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TZN

incoming message

"Wenn ihr euch weiter in der Wolle habt, strick ich mir 'nen Pulli draus und fahr nach St. Moritz!"

 − Captain James T. Kirk
 − in "TAS: Auf der Suche nach Überlebenden"

Mai 2008

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 67 (#120)

 features

 

"Ich bin der stille Richter"

Damon Lindelof

Der "Star Trek XI"-Produzent über seine Vorstellungen

Zweiklassengesellschaft

Die Gegenwart

Es fehlt noch viel bis zur Trek-Zukunft

Geisterspiegel

Gunter Arentzen

Dark Fiction, PDAs und die Unterwelt

 

Vorwort

Ich habe einen Traum...


Liebe Leserinnen und Leser,

40 Jahre. Finden Sie das viel? Im Jahr 2008 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Mädchen 82,1 Jahre, über das Doppelte also. Ein halbes Menschenleben. In 40 Jahren kann viel passieren. Man könnte zum Beispiel ein Raumschiff bauen und damit fremde Planeten erforschen. Oder ein Mittel gegen Aids entwickeln. Den Hunger bekämpfen. Oder seine Träume realisieren. Einige Menschen tun das. Entgegen allen Ratschlägen und gesellschaftlichen Konventionen verfolgen sie ihr Ziel. Leben zum Beispiel ohne Geld, wie Heidemarie Schwermer. Oder schreiben ein Buch, was viele für Zeitverschwendung und Spinnerei halten. Lesen Sie in dieser Ausgabe über Träume, über Menschen, die ihre Träume verwirklichen und sogar bereit sind, dafür zu sterben.

"Star Trek" lebt derzeit ein wenig auf − in Deutschland auch dank der FedCon, die vorletztes Wochenende stattfand. Was es von da Neues gibt, konnten Sie in den letzten Tagen bereits auf unserer Website lesen. In dieser "Incoming Message" finden Sie einen etwas anderen Blickpunkt: die Schattenseite der Conventions.

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Zukunftsvisionen

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume.

Ein Leben für die anderen

Oder auch: Loyalität bis in den Tod.

"Bob Orci ist der größere Trekkie von uns beiden"

Lindelof über die Gemeinsamkeiten von "Lost" und "Star Trek".

Der Papst segnet die Menge

Ein kritischer Blick auf Conventions.

Die Ereignisse des Monats

Drei Geburtstage und eine neue "Enterprise"-Season auf DVD.

"Gute deutsche SF findet man in Kleinverlagen"

Gunter Arentzen über den "Geisterspiegel".

Hexenjagd, Seemannsgarn und Johnny Depp

"Gruselkabinett" − eine Hörspielreihe von Titania Medien.

Ufos, Mayas und die CIA

Rückblick auf die Degufo-e.V.-Frühjahrstagung.

Kino-Guide Mai

"Iron Man", "Speed Racer", "Shutter − Sie sehen Dich", "Indiana Jones" und "The Eye".

Best of DVD

"Verwünscht", "I Am Legend" und "Aliens vs. Predator 2".

DVD-Guide Mai

Neues von "Stargate", "Highlander", "Smallville" plus die "Indiana Jones Trilogie".

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

...bei der Ausstrahlung der Folge "Cold Station 12" auf dem britischen Sender Channel 4 einige der gewaltsamen Szenen der Folterung von Doktor Lucas und des Todes seines Assistenten herausgeschnitten wurden?

...die TAS-Episode "Das Superhirn" von Walter Koenig geschrieben wurde, welcher so, trotz der Streichung seiner Rolle als Pavel Chekov in TAS, an der Serie mitwirkte? Die Pflanze, von der Sulu gestochen wurde, hieß übrigens Retlaw-Pflanze (Walter rückwärts).

..."Der Aufstieg" die letzte "Deep Space Nine"-Folge ist, in der das Sternenflottenpersonal die Uniformen aus dem Pilotfilm trägt?


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Zukunftsvisionen

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume

Gene Roddenberry hatte eine Vision. Er träumte von einem friedlichen Zusammenleben aller Völker, von einer Erde ohne Hunger und irgendwann auch ohne Kriege.

Den Weg dorthin beschrieb er als steinig: Der dritte Weltkrieg kostete über 600 Millionen Menschenleben. Doch im 23. Jahrhundert würde die Erde ein Paradies sein, in dem es keine Armut gäbe. Im 24. Jahrhundert würde das Klima durch ein Wetterkontrollsystem gesteuert werden, das auch Wetterphänomene wie Tornados verhindern kann. 2063, das Jahr, in dem Zefram Cochrane mit der Phoenix, einer umgebauten Titan-V-Atomrakete, den ersten Warpflug startete. Kurz darauf: der erste Kontakt zu den Vulkaniern.

Eine Zukunft, die noch weit entfernt ist − wirklich? Was sind schon 55 Jahre? Ein Menschenleben, nicht mehr. Sieben Jahr mehr als zwischen der ersten "Star Trek"-Folge und heute. Seit 1966 hat die Menschheit einiges erfunden und entdeckt. 1972 fand die erste Laserstrahlenoperation an einem Menschen statt. 1989 erreichte die Voyager 2 den Neptun.

Wir bauen Raumstationen und schicken Sonden auf fremde Planeten, doch weit mehr als die Hälfte der Weltmeere sind noch unerforscht. Wir klonen Schafe, aber einen einfachen Schnupfen können wir nicht heilen. Wir bauen Atombomben und roden gleichzeitig die Wälder, die unseren Sauerstoff produzieren.

 
 

Keine Armut mehr?


Gene Roddenberry träumte von einem friedlichen Miteinander. Der Kuss zwischen einer Schwarzen (Uhura beziehungsweise Nichelle Nichols) und einem Weißen (Captain Kirk beziehungsweise William Shatner) war damals ein Skandal. Und heute? Über Farbige, die mit Nichtfarbigen zusammenleben, verliert heute kaum einer mehr ein Wort. Aber eine gleichgeschlechtliche Ehe ist noch immer nicht in allen Ländern erlaubt. Keine Armut mehr? Laut Wikipedia litten im Jahr 2006 circa 854 Millionen Menschen Hunger, also etwa jeder siebte Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8 Millionen Menschen an Hunger, über 20.000 am Tag, also etwa 15 Menschen pro Minute, oder alle 4 Sekunden einer. Seit Kriegsbeginn im Irak sind 4.320 Koalitionssoldaten getötet worden sowie 8.089 irakische Soldaten und Polizeikräfte beziehungsweise 1.001 Angehörige von Sicherheits- und Militärfirmen.

Alles weit weg, die Not, das Leid, der Tod? Vielleicht, auf den ersten Blick. Und hier in Deutschland? Vernachlässigte, misshandelte und verhungerte Kinder, gleich nebenan im Plattenbau. Privat- und Kassenpatienten − eine Zweiklassengesellschaft. Das Warten auf einen Termin gerät zum Russischen Roulette − noch rechtzeitig oder schon zu spät wird der Krebs erkannt. Bildung und einen Arbeitsplatz für jeden? Wer glaubt noch daran. Am wenigsten all die Jugendlichen, die auf der Straße sitzen und ihren Kummer ersäufen.

 
 

"Es ist ein Traum, der tief verwurzelt ist im amerikanischen Traum."


Gene hatte eine Vision, einen Traum, genau wie der US-amerikanische Baptistenpastor und Bürgerrechtler Dr. Martin Luther King einige Jahre vor ihm: "Heute sage ich euch, meine Freunde, trotz der Schwierigkeiten von heute und morgen habe ich einen Traum. Es ist ein Traum, der tief verwurzelt ist im amerikanischen Traum. Ich habe einen Traum, dass eines Tages diese Nation sich erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird: Wir halten diese Wahrheit für selbstverständlich: dass alle Menschen gleich erschaffen sind. Ich habe einen Traum, dass eines Tages auf den roten Hügeln von Georgia die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter miteinander am Tisch der Brüderlichkeit sitzen können. Ich habe einen Traum, dass sich eines Tages selbst der Staat Mississippi, ein Staat, der in der Hitze der Ungerechtigkeit und Unterdrückung verschmachtet, in eine Oase der Gerechtigkeit verwandelt. Ich habe einen Traum, dass meine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird. Ich habe einen Traum heute..." Dies sind einige Zeilen aus seiner Rede zum Marsch auf Washington am 28. August 1963. Am 4. April 1968 um 18.01 Uhr wurde Dr. King auf dem Balkon des Lorraine Motels erschossen.

Wir dürfen nicht vergessen zu träumen. Aber noch weniger sollten wir damit aufhören, unsere Visionen auch in die Realität umzusetzen, auch wenn der Weg nicht einfach erscheint.

Haben Sie schon mal etwas Ihrer Meinung nach Sinnvolles verwirklicht, trotz des Widerstands aller anderen? Schreiben Sie uns: leserbriefe@trekzone.de!

Trek-Zone

Haben Sie Träume? Oder sich etwas schon lange vorgenommen, aber noch nicht getan? Warum warten Sie? Weil Sie denken, dass es sowieso unmöglich ist? Leben Sie Ihre Träume! Warum? Darüber hat Melanie Brosowski nachgedacht.


 

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Ein Leben für die anderen

Oder auch: Loyalität bis in den Tod

Loyal sein, das bedeutet einzustehen, da zu sein und das aus freiem Willen. Früher wie heute wird Loyalität oft gefordert. Damals jedoch wurde der Wille oftmals unterdrückt und eine Forderung daraus gemacht. Heute verlangt es jeder Arbeitgeber und damit die Unternehmen.

Ein Kreislauf

Doch wie ist das im Leben wirklich? Loyalität beginnt nicht erst in der Arbeit und ist auch nicht mit der Vergangenheit abgeschlossen. Nein, sie ist immer noch ein offenes Buch. Und sie beginnt schon im engsten Kreis − der Familie! Steht man zu ihr oder nicht? Gibt man Standpunkte und Geheimnisse Preis oder behält man sie für sich? Jeder weiß, wie es dann in der Gemeinschaft ist ... wie man verrät, wo die Eltern sagten "Erzähls aber nicht jedem." Doch unser Gehirn schaltet eine Nebenstrecke, findet einen Weg − wie so oft. "Nein", ist der Gedanke, "nein, ich erzähle es nicht jedem. Nur meiner besten Freundin, meinem besten Freund. Dem, beziehungsweise denjenigen, denen ich vertrauen kann." Die Bekannten also. Freunde und Verwandte. Nahestehende. Und wie verhalten wir uns ihnen gegenüber? Stehen wir zu ihnen, ihren Entscheidungen? Wie auch als Vater und Mutter zu der des Kindes? Oder ist da doch ein Satz wie "Du musst!" oder "Du kannst nicht!" Damit ist gemeint: Du musst einen richtigen Job finden. Kinder gehen nicht! Die Arbeit ist das Wichtigste. Und: Du kannst nicht einfach gehen. Du bist der Nächste, der, dem die Aufgabe gebührt, diesen Betrieb zu führen. Du kannst kein Künstler werden. Studium ist unmöglich − nicht jetzt. Mit den Gebühren noch dazu. Nein, lerne etwas Gescheites. Oder willst du deine Eltern unglücklich machen?

