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    StartLiteraturStar-Wars-BücherRezension: "Star Wars 77 - Krieg der Kopfgeldjäger 4"

    Rezension: “Star Wars 77 – Krieg der Kopfgeldjäger 4”

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    Ausgabe 76 der Star Wars-Monatsreihe.

    Inhalt (Klappentext):

    Boba Fett bringt Han Solo nicht auf direktem Wege zu Jabbas Palast. Etwas Dramatisches musste in der Zwischenzeit passiert sein. Der Kopfgeldjäger hatte Solo zwar in seine Gewalt gebracht, doch auf Nar Shaddaa wurde ihm der berüchtigte Schmuggler wieder entwendet.

    Star Wars 77 (Panini)
    Star Wars 77

    Kritik

    Ausgabe 77 liefert ein durchaus explosives Finale – zumindest vorerst. Zeichnungstechnisch ist man dabei wie im Vorgänger unterwegs: Will heißen, die erste Geschichte wirkt etwas comichafter (auch wenn Qi’ra immer noch sehr gut in Szene gesetzt ist), während der Darth Vader-Teil wieder ein Stück plastischer daherkommt. In beiden Stories sind die Gesichtszüge der Charaktere aber gut zu erkennen (zumindest, sofern sie wie Vader und Ochi keine Maske tragen). Auch in den Kampfszenen kann man alles erkennen, so das es auch hier keinen Grund zu meckern gibt.

    Bei der Story hat hier die erste Hälfte klar die Nase vorne, denn die beinhaltet einen explosiven Showdown. Die zweite Hälfte springt erneut zur Vorgeschichte des Events und erzählt, wie Vader an die Einladung zur Auktion für Crimson Dawn kam. Das ist auf der einen Seite natürlich schade, erfährt man so nicht unmittelbar, wie es weitergeht und wird noch bis mindestens zur nächsten Ausgabe im Unklaren gelassen. Auch im Vorgänger hatte aber die zweite Geschichte damit geendet, das Vader die Auktion betritt.

    Hier nun geht man wie erwähnt nochmal etwas weiter zurück und setzt im Anschluss sogar Ochi etwas prominenter ein. Denn der darf zum Test gegen einige Attentäter kämpfen. Warum man diesen Schlenker so gemacht hat, statt etwa wie zuvor die Auktion aus Vaders Blickwinkel zu erzählen, bleibt vermutlich ein Geheimnis. Und auch wenn man versucht, Ochi etwas mehr Profil zu verleihen, ist die zweite Story nunmal eben nur etwas flacher. Da sie (leider) auch noch nicht beendet scheint, wird das Aufteilen der Storylines wohl auch im nächsten Band so weitergehen und man wieder mittendrin hängen gelassen. Aber das ist ja auch eine Verkaufsstrategie…

    Die erste Hälfte des Bandes punktet dafür aber und wird dem angekündigten Showdown mehr als gerecht. Nicht nur Boba Fett und Chewie kämpfen, sondern auch Vader und Qi’ra. Beide Szenen sind gut umgesetzt, wobei natürlich der Kampf zwischen den beiden Teräs Käsi-Meistern mehr hervorsticht. Den hätte man gerne auch live in einer Serie gesehen.

    Das Ende leidet nur darunter, das es nicht überrascht, wer am Ende als Sieger vom Platz geht. Denn das Vader alle fertig machen wird, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Immerhin ist der Cliffhanger um Lukes Ankunft wirklch derartig gut, das man am liebsten gleich weiterlesen würde, nun aber eben bis zur nächsten Ausgabe warten muss. Zusätzlich „belohnt“ wird man auch noch von einem kleinen Wortduell zwischen Vader und Jabba. Auch hier schlummert Potential, aber ein Aufeinandertreffen der beiden gab es ja schon in den Legends.

    Fazit

    Vielleicht mag man charakterlich etwas auf der Strecke bleiben, dafür gibt es hier aber Action satt, die in großartigen Kampfszenen umgesetzt wurde und die mit der Ankunft von Luke einen Mega-Cliffhanger zu bieten hat. Lediglich die zweite Story fällt hier ab und erzählt (erneut) die Vorgeschichte des Events, die aber nur leidlich interessant ist. Dennoch ist auch dieser Teil des Kopfgeldjäger-Krieges mehr als gelungen.

    Bewertung 4 out of 5 stars (4 / 5)
    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: Charles Soule
    Zeichner: Luke Ross
    Originaltitel: Star Wars – War of the Bounty Hunters 3, Darth Vader 15
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2021
    Übersetzer: Michael Nagula
    Seitenanzahl: 60
    Preis: 4,99.- Euro
    Verlag: Panini

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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