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Manrico Tenner (te)30.10.04

"Bewusstseinsschatten"

J. M. Dillard

Inhalt

Piratenangriffe erschüttern die friedliche Agrarwelt Aritani, deren Bewohner keinerlei Verteidigungsmöglichkeiten besitzen. Die Enterprise bekommt den Auftrag, die Angriffe zu beenden. Bereits beim ersten Besuch der Landungstruppe wird Spock durch einen vermeintlichen Unfall so schwer verletzt, dass eine bleibende Beeinträchtigung seiner Hirntätigkeit, inklusive Verlust des Gedächtnisses und der Logik, befürchtet wird. McCoy ruft einen Vulkanier-Spezialisten von der Föderation zu Hilfe. In der Zwischenzeit schlägt der Plan, die Angreifer durch einen Schutzschild vom Planeten fern zu halten, fehl: Unerklärlicherweise tauchen die Schiffe unter dem Schutzschirm auf, töten und verletzen Mannschaftsmitglieder der Enterpreise und verschwinden auf mysteriöse Weise wieder.

Natahia, die Anführerin der Aritanier, zieht daraufhin ihr Hilfegesuch zurück und schickt die Enterprise fort. Kirk bleibt vorerst vor Ort und kann tatsächlich einen Piraten gefangen nehmen. Da es sich um einen Romulaner handelt, erweist sich das anschließende Verhör als äußerst schwierig. Während der Nachtschicht wird der Wächter des Gefangenen betäubt und der Pirat selbst getötet. Die Suche nach dem Mörder bleibt vorerst erfolglos.

Voller Ver- und anschließender Bewunderung muss McCoy feststellen, dass die von der Föderation gesandte Vulkanier-Spezialistin, Emma Saenz, ein Mensch ist. Der Verwirrung folgen Zuneigung und schließlich sogar Liebe, die von Emma erwidert wird. Ein neuartiges Medikament soll Spock bei seiner Genesung helfen, zeigt aber keine schnelle Wirkung. Nach einem angeblichen Selbstmordversuch Spocks entschließt sich McCoy, Spock gegen Emmas Willen nach Vulkan zu schicken, um ihn dort erneut die vulkanischen Gedankenlehren lernen zu lassen. Auf dem Weg nach Vulkan wird Spock von Scotty und Schwester Chapel begleitet. Kurz vor der Landung auf Sternenbasis 12 stürzt das Shuttle aufgrund sabotierter Instrumente ab.

Die Föderation beruft eine Sitzung des Föderationsrates ein, um grundlegend zu klären, ob den Aritani gegen ihren Willen geholfen werden soll und darf. Von der Enterprise selbst werden einige Botschafter nach Vulkan chauffiert. Unterwegs töten zwei Explosionen eine Botschafterin und einen Assistent, deren Planeten ein Eingreifen der Föderation befürworten. Kirk, selbst zu Emma hingezogen, enttarnt diese als Agentin, die jedoch vorgibt, im Auftrag der Föderation zu handeln.

Auf Vulkan setzt der vom Shuttleabsturz unverletzte Spock sein Medikament ab, woraufhin es ihm täglich besser geht. Schließlich erinnert er sich sogar an seinen Unfall auf Aritani, beziehungsweise, dass es kein Unfall gewesen ist. Bei der Kontaktaufnahme mit der Enterprise werden er und sein Vater angegriffen, der Angreifer jedoch durch eine zweite Agentin der Romulaner getötet, welche sich als Studentin getarnt dauerhaft Zutritt zu Sareks Haus verschafft hat und nun von Gewissensbissen geplagt wird.

Die Verdachtsmomente gegen Emma Saenz verdichten sich und bei der Konfrontation mit McCoy betäubt sie diesen vor ihrer Flucht von der Enterprise. Spocks Erinnerungen verhelfen zu neuen Erkenntnissen, woraufhin die Enterprise wieder nach Aritami aufbricht. Vor Ort finden sie einen verwüsteten Planeten vor, die Piraten greifen die Pflanzer offen und direkt an. Als die Basis der Piraten endlich entdeckt wird, dringen Kirk und Spock als Romulaner getarnt ein. Dort treffen sie auf Emma Saenz, die sich als Doppelagentin zu erkennen gibt. Doppelagentin in völlig ungeahnter Weise...

