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StartAudio Books & HörspieleJan TennerReview: "Jan Tenner 42 - Die Domäne der Nacht"

Review: “Jan Tenner 42 – Die Domäne der Nacht”

Folge 42 ist auf Toms Review-Tisch gelandet. Wie immer gilt: Achtung: Spoiler!

Die neue Folge ist bereits im “Streaming” verfügbar, die CD kommt wie immer später.

Cover

Auf dem Cover sehen wir diesmal Jan gegen einen Zentaur kämpfen. Dabei sind die beiden in einer Arena (mit offenbar Zuschauern im Hintergrund) und stehen schön im Spotlight.

Das Cover kommt diesmal eher schlichter daher und auch wenn das Setting Folgenakkurat ist (sprich: die Szene gibt es so), hatten wir, auch an Actionreichen Covern, da schon etwas mehr Abwechslung. Vor allem enttäuscht eben auch der Hintergrund etwas, denn von den Zuschauern ist, außer einer lila Masse, nichts zu erkennen. Da hätte einfach mehr Detailgrad drin sein müssen, um das Cover plastischer zu gestalten.

Klar, man wollte hier vermutlich eher den Kampf betonen und der Zentaur hat ja auch eine schöne Rüstung an, aber sich allein auf den Kampf zu stützen, reicht an der Stelle nicht ganz, da wir eben sehr ähnliche Cover (nur eben mit anderen Monstern) in der Vergangenheit zuhauf hatten. Insofern muss an der Stelle leider attestiert werden, dass das Cover eine leichte Enttäuschung ist.

Story

Die Story führt unsere Helden diesmal auf einen vergessenen Kontinent, der aus dem Nichts aufgetaucht ist (ja, das klingt nach Atlantis und das wird auch im Hörspiel erwähnt und angesprochen, was ja generell schonmal positiv ist). Dieses neue Reich heißt die Domäne der Nacht und wird von Zentauren beherrscht. Und einer von denen hat es auf Tanja abgesehen.

Also nicht Rachemäßig sondern eher so, dass er sie beeinflusst, um seine Frau zu werden, sehr zum Missfallen von Jan. Und ja, eine solche Story hätte in den 80ern nur ein müdes Lächeln hervorgerufen, heutzutage dürften vermutlich alle aufstehen und Missbrauch brüllen, immerhin verliert Tanja ja quasi das Recht am eigenen Körper. In diesem Fall ist sie eben hypnotisiert und wird das Schoßhündchen des Dunkelfürsten.

Aber wenn es zumindest eine Auseinandersetzung mit dem Thema gibt, dann kann man an der Stelle ja sicher auch etwas Gutes herausholen, oder? Diese Auseinandersetzung fehlt an dieser Stelle allerdings gänzlich, und es bleibt zu hoffen, dass der zweite Teil an dieser Stelle einiges aufholt. Ja, die Geschichte endet offen, dazu kommen wir gleich. Anzumerken bleibt, dass, wenn es kein Zweiteiler gewesen wäre, hier etwas mehr Tiefgang und Kontext rein gehört hätte, auch wenn die Folge dann länger als die obligatorischen 38 Minuten Laufzeit haben müsste (wie wird das eigentlich festgelegt?).

So müsste auch geklärt werden, was der Dunkelfürst überhaupt will und warum (und wie) er Tanja überhaupt auf die Insel lockte. Das bleibt hier alles etwas vage und hier muss der zweite Teil stark nachbessern. Vielleicht wird ja dann auch nochmal Bezug darauf genommen, wie es Tanja gelingen konnte, Jan in seinen Träumen auf die neue Insel aufmerksam zu machen. Denn gerade nach dem letzten Abenteuer in Folge 41 erschließt sich all das eben nicht. Okay, vielleicht wurde sie angelockt… wie gesagt, der zweite Teil sollte hier ein paar Antworten parat haben, aber das soll natürlich nicht Thema der Bewertung von Teil 1 sein.

