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    StartLiteraturSuperhelden-BücherRezension: "Superman 18: Future State - Die Erben des Hauses El"

    Rezension: “Superman 18: Future State – Die Erben des Hauses El”

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    Wir werfen einen Blick auf die Superman-Auskopplung des Future State.

    Inhalt (Klappentext):

    Jahrhunderte in der Zukunft setzt eine neue Generation kryptonischer Helden die Blutlinie von Kal-El alias Superman fort. Auf einem Planeten der Supermen müssen sich die Zwillinge Rowan und Ronan Kent, Nachkommen von Jonathan Kent, einem teuflischen Feind stellen – dem Red King!

    Die Erben des Hauses El (Panini)
    Die Erben des Hauses El

    Kritik

    Der aktuelle Superman-Band führt uns in die Future State-Auskopplung, bei der im Multiverse ja wieder viele neue Welten entstehen. Unter anderem eben auch der Future State, die Zukunftsversionen der Helden, oder in diesem Falle eben Superman – und seine Erben. Zeichnungstechnisch ist man dabei auf gutem Niveau geblieben und die Comics erinnern an die üblichen Superman-Comics. Detailgrad von Charakteren und Hintergründen ist hoch, die Welt ist hell und farbenfroh, so gesehen bleiben keine Wünsche offen.

    Storytechnisch kann man an der Stelle aber leider nicht ganz so mithalten. Zum einen wird hier eine Vielzahl an Charakteren eingeführt. Man mag diese vielleicht kennen, wenn man die anderen Bände verfolgt (wobei ich das in ihrer Gänze bezweifle), aber selbst wenn man den Band für sich stehen lässt, sind das doch etwas zuviele. So verwundert es auch nicht, das man gar keine Zeit hat, Supermans Erben und ihre Fähigkeiten vorzustellen. Da die “Future State”-Serie inzwischen beendet ist, ist hier allerdings nicht zu erwarten, das es irgendwie weitergeht.

    Damit aber nicht genug, bestehen fast 90% dieser Geschichte aus Kämpfen. Der böse Red King schickt seine Truppen gegen Supermans Nachfahren und es entfaltet sich eine Klopperei nach der Anderen. Schön ist an der Stelle, dass das alles nicht ohne Opfer bleibt und in den ruhigen Momenten zwischen den Gefechten bleibt sogar Platz für Trauer. Dies reicht allerdings leider nicht aus, die Charaktere in ein besseres Licht zu rücken, auch wenn manche Herangehensweise dadurch etwas nachvollziehbarer wird.

    Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt aber sowieso nicht, da der Kampf dann einfach weiter geht. Und auch wenn hier Fanservice geboten wird (Stichwort: Doomsdays) ist das wahre Highlight zweifellos das Auftauchen eines gealterten Superman. Wobei man sich hier die Frage offen lässt, ob es wirklich “unser” Superman ist (auch wenn die Anzeichen in diese Richtung gehen). Auf jedenfall ist der “missratene” Sohn nicht Jon Kent. Aber da es sich hier um eine Multiversumsgeschichte handelt, ist die Spielwiese der Autoren entsprechend groß. Fragen kann man sich an der Stelle natürlich, warum es gerade Superman gelingt, die feindliche Armee in einem Wimpernschlag zu besiegen, und den anderen nicht. Immerhin ist der Gute ja deutlich älter als die Jungspunde.

    Unterm Strich bleibt eine nette Anekdote als Blick in die Zukunft, aber nicht mehr.

    Fazit

    Der Band bietet eindeutig zuviele Kloppereien, so das die Charaktere etwas auf der Strecke bleiben, auch wenn es zwischendrin menschliche Szenen gibt. Auch die Vielzahl an Helden trägt nicht gerade zur Übersichtlichkeit der Kämpfe bei, gute Darstellung hin oder her. Das Auftauchen des Stählernen am Ende reißt das Ruder zwar nochmal etwas herum, unterm Strich bleibt der Band aber so eher eine Randnotiz.

    Bewertung 2 out of 5 stars (2 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Phillip Kennedy Johnson
    Zeichner: Scott Godlewski
    Originaltitel: Superman – Future State: House of El 1
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
    Übersetzer: Christian Heiß
    Seitenanzahl: 60
    Preis: 4,99.- Euro
    Verlag: Panini

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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