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Rezension: “Aliens – Die Entstehungsgeschichte”

Deutscher TitelAliens - Die Entstehungsgeschichte
OriginaltitelThe Making of Aliens
Buchautor(en)J.W. Rinzler
ÜbersetzerThorsten Walch
VerlagCross Cult
Umfang (Seiten)298
Preis59
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3986664091

Im zweiten Making of-Band zur Alien-Reihe geht es, wie könnte es anders sein, um den zweiten Alien-Film.

Inhalt (Klappentext)

Als eine der angesehensten Filmfortsetzungen aller Zeiten hat sich „Aliens“ bei seinem Erscheinen im Jahr 1986 schnell in die Köpfe der Kinobesucher in aller Welt eingebrannt. Angetrieben von der Vision des Regisseurs James Cameron und geleitet von der Produzentin Gale Ann Hurd, trugen die unerbittliche Action und die unvergesslichen Charaktere dazu bei, den Film zu einem Klassiker des Kinos der 1980er Jahre zu machen. „Aliens – Die Entstehungsgeschichte“ erzählt die komplette Geschichte, wie Cameron und Hurd die Heldin Ellen Ripley zurück auf die Leinwand brachten. Und wie sie die Bedrohung sogar noch steigerten, indem sie es mit einer ganzen Armee von Aliens zu tun bekam, gegen die sie antreten musste. Interviews mit den Darstellern und der Filmcrew sowie Fotos und Konzeptzeichnungen veranschaulichen die ereignisreiche Reise des Films von seinen Anfängen als Fortsetzung, die niemand machen wollte, bis hin zu seiner Verwandlung in einen der umsatzstärksten Blockbuster des damaligen Jahrzehnts.

Kritik

Nach dem ersten Making of-Buch zu „Alien“ wird nun gleich das zweite hinterhergeschoben. Im Grunde kann man das meiste, was es dort zu sagen gibt, auch hier sagen. Fertig, Rezension Ende! 😉

Okay okay, ganz so einfach machen wir es uns nicht – soll ja Leute geben, die vielleicht nur das zweite Buch lesen wollen (waaas?).

Auf jedenfall ist auch dieses Buch wieder von J.W. Rinzler, der ja bereits die Star Wars Making of-Bücher geschrieben hat und eben eingangs erwähnten ersten Band. Dementsprechend erscheint auch dieser Band im hochwertigen (und dadurch logischerweise etwas Teurerem) Hardcover-Format. Eingerahmt wird auch dieses Buch wieder von vielen hochwertigen Behind the Scenes-Fotos, die erneut farbig gehalten sind.

Im direkten Vergleich ist es wohl auch ein paar Gramm leichter als der erste Band – gut, der hatte ja auch 100 Seiten mehr. Auch die Schrift scheint (gefühlt) nicht mehr ganz so klein zu sein, wie in besagtem Buch, so dass man hier etwas flotter vorankommt. Das alles sind aber nur Optikfragen, immerhin soll es ja hauptsächlich um den Inhalt des Buches gehen.

Und hier ist der Detailreichtum von Rinzler wieder auf einem extrem hohen Niveau. Erneut wird hier der Weg bis zur Entstehung des zweiten Filmes aufgezeichnet. Zum einen war da natürlich der Rechtsstreit, der die Fortsetzung verzögerte (das war im ersten Band ja auch angedeutet worden), zum anderen musste sich James Cameron damals in Hollywood erst beweisen. Dieser Beweis kam natürlich in Form von „Terminator“, aber dessen Entstehung wird hier nur kurz angerissen und die Eckpunkte abgehandelt, was gut ist, immerhin geht es in diesem Buch ja um „Aliens“.

Trotzdem war Aliens halt ein Herzensprojekt von Cameron und die Entwicklung begann bereits zu Zeiten von Terminator. Die Gliederung des Buches erfolgt dabei wieder nach Jahren und Monaten. Zwischendrin gibt es immer mal wieder Einschübe, die weitere Hintergründe oder Special Effects-Bauten erklären. Auch das ist vom Informationsgehalt wieder mehr als gelungen und dürfte selbst eingefleischten Fans noch das ein oder andere Novum entlocken.

Wenn man dann an die Dreharbeiten geht, wird wieder minutiös aufgeschlüsselt, welche Szenen in welcher Reihenfolge gedreht wurde, welche Probleme es gab, wo es bei den Schauspielern vielleicht hakte und und und. Auch das ist wieder enorm viel, ist aber mindestens genauso interessant wie im ersten Buch. Natürlich musste Cameron hier nicht mehr alles von Grund auf entwickeln, wie noch Ridley Scott beim ersten Film, aber wer den Perfektionisten Cameron kennt, der weiß, dass er viele Dinge selbst verantwortet hat – darunter eben auch die Königin. Clash hinter den Kulissen, wie noch bei Teil 1, gab es hier zwar auch, gefühlt aber eher weniger als in Teil 1, auch wenn es weiterhin Probleme mit der britischen Crew und anderen Sachen gab.

Rinzler hat hier wieder aus vielen unterschiedlichen Quellen das Beste zusammengetragen und erneut ein Making of-Buch abgeliefert, das im Detail- (sprich: Info-)grad unerreicht sein dürfte. Allerdings, im Vergleich zum ersten Teil, endet die Geschichte von Aliens hier mit der Premiere und dem Filmerfolg, während man im ersten Band noch etwas stärker auf die Nachwehen eingegangen ist.

Und auch was den Wiederlesewert angeht, hält sich auch dieser bei diesem zweiten Band eher in Grenzen. Das Buch stellt man sich also eher ins Regal, als dass man oft darin herumschmökert. Das tut der Tatsache, dass es sich erneut um ein gutes Sachbuch handelt, aber keinen Abbruch.

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Erneut liefert Autor J.W. Rinzler ein Buch ab, das an Informationsgehalt sicher seinesgleichen sucht. Ein paar kleinere Abzüge, die es auch schon im ersten Band gab, schmälern den Genuss dieses Sachbuchs nicht und auch auf Sachen wie den Director’s Cut wird eingegangen. Wer den ersten Band mochte, der macht hier sowieso nichts falsch, aber auch wer sich nur für den zweiten Teil interessiert, kann bedenkenlos zugreifen. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen: Wenn es eine Blaupause für ein Making of-Buch gibt, dann sind es die Werke von Rinzler. Hoffentlich folgen zu den anderen Teilen (und natürlich auch AvP) weitere Bände…

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Erneut liefert Autor J.W. Rinzler ein Buch ab, das an Informationsgehalt sicher seinesgleichen sucht. Ein paar kleinere Abzüge, die es auch schon im ersten Band gab, schmälern den Genuss dieses Sachbuchs nicht und auch auf Sachen wie den Director’s Cut wird eingegangen. Wer den ersten Band mochte, der macht hier sowieso nichts falsch, aber auch wer sich nur für den zweiten Teil interessiert, kann bedenkenlos zugreifen. Man kann wohl ohne Übertreibung sagen: Wenn es eine Blaupause für ein Making of-Buch gibt, dann sind es die Werke von Rinzler. Hoffentlich folgen zu den anderen Teilen (und natürlich auch AvP) weitere Bände…Rezension: "Aliens - Die Entstehungsgeschichte"
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