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StartSerienRezension: "Doctor Who 1x05 - Dot und Bubble"

Rezension: “Doctor Who 1×05 – Dot und Bubble”

Die inzwischen bereits fünfte Folge von Doctor Who ist auch bei uns im SPOILER-Review gelandet. Also raus aus eurer Bubble und gelesen.

Gesellschaftskritik?


Es wurde (und wird) ja viel diskutiert, ob die Folge nun eine Gesellschaftskritik ist oder nicht. Und in der Tat kann man das Festsetzen auf Multimediale Inhalte wie hier gezeigt als solche sehen. Viel zu viele Menschen verlassen sich heutzutage auf die sozialen Medien, und dieses Thema wird hier auf die Spitze getrieben.

Und damit sind wir schon mittendrin in der Folge, die uns mit Lindy eine junge Hauptdarstellerin zeigt, die in eben so einer Bubble lebt. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn das soziale Leben oder besser gesagt ihr GANZES Leben läuft mit einer Blase um den Kopf ab. Dort interagiert sie mit anderen und macht sogar ihre Arbeit. Das hat den Nachteil, das sie gar nicht rausschauen kann. Und, wie sich später herausstellt, kann sie ohne die Blase auch nicht mal richtig gehen und muss es erst wieder lernen.

Aber Moment? Hauptdarstellerin? Ja, denn wie in der letzten Folge sind der Doctor und Ruby hier eher schmückendes Beiwerk – und es zeigt sich, dass Doctor Who halt merkwürdigerweise am Besten ist. Denn unsere Helden versuchen, Lindy “aufzuwecken” weil etwas um sie herum passiert. Und man muss sagen, das Mysterium ist gut gelungen.

Die fressenden Aliens, die ein wenig an Schnecken erinnern, sind zwar CGI, das sieht aber, bis auf wenige Ausnahmen, ganz gut aus. Überhaupt wird dem Zuschauer natürlich schnell klar, dass da was im Argen liegt, wie der Doctor und Ruby ja auch aufzeigen. Es beginnt eine Hatz durch die Straßen der Stadt, die wohl auch deshalb so amüsant ist, weil Lindy (und später September) auch für sich allein gute Charaktere abgeben.

Ach ja, man ist hier natürlich auf einer fremden Welt und es gibt einen Blick auf die Heimatwelt, die ebenfalls schon von den Monstern heimgesucht wird bzw. ausgelöscht ist. Also auch die Jugendlichen auf dem Mond (oder wo immer die genau sind), sind nun als Nächstes dran. Die Frage ist allerdings, woher diese Monster kommen. Und die Lösung ist recht banal, bzw. es ist… Der TERMINATOR!

Maschinen bei Doctor Who?


In der Tat ist die KI, die Dots, die die Bubble aufbauen, daran Schuld. Die ist nämlich wie bei Terminator zum Schluss gelangt, dass die Humanoiden ausgelöscht werden müssen. Wobei sich natürlich an der Stelle die Frage stellt, wie die Viecher in die Stadt gekommen sind (oder, respektive, auf die Heiamtwelt)? Sind es wirklich die Wesen aus dem Sumpf, wie vorher erwähnt? Dann macht es zwar Sinn, dass diese in die Stadt eindringen bzw. die KI diese durchlässt, aber es macht keinen Sinn, dass sie die Personen nach Alphabet fressen. Das müsste die KI ja irgendwie steuern. Ebenso, wenn es diese Wesen sind, müssten die ja in großer Zahl auf die Heimatwelt gelangt sein (wobei, da könnten die Maschinen auch so gewütet haben).

Aber gut, lassen wir uns von diesen Fragen erstmal nicht beirren. Auch dass die KI bei ihren Morden alphabetisch vorgeht, ist halt nunmal einprogrammiert und ganz gewitzt. Gehen wir nun zurück zu Lindy, welche auf ihrer Odyssee, geleitet von Doc und Ruby, Ricky September trifft, einen berühmten Musiker. Natürlich, wie vieles in der Folge, eine Anspielung auf einen berühmten Musiker in der echten Welt.

Der erweist sich hier als liebenswürdiger Kauz, der Lindy beisteht und schnell Sympathien aufbauen kann. Und das mündet in einem Finale der Extraklasse in einem Keller… in dem Lindy ihren Freund verrät, um ihre eigene Haut zu retten. Das ist nicht nur klasse gespielt, sondern kam so unerwartet, dass ich echt überrascht war. Schon seit der Torchwood-Zeit hat RTD (Russel T. Davies) ja gezeigt, dass er sich auch mal was traut, und so ist das hier wieder. Okay, man könnte jetzt sagen, er traut sich seit der ersten Folge was (Stichwort: Pupsenden Raumstation), aber hier ist es halt wirklich gut.

Vor allem auch, da halt nur der Zuschauer und Lindy die Wahrheit kennen und sie am Ende nicht zur Rechenschaft gezogen wird. Das hinterlässt zwar einen Nachgeschmack, tut der Folge aber sichtlich gut. Ebenso das etwas bittere Ende, denn die Geretteten wollen gar nicht gerettet werden bzw. versuchen es auf eigene Faust in der Wildnis. Der Doctor und Ruby sagen zwar, dass das schiefgehen wird, können die Leute aber nicht zwingen. Auch das wertet die Folge nochmal sichtlich auf, vor allem, da man eben nicht weiß, wie es für die Leute ausgeht. Denn das wird der Phantasie der Zuschauer überlassen.

Okay, über den weinenden Doctor hüllen wir an der Stelle besser mal wieder den Mantel des Schweigens. Ncuti Gatwa wird wahrscheinlich am ehesten als Crying Doctor in Erinnerung bleiben, denn in jeder Folge bisher darf er Tränen zum Besten geben. Der Burnham von Doctor Who?

Bewertungsübersicht

Bewertung

Fazit

Eine wieder rundum gelungene Folge, die vor allem wegen des bedrückenden Endes im Gedächtnis bleibt. Hier wurde gut abgeliefert und das, obwohl der Doctor und Ruby eher am Rande vorkommen. So kennt man RTD.
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Eine wieder rundum gelungene Folge, die vor allem wegen des bedrückenden Endes im Gedächtnis bleibt. Hier wurde gut abgeliefert und das, obwohl der Doctor und Ruby eher am Rande vorkommen. So kennt man RTD.Rezension: "Doctor Who 1x05 - Dot und Bubble"
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