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Streik-Update: Verhandlungen erneut gescheitert

Am Montag hatte die AMPTP, also die gemeinsame Vertretung großer Studios und Streamingdienste, die Zusammenfassung eines “umfassenden Pakets” zur Einigung mit den Streikenden veröffentlicht. Die US-Autorengewerkschaft versuchte, die Details dieses Vorschlags zu besprechen; die Vertretung der Streaming-Unternehmen verneinte, den vorgelegten Pauschalvertrag umändern zu wollen. Einmal mehr sind die Verhandlungen gescheitert.


Das Verhandlungsteam der US-Autorengewerkschaft traf sich am Montag mit einer Vertretung der Studios und Streamingdienste (AMPTP: Alliance of Motion Picture and Television Producers). Die AMPTP hatte der Gewerkschaft nach viermonatigem Streik einen ersten Gegenentwurf zum Autoren-Basisvertrag unterbreitet.

Die Gewerkschaft dokumentierte dazu heute Folgendes auf ihrer Webseite:

Wir nahmen die Einladung an und trafen uns in gutem Glauben [… und] in der Hoffnung, dass die Unternehmen es ernst meinten mit der Wiederaufnahme der Arbeit in der Branche. Stattdessen wurden wir am 113. Tag des Streiks […] mit einem Vortrag konfrontiert, wie gut dieses einzige Gegenangebot sei.

Wir erklärten, dass die Beschränkungen, Schlupflöcher und das Kleingedruckte ihres Entwurfs nicht ausreichten, um Autor:innen vor jener Existenzbedrohung zu schützen, die uns überhaupt erst zum Streik veranlasst hatte. Wir sagten ihnen, dass ein Streik seinen Preis hat, und dass dieser Preis eine Antwort auf alle — und nicht nur auf einige — der Probleme sein sollte, die [die Streaming-Unternehmen] in der Branche verursacht haben.

Dies war kein Treffen, um zu verhandeln. So veröffentlichten [sie] keine zwanzig Minuten, nachdem wir die Sitzung verlassen hatten, eine Zusammenfassung der Vorschläge. Das war von Anfang an der Plan der Unternehmen — nicht um zu verhandeln, sondern zu blockieren. Das ist ihre einzige Strategie — darauf zu setzen, dass wir uns gegeneinander wenden werden.

Die US-Autorengewerkschaft befindet sich seit dem 2. Mai 2023 im Streik, während die Gewerkschaft der ausübenden Künste (vornehmlich Schauspieler:innen) am 14. Juli mit in den Streik eintrat und damit die Produktion aller verbleibenden Filme und Fernsehserien stoppte, die während des bisherigen Autorenstreiks noch fortgesetzt worden waren. So manche Produktionen wurden gänzlich eingestellt. Eine umfangreiche Liste aller betroffenen Produktionen wird auf Wikipedia gepflegt.

  • Beide Gewerkschaften fordern eine höhere Vergütung für Streaming-Sendungen, Regelungen für künstliche Intelligenz und eine Erhöhung der Mindestvergütung, um mit der Inflation Schritt zu halten.
  • Die Autorengewerkschaft fordert außerdem eine Mindestbesetzung und eine garantierte Mindestanzahl von Arbeitswochen im Fernsehen sowie eine wöchentliche Vergütung für Drehbuchautor:innen.

Heute endet 113. Streiktag (Stand: 23. 8. 2023). Damit handelt es sich nun um den drittlängsten Streik seiner Art.

Wesentliche Hintergründe zum Hollywoodstreik findet Ihr hier; und die mangelhafte Zahlungsmoral der Studios wird hier thematisiert.

Maja T Mo
Maja T Mo
Beim TZN dabei seit der Erstausgabe des DAILY-TREK-Newsletters, 1999.

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Haha! Das wird SNW ganz schön verzögern. Wie war das doch gleich mit jede Woche eine Star Trek-Episode, Mr. Kurtzman? Nicht mehr viel davon übrig geblieben, was, und das liegt nicht nur am Streik.

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