Der zweite Band der anderen Wonder Woman-Reihe.
Inhalt (Klappentext)
Ein gigantisches Monster droht, ganz Gateway City auszulöschen. Nicht einmal Wonder Woman, die in der Hölle aufgewachsen ist, ist der Urgewalt des Tetraziden gewachsen. Dennoch will sie sich furchtlos in die aussichtslose Schlacht stürzen, um so viele Menschenleben zu retten wie möglich. Zuvor braucht sie jedoch die Hilfe einer Hexe.
Kritik
Die neue Wonder Woman-Reihe geht nun schon in den zweiten Band. Zeichnungstechnisch wirkt alles, wie bereits in Band 1, etwas primitiver (sprich: kantiger). Das unterstreicht natürlich die düstere Stimmung, die hier vorherrschen soll, denn die “Absolute”-Reihe stellt ja ein Paralleluniversum dar, das von Darkseid verseucht wurde. Aber keine Sorge, die Charaktere kommen immer noch gut zur Geltung und auch Kampfszenen, auch wenn sie hier gar nicht so oft vorkommen, können sich sehen lassen. Allerdings erinnern sie eher an einen Manga, denn ein Superhelden-Comic, aber dazu kommen wir gleich.
Was die Handlung angeht, so springen wir zurück in Dianas Kampf gegen den Tetraziden und ja… da wird es gleich ein wenig anders. Kann man vielleicht noch damit leben, dass Großstädte von Hochhausgroßen Monstern angegriffen werden, so ist das Schwert, das Wonder Woman hier hervorzaubert, dann wirklich eher übertrieben groß. Also auch Hochhausgroß – und erinnert damit eher an einen Manga. Überhaupt geht es in dieser Geschichte stellenweise gut ab: Nicht nur, dass Diana mit besagtem Megaschwert zuschlägt, sie verwandelt sich auch in Medusa oder besucht Hades und Prometheus.
Auf der einen Seite ist es natürlich löblich, wenn hier mehr auf die griechischen Ursprünge und Mythen eingegangen wird, immerhin sind die Amazonen ja quasi von dort, nicht nur in der Überlieferung, sondern auch in der Comicwelt. Da kommen eben die Götter wie Zeus und so weiter vor, von daher ist das in Ordnung. Für mich waren die Storys um die Götter aber eigentlich immer die schwächsten um Diana, weswegen es mich auch diesmal eher kalt lässt. Wen interessiert der x-te Kampf gegen Hades oder die Obrigkeiten, auch wenn er diesmal etwas anders erzählt ist?
Was schön ist, ist, dass Steve hier Dianas Rückverwandlung auslöst und zu ihr durchdringt, was ein Charaktermoment ist, der gut funktioniert. Wobei auch hier gilt, dass Diana Steve verfällt, als erstem Mann, dem sie begegnet, eigentlich auch so ein Trope ist, der heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist (ja ich weiß, zur Entstehungszeit war das “normal”, man hätte es aber in der x-ten Iteration endlich mal ändern können, aber wir schweifen ab). Nett ist immerhin, dass auch Etta wieder eine kleine Rolle spielt.
Der Rest ist eben Dianas Verteidigung und eben die Diskussion bzw. der anstehende Kampf mit Hades. Dabei wird in die Vergangenheit eingetaucht und gezeigt, wie sie ihre Lassos geschaffen hat. Kann man sicherlich machen, es gab aber auch schon mitreißenderes.





