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StartLiteraturRezension: "Star Wars - Darth Vader: Schwarz, Weiß und Rot"

Rezension: “Star Wars – Darth Vader: Schwarz, Weiß und Rot”

Deutscher TitelStar Wars - Darth Vader: Schwarz, Weiß und Rot
OriginaltitelStar Wars - Darth Vader: Black, White, Red 1-4
Buchautor(en)Mark Morales
ÜbersetzerMatthias Wieland
VerlagPanini
Umfang (Seiten)140
Preis29
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3741638022

Ein etwas ungewöhnlicherer Vader-Band.

Inhalt (Klappentext)

Dieser Sammelband vereint spannende und unerwartete Geschichten von den unterschiedlichsten Comic-Talenten. Das US-Team Jason Aaron und Leonard Kirk, die japanische Künstlerin Peach Momoko, der Autor und Zeichner Daniel Warren Johnson, sowie die Autoren Marc Bernardin und Frank Tieri haben neben anderen Künstlerinnen und Künstlern Geschichten für diesen besonderen Vader-Band beigesteuert. Es sind schaurige Geschichten über das Böse, erzählt in klarem Schwarz und Weiß und dem purpurroten Schein eines Lichtschwerts!

Kritik

“Darth Vader: Schwarz, Weiß & Rot” ist ein Sonderband und erscheint auch im überformatigen Hardcover. Demzufolge sind nicht nur die Panels entsprechend groß, sondern auch der Preis, aber das ist an der Stelle nichts Neues.

Schwarz, Weiß und Rot ist anscheinend eine ganze Reihe, die schon bei Marvel gestartet ist und deren Comics eben in schwarzweiß gehalten sind – unterbrochen von einer Farbe zur Akzentuierung, in dem Fall eben Rot. Das Rot steht sowohl für das Blut als auch Vaders rotes Lichtschwert und wird auch in diesem Band ekzessiv genutzt. Trotzdem sind die Zeichnungen sicher nichts für jedermann und erinnern manchmal an die etwas plumperen Geschichten aus den Marvel-Comics der 80er. Auf dem Cover und mit den Sturmtruppen bei Vader im Hintergrund, kann man in etwa sehen, wie das gemeint ist. Der Detailgrad variiert nämlich von Geschichte zu Geschichte und auch wenn man die Charaktere immer gut erkennen kann, würde man den Stil wohl eher als etwas abstrakter beschreiben. Immerhin, der Horror-Faktor kommt bei dieser Farbgebung doch ganz gut rüber.

Storytechnisch finden sich hier eine ganze Reihe von Kurzgeschichten zu Vader, auf die wir jetzt nicht alle im Detail eingehen, sondern uns exemplarisch einige herauspicken. Festhalten kann man an der Stelle: Nur wenige haben einen wirklichen Impact. Im Großen und Ganzen sind die hier dargestellten Stories eher belanglos. Dabei ist gerade der Einstieg durchaus noch gelungen.

Denn einem Doktor Sendvall (respektive dessen Sohn) gelingt es, Vader zu schnappen (hat noch jemand “Force Unleashed 2”-Vibes?). Aber Vader wäre nicht Vader, wenn er sich nicht befreit und alle tötet – kennt man ja soweit. Gleich die zweite Geschichte läuft dann eher unter gewöhnungsbedürftig, wird hier doch keinerlei Text gezeigt. Sie handelt von einer Frau, möglicherweise Jedi, aber auch nicht, welche Vader mal entkommen ist und seither Alpträume hat, was in teils surrealen Bildern gipfelt, in denen Vader sie verfolgt und sich als klassischer Tod offenbart. Auf der einen Seite ein netter Ansatz, auf der anderen kann man wohl zurecht nach der Sinnhaftigkeit fragen.

Und so geht es dann weiter, wobei sich die meisten Stories darum drehen, dass Vader ein paar Rebellen, oder ein fehlgeschlagenes Experiment ausschaltet. Dabei ist es natürlich immer der Sith-Lord, der überlebt, während seine Sturmtruppen hops gehen, was hier vielleicht etwas zu inflationär gebraucht wird. Etwas besser ist da die Abwechslung, wenn Vader mal gegen einen Virus in seinem Kopf kämpft. Das Monster hier ist ganz gut gemacht, aber auch hier: gegen den Dunklen hat halt keiner eine Chance.

Da ist eine Geschichte über eine Rebellenspionin, die er umdreht, viel interessanter und ein kleines Highlight. Da man von ihr aber nie wieder etwas hören wird, versinkt letztlich auch dieser Beitrag etwas in der Bedeutungslosigkeit. Die letzte Story, mit der Rückkehr nach Hoth, steht ebenso in der Frage nach dem Sinn. Klar, eine Sonde wurde angegriffen, aber dass Vader gleich selber hinfliegt? Und dann gibt es nur ein paar lahme und erwartbare Wampa-Fights. Okay, das Ende ist nochmal augenzwinkernd, aber auch solche imperialen Offiziere hat man halt schon zuhauf gesehen.

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Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Sache. Zudem leiden die Geschichten hier darunter, dass sie zwar teils gute Szenen haben, im Großen und Ganzen aber stellenweise zu repetitiv und belanglos sind. Ja, am Ende ist es eine Geschmacksfrage, aber bei dem Preis eher wirklich nur was für Hardcore-Fans, die alles zum Dunklen Lord verschlingen wollen.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Der Stil ist gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Sache. Zudem leiden die Geschichten hier darunter, dass sie zwar teils gute Szenen haben, im Großen und Ganzen aber stellenweise zu repetitiv und belanglos sind. Ja, am Ende ist es eine Geschmacksfrage, aber bei dem Preis eher wirklich nur was für Hardcore-Fans, die alles zum Dunklen Lord verschlingen wollen.Rezension: "Star Wars - Darth Vader: Schwarz, Weiß und Rot"
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