnen gesucht. Die Offiziere interessieren sich einzig für die Rückkehr nach Hause. Das ist - siehe die Abenteuer der Voyager – kein sehr typisches Verhalten für Sternenflottenmitglieder.

Diese Handlungslücke wäre zu verschmerzen, wenn die erzählte Geschichte überzeugend wäre. Tatsächlich ist sie jedoch eine Ansammlung müder Kampfszenen und krude konstruierter Zufälle. Auf dem Zielplaneten hinter der Barriere befinden sich mörderische Spinnenwesen. In unserer Dimension erscheinen bald darauf Tzenkheti-Schiffe, die sich für die Aktivitäten der Sternenflotte interessieren und diese - mit Waffengewalt – unterbinden möchten. Die Kampfszenen sind gut geschildert, kreieren aber keine Spannung. Abstrus wird die Handlung als Demora Sulu auf der anderen Seite ihren Vater Hikaru Sulu wiedertrifft. Der Captain der U.S.S. Excelsior war - wie vorher erwähnt – einige Jahre zuvor verschollen. Nun stellt sich heraus, dass sein Schiff komplett von der Maschine in die andere Dimension gezogen wurde. Mehrere Jahre kämpfte die Crew bereits ohne Technik gegen die Spinnenwesen und zog häufig den Kürzeren. Natürlich nur bis sie durch einen galaktischen Zufall von Demora Sulus Crew gefunden wurde. Als wären dies noch nicht ausreichend Überraschungen führte die anfängliche geschilderte Spionage-Mission Demora Sulu und Harrimann einige Jahre zuvor bereits in eine andere Dimension. Dem Leser anfänglich nicht bekannt, führte damals ein einziger, konstanter, diesem Roman den Titel gebender Stern die beiden Sternenflottenoffiziere in unsere Dimension zurück. Selbst die Auflösung dieser Geschichte basiert somit auf einem wacklig konstruierten Zufall.

Einzig George IIIs Charakterisierungen retten diesen Roman. Vor allem Admiral Harrimans Verbundenheit mit seiner Frau und die Schilderung wie die beiden trotz der Widrigkeiten des Sternenflottendienstes eine einigermaßen normale Ehe führen können sind sehr gut dargestellt. Aber auch sein Verhältnis zu Demora Sulu und – mit ein paar kleinen Abstrichen – Demora Sulu selbst sind sehr gut dargestellt. Zusammen mit der routinierten Art des Autors, Nebenfiguren einzuführen, kann der Roman immerhin auf der Charakterebene überzeugen.

Fazit: Eine wacklig konstruierte Geschichte, die das anfängliche Hauptthema völlig aus den Augen verliert: "One Constant Star" kann aufgrund einer schwachen Story kaum Spannung aufbauen. Einzig die überzeugende Darstellung der Charaktere macht diesen Roman lesbar.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "One Constant Star"

Buchreihe The Lost Era

Autor David R. George III

Preis 5,77

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476750217

(wc - 02.01.15)


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