Im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der San Diego Comic Con ist dem Autoren- und Regie-Duo des vermeintlich nächsten “Star Trek”-Kinofilms ein paar interessante Informationen zu dem nächsten Kinoabenteuer herausgerutscht.
Star Trek XIV
Nach der Übernahme von Paramount durch Skydance wurden alle bisher bekannten Kino-Projekte für “Star Trek XIV” – wieder einmal – eingestellt. Wir erinnern uns: seit über zehn Jahren ist kein neues Kinoabenteuer in Produktion, obwohl zwischenzeitig sehr viele Anläufe unternommen und wieder verworfen wurden.
Unter der Ägide von Studio-Boss David Ellison sollen es nun Jonathan Goldstein und John Francis Daley richten, die bereits mit “Spider-Man: Homecoming” und “Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves” Blockbuster-Erfahrung vorzuweisen haben.
Neue Charaktere, fernere Zukunft

Auf der SDCC waren die beiden auf einem Panel zu hören, das als Diskussion mit und zwischen Regisseuren angesetzt war. Mit Blick auf den Film verriet Goldstein:
“I think we’ve said in the past, and it’s been reported, that it won’t be the characters that you’ve seen previously in your Star Trek movies. So there’ll be a new sort of take on that, and I think it’ll probably be a little further into the future than we’ve been before.”
Jonathan Goldstein via TrekMovie.com
„Ich denke, wir haben bereits in der Vergangenheit gesagt, und es wurde berichtet, dass es nicht die Charaktere sein werden, die ihr aus den bisherigen “Star Trek”-Filmen kennt. Es wird also eine neue Interpretation geben, und ich denke, dass es wahrscheinlich weiter in der Zukunft spielen wird als je zuvor.“
Übersetzung
Das wäre ein Novum für die Kinofilme, obwohl schon “Section 31” eine weitgehend neue Crew und bisher ungesehene Zeitepoche eingeführt hatte – aber der Streifen wurde direkt für’s Streaming und nicht die große Leinwand produziert.
Weiter erklärte Goldstein, warum das Duo sich für “Star Trek” als Projekt entschieden hätten:
“Everything we take on, what draws us to it, is the opportunity to do a different spin on something that you’ve seen done before. And that’s our hope with this: is to satisfy the fans, but also bring people in who may not consider themselves lovers of Star Trek and surprise them.”
Jonathan Goldstein via TrekMovie.com
“Alles, was wir in Angriff nehmen und was uns anzieht, ist die Chance, etwas auf eine neue Art und Weise zu präsentieren, das man schon gesehen hat. Und unsere Hoffnung hier ist: dass wir die Fans zufriedenstellen, aber auch neue Zuschauer gewinnen, die sich nicht unbedingt als “Star Trek”-Fans bezeichnen würden, und sie überraschen.”
Übersetzung
Einordnung
Dass eine Neuinterpretation eine Wette ist, die kreativ und wirtschaftlich aufgehen kann, hat J.J. Abrams mit “Star Trek” 2009 eindrucksvoll bewiesen. Allerdings hat der Film in der bestehenden Fangemeinde keineswegs universellen Anklang gefunden. Die “Kelvin”-Reihe, wie auch die Serien “Discovery”, “Strange New Worlds” und in gewissem Maße auch “Picard” haben bei einigen Fans den Eindruck entstehen lassen, dass sich das Franchise nur noch beständig seine eigenen Greatest Hits drehe, statt wie in den 90ern mit jeder neuen Serie auch die fiktionale Zukunft weiterzuschreiben und unbekannte neue Ecken auszuleuchten.
Zwar ist die Entscheidung sicher bitter für alle, die auf ein letztes Wiedersehen mit dem Kelvin-Ensemble gehofft hatten, aber sie zeigt auch eine Bereitschaft, kreativ mehr zu wagen, als nur auf Sicherheit zu spielen. Denn auch ohne Pine und Co. wären Reboot/Sequel/Prequel von/zu “The Original Series” oder “The Next Generation” möglich und wirtschaftlich besser kalkulierbare Wetten.
Es bleibt die Frage, welche Halbwertszeit Goldsteins und Daleys “Projekt “Star Trek XIV” hat, und ob es den Absprung in die Produktion schaffen oder auf dem Haufen fehlgeschlagener Versuche der letzten Dekade landen wird.
