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Review: “Masters of the Universe 13 – Die Gefahr aus der Tiefe”

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Hörspiel-Nummer 13 ist nun auf Tom’s Review-Tisch gelandet. Wie immer gilt: Achtung Spoiler!

Cover

Auf dem Cover sehen wir diesmal He-Man, der Sh’Gora angreift, das ist die Kreatur, die in der Folge beschworen wird. Eine klassische Actionpose eben, nicht mehr und nicht weniger.

Der Detailgrad ist dabei durchaus gut, He-Man hat kein Schwert dabei, sondern greift mit der Faust an. Als kleines Easter Egg trägt er auch einen Scubattack-Anzug, der in der Folge ebenfalls prominent vorkommt. Das impliziert natürlich auch, dass es hier um die Unterwasserszene geht bzw. den Endkampf.

Motu 13 (retrofabrik.de)
Motu 13 (retrofabrik.de)

Das Cover ist, trotz dem Detailgrad bei He-Man und Sh’Gora, natürlich etwas schlicht, da keine weiteren Charaktere enthalten sind. Das ist auf der einen Seite sicher etwas schade, auf der anderen muss es aber nicht immer eine Überladung mit Charakteren sein. Insofern ist das Cover jetzt vielleicht nicht unbedingt ein optisches Highlight (da gab es schon bessere Actionszenen in der Vergangenheit), geht aber in Ordnung.

Story

Die Geschichte des Hörspiels beginnt dabei klassisch: Die Königsfamilie ist mit ihrem Schiff unterwegs auf hoher See und dann kommt ein Angriff. Okay, an der Stelle fehlt irgendwie nur Icebird und schon hätte man einen ähnlichen Ansatz wie “Der feurige Eisvogel”, das klassische 14.Hörspiel der alten Masters.

Natürlich geht die Geschichte hier andere Wege, und das nicht nur, weil man den Comic nacherzählt, sondern auch, weil auch sonst eine Neuauflage eher langweilig wäre. Dabei geht die Geschichte nicht nur neue interessante Wege, sondern hat auch einige überraschende Wendungen parat. Okay, die Wendungen beziehen sich hier eher auf das Königspaar, doch der Reihe nach.

Zunächst einmal steht hier Mer-Man im Vordergrund. Wie bereits in der klassischen Motu-Lore verfolgt der Unterwasserfürst eigene Pläne. Das hat man hier mit dem Angriff auf das Schiff ganz gut dargestellt. Skeletor taucht in der Tat hier nicht auf, auch wenn seine Schergen versuchen, seine Interessen zu vertreten. Auch zu denen kommen wir gleich.

So sind Mer-Mans Ambitionen eine recht gute Abwechslung zum üblichen Trott bzw. Kampf gegen Skeletor, wobei hier schnell deutlich wird, das er nicht ganz die Raffinesse des alten Knochenkopfes hat. So lockt er zwar He-Man an, Randor und Marlena sind aber schon selber entkommen. Das ist dann auch gleich der zweite Pluspunkt hier, denn das Königspaar bekommt großen Raum in der Geschichte, wie man es früher selten gesehen hat. Das gefällt außerordentlich gut und hebt das Hörspiel deutlich von den anderen hervor.

Vor allem dürfen die beiden dann, als sie Skeletors Schergen in die Hände laufen, sogar mit denen diskutieren und versuchen, sie auf ihrer Seite zu ziehen. Und hier sieht man sogar den Unterschied, denn Tri-Klops würde ihnen sogar glauben, aber man entscheidet sich dennoch, weiter bei Skeletor zu bleiben. Das sind charakterlich einfach starke Szenen, die jedem Beteiligten gut tun.

Bemängeln kann man an der Stelle höchstens, das man gerade hier wieder merkt, wie ähnlich sich viele der (männlichen) Stimmen klingen. Das wird ein wenig abgemildert dadurch, dass man die Namen der Charaktere immer anfügt, wirkt aber gerade in dieser Folge mal wieder etwas störend, auch wenn es vielleicht meckern auf hohem Niveau ist. Nicht ganz so hoch ist das Niveau dann, wenn es an den Endkampf geht, den man ja schon auf dem Cover sieht.

He-Man gegen Sh’Gora, ja dreimal darf man raten, wer gewinnt. Also im Westen (bzw. Hörspiel) nichts Neues? Nicht ganz, denn auch hier schafft man es, Ablenkung reinzubringen. Ja, den Kampf gibt es natürlich, aber er endet mit einer Portion Sprengstoff und nur einem betäubten Monster. Ob man es wieder sehen wird, das darf dahingestellt sein, aber auch das ist durchaus eine nette neue Nuance.

Übrigens: Um unter Wasser zu atmen bzw. zu sprechen, nutzen die Helden teilweise Blasenzauber (womit eine weitere Comic-Geschichte verwurstet wird). Dadurch ergibt sich die ganze Zeit beim Sprechen ein schöner dumpfer Effekt, das muss ja auch mal erwähnt werden.

Bonus

Beim Bonus versammeln sich die üblichen Recken aus Autoren und den Chefs – leider wieder kein Hauptsprecher. Immer wieder schade, wobei man dem Rest inzwischen aber die Routine anmerkt. Erneut werden schöne Easter Eggs, wie der Gastauftritt von Oliver Rohrbeck, gesammelt und besprochen.

Hier gibt es sonst wenig Neues. Die Gruppe redet über besagte Szenen und was man sich dabei gedacht hat bzw. auch, dass Skeletor eben mal Pause hat. Wie immer ganz interessant, aber tiefere Einblicke wären halt (erneut) schöner.

Bewertung

Insgesamt hat die Folge ein paar Schwächen, die gute und sich mal anders entwickelnde Story punktet dafür aber auf ganzer Linie, da sie aus den üblichen Konventionen ausbricht und neue Wege (vor allem bei den Charakteren) geht. Und dann sind da natürlich noch die Easter Eggs - sehr schön.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Insgesamt hat die Folge ein paar Schwächen, die gute und sich mal anders entwickelnde Story punktet dafür aber auf ganzer Linie, da sie aus den üblichen Konventionen ausbricht und neue Wege (vor allem bei den Charakteren) geht. Und dann sind da natürlich noch die Easter Eggs - sehr schön.Review: "Masters of the Universe 13 - Die Gefahr aus der Tiefe"
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