 
 

Gefangene der Wirklichkeit und Träumende der Zeit.


Ist das der Kreislauf der Loyalität? Nach außen hin gut und von innen heraus unmerklich eng geschnürt? Denn ehrlich gesagt, wer macht sich schon wirklich darüber Gedanken, ob er gerade unloyal ist? Ob er einem anderen die Freiheit nimmt und etwas aufzwingt? Sieh sie dir an ... die Menschen ... wirken sie nicht verloren? Wie Marionetten. Gefangene der Wirklichkeit und Träumende der Zeit. Manche noch voll Hoffnung, andere voll Resignation. Aber vielleicht lernen sie alle ja eines Tages, was es heißt, wirklich loyal zu sein. Und dann, dann wird sich etwas auf der Welt verändern. Wenn es so weit ist, nun, wir werden es merken. Wir alle.

Und über uns kreist die Zukunft

Sie wissen, was loyal sein bedeutet. Und Sie wissen, wie es heutzutage damit aussieht. Aber wissen − oder dachten Sie auch schon daran, wie es Lichtjahre entfernt aussieht? In einer anderen Zeit − Jahrzehnte oder Jahrhunderte später? Wenn die Sterne näher sind als der Ozean? Nun, auch in der Zukunft wird die Loyalität groß geschrieben, besser, der Loyalität ein hoher Wert beigemessen. Und schon jetzt wird das in Filmen verarbeitet. Wie in der "Next Generation"-Folge "Worfs Brüder". Hier geht es um einen Klingonen namens Worf. Und seine Brüder, geführt von Korris. Sie vertreten noch immer die Meinung, die Feindschaft aufrechterhalten zu müssen, da dies ihre Bestimmung ist. Worf gerät dadurch in einen nicht leicht zu nehmenden Konflikt zwischen Pflicht und Loyalität. Ihm nämlich stellt sich die Frage: Gilt meine Loyalität dem Volk oder der Sternenflotte? Meiner Heimat oder meinem Herz? Können Sie ihm eine Antwort geben − die richtige? Seine Entscheidung wollen Sie wissen? Diese erfahren Sie nicht hier, nur in der Folge. Sehen Sie selbst. Und bilden Sie sich Ihre Meinung − wenn Sie nicht jetzt schon eine haben. Und Ihr Entschluss erst noch gefasst werden muss.

Die Zukunft jedenfalls begrüßt Sie. Und auch "Star Trek" hält Ihnen die Tür auf. Und vergessen Sie nie zu träumen …

Trek-Zone

Markus Kürzinger über Loyalität − heute und morgen.


 

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"Bob Orci ist der größere Trekkie von uns beiden"

Lindelof über die Gemeinsamkeiten von "Lost" und "Star Trek"

Das Kernteam hinter dem neuen "Star Trek"-Film wurde als "Oberster Gerichtshof" beschrieben, bestehend aus den Co-Autoren Bob Orci und Alex Kurtzman, neben Regisseur J.J. Abrams, den Produzenten Bryan Burk und Damon Lindelof. Lindelof wird als einer der größeren Trek-Fans in dem Team angesehen und so entschied TrekMovie.com, dass es Zeit für ein Gespräch wäre. Lindelof beschreibt seine "Star Trek"-Favoriten, die Verbindung zwischen "Star Trek" und "Lost" und was er an dem neuen Film als wesentlich erachtet.

TrekMovie.com: Ich habe bereits jeden des "Obersten Gerichtshofs" getroffen, außer Ihnen.

Damon Lindelof: Nun, ich bin der stille Richter, der in seiner Robe im Hintergrund sitzt und ruhig wartet, bis die anderen gestimmt haben und dann eingreift, um die Mehrheitsmeinung zu gestalten.

TrekMovie.com: Was für eine Robe tragen Sie? Eine vulkanische oder einen Bademantel?

Lindelof: Ein bisschen von beidem. Eine Frottee-Vulkan-Robe. Es ist austauschbar. Man kann sie benutzen, um im Hohen Rat zu sitzen oder nach dem Duschen. Sie ist bequem ... bald erhältlich bei Paramount Marketing.

TrekMovie.com: Ich weiß, dass Sie dem Trekkie-Flügel des Gerichts angehören.

 
 

"Ich habe alle Folgen der Originalserie gesehen und ich bin ein großer Fan."


Lindelof: Nur fürs Protokoll, der wahre Trekkie ist Bob. Ich würde sagen, auf der Trekkie-Skala von eins bis zehn ist Bob so bei sieben und ich wäre so in der Gegend um fünf. Und Bryan, J.J. und Alex irgendwo zwischen eins und vier. Ich habe alle Folgen der Originalserie gesehen und ich bin ein großer Fan. Plus so ziemlich alle "The Next Generation"-Folgen und dann sporadisch "Deep Space Nine", "Voyager" und "Enterprise". Ich habe natürlich alle Filme gesehen. Aber ich würde mich nicht auf dem gleichen hohen Level wie Bob Orci sehen.

TrekMovie.com: Nun, er hat auch die Bücher gelesen.

Lindelof: Ja, das stimmt. Somit ist er sogar außer der Wertung.

TrekMovie.com: Ganz kurz nur, welche ist Ihre Lieblingsserie, welcher Ihr Lieblingsfilm und welche Ihre Lieblingsfolge?

Lindelof: Lieblingsfilm: "Star Trek: Der Zorn des Khan". Lieblingsserie "Star Trek: The Next Generation". Lieblingsfolge: das Serienfinale von "Star Trek: The Next Generation", die damit beginnt, dass Picard zusammen mit Geordi Früchte pflückt und Tasha Yar sieht und so weiter und so fort. Ich würde sogar sagen, dass dies wahrscheinlich das beste Finale einer TV-Serie aller Zeiten ist.

TrekMovie.com: In gewisser Hinsicht ist es so, wie es bei "Lost" gerade ist, mit den Vor- und Rückblenden.

Lindelof: Die heutige Folge ["The Constant"] ist unsere Version von "All Good Things" [TNG-Finale], welche wir an diesem Punkt in der Serie machen mussten und nicht am Ende oder es würde wie ein Abklatsch aussehen. Es ist definitiv eine Hommage an diese Erzählweise.

TrekMovie.com: Können wir irgendwelche "Lost"-Anspielungen in dem Film erwarten? Ich weiß, dass es welche bei "Mission: Impossible III" gab.

Lindelof: Und es gab auch welche in "Cloverfield". Ich wäre nicht überrascht, wenn so etwas passieren würde. Alles, was ich zu sagen habe, ist, dass "Star Trek" sein eigenes Universum ist und wir würden da niemals mit etwas eindringen, was die Story beeinflusst. Aber wir könnten ein oder zwei Schnipsel bringen, die in dem Film aufpoppen könnten.

 
 

"Diese schon kultige Crew und jede Person hat ihre eigene Funktion und sie alle sind miteinander über interessante Wege verbunden."


TrekMovie.com: Als "Star Trek"-Fan, was ist für Sie das wesentliche Element von "Star Trek", welches das heutige Publikum anziehen wird, obwohl das Franchise schon 40 Jahre alt ist?

Lindelof: Das, was immer daran für mich anziehend war − abgesehen von der Bedeutung der Erforschung und dem Wunder des Aufwachens in einem Job und nicht zu wissen, was man an diesem Tag finden wird im Gegensatz zur Monotonie des Ganzen. Was ich schon immer toll an "Star Trek" fand, und was diesen Film großartig macht, ist die Idee dieses echten Teams. Diese schon kultige Crew und jede Person hat ihre eigene Funktion und sie alle sind miteinander über interessante Wege verbunden. Obwohl der Kern des Films die Beziehung und der Konflikt zwischen Kirk und Spock ist, ist die Realität, wenn sie alle am Set sind, wenn sie alle zusammen sind − Scotty und Uhura und Spock und Kirk und Chekov und Sulu und Pike −, dass man "Wow" sagt. Darum geht es im Kern, um die Crew.

Was erwarten Sie vom neuen Film? Schreiben Sie uns: leserbriefe@trekzone.de! Alle Leserbriefe werden in der "Daily Trek Weekend" veröffentlicht.

Trek-Zone

"Star Trek XI"-Produzent Damon Lindelof im Interview mit TrekMovie.com. Übersetzt von Sven Rogge.


 

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Der Papst segnet die Menge

Ein kritischer Blick auf Conventions

Die FedCon fasziniert. Sie ist das "Wetten, dass.." der Convention-Szene. Ein einziger übrig gebliebener Monolit, der alle anderen Steinchen drum herum in den Schatten stellt. Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Und tatsächlich sind mir beim Besuch der FedCon XVII einige Dinge aufgefallen, die ich als bedenklich einstufe. Diese möchte ich im Folgenden darstellen.

Als Besucher der FedCon nimmt man eine sehr passive Rolle ein. Eine Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und Kreativität ist nur in geringem Maße möglich. Diese beinhaltet die Zurschaustellung von bereits im Vorfeld der Veranstaltung entworfenen Kostümen, Modellen, Bildern oder Filmen. Diese bewegen sich ausschließlich im Kontext der von den Fans bewunderten Medien. Die Fans in ihren Kostümen spiegeln am eigenen Leibe die Welt wider, die sie bewundern. Mangels vorhandener Mittel sind sie jedoch nicht in der Lage, deren Niveau zu erreichen. Über die Qualität der Imitation urteilen im Rahmen eines "Costume Contest" nun ausgerechnet die Schauspieler, deren Schaffen die Fans nacheifern. Im wahrsten Sinne des Wortes eine doppelte Spiegelung.

 
 

Man zahlt, um
bezahlen zu dürfen.


Die Fans zahlen ihren Eintrittspreis, um unter anderem das Recht zu erwerben, an den Autogrammstunden und Fotoshootings mit den Stars teilzunehmen. Für diese werden sie aber noch mal separat zur Kasse gebeten. Beobachtet man die FedCon, bekommt man den Eindruck, dass das Produkt Autogramm, dessen Preis-Leistungs-Verhältnis zumindest fragwürdig ist, hier den Rang einer eigenen Währung erhält. Es zu erwerben ist ein integraler Bestandteil der Veranstaltung. Die Preise für die Autogramme schwanken je nach Bekanntheitsgrad der Schauspieler zwischen 20 und 30 Euro. Man zahlt, um bezahlen zu dürfen! Ein Nicht-Fan fragt sich da zu Recht: "Wer geht auf solch ein Angebot ein?" Offenbar sehr viele. Die Schlangen vor den Tischen der signierenden Schauspieler waren durchgehend viele Meter lang. Dabei gibt es kaum Komplikationen. Die Fans akzeptieren die Vorgaben und stehen teilweise über eine Stunde in der Schlange. Bei der Signatur ihrer Fotos haben die Stars zwei Möglichkeiten zu unterschreiben:

System 1: Ohne persönliche Widmung
Vorteil: Geht sehr schnell, dadurch können mehr Fans in der gleichen Zeit Autogramme kaufen.

