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    Datenstrom #1/2020 – “Picard” / “Star Trek XIV” / “Discovery”

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    Wir haben für euch kurz und knapp die wichtigsten News rund um das “Star Trek-Universe” aus der vergangenen Woche zusammengestellt.

    Foto: CBS

    1. “Star Trek: Picard“

    Sir Patrick Stewart (79) hat Variety ein ausführliches und absolut lesenswertes Interview gegeben. Darin erfährt man sehr viele Details über Stewarts Leben und über seine erfolgreiche Karriere. In Bezug auf die in weniger als zwei Wochen startende neue Serie “Star Trek: Picard” gab Stewart einen Ausblick auf die Story der neuen Serie:

    “‘Picard‘ findet seinen Helden fast isoliert auf einem sehr unkosmischen französischen Weingut vor. Er ist im Ruhestand und von der Sternenflotte entfremdet, der interstellaren Marine, der er den Großteil seines Lebens gewidmet hat. Er wird von zwei Katastrophen heimgesucht, einer persönlichen und einer gesellschaftlichen: dem Tod seines Androiden-Kollegen Lt. Cmdr. Data (wie in “Nemesis” gesehen) und einer Flüchtlingskrise, die durch die Zerstörung des Planeten Romulus hervorgerufen wurde (wie in Abrams “Star Trek” [2009] gesehen). Als sich diese beiden scheinbar unterschiedlichen Lebensbereiche kreuzen, wird Picard wieder aktiv, aber dieses Mal ohne die Unterstützung einer Sternenflotte, deren moralisches Zentrum sich verschoben hat.“ – Sir Patrick Stewart gegenüber Variety

    Stewart betont ein weiteres Mal, dass sich die Welt von “The Next Generation” mittlerweile geändert hat – analog zu unserer heutigen Welt. Das Universum von “TNG” – allen voran der Mikrokosmos der Enterprise – sei eine (für seinen heutigen Geschmack) zu sichere und zu perfekte Welt gewesen, in der alles gestimmt hätte: der gegenseitige Respekt, die Kommunikation und die Solidarität. Doch diese Zeiten seien nun vorbei:

    “In ‘Picard‘ hat die Föderation – eine Vereinigung von Planeten, die durch gemeinsame demokratische Werte verbunden sind – einen isolationistischen Schwenk vollzogen.“ – Sir Patrick Stewart gegenüber Variety

    Die neue Serie sei Stewarts Reaktion auf die Welt von Brexit und Trump, erzählt in der Person von Jean-Luc Picard. Sie soll der Frage nachgehen, wie und weshalb sich die Föderation verändert hat. In diesem Kontext wirft Stewart eine spannende These auf:

    “Vielleicht sind sie [die Sternenflotte, Anm. d. Verf.] nicht so zuverlässig und so vertrauenswürdig, wie wir alle dachten.” – Sir Patrick Stewart gegenüber Variety

     

    2. “Star Trek XIV”

    Noah Hawley (53), der designierte Regisseur der nächsten “Star Trek” Kino-Episode, hat in einem ausführlichen Interview Stellung bezogen zu seiner persönlichen Vorstellung eines guten “Star Trek”-Films. Demnach werde der mittlerweile 14. Film seit 1979 womöglich mit der 2009 gestarteten Reboot-Linie brechen und völlig neue Wege gehen, die auch nicht notwendigerweise in direkter Verbindung mit einer bereits existierenden “Star Trek”-Produktion (Cast, Setting) stehen muss. Von einer inhaltlichen und stilistischen Neuausrichtung in Bezug auf die Reboot-Filme von J.J. Abrams kann man aber wohl ausgehen:

    “Ich habe meine eigene Sicht auf “Star Trek‘ und werde zu dem zurückkehren, was ich an der Serie “Next Generation‘ geliebt habe. (…) Es geht es bei ‘Star Trek’ in seiner besten Form um Erforschung und Menschlichkeit sowie um Vielfalt und um eine kreative Problemlösung. Es gibt nichts Schöneres als diesen Moment, in dem William Shatner seine Lesebrille aufsetzt und Khans Schilde runterfährt. Es kostet nichts. Aber es ist dieses triumphale Gefühl, deinen Feind zu überlisten. Für mich geht es darum, diese Elemente der Serie einzufangen. Ich finde Action an und für sich nicht unbedingt interessant, es sei denn, sie ist der Geschichte dienlich. (…)

    “Also, es ist noch früh, ich spreche immer noch mit Paramount, aber ich habe eine Herangehensweise und muss ein Drehbuch schreiben. ”  Noah Hawley 

