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Rezension: “Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju-Monster”

Deutscher TitelDie Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju-Monster
OriginaltitelThe Kaiju Preservation Society
Buchautor(en)John Scalzi
ÜbersetzerClaudia Kern
VerlagCross Cult
Umfang (Seiten)336
Preis16
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN ‎ 978-3986662110

Godzilla oder doch nicht, das ist hier die Frage…

Inhalt (Klappentext)

Sie sind groß, gefährlich und vom Aussterben bedroht … Jamies Traum war es, bei einem Tech Start-up in New York City groß herauszukommen. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: auf eine demütigende Entlassung folgt ein schlecht bezahlter Job als Lieferfahrer inmitten einer Pandemie. Es sieht düster für ihn aus, doch schließlich trifft er beim Ausliefern einer Bestellung einen alten Bekannten wieder. Tom hat dringend eine Stelle in seinem Team zu vergeben: Die Bezahlung ist gut, und Jamie hat Schulden – die Entscheidung ist klar. Doch erneut sieht er sich in seinen Erwartungen getäuscht … Und dieses Mal steht sein Leben auf dem Spiel. Toms „Tierschutzorganisation“ ist nicht das, was sie zu sein scheint: Die Tiere, die sie retten will, befinden sich nicht einmal auf der Erde! Zumindest nicht auf unserer. In einer anderen Dimension ist sie tropisch warm und nicht von Menschen bevölkert, sondern von riesenhaften dinosaurierähnlichen Bestien. Die Kaijū mögen die größten und gefährlichsten Tiere ihrer Welt sein – doch sie brauchen Hilfe, um zu überleben. Toms „Gesellschaft zur Erhaltung der Kaijū-Monster“ wollen ihnen beispringen, andere jedoch wollen Profit aus ihnen schlagen. Wenn sie nicht aufgehalten werden, könnte die Trennung zwischen den Welten fallen – mit verheerenden Folgen.

Kritik

Wer kennt ihn nicht, den lieben Godzilla, den König aller Monster? Na gut, um den geht es hier nicht, obwohl die Filme mehrmals erwähnt werden. Im Grunde geht es im vorliegenden Buch zwar auch um Monster, aber eben die echten, und nicht die aus den Godzilla-Filmen. Okay okay, das ist auch wieder relativ, weil es sich ja bei der vorliegenden Geschichte auch um ein erfundenes Thema handelt.

Jedenfalls existiert die titelgebende GEK (Gesellschaft zur Erhaltung von Kaiju-Monstern), um die riesigen Bestien, die auf einer Parallelerde beheimatet sind, zu erforschen. Dorthin kommt man mittels Portalen und unser Held, Jamie, wird von der Firma angeheuert, nachdem er seinen Job verloren hat. Er darf also mit in diese Welt reisen und seine Monster treffen. Was sich nun anschließt, ist eine kleine Easter Egg-Reise, bei der nicht nur bekannte Elemente der Monsterfilme, wie etwa die Parasiten auf deren Oberfläche, veralbert werden. Auch Sachen wie der Atomstrahl oder dass jedes der Biester quasi ein eigener Atomreaktor ist, erinnern an Godzilla und Konsorten.

Was zunächst wie eine witzige Reise klingt, untermalt von besagten Kaiju-Klischees (so man sie so nennen will), ist aber eine durchaus ernste Geschichte. Charakterlich darf unser Jamie nämlich über sich hinauswachsen und am Ende ein Experte auf dem Gebiet werden. Aber auch Leute wie Helikopterpilot Martin wissen zu überzeugen, vor allem wenn sie reichen Schnöseln Paroli bieten. Am Meisten Pagetime bekommt aber natürlich unser Held spendiert.

An Kaijus gibt es dabei nur zwei, aber das ist ja nichts Schlechtes, denn auch bei Godzilla muss es ja nicht immer der Monster-Overkill sein. Was man allerdings braucht, und das soll an der Stelle nicht verschwiegen werden, ist langes Sitzfleisch – oder anders gesagt, Lesefleisch. Denn so interessant die Forschung an den Riesenmonstern und die neue Welt auch ist, so fragt man sich manchmal, wohin die Geschichte eigentlich gehen soll. Irgendwie kann es ja nur damit enden, dass eines der Monster auf die Erde durchbricht, oder etwa nicht?

Zumindest hier macht die Geschichte dann einen kleinen Schlenker und drückt etwas auf die Actiontube. Bis dahin vergehen aber gute 250 Seiten und es bleiben bis zum Ende des Buches dann nur noch knapp 100. Wobei man sagen muss, diese letzten 100 Seiten machen dann aber auch den besten Teil des Buches aus, und das, obwohl ein paar Klischees bedient werden. So ist der unsympathische Kerl natürlich der Obermotz, der hinter allem steckt und auch der Anzapfungsplan ist jetzt nicht unbedingt neu.

Dafür macht das Finale aber durch witzig-flapsige Dialoge gute Laune und kaschiert diese Schwächen etwas. Vor allem zeigt es halt auch auf, was in dieser Welt noch so alles möglich wäre – und irgendwie hat man am Ende dann auch richtig Bock drauf, einen zweiten Band zu lesen.

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Man braucht viel Geduld, bis die Handlung so richtig in Fahrt kommt, denn hier wird zunächst etwas Worldbuilding betrieben, das aber, das muss man auch eingestehen, stellenweise etwas langweilig ist. Immerhin wird die Story von sich entwickelnden Charakteren getragen und auch das Finale macht Spaß, auch wenn damit noch ein paar Klischees kaschiert werden.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Man braucht viel Geduld, bis die Handlung so richtig in Fahrt kommt, denn hier wird zunächst etwas Worldbuilding betrieben, das aber, das muss man auch eingestehen, stellenweise etwas langweilig ist. Immerhin wird die Story von sich entwickelnden Charakteren getragen und auch das Finale macht Spaß, auch wenn damit noch ein paar Klischees kaschiert werden.Rezension: "Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiju-Monster"
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