System 2: Mit persönlicher Widmung
Vorteil: Die Autogramme können schwieriger weiterverkauft werden. Wer kauft schon ein Autogramm, das auf jemand anderen ausgestellt wurde?

Der Tagesablauf eines Schauspielers auf der FedCon besteht aus einem Wechsel zwischen Autogrammstunden, Fotoshootings, Interviews und Panels. Oftmals schließt das eine direkt an das andere an. Die Schauspieler kommen also zum Beispiel nach einem Panel in eine Autogrammstunde, auf die ein Fotoshooting folgt und auf dem Weg dorthin werden noch ein paar Fragen von Journalisten beantwortet.

Der zentrale Bestandteil der Convention, die Panels, müssen nach wie vor nicht extra bezahlt werden. Das Panel an sich ist eine sehr puristische Art der Unterhaltung. Es besteht nur aus einem Schauspieler, den die Zuschauer über sein Leben befragen dürfen. Dabei ist dieses oftmals nicht wirklich interessant. Der Alltag eines Schauspielers unterscheidet sich nicht grundsätzlich von dem eines normalen Berufstätigen. Daher können die Gäste oftmals das große Interesse an ihnen nicht nachvollziehen.

 
 

Die Tatsache, dass trotz Warnungen bereits wieder Videos im Netz aufgetaucht sind, beweist, dass man dies trotz intensiver Anstrengungen nicht verhindern kann.


Auf der FedCon XVII ereignete sich ein sehr interessanter Vorfall: Der Schauspieler Kevin Sorbo, auf dem Balkon des Hauptsaals stehend, entdeckt die zu ihm aufblickende Menge. Plötzlich scheint ihm eine Eingebung zu kommen und er beginnt, dem Papst gleich, die Menge unter ihm zu segnen. Diese eindeutig spontan entstandene Einlage enthält einen großen Kern an Wahrheit. In der Tat sind die Stars für die Fans wie Heilige, zu denen sie aufblicken. Sie kleben an ihren Mündern, auch wenn diese ihnen nach all den Jahren kaum noch Neues über die zum Teil schon lange abgedrehten Serien erzählen können. Die Fragen, die die Fans stellen, sind daher auch oftmals dieselben und werden meist eingeleitet durch Danksagungen und Lobpreisungen, wie schön es sei, dass der Gast hier sei und sich so viel Zeit zum Autogramme schreiben lasse.

Wenn Sie nun nach diesem Ausschnitt auf YouTube suchen wollen, werden Sie nicht viel Erfolg haben. Während der Panels herrschte nämlich im Saal ein absolutes Drehverbot. Wen die Saalordner bei ihren Rundgängen trotzdem beim Filmen erwischten, bekam seine Kamera umgehend abgenommen. Damit keiner das Verbot vergisst, wiederholte Moderator Marc B. Lee den Hinweis, wer filme sei "tot", immer wieder. Teilweise ließ er den Satz vom Publikum vollenden. Das hatte schon etwas Makaberes, als mehrere tausende Menschen im Chor "is dead" brüllten. Sie schienen nicht zu begreifen, dass sie gerade ein Urteil über sich selbst fällten. Denn bereits jetzt sind einige Ausschnitte aus Panels im Internet anzusehen. Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis gegen die Urheber vorgegangen wird.

Die Tatsache, dass trotz dieser Warnungen bereits wieder Videos im Netz aufgetaucht sind, beweist, dass man dies trotz intensiver Anstrengungen nicht verhindern kann. Wer heutzutage an einer öffentlichen Veranstaltung teilnimmt und sich gar auf einer Bühne präsentiert, muss damit rechnen, gefilmt zu werden. Viele Fernsehsender haben, nachdem sie anfänglich ebenfalls gegen YouTube protestiert haben, inzwischen die Chancen der neuen Onlineplattform entdeckt. Die FedCon kämpft immer noch dagegen. Das finde ich nicht nur bedauerlich, ich kann es auch nicht verstehen. Wer wirklich ein Interesse an einer Aufzeichnung der Con hat, der lässt sich auch von ein paar verpixelten Drei-Minuten-Ausschnitten nicht vom Kauf abhalten.

Einige Fans haben scheinbar im Vorfeld der Veranstaltung darum gebeten, Eltern mit schreienden Kindern zu bitten, den Saal zu verlassen, weil diese stören würden. Das finde ich als angehender Sozialpädagoge ein absolutes Unding. In einem Land, in dem das Schreien eines Säuglings als Lärmbelästigung angesehen wird, darf sich keiner mehr wundern, warum immer weniger Kinder geboren werden.

 
 

Das Drehverbot und die Überpräsenz des so genannten Con-Staffs stehen in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen.


Bei jedem Betreten des Gebäudes musste man seinen Ausweis und sein Armband vorzeigen. Das Gleiche wiederholte sich an den Türen des Hauptsaals. Durch diese ständige Kontrolle kam man sich extrem kontrolliert und pauschal verdächtigt vor. Ich verstehe natürlich, dass die Veranstalter ein gewisses Interesse daran habe, dass die Besucher ihren Eintritt zahlen. Ich habe nichts dagegen, dass an den Aus- und Eingängen kontrolliert wird. Aber es ist eine Illusion, dass die FedCon dadurch sicherer wird.

Denn wer garantiert einem zum Beispiel, dass unter den ganzen Spielzeugwaffen nicht eine echte dabei ist? Da kann jemand mit einer geladenen Waffe rein und raus marschieren so oft er will und niemand würde es merken. Abends mischen sich die Stars während der Party ohne jegliche Begleitung in die Menschenmenge, aber ein paar Laien-Security-Kräfte, die während der Panels vor den Bühnenaufgängen positioniert werden, sollen ernsthaft zu deren Sicherheit beitragen? Denn bei den Einlasskontrolleuren und Securitykräften handelt es mitnichten um ausgebildete Mitarbeiter der FedCon, sondern um Fans, die diese Arbeit aus Überzeugung für die Sache ohne Bezahlung erledigen. Dafür wird ihnen der Eintritt erlassen. Im Ernstfall wären sie aber wahrscheinlich völlig überfordert. Ich hege erhebliche Zweifel daran, dass sie wirklich zur Sicherheit der FedCon beitragen.

Das Drehverbot und die Überpräsenz des so genannten Con-Staffs stehen also in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. Sie sind damit zumindest teilweise überflüssig und beeinträchtigen durch ihre beunruhigende Wirkung die Atmosphäre in negativer Weise.

Natürlich hat die FedCon dies alles nicht selbst erfunden. Sie übernimmt vielmehr ein System, das sich seit der ersten "Star Trek"-Convention 1972 in New York herausgebildet hat. Die Begründung, dass dies alle so machen und man daher keine Wahl habe, wiegt aber nicht sehr schwer. Es müsste nur ein Veranstalter anfangen und zu den Stars sagen: "Das, was ihr für eure Autogramme verlangt, ist reine Abzocke! Da mache ich nicht länger mit." Das wäre natürlich ein Risiko, weil die potenziellen Gäste dann vielleicht absagen könnten. Vielleicht würden sie es aber auch nicht tun oder andere Veranstalter übernähmen die Forderungen. Ich glaube, das ist gar nicht so unwahrscheinlich.

Während der FedCon wurde oft die familiäre Atmosphäre und die gute Organisation gelobt. Ich bitte euch: Beweist, dass ihr dieses Lob zu Recht verdient!

Wie denken Sie über Conventions? Schreiben Sie uns: leserbriefe@trekzone.de!

Trek-Zone

Tolle Stimmung, Fans unter sich, Schauspieler hautnah − alles wunderbar. Aber gibts bei einer Convention auch Schattenseiten? Antworten in der Kolumne von Simon Thomas Johr.


 

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Die Ereignisse des Monats

Mai 2008

Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick.

Trek-Kalender

 
 

Montag

 

Dienstag

 

Mittwoch

 

Donnerstag

 

Freitag

 

Samstag

 

Sonntag

 
 
               01.Mai    02.Mai    03.Mai    04.Mai  
                     
   05.Mai    06.Mai    07.Mai    08.Mai    09.Mai    10.Mai    11.Mai  
 

Geburtstag
Marc Alaimo
(Gul Dukat)

     

DVD
"Star Trek: Enterprise" Season 1.1 & 1.2
1.1: Bestellen
1.2: Bestellen

       
   12.Mai    13.Mai    14.Mai    15.Mai    16.Mai    17.Mai    18.Mai  
               
   19.Mai    20.Mai    21.Mai    22.Mai    23.Mai    24.Mai    25.Mai  
   

Geburtstag
John Billingsley
(Dr. Phlox)

           
   26.Mai    27.Mai    28.Mai    29.Mai    30.Mai    31.Mai      
         

Geburtstag
Colm Meaney
(Miles O'Brien)

       
 


 

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"Gute deutsche SF findet man in Kleinverlagen"

Gunter Arentzen über den "Geisterspiegel"

Das TrekZone Network im Interview mit dem Schriftsteller und Chefredakteur des "Geisterspiegels", Gunter Arentzen.

TrekZone Network: Gunter, was ist der "Geisterspiegel"?

Gunter Arentzen: Der "Geisterspiegel" ist ein Online-Magazin für Spannungsthemen. Auch wenn es der Name nahelegen würde, konzentrieren wir uns dabei nicht nur auf Horror, sondern decken alle Bereiche dieser Thematik ab. So haben wir zum Beispiel eine recht aktive Western-Sektion, während unsere eigene Serie "Timetraveller" eher im SF-Sektor angesiedelt ist. Daneben haben wir auch Fantasy- und Horror-Serien von engagierten Hobby-Autoren im Angebot, Rezensionen zu Filmen, Büchern und Hörspielen und natürlich Artikel, die sich mit Events et cetera befassen.

TZN: Wie bist du dort eingebunden?

Arentzen: Inzwischen bin ich Chefredakteur des "Geisterspiegels". Ich bin für die Rezensionen − auch jene von Redakteuren − zuständig, koordiniere die "Timetraveller"-Serie und schreibe eine eigene kleine Kolumne, die sich mit meiner Serie "Christoph Schwarz − Detektiv des Übersinnlichen" befasst. Wobei ich betonen möchte, dass wir ein sehr gutes Team sind, in dem jeder etwas zum Erfolg des "Geisterspiegels" beiträgt. Ohne die Herausgeber, den Webmaster und die Redakteure wäre all das nicht zu machen.

TZN: Wer ist Gunter Arentzen?

 
 

"Manche meiner Texte sind unbequem, aber dies nehme ich in Kauf."


