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Rezension: “Jan Tenner 38 – Das grausame Orakel”

Folge 38 der Jan Tenner-Serie ist jüngst bei Tom im Review gelandet – wie immer gibts hier aber Spoiler.

Cover

Es ist ja schon fast eine Tradition hier geworden, zum Erscheinen einer He-Man-Folge (oder umgekehrt), immer auch eine Rezension zu einer Jan Tenner-Folge zu bringen (oder eben umgekehrt). Auch diesesmal ist es wieder so (und wieder hätte ich die Folge fast verpasst, es muss doch hier bessere Benachrichtigungen geben).

Bei Folge 38 sind wir inzwischen gelandet und wie immer sehen wir uns zu Beginn das Cover an, dass uns diesmal Jan zeigt, der in einem metallischen Treppenlabyrinth feststeckt und dieses durchschreitet. Die Szene ist so 1:1 aus dem Hörspiel, was natürlich immer schön ist.

Okay, es ist jetzt nicht das spektakulärste Cover, dass wir je hatten, und es hätten auch noch Futura und unser Roboterfreund Kolg aus der letzten Folge Platz gehabt, aber sei es drum. Auch so bringt dieses Motiv die Folge eigentlich ganz gut auf den Punkt.

Story


Auch die Geschichte kann sich sehen lassen. Zunächst geht es natürlich da weiter, wo wir in der letzten Folge aufgehört haben. Jan und seine Freunde sind also immer noch in einem entfernten Bereich (doch keine neue Dimension) gestrandet, aber Lara und Futura werden entführt. Logisch, dass Jan und Kolg da hinterhereilen zur Rettung. Tanja und Forbett bleiben allein zurück und müssen ebenfalls ihren Weg aus dem Labyrinth finden.

Dabei ist die Story der beiden letzteren nicht ganz so spektakulär, wie der von Jan und Futura. Sie wandern eben durch ein paar Tunnel, allerdings kommen sie sich Gesprächstechnisch etwas näher und man erfährt das ein oder andere. Als Nebenhandlung also ganz nett. Übrigens gibt es auch ein paar Treppenwitze (pun intended!), denn unsere Roboterfreunde können selbige, da sie ja auf Rädern unterwegs sind, nicht besteigen. Wer erinnert sich noch an die Daleks aus Classic Who, die ein ähnliches Problem hatten?

Die interessantere Geschichte ist zweifellos die von Jan und Futura, die auf das titelgebende Orakel treffen (auch ein Roboter). Und da wird sogleich eine Enthüllung losgelassen, die es in sich hat. Denn Lara ist schon seit einiger Zeit ausgetauscht worden (genau genommen wohl mindestens seit Folge 20). Das ist natürlich ein starkes Stück, das aber seine Schockwirkung nicht verfehlt und genau wie damals bei der Quantenseuche durchaus zündet. Vor allem die kleinen Hinweise, die hier erwähnt werden, hatte wohl keiner so recht auf dem Schirm, aber mir gefallen solche Einlagen recht gut, daher kann mich dieser Twist auch komplett mitnehmen. Natürlich kann man jetzt vortrefflich darüber streiten, dass Laras ausgebaute Rolle in den letzten Hörspielen jetzt ja genau genommen nicht die echte Lara betraf… aber ich wage an der Stelle einfach zu behaupten, dass wird sich später mit der echten auch so fortsetzen.

Auf jeden Fall werden so die Weichen für die nächsten Folgen gelegt, denn da wird es wohl heißen, Lara zurückholen. Aber soweit sind wir noch nicht. Zunächst einmal wird Jan noch auf eine Prüfung geschickt – in das erwähnte Treppenlabyrinth. Okay, an der Stelle kann man sicher monieren, dass es schon ein passender Zufall ist, dass Futura ein zur Situation passendes Serum dabei hat, aber diese Klischees gab es früher schon. Wobei man hier genau genommen anmerken könnte, dass Jan die wahre Form vom Gefährten des Orakels eigentlich hätte eher sehen müssen, aber Enthüllungen funktionieren im Hörmedium ja etwas anders.

Und an der Stelle wird eine neue Verbindung zu einer älteren Folge gezogen, nämlich Nummer 24. Dass hier ein Zazz auftaucht, zementiert die Verflechtungen und ja, auch das gefällt und ist in gewisser Weise ein Easter Egg. Und es zeigt, dass auch die fiesen Roboter einige “gute” in ihren Reihen zu haben scheinen. Okay, genau genommen dient die Folge nur dem einen Zweck, dass sich eben dieser Zazz den Helden anschließt, aber das fällt gar nicht so sehr auf.

Auch das Orakel ist am Ende gar nicht so grausam, zumindest scheint es helfen zu wollen. Wobei, dafür spricht es dann am Ende doch etwas zu fies und, typischerweise, auch nur in Rätseln. Am Ende geht es für die Heldentruppe wieder in Richtung Heimat und man darf auf die kommenden Entwicklungen gespannt sein.

Bewertung

Ja, in der Folge gibt es nur wenig Action, das macht aber nichts, wenn die Interaktionen der Helden so gut in Szene gesetzt sind wie hier. Hinzu kommt eine überraschende Wendung, die die Weichen für die Zukunft stellt. So kann es gerne weitergehen.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Ja, in der Folge gibt es nur wenig Action, das macht aber nichts, wenn die Interaktionen der Helden so gut in Szene gesetzt sind wie hier. Hinzu kommt eine überraschende Wendung, die die Weichen für die Zukunft stellt. So kann es gerne weitergehen.Rezension: "Jan Tenner 38 - Das grausame Orakel"
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