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Rezension: “Conan der Barbar – Die Entstehungsgeschichte des Kultfilms”

Deutscher TitelConan der Barbar - Die Entstehungsgeschichte des Kultfilms
OriginaltitelConan the Barbarian - The Official Story of the Film
Buchautor(en)John Walsh
VerlagThorsten Walch
Umfang (Seiten)176
Preis40
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3986663438

Ein Sachbuch zur Entstehung eines bekannten Films. Wir werfen einen Blick unter die Haube.

Inhalt (Klappentext)

1982 fand Robert E. Howards ikonischer Anti-Held Conan nach einer gefährlichen, jahrzehntelangen Reise den Weg vom Buch auf die Leinwand. Mit seiner starken Mischung aus epischen Panoramen und blutigen Schlachten begeisterte Conan der Barbar Kinobesucher auf der ganzen Welt und begründete die Karriere von Arnold Schwarzenegger. Vierzig Jahre nach seinem Erscheinen wird dieser Kultklassiker in einem üppigen Hardcover gefeiert, das die komplette Entstehungsgeschichte des Films erzählt. Brandneue Interviews mit den Darstellern und der Crew sowie Fotos vom Set und Konzeptzeichnungen, die für die Produktion erstellt wurden, geben faszinierende Einblicke in die Entwicklung eines der beliebtesten Fantasy-Filme der 1980er Jahre.

Kritik

“Conan der Barbar” ist sicher einer der bedeutendsten Filme der 80er, nicht nur, weil er Arnold Schwarzeneggers Weg zum Starruhm ebnete, sondern auch eine neue Fantasy-Welle (respektive: Barbaren-Film-Welle) lostrat. In einem großformatigen Sachbuch werden nun die Hintergründe erläutert. Das Buch ist dabei im edlen Hardcoverformat gehalten und weist viele großformatige farbige Bilder auf, sowohl aus dem Film selbst als auch, natürlich, von den Dreharbeiten. Wie bei Büchern dieses Formats üblich so schlägt auch dieses Buch wieder mit einem etwas teureren Preis zu Buche. Man kann es also am ehesten als Sammelstück einordnen. Aber wer andere Bände dieser Art kennt, weiß in etwa, was ihn erwartet.

Rezension: "Conan der Barbar - Die Entstehungsgeschichte des Kultfilms" 1

Auf knapp 200 Seiten werden hier viele Hintergründe aufgearbeitet, beginnend mit der Erschaffung von Conan selbst und des Selbstmordes seines Autors Ron E. Howard. Es folgen Informationen zur Rechtebeschaffung an der Filmreihe und wie diese bei Dino de Laurentiis landeten. Laurentiis dürfte den meisten Fans ein Begriff sein, denn er hat zu jener Zeit sehr viele Filme zusammen mit seiner Tochter Raffaela gemacht. Einer der bekanntesten ist zweifellos auch der 1984er-Dune-Film.

Im weiteren Verlauf folgen die Suche nach dem Regisseur, die ersten Storyboards und Drehbücher, die Besetzung der Hauptdarsteller, bis es dann endlich zu den Dreharbeiten selbst kommt. Das ist erst ab Seite 100 der Fall, alles davor ist quasi die Vorgeschichte. Sicher könnte man hier bemängeln, das es so lange dauert, bis man am “Eingemachten” (sprich: dem Dreh) ist, aber die ganzen Vorarbeiten gehören nunmal auch dazu und es ist interessant, deren Entwicklungen mitzuerleben. So etwas muss eben auch in so ein Making of-Buch.

Was hingegen wirklich schade ist, ist, dass die Texte manchmal recht kurz sind und ein Großteil des Bandes eben im wahrsten Sinne des Wortes von den eingangs erwähnten Bildern belegt ist. Die sind zwar durchaus schön gemacht und zeigen auch viel Material, das man so nicht kennt, eben weil es aus den Dreharbeiten (oder Vorarbeiten) stammt, es schmälert aber zumindest ein bisschen den Informationsgehalt. Andererseits ist der Film aber auch schon 40 Jahre alt und vermutlich ist das meiste schon erzählt worden. Dafür gibt es in den Bildern auch kleine “Schmankerl” wie Deleted Scenes zu sehen. Und die Plakatkundst ist ja sowieso ikonisch, auch das ist in diesem Buch Thema.

Sachen, wie die Hintergrundinfos zu den Schauspielern, ist auf der Höhe der damaligen Zeit und die Karrieren der einzelnen Leute wird schön in den Kontext ihrer späteren Entwicklungen gesetzt. Auch das Regisseur John Milius eher ein schwieriger Mensch war wird nicht verschwiegen und einiges dazu aufgerollt. Das ein oder andere unbekannte Detail können hier sicher auch noch Fans erhaschen, die tief in der Materie drin stecken. Etwa das die Tempeltreppe am Ende wirklich riesig gebaut wurde, um 1500 Statisten Platz zu bieten.

Nach dem Kapitel über die Dreharbeiten werden die Texte dann allerdings länger. Hier wird auf die Postproduktion und vor allem auf dem Soundtrack eingegangen, dem sich ausführlich gewidmet wird. Ebenso ausführlich wird auf den Erfolg und – natürlich – den Gewaltgrad des Filmes eingegangen (das gab es in früheren Kapiteln aber auch schon). Sogar die Fortsetzung “Conan der Zerstörer” wird kurz angesprochen sowie die weiteren Pläne für eine Conan-Filmreihe aufgezeigt.

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Insgesamt ein durchaus guter Rundumblick auf den sehr bekannten Barbarenfilm der 80er-Jahre. In der B-Note gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln, aber wer Making Of-Bücher dieser Art kennt, der weiß, was ihn erwartet.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Insgesamt ein durchaus guter Rundumblick auf den sehr bekannten Barbarenfilm der 80er-Jahre. In der B-Note gibt es ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln, aber wer Making Of-Bücher dieser Art kennt, der weiß, was ihn erwartet.Rezension: "Conan der Barbar - Die Entstehungsgeschichte des Kultfilms"
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