Arentzen: Ein Autor, der das Glück hat, seine Gedanken und Ideen in Texte fassen und so den Lesern näherbringen zu können. Viele Menschen haben etwas zu sagen, aber es hört ihnen keiner zu. Autoren sind hier privilegiert, denn ihnen hört man zu. Aus diesem Privileg ergibt sich jedoch auch die Verantwortung, Stellung zu beziehen. Daher sind manche meiner Texte unbequem, aber dies nehme ich in Kauf. Dabei habe ich auch das Glück, dass mir meine Verlage hierzu die Möglichkeit geben. In einer Zeit der künstlerischen Selbstzensur ist dies keine Selbstverständlichkeit. Daneben bin ich Ehemann, Stiefvater und Katzenbesitzer. Ein ganz normaler Mensch eben, wie es auch auf meiner Homepage zu sehen ist.

TZN: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Arentzen: Bis zur siebten Klasse hasste ich das Schreiben und war überzeugt, dass alle Autoren mächtig einen an der Waffel haben müssen. Dann entdeckte ich durch Zufall den Horror in Form eines Larry-Brent-Romans, und ab diesem Moment schlug mein Herz für Grusel. Nach Larry Brent war es John Sinclair und irgendwann, es war in der 9. Klasse, kam ich zu der Überzeugung, dass ich ebenfalls solche Horror-Geschichten schreiben könne. Vor allem wollte ich meine eigenen Charaktere, meine eigenen Feinde und meine eigenen Waffen erschaffen. Natürlich waren es klägliche Versuche, die heute zum Glück verschollen sind. Aber sie stachelten meine Leidenschaft für das Schreiben an. Im Laufe der Zeit schrieb ich für meine Freunde, für die Abschlussfeier meiner Ausbildung ein kleines Musical und anschließend für Mitarbeiterzeitungen. Dann erfolgten erste Veröffentlichungen von Kurzgeschichten... Der Rest ist Geschichte.

TZN: Wie bist du/seid ihr auf die Idee gekommen, einen Anthologie-Wettbewerb auszuschreiben?

Arentzen: Mir kam die Idee, zum zweiten Geburtstag des "Geisterspiegels" etwas Besonderes zu machen. Wir befassen uns ständig mit Büchern und Kurzgeschichten, also lag es nahe, selbst eine Anthologie auf den Markt zu bringen. Die Herausgeber des Geisterspiegels waren sofort einverstanden. Auch von meiner Idee, zweigleisig zu fahren. Zum einen eine Ausschreibung, zum anderen aber auch Einladungen an mir bekannte Autoren. Wir haben in Deutschland sehr gute Autoren, die meist bei Kleinverlagen veröffentlichen. Der in meinen Augen beste Autor phantastischer Kurzgeschichten ist zum Beispiel Markus K. Korb. Es wäre lächerlich, jemanden wie ihn an einer Ausschreibung teilnehmen zu lassen. Ebenso ist es bei anderen gestandenen Autoren. Sie erhielten eine Einladung, neue, junge Autoren konnten sich über die Ausschreibung qualifizieren. So bietet sich auch dem Leser eine gute Mischung.

TZN: Wie war die Resonanz darauf?

Arentzen: Sehr gut. Viele Newcomer beteiligten sich an der Ausschreibung. Die von mir eingeladenen Autoren nahmen sämtlichst teil. Dafür hier noch einmal meinen Dank.

TZN: Seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden?

Arentzen: Ja, sind wir. Wir haben uns die Auswahl der Geschichten nicht leicht gemacht, sind aber nun überzeugt, eine gute Mischung und auch interessante, spannende Geschichten zusammengetragen zu haben.

TZN: Wann wird die Anthologie "Dark Future" erscheinen?

Arentzen: Im Juni, pünktlich zum zweiten Geburtstag des "Geisterspiegels".

TZN: Was hältst du von der momentanen Lage, was Sci-Fi-Print-Bücher betrifft?

Arentzen: Es gibt einige Autoren, die spannende und unterhaltsame SF-Literatur schreiben, auch hier in Deutschland. Mein Gefühl ist aber, dass dies zwar im Fandom wahrgenommen wird, im Großen aber kaum Beachtung findet. Zumindest nicht, wenn der Autor nicht zufällig Eschbach oder Schätzing heißt. Dabei ist mein Eindruck, dass gute deutsche SF in Kleinverlagen zu finden ist.

TZN: Was hältst du von eBooks? Sind sie eine Alternative oder vielleicht sogar besser als Printmedien?

 
 

"In der Produktion sind eBooks günstiger, sodass auch Autoren eine Chance erhalten können, die im Printbereich diese Chance vielleicht nicht bekämen."


Arentzen: Ich mag eBooks sehr, und dies aus verschiedenen Gründen. Zum einen sind sie sehr praktisch − einen PDA haben viele Menschen ohnehin. Eine Datei aufzuladen, geht schnell, man kann das Gerät auch im Gedränge in der Bahn zücken und lesen. Das Gleiche gilt für das Bett. Der Partner schläft, schwere Bücher sind unhandlich − der PDA löst all diese Probleme. In der Produktion sind eBooks zudem günstiger, sodass auch Autoren eine Chance erhalten können, die im Printbereich diese Chance vielleicht nicht bekämen. Das größte Argument gegen eBooks ist, dass viele Leute das Gefühl von Papier zwischen den Fingern brauchen, wenn sie etwas lesen. Selbst SF-Fans geben dies an, obwohl in den Romanen, die sie lesen, meist eBooks genutzt werden.

Der Gedanke, dass es auf den Text ankommt, nicht auf die Verpackung, ist noch nicht zu den Lesern durchgedrungen, darum haben es eBooks schwer. Es gibt eine definierte Zielgruppe, die eBooks liest. Daher gibt es keine Verdrängung von eBooks und Printwerken. Der Verlag Peter Hopf (vph) hat als eBook-Verlag begonnen und hat nun auch Taschenbücher im Angebot. "Die Türen der Unterwelt", ein Horror-Roman von mir, erschien sowohl als Taschenbuch wie auch als eBook. Beides nimmt sich nichts. Besser oder schlechter ist nicht die Frage, wie ich denke. Es kommt darauf an, wo man ein Buch lesen möchte.

TZN: Wie schätzt du die derzeitige Situation für Autoren-Newcomer ein?

Arentzen: Dank der Kleinverlage ist es für Newcomer heute leichter, Kurzgeschichten oder auch mal Romane unterzubringen. Moderne Druckverfahren vereinfachten vieles und machten das Entstehen der Kleinverlagsszene erst möglich. Dadurch sind die Chancen für Jungautoren größer, als sie es früher waren. Zumal sich einige Verlage aktiv auf Talentsuche begeben, wie etwa die Story-Olympiade des Wurdack-Verlags zeigt. Natürlich müssen Newcomer verstehen, dass es für Veröffentlichungen Regeln gibt. Es ist unabdingbar, sich über ein Verlagsprogramm zu informieren, ehe man einen Text einschickt. Auch nützt es nichts, gleich den gesamten Roman einzureichen. Viele Verlage schreiben auf ihren Webseiten genau, was sie erwarten. Exposé, Leseprobe, Vita sind in der Regel die drei wichtigsten Punkte. Bei Ausschreibungen ist es zudem zwingend erforderlich, sich an die dort genannten Vorgaben zu halten. Länge, Thema, Format.

Man sollte nicht glauben, wie viele Autoren gegen diese grundlegenden Punkte verstoßen. Manchmal sogar mit Ansage. Während der Ausschreibung zur "Geisterspiegel"-Anthologie erhielt ich eine Teilnahme. "Ich weiß, dass Sie Dark Fiction ausgeschrieben haben, Aber Fantasy ist ohnehin besser und meine Geschichte..." Im Anhang eine Fantasy-Geschichte, die im Grunde eine Inhaltsangabe von "Herr der Ringe" war. Als Jungautor hat man heute bessere Chancen als früher. Aber nur, wenn man auch weiß, was man tut. Dank des Internets kann man das sehr einfach nachlesen. Eine gute Anlaufstelle sind hier Schreibforen wie kurzgeschichten.de.

TZN: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Related Links

  • "Geisterspiegel"
    Das große Online-Magazin.

  • G. Arentzen
    Autor − Rezensent − Mensch.

  • SF-Zone

    Wer ist Gunter Arentzen? Und was ist der "Geisterspiegel"? Antworten zu diesen und vielen anderen Fragen finden Sie hier. Das Interview führte Melanie Brosowski.


     

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    Hexenjagd, Seemannsgarn und Johnny Depp

    "Gruselkabinett" − eine Hörspielreihe von Titania Medien

    Das Flair der preisgekrönten Folgen von "Gruselkabinett" besteht zweifellos darin, dass es sich stets um ältere Erzählungen handelt, die in verteilten Rollen von bekannten Synchronsprechern in Szene gesetzt werden.

    Das Eintauchen in vergangene Epochen lässt weder den unermüdlichen Einsatz von Handys, Computern oder Autos unserer technisierten Welt vermissen, noch mangelt es an Action. Ich hatte Gelegenheit, mir die Folgen 20 bis 23 anzuhören und war schlichtweg begeistert.

    Folge 20 − "Der Werwolf", nach einer Erzählung von Alexandre Dumas

    Frankreich, 1779. Der Holzschuhmacher Thibaut hadert mit seinem Schicksal. Liebend gern wäre er reich und angesehen, allerdings bietet ihm das monarchische Regierungssystem keine Möglichkeit dazu. Der Baron des Departements setzt Thibaut bei einer zufälligen Begegnung schwer zu. Das Blatt wendet sich, als der Holzschuhmacher einen Wolf vor der Jagdgesellschaft des Barons in seiner Hütte versteckt. Der Wolf verwandelt sich urplötzlich in einen Mann und schlägt Thibaut einen Handel vor. Dieser wähnt darin eine Chance, der ewigen Armut zu entfliehen und sich für die erlittenen Demütigungen zu rächen.

    Spannend ist insbesondere die Verkettung der einzelnen Geschehnisse, die sich immer mehr hochschaukeln und jedes Mal stärkere Konsequenzen nach sich ziehen. Sehr gute Soundeffekte untermalen die dramatischen Momente. Stimmig ist außerdem, dass Thibaut von Thomas Nero Wolff gesprochen wird, der auch schon Hugh Jackman alias Wolverine seine Stimme lieh. Es sei verraten, dass er nicht die einzige bekannte Stimme ist.

    Geeignet für Hörer ab 14 Jahren, Laufzeit: ca. 78 Minuten

    Folge 21 − "Der Hexenfluch", nach einer Erzählung von Per McGraup

    Amerika, 17. Jahrhundert. Katrina van Kampen wird von einem selbsternannten Hexenjäger in der Nacht zum 1. November auf den Scheiterhaufen gebracht. Noch im Tod schwört sie, an allen Nachkommen des Hexenjägers Rache zu üben. 1962 leben aus dem Familienclan nur noch zwei Schwestern. Die eine zeichnet sich durch Bodenständigkeit und Rationalismus aus, die andere hingegen schenkt dem alten Familienfluch Glauben. Welche der beiden Recht behält, zeigt sich in jener Halloween-Nacht, als die beiden, um sich ihre Rente ein wenig aufzustocken, auf ein kleines Mädchen aufpassen.