Immerhin, ein paar Erklärungen gibt es dann doch. So strahlt die Insel eine Art Aerosol aus, das alle vorbeifahrenden (oder fliegenden) täuscht und das Land “unsichtbar” hält. Da die Substanz quasi auf der ganzen Erde ist, konnte so über Jahrtausende der ganze Planet getäuscht werden. Sicher nicht die schlechteste Erklärung, aber durchaus eine, die ein paar Ungereimtheiten enthält. Denn auch wenn die Menschen alle getäuscht werden und das Land nicht wahrnehmen, müsste es auf den Scannern oder anderen Technologieinstrumenten auftauchen (ok, hier werden die Menschen vermutlich auch getäuscht, dass dann nicht zu “sehen”). Und was ist mit den ganzen Flügen aus und vom All, die in Jan Tenner schon passiert sind? So hoch reicht das Aerosol ja nicht, als dass dies nie jemandem aufgefallen wäre. Aber gut, irgendeinen Aufhänger braucht die Story ja und das zählt, ebenso wie Tanjas Ankunft auf der Insel, zu etwas, das man in dem Zusammenhang durchaus akzeptieren kann. Auch hier, vielleicht erfährt man ja in Teil 2 mehr?

So holprig Teile des Setups bis hierhin waren, so holprig geht es auch mit der Story weiter. Die besagten Aerosol-Maschinen versagen, weswegen die Helden schließlich auf der Insel landen und die Zentauren treffen. Das kennt man vielleicht aus ähnlichen Geschichten, positiv erwähnt werden muss hier, dass erneut Melissa Futura eine größere Rolle einnimmt. Auch hier scheint man nun konsequenter die alte durch die neue Riege abzulösen. Dann aber macht die Story einen allzu offensichtlichen Schlenkerer.

Denn Jan und seine Freunde werden eingesperrt und sollen in der Arena um Leben und Tod kämpfen, was auch sonst. Es schließt sich die Szene vom Cover an, und ja, dreimal dürfen wir raten, wer hier gewinnt. Ironischerweise wird sogar erwähnt, das Jan das Kraftserum vergessen hat – und trotzdem gewinnt er. Das entlockt halt leider an der Stelle nur noch ein müdes Gähnen. Zu oft hatten wir derartige Konstellationen in den vergangenen Folgen, als dass die Szene noch mitreißend wäre. Wie schön wäre es, wenn die Helden mal verlieren würden? Okay, das wäre in der Folge problematisch, da Jan und die anderen dann von den Bösewichtern sofort getötet worden wären, während Sieger Jan (wie halt immer) seinen Gegner leben lässt. Derartige Szenen mögen funktionieren, wenn man neu in der Reihe ist, als langjähriger Fan ist das aber eher 0815.

Im Anschluss versuchen die Freunde sogar, die Zentauren gegen ihre lügenden Anführer aufzubringen. Es wird hier noch nicht angedeutet, wie es ausgeht, es wäre aber schon etwas merkwürdig, wenn nach Jahrtausenden so was gleich funktioniert. Natürlich erfährt man das hier nicht mehr – auch etwas, das der zweite Teil weiterspinnen muss. Wobei, es sind ja einige Tausend Zentauren in der Arena wird gesagt, zumindest der Funke des Widerstands könnte bei einigen wenigen entzündet worden sein, soweit würde ich mitgehen. Aber auch hier: das wird erst Teil 2 zeigen.

Denn die Folge endet mit einem Angriff Ostlands auf das neu entdeckte Land (irgendwie müssen Jan und die anderen ja letztlich aus ihrer Zelle ausbrechen). Warum die wieder eingesperrt statt gleich umgebracht wurden, wie es ursprünglich von den Zentauren angedacht war? Tja, damit die Geschichte weitergehen kann. Wie gesagt eben in Teil 2.


Bewertung

Die Geschichte hat zwar grundsätzlich ein akzeptables Setting, holpert und scheppert an vielen Stellen aber so vor sich hin, das man manchmal schon beide Augen statt nur einem zudrücken muss. Über Sachen wie Tanjas Beeinflussung/Versklavung mag man ja noch hinwegsehen, der x-te Wiederaufguß eines Kampfes, den Jan haushoch gewinnt und weitere ungeklärte Handlungslöcher ziehen die Wertung aber deutlich nach unten. Das war (leider) eher nix.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Die Geschichte hat zwar grundsätzlich ein akzeptables Setting, holpert und scheppert an vielen Stellen aber so vor sich hin, das man manchmal schon beide Augen statt nur einem zudrücken muss. Über Sachen wie Tanjas Beeinflussung/Versklavung mag man ja noch hinwegsehen, der x-te Wiederaufguß eines Kampfes, den Jan haushoch gewinnt und weitere ungeklärte Handlungslöcher ziehen die Wertung aber deutlich nach unten. Das war (leider) eher nix.Review: "Jan Tenner 42 - Die Domäne der Nacht"
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