Kritik

Spock wird auf Aritani körperlich und geistig verwundet...
Trotz aller vordergründiger Action ist "Bewusstseinsschatten" ein Spionage-Thriller. Romulanische Agenten im Herzen der Föderation, eine doppelte Doppelagentin (oder heißt das dann Dreifach-Agentin?), Sabotage, Eifersucht und Verdächtigungen innerhalb der Crew liefern Stoff für Spannung und Konflikte - lobenswert, dass der Autor alles aus der Story herausholt.

Emma Saenz ist eine Figur voller Rätsel und spricht durch ihre angebliche Ehrlichkeit und Ebenbürtigkeit gleichermaßen Kirk wie McCoy an. Ihre Entscheidung für McCoy hat vorerst leider mehr mit seinem Nutzen für ihre Sache, als mit Liebe zu tun. Dass nicht immer Kirk die Frau des Buches bekommen muss, ist keine schlechte Idee, aber McCoy als eifersüchtiger Liebhaber ist doch etwas überzogen.

Spocks Schwierigkeiten auf Vulkan beim neuerlichen Erlernen der Gedankenlehren und im Umgang mit anderen Vulkaniern sind sehr eindringlich und hintergründig geschildert. Seine Misserfolge und die Konsequenzen, die sich aus einer dauerhaften Beeinträchtigung der Logik ergeben können, lassen auch den Leser Spocks (unlogische) Furcht spüren. Das Fehlen von Orientierung und Logik beeinträchtigt sein Verhalten nachhaltig, so dass er das Unlogischste tut: seine Medikamente vernichten. Als es ihm daraufhin besser geht, stellen sich auch die Erfolge beim Lernen ein.

Erst hier erkennt der Leser das falsche Spiel von Agentin Emma Saenz. (Wieso eigentlich Emma? Eine Anspielung auf Emma Peel?) Da jedoch die Hintergründe noch im Unklaren liegen, kann der Agentin nicht völlig misstraut werden.

Die Charaktere der Enterprise-Crew sind treffend und stimmig geschildert. Die Paranoia der Sicherheitskräfte auf der Enterprise, die sich schließlich in Verdächtigung gegen Scotty richtet, ist glaubhaft geschildert und erschüttert den Leser ebenso wie Kirk: Wir wissen, Scotty, ist unschuldig, aber mehrere Verdachtsmomente weisen auf ihn. Letztlich siegt wieder die Freundschaft von Kirk, Spock und McCoy über jede Widrigkeit, Zwietracht und Eifersucht.

Einen kleinen Punktabzug gibt es für gelegentlich umständliche Formulierungen und den mitunter holprigen Handlungsablauf: Einige Handlungsstränge bleiben offen, wie etwa die Ereignisse vom Shuttleabsturz bis Spocks Ankunft auf Vulkan. Die Aritani bleiben im Hintergrund und stellen nur eine Schachfigur im intergalaktischen Spiel dar.

Fazit: Eine romulanische Bedrohung, ein unlogischer Spock auf Vulkan, eine Liebesgeschichte, dazu Action, Spione und sehr gute Charakterzeichnungen heben dieses Buch aus der Menge hervor.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Bewusstseinsschatten"

Originaltitel "Mindshadow"

Buchreihe Classic

Autor J. M. Dillard

Übersetzer Andreas Brandhorst

Preis Ursprüngl. Ladenpreis:
9,80 DM

Antiquarisch:
ca. 2 bis 6 Euro

Dieser Roman ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Umfang 266 Seiten

Verlag Heyne

Bestellnummer 06/4762

ISBN 3-453-0475-4

(te - 30.08.06)


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