    Diese Geschichte gefiel mir am besten, denn sie geht völlig unerwartet aus und lässt einem ununterbrochen die Gänsehaut über die Arme kriechen. Auch hier wartet Titania Medien wieder mit populären Stimmen auf, zum Beispiel Doris Day, Ava Gardner, Meryl Streep, Omar Sharif.

    Geeignet für Hörer ab 14 Jahren, Laufzeit: ca. 60 Minuten

    Folge 22 − "Der fliegende Holländer", nach Heinrich Heine und einer wahren Begebenheit

    Wohl kaum einer kennt nicht die Geschichte des Geisterschiffs mit der verfluchten Mannschaft. Sieht man das Schiff in einer Unwetternacht, ist man dem Tode geweiht. Dieses Mal wird die Geschichte aus der Perspektive eines Privatlehrers erzählt, der den Enkel von Queen Victoria ausbildet.

    Gruseliges Seemannsgarn kombiniert mit einer tragischen Liebesgeschichte. Hier sind, unter anderem, die Synchronstimmen von Johnny Depp, Ed Harris, Katie Holmes und Sophia Loren zu hören.

    Geeignet für Hörer ab 14 Jahren, Laufzeit: ca. 52 Minuten

    Folge 23 − "Die Bilder der Ahnen" nach einer Erzählung von Johann August Apel

    Diese Geschichte spielt in Süddeutschland im Jahr 1806. Graf Ferdinand von Panner besucht einen Freund auf dessen Schloss und verliebt sich in die Schwester des Freundes. Jahre vergehen, ohne dass er Kontakt zu ihr hat. Ferdinand kehrt nach Deutschland zurück und erfährt, dass es zahlreiche Todesfälle gegeben hat, die alle mit einem Gemälde zu tun haben, das zur Geisterstunde plötzlich lebendig wird. Nach und nach kommt er einem alten Geheimnis auf die Spur.

    Dies war mit Abstand die komplexeste Geschichte, die ich jemals gehört habe. Hut ab, dieses in sich verschachtelte Werk in ein Hörspiel zu transportieren, das keinen Handlungsstrang offen lässt, sondern alles intelligent miteinander verknüpft. Die Sprecher sind auch hier wohlbekannt. So liehen die Synchronsprecher von zum Beispiel Freddie Prinze jr., Jennifer Love Hewitt, Timothy Dalton, Alec Baldwin, Rowan Atkinson und Goldie Hawn den Figuren ihre Stimme.

    Geeignet für Hörer ab 14 Jahren, Laufzeit: ca. 75 Minuten

    Mit "Gruselkabinett" holt man sich professionell in Szene gesetzten Genuss für die Ohren ins Haus. Sehr empfehlenswert!

    Related Links

  • Titania Medien
    Hörspiele vom Feinsten.

  • SF-Zone

    Gruseln Sie sich gerne und lieben Hörbücher? Dann hat unsere Redakteurin Christiane Gref eine Empfehlung für Sie.


     

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    Ufos, Mayas und die CIA

    Rückblick auf die Degufo-e.V.-Frühjahrstagung

    Vom 12. bis 13. April fand im Erfurter Flughafenhotel die Frühjahrstagung des Degufo e.V. statt. TZN-Redakteur Sebastian Darhel, überzeugt von der Existenz von Ufos und Beobachter der Forschungsszene, berichtet im Folgenden über seine persönlichen Eindrücke des zweiten Tages der Tagung.

    Gegen 10 Uhr versammelten sich rund 30 Degufo-Mitglieder und interessierte Gäste im Tagungsraum, der zur Hälfte gefüllt war. Eine Viertelstunde später wurden alle Anwesenden begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung des Buches "Die Akte Deguforum" durch den Degufo-Vorsitzenden Alexander Knörr hielt dieser zusammen mit Björn Bossing den ersten Workshop über die "Erfassung von Ufo-Sichtungen".

    Es wurde darauf hingewiesen, dass es bei der Sichtungsrecherche unbedingt wichtig ist, die genaue Zeit, den Ort und auch die Bewegungsrichtung zu ermitteln. Mit Hilfe dieser Daten können Vergleiche mit möglichen weiteren Zeugen sowie Radardaten gezogen und natürliche beziehungsweise irdische Objekte ausgeschlossen werden. Exemplarisch wurde der Fall eines Göttinger Ehepaares genannt, welches eine Triangle-Sichtung hatte. Neben echten Ufo-Sichtungen gibt es jedoch immer wieder Verwechslungen mit irdischen Flugobjekten wie zivilen und militärischen Flugzeugen, Ballons und Satelliten, so die Referenten.

    Als Nächstes stellte Gerhard Grösche, ebenfalls Degufo- und Mufon-CES-Mitglied, sein Gerät zur Erfassung von Magnetfeldveränderungen vor. Dieses Gerät erzeugt ein akustisches Signal, wenn ein entsprechender Detektor eine Änderung im Erdmagnetfeld wahrnimmt. Jedoch ist es dabei äußerst störanfällig. Eine minimale Änderung der Ausrichtung zu den Magnetfeldlinien der Erde oder die Nähe von elektrischen Geräten reicht bereits aus, um ein Dauerpiepsen auszulösen. Der Vortrag machte teilweise den Eindruck einer Werbepräsentation und man könnte schlussfolgern, dass Radardaten oder Messungen der Radioaktivität weitaus verlässlichere Ergebnisse für die Ufo-Forschung liefern.

    Nach einer kurzen Frühstückspause ging es weiter mit einem Vortrag über "Das Entführungsphänomen im deutschsprachigen Raum". Der Referent Patrick H., selbst Betroffener, klärte zunächst über den Umgang mit dem Entführungsphänomen, den so genannten Abductions, auf. Entführte halten sich seiner Erfahrung nach meist mit ihren Erfahrungen zurück, da sie berechtigterweise befürchten, öffentlich zum Gespött zu werden, was bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes führen kann.

     
     

    Die Boulevardpresse schlachtet die Entführungen ohne Rücksicht auf die Opfer aus und vermeintlich seriöse Medien machen das Phänomen lächerlich.


    Patrick H. bemängelte dabei die unaufgeklärte Haltung der Medien. Die Boulevardpresse schlachtet die Entführungen ohne Rücksicht auf die Opfer aus und vermeintlich seriöse Medien machen das Phänomen lächerlich und verweisen die Betroffenen nicht selten an einen Psychiater. Oft werden dabei offensichtliche Fälle von Betrug oder Schizophrenie herausgekehrt, während ernste Fälle mit physischen Beweisen ignoriert werden. Leider wird das Abduction-Phänomen durch den Druck der öffentlichen Meinung auch von seriösen Ufo-Forschern oftmals unterschätzt und umgangen.

    Zu den Aliens gab Patrick H. bekannt, dass es nicht nur kleine graue, sondern eine Vielzahl von Spezies gibt, von denen die grauen lediglich am häufigsten hinter den Entführungen stecken. Diese gehen dabei äußerst manipulativ vor, setzen falsche Erinnerungen ein oder unterdrücken die Erinnerung an die Entführung komplett. Eine ehrliche Erklärung, warum sie Menschen entführen, könne man nicht von ihnen erwarten. Um den Ernst des Themas zu unterstreichen, wurden einige glaubwürdige Fälle exemplarisch dokumentiert.

    Schlussendlich verwies Patrick H. auf Selbsthilfegruppen, wie zum Beispiel das Abductee-Forum, dem er selbst angehört. Dort können Entführte ihre Erfahrungen austauschen, ohne sich der öffentlichen Lächerlichkeit preiszugeben. Die Anonymität, die geboten wird, ist von den meisten Abduzierten gewünscht. Dennoch trauen sich viele Opfer überhaupt nicht, über ihre Erfahrungen zu reden und manche wissen nicht einmal, dass sie betroffen sind, was zu einer hohen Dunkelziffer führt.

    Dieser Vortrag war mit Abstand der informativste und interessanteste des Tages. Die anwesenden Betroffenen wirkten absolut seriös und erwiesen sich als gute Gesprächspartner für die anschließende Mittagspause. Ich kann mit gutem Gewissen die Glaubwürdigkeit der Betroffenen bestätigen und werde mit Sicherheit in einer der nächsten Ausgaben näher auf das Thema Entführungen eingehen.

    Nach der Mittagspause folgte ein Vortrag von Dr. Peter Hattwig über die alten Zivilisationen Mittelamerikas. Dieser gestaltete sich wie ein Urlaubsbericht und bot interessante Einblicke in untergegangene Kulturen, wobei die Maya nicht wirklich untergegangen sind, sondern auch heute noch als Volksstamm mit eigener Kultur und Sprache existieren.

    Im Gegensatz zu Erich von Däniken war Dr. Hattwig eher skeptisch. Er rechnete exemplarisch vor, dass der Bau der Sonnenpyramide der Maya durchaus mit den damals konventionellen Methoden zu bewerkstelligen war. Ein weiteres Beispiel bot die Grabplatte von Palenque, die zwar technisch interpretierbar ist, aber nicht zwangsläufig. Zu guter Letzt stellte Dr. Hattwig die Aztekenstadt Chichén Itzá vor, deren Erbauern er erstaunliche astronomische Kenntnisse attestierte. Die zentrale Pyramide ist demnach gespickt mit kalendarischen Codes. Alles in allem ein schöner Einblick in die Leistungen vergangener Epochen.

    Den abschließenden Vortag hielt Ingbert Jüdt zum Thema "Der Roswell-Zwischenfall − wirklich gelöst?". Dabei machte er von Anfang an klar, dass er für alle Möglichkeiten offen ist, tendierte indirekt jedoch eher in Richtung der Skeptiker. Statt sich auf wirklich interessante Fakten zu stützen (siehe "Der Roswell-Crash − eine Jahrhundertlüge?" aus der letzten "Incoming Message"), erklärte Jüdt erst einmal, wie man XML programmiert. Der Roswell-Fall schien dabei mehr Füllmaterial zu sein.

    Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte Ingbert Jüdt einige Bücher zum Thema vor, die meisten von Skeptikern, von denen ein Autor sogar aus den Reihen der CIA stammt, wie ein Gast aus dem Publikum anmerkte. Wer traut denn dem Geheimdienst? Ist der nicht da, um Sachen geheim zu halten? Es folgte ein Beispiel, an dem sich die Crash-Befürworter und -Gegner gegenseitig aufreiben. Es ging dabei um ein Dokument, welches ein Offizier der Airforce auf dem 1947er Pressefoto mit dem Wetterballon in den Händen hält. Dieses Foto wurde eingescannt, der Text des Dokumentes vergrößert und unterschiedlich entschlüsselt. Die eine Seite behauptet, dort stünde "victims of the wrack", was ein Hinweis auf die Alienleichen wäre, die andere Seite meint dagegen lediglich etwas von "finding of the wrack" entziffern zu können.

     
     

    Welcher Offizier wäre so dumm gewesen, zu einer Pressekonferenz, die der Vertuschung diente, ein geheimes Dokument mit brisanten Wahrheiten mitzubringen?