    Ob auch die Besetzung um Chris Pine, Zachary Quinto und Karl Urban ausgetauscht werden wird, lässt Hawley wiederum offen:

    “[Den Film] ‘Star Trek 4’ zu nennen, ist eine Art Fehlbezeichnung. Ich habe meine eigene Sicht auf das Franchise als lebenslanger Fan (…) [Der Film] ist noch in den Anfängen. Ich weiß es nicht. Aber neue Charaktere beinhalten oft eine neue Besetzung.” – Noah Hawley

     

    Star Trek Discovery - Title (CBS)
    Logo von “Star Trek: Discovery”  (CBS)

    3. “Star Trek: Discovery”

    Laut Berichten einiger News-Portale, die sich hauptsächlich auf Production Weekly berufen, soll eine vierte Staffel von “Star Trek: Discovery” bereits von ViacomCBS genehmigt worden sein. Die vierte Season sei demnach bereits in einer “aktiven Entwicklungsphase” (“active development”). Eine offizielle Bestätigung von CBS All Access steht aber noch aus.

    Diese (noch unbestätigte) Nachricht kommt überraschend, da die Produktion der dritten Season bisher noch nicht abgeschlossen worden ist. Tatsächlich hat Season 3 noch nicht einmal einen konkreten Sendetermin. Allerdings wurde auch schon “Star Trek: Picard” vorzeitig um eine zweite Staffel verlängert. Des Weiteren wurde seit der Veröffentlichung des ersten Teasers zur dritten Staffel im Fandom darüber spekuliert, ob der neue Handlungsbogen in der Zukunft eventuell mehrere Staffeln umspannen könnte. Was eine vorzeitige Verlängerung von “Discovery” um eine weitere Staffel nun für die Produktion der angedachten “Sektion 31”-Serie mit Michelle Yeoh in der Hauptrolle bedeuten könnte, kann man derzeit nicht abschätzen. Es verdichten sich aber die Anzeichen, dass es ViacomCBS wirklich ernst damit ist, praktisch das gesamte Jahr über neues “Star Trek” für das Streaming-Fernsehen bereitzustellen.

    END TRANSMISSION!

    Matthias Suzan
    Matthias Suzan
    Seine Leidenschaft für "Star Trek" begann 1994 mit "The Next Generation". Es sind vor allem die anthropologischen, gesellschaftlichen und politischen Themen des Trek-Universums, die ihn faszinieren. Seit 2017 ist Matthias Teil der TZN-Redaktion.

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    Scheint so, als hätte dieser Noah Hawley Ahnung von Star Trek. Andererseits habe ich das schon öfters gedacht und wurde dann wieder enttäuscht.

    Kein Aas interessiert sich für STP. Es “trended” nicht auf Twitter und auch ansonsten spricht niemand über dieses sündhaft teure Projekt (kolportierte 400 Millionen !!!!!) de facto niemand.
    Kritische Youtube-Kanäle, die die Hintergründe offenlegen, explodieren hinsichtlich der Abonnentenzahlen (über 100.000 in einem Jahr). Derweil eiern Webseiten wie diese herum und vermeiden Klartext. Ich finde das, als langjähriger Leser von Trekzone traurig. Leute; traut euch doch zu sagen, was Sache ist! Oder wollt ihr uns weismachen, dass euch dieses bösartige, dystopische Pseudo Star Trek von Kurzman ernsthaft Spaß bereitet???

    Lieber Florian, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich versuche, deine Fragen und Anmerkungen so gut es geht zu beantworten. Wir haben noch keine einzige Folge von “Star Trek: Picard” gesehen, daher haben wir uns bisher auch noch kein Urteil gebildet. So wissen wir bisher schlicht nicht, ob “Picard” ins Genre der dystopischen Science-Fiction einzuordnen ist. Wir werden die neue Serie genauso kritisch und engmaschig begleiten wie “Discovery”. Wenn du unsere Rezensionen kennst, weißt du, dass wir weder wirtschaftlichen Erfolg, noch “trenden auf Twitter” mit Qualität verwechseln. Ab dem 24.01. wirst du lesen können, was wir von der ersten Episode… Weiterlesen »

    Wenn Discovery jetzt doch den Weg Bryan Fullers zu gehen sollte und das Anthologie-Konzept umgesetzt wird , müsste die nächste Station nach der “Zukunft” eigentlich die “Gegenwart” also Star Trek Picard sein. Persönlich würde ich das sehr begrüßen, ich hoffe es sogar inständig.
    Sollte die Discovery in der Zukunft bleiben und der Zusammenbruch der Föderation damit zementiert werden, wird Star Trek Picard von Anfang bis Ende wohl ziemlich deprimierend sein!

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