    Ich persönlich halte das Ganze für Unsinn. Welcher Offizier der Luftwaffe wäre so dumm gewesen, zu einer Pressekonferenz, die der Vertuschung diente, ein geheimes Dokument mit brisanten Wahrheiten mitzubringen und dieses dann auch noch direkt in die Kamera zu halten? Die Auflösung der Scans ist derart schlecht, dass da alles Mögliche stehen könnte. Vielleicht war das Dokument ja nur ein Speiseplan aus der Kantine? Wer weiß das schon? Dabei gibt es so viele interessantere Hinweise, wie zum Beispiel die erste Pressemitteilung der Airforce über die "Bergung einer fliegenden Untertasse". Doch nichts dergleichen wurde angesprochen. Aus dem Workshop von Herrn Jüdt dürfte kaum jemand schlauer rausgegangen sein, als er reingekommen ist.

    Mein Fazit der Tagung ist nichtsdestotrotz sehr positiv. Mal von zwei weniger interessanten Vorträgen abgesehen, gab es doch eine Fülle von Informationen, vor allem über das Abduction-Phänomen. In den Pausen und im Anschluss hatte ich die Gelegenheit, mit Persönlichkeiten wie Illobrand von Ludwiger, dem Vorsitzenden des deutschen Mufon-CES e.V., sowie dem Betreiber von exopolitik.org, Robert Fleischer, ins Gespräch zu kommen. Zudem habe ich Erfahrungen mit Abductees austauschen und Freundschaften zu ihnen aufbauen können, die das Ende der Degufo-Frühjahrstagung sicherlich überdauern werden.

    Für die drei großen Ufo-Forschungsgruppen Degufo, Mufon-CES und GEP war es ebenfalls ein sehr erfolgreiches Wochenende, konnten sie doch endlich auf einen gemeinsamen Nenner kommen. In der Vergangenheit gab es so manche Streitereien, die nun jedoch durch einen Generationenwechsel beseitigt wurden. In Zukunft wollen alle drei Gruppen enger zusammenarbeiten, was sowohl einheitliche Standards für Meldeformulare wie auch eine gemeinsame Sichtungsdatenbank beinhaltet. Über eines sind sich alle Gruppen einig − das Phänomen ist real und wenn man herausfinden will, was dahintersteckt, muss man zusammenhalten.

    Die Teilnahme an zukünftigen Tagungen kann ich jedem Interessierten nur wärmstens empfehlen. Die meisten Ufo-Forscher sind sehr offene und nette Menschen, die Atmosphäre ist sehr locker und Fragen können jederzeit gestellt werden, egal wie befremdlich sie auf den ersten Blick erscheinen mögen. Vielleicht sieht man sich ja auf einer der nächsten Veranstaltungen zum Ufo-Phänomen. Bis dahin, behalten Sie wie immer den Himmel im Auge!

    Wie wahrscheinlich ist für Sie die Existenz von Ufos und ähnlichen Phänomen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an leserbriefe@trekzone.de!

    Related Links

  • DEGUFO.de
    Homepage der Veranstalter.

  • Abduction
    Zusammenschluss von Betroffenen des Entführungsphänomens.

  • Exopolitik
    Deutsche Initiative für Exopolitik und Freigabe der Ufo-Technologie.


  • Ufo-News

    Gilles Lorant in der Kritik
    In der letzten Ausgabe wurde gemeldet, dass vom 12. bis 14. Februar bei den Vereinten Nationen in New York geheime Beratungen stattfanden, bei denen auch die anhaltenden Ufo-Sichtungen Thema waren. Der Luftfahrtexperte und Ex-Schatzmeister der französischen Ufo-Forschungsgruppe F.E.A., Gilles Lorant, der die Meldung verbreitete, ist inzwischen in die Kritik geraten.

    Angeblich war er nie beim Nationalen Forschungszentrum Frankreichs (CNRS) und auch seinen Posten bei der F.E.A. musste er wegen seiner Behauptungen über das Geheimtreffen räumen. Dieses Treffen wird selbstverständlich dementiert und damit stehen wir wieder ganz am Anfang. Was ist die Wahrheit und was gelogen? Wem kann man trauen? Es könnte sich durchaus um eine Kampagne gegen Lorant handeln, um alles zu vertuschen, aber wer kann das schon beweisen?

    Das Geheimtreffen wurde jedenfalls von einer weiteren anonymen Quelle bestätigt. Und so abwegig ist das Ganze auch gar nicht, da immer mehr Staaten sich der Ufo-Thematik öffnen. Dazu mehr in der folgenden Meldung.

    Ecuador öffnet Ufo-Akten
    Quito/Ecuador − Im April 2005 beschloss das Verteidigungsministerium Ecuadors mit der "Comisión Ecuatoriana para la Investigación del Fenómeno Ovni" (CEIFO) die Einrichtung einer offiziellen Untersuchungskommission zum Ufo-Phänomen. Jetzt werden nach und nach die Ergebnisse von 44 Fällen veröffentlicht, in denen auch Mitglieder des ecuadorianischen Militärs Sichtungen von "unidentifizierten Flugobjekten" meldeten und teilweise dokumentieren konnten. (Quelle: DEGUFO.de)

    Ecuador folgt mit der Öffnung von offiziellen Ufo-Akten als erstes sozialistisches Land dem Beispiel von Frankreich und Großbritannien, deren Ufo-Akten im Internet einsehbar sind, sowie Irland.

    Ufos, Aliens,
    fremde Welten

    Shinzon Darhel gibt Ihnen einen Einblick in die Ufo-Forschungsszene.


     

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    Kino-Guide

    Mai 2008

    "Iron Man"  (USA 2008)


     

    Regie

    Jon Favreau

    Drehbuch

    Mark Fergus, Hawk Ostby, Art Marcum, Matt Holloway basierend auf den Comics von Jack Kirby, Stan Lee u.a.

    Darsteller

    Robert Downey Jr. (Tony Stark), Terrence Howard (Jim Rhodes), Jeff Bridges (Obadiah Stane), Leslie Bibb (Christine Everhart)

    Start

    1. Mai


    Inhalt
    Tony Stark arbeitet in der Rüstungsbranche und hat sich damit eine goldene Nase verdient. Doch seine neuste Schöpfung, ein Kampfanzug, bringt ihn in Schwierigkeiten. Als er entführt wird, schlüpft er selbst in die Rüstung und räumt mit den Verbrechern auf. Daran findet er Gefallen und will fortan gegen das Böse kämpfen. Ein neuer Superheld ist geboren: Iron Man.

    Erwartung
    Gut. Die Vorzeichen standen eigentlich nicht so toll für diesen Film. Ist das Genre der Comicverfilmungen nicht übersättigt? Ist der Iron Man nicht etwas lächerlich für die große Leinwand? Und wer um Himmels Willen hat denn Robert Downey jr. als Held und Jeff Bridges als Bösewicht gecastet? Spätestens "Transformers" hat bewiesen, dass Roboter auf der Leinwand wieder gut ankommen und damit wohl auch den "Iron Man" niemand auslachen wird. Im Gegenteil: Der Hype um "Iron Man" ist beachtlich, die ersten Previews haben Kritiker und Fans begeistert. Der Film von Jon Favreau ("Zathura"), der vor allem als Schauspieler bekannt ist, ist denn auch ein reiner Comic-Film im Stile von "Fantastic Four", der gar nicht erst versucht, eine Brücke in andere Genres zu schlagen. Hier fliegen dem Zuschauer jede Menge CGI-Hightech-Spielereien um die Ohren, Schauspieler geben sich bewusst überdreht, von Ernsthaftigkeit keine Spur. Deswegen machen Zuschauer jenseits der 20 vielleicht doch lieber einen Bogen um das Comic-Spektakel und warten auf "The Dark Knight".


    "Speed Racer"  (USA 2008)


     

    Regie

    The Wachowski Brothers

    Drehbuch

    The Wachowski Brothers nach der Zeichentrickserie von Tatsuo Yoshida

    Darsteller

    Emile Hirsch (Speed), Christina Ricci (Trixie), John Goodman (Pops Racer), Matthew Fox (Racer X)

    Start

    8. Mai


    Inhalt
    Der junge Speed kennt nur eines in seinem Leben: Autorennen. Seine Familie ist ebenfalls im Renngeschäft, sein Vater ist der Konstrukteur des berühmten Mach 5. Nur eines trübt den Rennspaß: Speeds Bruder Rex kam bei einem Rennen ums Leben. Doch jetzt ist auch Speeds Leben in Gefahr. Nachdem er es sich mit dem mächtigen Rennunternehmen Royalton verscherzt hat, setzen die alles daran, ihn beim wichtigsten Rennen des Jahres, dem Crucible, zu sabotieren. Unterstützung findet er bei seiner Freundin Trixie und einem mysteriösen Fahrer namens X.

    Erwartung
    Passabel. Der Film basiert auf einem japanischen Zeichentrick und hat bei seiner Konvertierung zum Hollywood-Blockbuster eigentlich nichts von seiner Herkunft einbüssen müssen. Statt "The Fast and the Furious" erwartet den Zuschauer hier ein futuristisches, buntes Autorennen, das eher an die Rennsequenz von "Star Wars: Episode 1" oder Videospiele wie "Wipeout" und "F-Zero" erinnert. Fast alles in dem Film ist eine Computeranimation, und alles ist so bunt und grell, dass man sich wirklich an eine japanische Zeichentrickserie erinnert fühlt.

    Damit die Menschlichkeit hier nicht ganz untergeht, hat man sich gute Schauspieler geholt: den vielseitigen Emile Hirsch ("Into the Wild", "Alpha Dog"), die in jedes schräge Szenario passende Christina Ricci ("Sleepy Hollow", "Mars Attacks"), "Lost"-Star Matthew Fox und die alten Hasen Susan Sarandon und John Goodman. Leider konzentriert sich "Speed Racer" zu stark auf die Rennsequenzen und lässt sich wenig Zeit für Szenen außerhalb der Rennbahn. Beim Zuschauer dürften sich deswegen rasch Ermüdungserscheinungen einstellen, wenn er sich erst mal bei den CGI-Rennen satt gesehen hat. Da ist man fast schon froh, wenn am Ende noch ein bisschen klischeehaftes Pathos auftaucht, damit man dem Spektakel doch noch eine Prise Emotionen abgewinnen kann.


    "Shutter − Sie sehen Dich"  (USA/Japan 2008)


     

    Regie

    Masayuki Ochiai

    Drehbuch

    Luke Dawson

    Darsteller

    Joshua Jackson (Benjamin Shaw), Rachael Taylor (Jane Shaw), Megumi Okina (Megumi Tanaka), David Denman (Bruno)

    Start

    15. Mai


    Inhalt
    Der Fotograf Benjamin und seine Frau ziehen nach Japan, da dort ein lukratives Jobangebot auf sie wartet. Doch dann geschieht ein Autounfall, der ihr Leben für immer verändern wird. Sie verlieren das Bewusstsein, und als sie wieder aufwachen findet sich vom Opfer des Unfalls, einem Mädchen, keine Spur mehr. Dieses Ereignis hinter sich lassend, ziehen sie in Tokio in ihre neue Wohnung und Benjamin beginnt mit seinem Fotoshooting. Auf den Fotografien entdeckt er merkwürdige Bildfehler, verschwommene Konturen. Bald ist er sich sicher: Hier sind übernatürliche Kräfte am Werk und ihr Leben ist in Gefahr.

    Erwartung
    Passabel. Formelhaftes US-Remake des thailändischen Originals von 2004, das nicht an die Vorbilder "The Ring" und "Grudge" anschließen kann. Der Film ist zwar nicht schlecht, aber bietet einfach zu wenig Neues. Das gilt auch für den kürzlich erschienenen "Tödlicher Anruf" und den diesen Monat startenden "The Eye". Regie führt der Japaner Masayuki Ochiai, und das ganz ordentlich. Auch wenn die Asien-Gruselnummer langsam bemüht wirkt, schön erschrecken kann man sich immer noch daran. Erfreulich auch, dass der sympathische, sonst mehr auf Nebenrollen abonnierte ehemalige "Dawson's Creek"-Star Joshua Jackson hier die Hauptrolle spielen darf.


    "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels"  (USA 2008)


     

    Regie

    Steven Spielberg

    Drehbuch

    David Koepp nach einer Story von George Lucas und Jeff Nathanson

    Darsteller

    Harrison Ford (Indiana Jones), Shia LaBeouf (Mutt Williams), Cate Blanchett (Irina Spalko), Karen Allen (Marion Ravenwood)

    Start

    22. Mai


    Inhalt
    1957 ist Indiana Jones immer noch als Abenteurer und Archäologe tätig. Als er von einer Schatzsuche ans Marshall College zurückkehrt, wird ihm mitgeteilt, dass seine jüngsten Aktivitäten das Misstrauen der Regierung auf sich gezogen haben und er eigentlich von seinem Lehrstuhl an der Uni gefeuert werden soll. Und dann ist da auch noch ein aufmüpfiger Student namens Mutt, der ein ganz besonderes Interesse an Indiana Jones hat. Gemeinsam reisen sie nach Peru und treffen auf Indys alte Flamme Mario Ravenwood und ihren lange verstorben geglaubten Vater. Der ist hinter einem mächtigen Artefakt her, einem antiken Kristallschädel einer unbekannten Zivilisation. Bald tauchen auch Agenten der Sowjetunion auf und der Wettlauf zur geheimen Fundstelle des Kristallschädels beginnt.

    Erwartung
    Sehr gut. Selten war wohl die Erwartungshaltung größer als bei diesem ersten neuen Kinoabenteuer von Indy seit 1989. Statt das Franchise in fremde (in der Regel deutlich jüngere) Hände zu geben, ist das Originalteam der Trilogie wieder mit dabei. Regisseur Steven Spielberg, Produzent George Lucas, Schauspieler Harrison Ford, Komponist John Williams und Cutter Michael Kahn. Mit Karen Allen als Marion besteht sogar noch eine weitere Verbindung zu den alten Filmen, spielt sie doch dieselbe Rolle wie schon 1981 in "Jäger der verlorenen Schatzes". Alle diese Leute werden sicherstellen, dass das Feeling der Indy-Filme auch im Jahre 2008 erhalten bleibt. Auf CGI-Bombast wird Spielberg ebenso verzichten wie Kahn auf einen musikvideoartigen Schnitt. Autor Koepp und die Ideengeber der Story haben sich hoffentlich auch Mühe gegeben. Mögliche Fettnäpfe wären aber etwa, wenn das Ganze zu ironisch und einfältig wird oder wenn die Figur des Mutt, von dem ja bereits das Nachfolger-Geflüster losgeht, plötzlich Indy in den Schatten stellen sollte. Am 22. Mai, wenn fast weltweit gleichzeitig der Kinostart stattfindet, werden Millionen Zuschauer mit Nostalgie-Feeling in die Kinos strömen und hoffentlich nicht enttäuscht werden.


    "The Eye"  (USA 2008)


     

    Regie

    David Moreau, Xavier Palud

    Drehbuch

    Sebastian Gutierrez nach dem Original-Drehbuch von Jo Jo Yuet-chun Hui, Oxide Pang Chun und Danny Pang

    Darsteller

    Jessica Alba (Sydney Wells), Alessandro Nivola (Dr. Faulkner), Parker Posey (Helen Wells), Rade Serbedzija (Simon McCullough)

    Start

    29. Mai


    Inhalt
    Die junge Violistin Sydney ist seit einigen Jahren blind, doch jetzt ergeben sich durch eine Transplantation neue Möglichkeiten. Tatsächlich gelingt die Operation und die junge Frau erhält ihr Augenlicht zurück. Doch nach einigen Tagen nimmt sie merkwürdige Bilder war, sieht Menschen, die von einer Art Sensenmann verschleppt werden. Ihr behandelnder Arzt hält das für Hirngespinste. Sieht Sydney eine Welt hinter dem, was wir als Realität wahrnehmen? Sie begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit und der Hintergrundgeschichte des Spenders ihrer Augen.

    Erwartung
    Passabel. "The Eye" ist ebenfalls ein Remake eines asiatischen Gruselfilms und spielt die gewohnte Partitur des Genres. Optisch ist der Geister-Spuk aber gut gelungen und spannend inszeniert, Jessica Alba dürften die meisten männlichen Zuschauer sowieso gern auf der Leinwand sehen. Rade Serbedzija und Parker Posey (als Albas Schwester) machen auch eine gute Figur. Wer sich also nach sechs Jahren und dutzenden Nachahmern von "The Ring" noch immer gern bei dieser Art von Filmen gruselt, darf auch bei "The Eye" ein Auge reinwerfen.

    Was waren Ihre letzten Science-Fiction-, Fantasy- oder Mystery-Highlights im Kino oder auf DVD? Und welche Streifen Enttäuschungen? Schreiben Sie uns an leserbriefe@trekzone.de!

    SF-Zone

    Alle wichtigen Infos und eine Vorabkritik zu den aktuellen Kinofilmen aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror wie immer im Kino-Guide der SF-Zone − zusammengestellt von Stephan Mark.


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    Best of DVD

    Die Top-3-Liste der SF-Zone


    "Verwünscht"

    Prinzessin Giselle (Amy Adams) lebt in einer paradiesischen Märchenwelt und ist dem charmanten Prinz Edward (James Marsden) versprochen. Der bösen Königin Narissa (Susan Sarandon) passt das so gar nicht und sie verbannt Giselle mit magischen Kräften an einen düsteren, verwirrenden Ort: New York City. Mit der Realität des 21. Jahrhunderts kommt die Märchenprinzessin überhaupt nicht klar. Doch zum Glück hilft ihr der gutmütige Anwalt Robert (Patrick Dempsey). Gerade als romantische Gefühle zwischen den beiden auftauchen, erscheint auch Prinz Edward in New York.

    Die romantische Fantasy-Komödie wurde zum Weihnachtshit 2007, und das zu Recht. Disney gelang eine charmante Mischung aus Selbstironie, ein "Best of" der eigenen Klischees und innovativen Ideen (wie etwa dem Wechsel vom klassisch animierten Anfang zum Realfilm). Eine große Portion Schmalz gehört da natürlich ebenfalls dazu, aber das dürften die meisten Zuschauer wohl verschmerzen. Die DVD erscheint (zum jetzigen Zeitpunkt...) nur in einfacher Ausführung als Single-Disc. Sie enthält ein kurzes Making-of, Pannen vom Dreh, entfernte Szenen sowie ein Musikvideo.

    "Verwünscht" erscheint am 8. Mai auf DVD. Ebenfalls erhältlich als Blu-Ray.

    "I Am Legend"

    2012: Ein Virus hat große Teile der Erdbevölkerung dahingerafft und die anderen Menschen in vampirähnliche Kreaturen verwandelt. Der Wissenschaftler Robert Neville (Will Smith) versucht in den Ruinen New Yorks zu überleben und arbeitet an einem Heilmittel. Doch er ist ganz allein und scheinbar der letzte Mensch, der überhaupt noch lebt. Doch dann entdeckt er ein Lebenszeichen anderer Überlebender.

    Das düstere Endzeitabenteuer hat einen starken Anfang, einige Sequenzen sind extrem spannend inszeniert und die Story bleibt interessant. Etwas enttäuschend sind eigentlich nur die am Computer bearbeiteten Kreaturen und einige Logiklöcher. Vor allem in den USA wurde "I Am Legend" aber ein Riesenerfolg, weswegen die DVD auch entsprechend üppig daherkommt. Die Special Edition im Digipack enthält ein langes, in 21 Kapitel aufgeteiltes Making-of, animierte Comics, eine Featurette zu den wissenschaftlichen Aspekten der Story sowie ein alternatives Ende. Die Erstauflage enthält zudem einen Comic als Beilage. Es erscheint auch eine Einzel-Disc, die nur die animierten Comics als Bonus enthält. Die Blu-Ray-Disc enthält das identische Material wie die Special Edition DVD.

    "I Am Legend" erscheint am 23. Mai auf DVD. Ebenfalls erhältlich als Special Edition und auf Blu-ray.

    "Aliens vs. Predator 2"

    Als ein Erkundungsschiff des Alien-Volkes der Predators auf der Erde abstürzt, entfliehen die eingesperrten Aliens. Nur ein Jäger der Predators hat überlebt und muss sich nun einer Überzahl der außerirdischen Bestien stellen. Einmal mehr geraten Menschen zwischen die Fronten der beiden Spezies, als es in einer Stadt im amerikanischen Colorado zum Showdown kommt.

    Für "Alien vs. Predator" gab es 2004 gemischte Kritiken, und das Sequel schaffte es auch nicht, alle Fans zu überzeugen. Die "Alien"- und "Predator"-Filme waren Schwergewichte des Action- und Horror-Genres, jetzt sind sie mehr oder weniger zum Action-Fastfood verkommen. Natürlich freut sich jeder Fan, die Viecher wieder in Aktion zu sehen, aber etwas mehr Tiefgang wäre wünschenswert gewesen. Immerhin: Die auf der "Century³ Cinedition"-DVD und Blu-Ray enthaltene "Extended Version" läuft neun Minuten länger als die Kinofassung und gefällt schon besser. Zwei Audiokommentare, entfernte Szenen und eine Vielzahl an Featurettes gehören zum Bonusmaterial. Die "Century³ Cinedition" enthält zudem beide Filmversionen, die Single-Disc die Kinofassung mit Audiokommentaren. 20th Century Fox veröffentlicht zudem einen Doppelpack mit beiden "Alien vs. Predator"-Filmen sowie eine "Total Destruction Box", die sämtliche "Alien"- und "Predator"-Filme sowie die beiden "Versus" enthält. Da "Predator" immer noch indiziert ist, gibt es auch diese Box nur unter der Ladentheke.

    "Aliens vs. Predator 2" erscheint am 30. Mai auf DVD. Ebenfalls erhältlich als Century3 Cinedition, im Doppelpack mit "Alien vs. Predator" und auf Blu-Ray.

    SF-Zone

    Die Top-3 der Verkaufs-DVDs im Mai 2008, ausgewählt und kommentiert von Stephan Mark.


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    DVD-Guide

    Mai 2008

    2.5. − "Stargate − The Ark of Truth: Die Quelle der Wahrheit"

    Die Suche nach einem Artefakt führt das SG-1-Team ins Feindesland der Ori. Gelungener 100-minütiger Film (2008), der an die zehnte Staffel anknüpft. Enthält Kommentare und drei Featurettes.

    2.5. − "Stargate SG-1: Die komplette Serie"

    Alle zehn Staffeln der Serie "Stargate Kommando SG-1" in einer schicken Box. Fans hat die Serie sowieso schon, ob durch die Komplettbox noch Neueinsteiger zu gewinnen sind?

    5.5. − "Catacombs − Unter der Erde lauert der Tod"

    Hetzjagd durch die Tunnel der Pariser Katakomben. Mittelmäßiger Horrorstreifen (2007) à la "Creep", bei dem Sängerin Pink und Shannyn Sossamon die Hauptrollen spielen.

    5.5. − "Mr. Magoriums Wunderladen"

    Ein mysteriöser Spielzeugladen muss vor seinem Ende gerettet werden. Vielschichtige Fantasy-Komödie (2007) im etwas nervigen bunten Stil der "Schokoladenfabrik", mit Dustin Hoffman und Natalie Portman prominent besetzt. Inklusive Interviews und B-Roll.

    7.5. − "I'm a Cyborg, But That's OK"

    Mädchen, das sich für einen Kampfroboter hält, landet in der Klapsmühle. Skurrile Dramödie (2006) aus Südkorea, in der das angedeutete Fantasy-Szenario recht schnell durch Herzschmerz und Seelenstriptease abgelöst wird.

    8.5. − "Dragon Wars"

    Drachen fallen über Los Angeles her, um den Nachkommen einer alten Prophezeiung zu finden. B-Movie (2007) in Reinkultur, made in Südkorea. Haufenweise CGI-Monster und die US-Besetzung (unter anderem Jason Behr aus "Roswell") machen den Streifen aber auch für ein westliches Publikum interessant.

    8.5. − "Highlander: The Source − Die Quelle der Unsterblichkeit"

    Der unsterbliche Krieger Duncan MacLeod sucht den heiligen Gral. Fans freuen sich wohl auf die Rückkehr von Adrian Paul als Highlander, hohe Ansprüche sollte man an diese wenig aufwändige DVD/TV-Verfilmung (2007) aber nicht haben.

    8.5. − "Indiana Jones Trilogie"

    Rechtzeitig zum neuen Kinofilm erscheint eine Neuauflage der Box mit den Vorgängern (1981/1984/1989). Leicht bearbeitetes Bild, einige neue Extras (Einführungen, Featurettes), die alte Doku fehlt. Erscheint als Digi-Box, Steelbook sowie auch in Einzel-Discs. Nur wer die erste Box nicht hat, greift zu.

    8.5. − "The Eye − Infinity"

    Gruppe schmökert um Buch "10 Wege, Geister zu sehen". Dritter Teil (2005) der asiatischen "The Eye"-Reihe, der gewohnte Pfade begeht.

    8.5. − "Hotel zur Unsterblichkeit"

    Betrügerischer Schauspieler und sein Mörder treffen sich nach ihrem Tod in einem mysteriösen Hotel. Niederländisches Fantasy-Drama (1990) mit Colin Firth und Altstar Peter O'Toole mit einigen Längen, aber interessanter Story.

    8.5. − "Verwünscht"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    9.5. − "Borderland"

    Drei Freunde auf Party-Tour in Mexiko landen bei einer blutrünstigen Sekte. Spannender und atmosphärischer Horror-Streifen (2007), der aber auch nicht mit Brutalitäten geizt. Die FSK-18-Fassung ist gegenüber der JK-Fassung um wenige Sekunden gekürzt. Diverse Extras.

    9.5. − "I am Omega"

    Letzter Überlebender bekämpft Untote. Man mische Originaltitel "The Omega Man" mit Remake-Titel "I Am Legend" und schon haben wir unseren C-Movie-Abklatsch "I Am Omega" (2007), einmal mehr produziert vom Nachahmer-Studio Asylum (demnächst: "Street Racer", "Allan Quatermain and the Temple of Skulls").

    9.5. − "Lost Signal − Kämpfe um dein Überleben"

    Auf dem Nachhausweg landet Pärchen in der Einöde und verliert zuerst die Handyverbindung, dann den Verstand. Konventioneller Horror-Film (2007), der statt der üblichen Schlacht- oder Geisterpalette immerhin mit einigen originellen Storywendungen aufwarten kann.

    9.5. − "The Raven"

    Sängerin will Mörder in ihrem Umfeld aufspüren. Lausiges C-Filmchen (2006) von Uli Lommel, das sich mit dem Slogan "A Edgar Allan Poe Story" und einem netten Cover ein größeres Publikum anziehen will. Doch nicht täuschen lassen: ein amateurhafter Streifen vom Bodensatz der Filmwelt.

    12.5. − "The Messengers"

    Familie zieht in ein Haus, auf dem ein Fluch liegt. Eigentlich hätte man vom Hollywood-Debüt der exzentrischen Hongkong-Regisseure Pang Brothers etwas Unkonventionelles erwartet, dieser Grusel-Film (2007) mit Dylan McDermott und Kristen Stewart bietet aber typischen Mainstream-Spuk. Diverses Bonusmaterial.

    15.5. − "Die Kreatur"

    Frankenstein erschafft eine neue Lebensform. Vorlagengetreuer, etwas träger TV-Mehrteiler (2004) mit Starbesetzung: Alec Newman ("Dune"), Luke Goss, Julie Delpy, John Hurt und Donald Sutherland.

    15.5. − "Five across the eyes"

    Mädchen werden von Psychopathin gejagt. Gähn, noch ein müder Slasher-Streifen (2006), den nichts von der Bedeutungslosigkeit retten kann. Nächster.

    15.5. − "John Carpenter − Fürst der Dunkelheit"

    Dokumentation über Regisseur John Carpenter ("Halloween", "The Fog"). Interviews und Behind-the-Scenes-Material über den Horrormeister, eine ordentliche Doku (2006), die aber wohl eher ins Bonusmaterial einer DVD gehört.

    15.5. − "Lost Colony"

    1580: Englische Kolonisten in Amerika geraten an indianische Geister. Geister-Hokuspokus (2007) vom amerikanischen Sci Fi Channel, völlig anspruchslos, aber unterhaltsam.

    15.5. − "Southland Tales / Donnie Darko Limited Edition"

    Doppelpack im Steelbook mit Richard Kellys Mystery-Kultfilm "Donnie Darko" (2001) und den schwer nachvollziehbaren "Southland Tales" (2007). Die letztgenannte skurrile Zukunftsvision mit Sarah Michelle Gellar und The Rock gibts zurzeit nicht einzeln im Handel. Wer "Donnie Darko" schon hat: Abwarten.

    15.5. − "The Sick House"

    In einer alten Pestklinik spukt es. Wenig origineller Slasher (2007) mit Gina Philips ("Jeepers Creepers"), der irgendwo ins qualitative Mittelfeld gehört.

    16.5. − "American Gothic"

    Auf einer Insel gestrandet, geraten Touristen an verrückte Familie. Müdes Szenario, aber immerhin stammt dieser Film ja von 1988, bietet durchgeknallten Horror und die kürzlich verstorbenen Hollywood-Legenden Rod Steiger und Yvonne de Carlo. Erscheint nur als gekürzte Fassung.

    16.5. − "Smallville − Season 6"

    Clark Kents Abenteuer, bevor er zu Superman wurde. Die spannende sechste Staffel der Serie (2007), die es in Deutschland leider nicht übers Nachmittagsprogramm hinaus geschafft hat. Diverse Featurettes.

    16.5. − "Vampire Diary"

    Dokumentarfilmerin begegnet einer echten Vampirin. Ordentlicher Mix (2007) aus Horror und Drama, angesiedelt in Londons Gothic-Szene.

    22.5. − "Possessed − Besessen"

    Hat ein gehänseltes Mädchen ihre Mitschülerinnen umgebracht? Die südkoreanische Geister-Story (2004) bietet nur Altbekanntes.

    22.5. − "The Flesh and Blood Show"

    Bei den Proben zu einem Stück werden die Schauspieler nach und nach ermordet. Der Horrorspaß (1972) hat zwar schon einige Jahrzehnte auf seinem Buckel, ist mit seinen Nacktszenen und Gewalttaten aber sicher näher an heutigen Konventionen als andere Genrekollegen aus dieser Ära.

    23.5. − "I Am Legend"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    29.5. − "H2O: Plötzlich Meerjungfrau − Season 1"

    Drei Mädchen verwandeln sich in Meerjungfrauen. Zielpublikum dieser Serie: Mädchen von 10 bis 15. Erste Staffel (2006).

    30.5. − "Aliens vs. Predator 2"

    DVD des Monats (siehe "Best of DVD").

    30.5. − "Big Bad Wolf"

    Teen-Clique versus Werwolf. Spaßiges, völlig sinnfreies Horror-Filmchen (2006) mit den üblichen Genre-Zutaten.

    30.5. − "Demon Days"

    Kleiner Junge wird von Dämon besessen, seine Eltern wollen ihn retten. Michael Biehn und Jaime King wollen in diesem ordentlichen, wenn auch unspektakulären Horror-Thriller (2007) einen asiatischen Geist austreiben.

    30.5. − "Grizzly Park"

    Serienkiller und gefräßiger Grizzlybär sind hinter ein paar Twens her. B-Movie-Futter (2008) für Horror-Vielseher. Immerhin wird auf lächerliche CGI-Effekte verzichtet.

    30.5. − "Family Psycho"

    Junges Pärchen entdeckt, dass ihr Nachbar ein Killer ist. Einer der besseren Beiträge aus der zweiten "Masters of Horror"-Staffel (2007), der die Story mit Augenzwinkern erzählt. George Wendt und Matt Keeslar spielen die Hauptrollen.

    30.5. − "The Screwfly Solution"

    Alle Männer in den USA sind verrückt geworden, eine Mutter und ihre Tochter fliehen. Passable einstündige "Masters of Horror"-Episode von Joe Dante ("Gremlins") mit Jason Priestley. Diverse Extras.

    30.5. − "Necromancer − Im Bann des Teufels"

    Korrupter Cop und ein Meister der schwarzen Magie fliegen aus dem Knast. Hinter dem bedeutungsschwangeren Titel verbirgt sich ein wirrer Horror/Action-Mix (2005) aus Thailand.

    30.5. − "Seed"

    Lebendig vergrabener Serienkiller rächt sich. Der Brutalo-Streifen (2007) von Uwe Boll (inklusive echter Tierquäler-Szenen) musste für die deutsche DVD ganz schön Federn lassen. So geschnitten geht er als gewöhnlicher, hirnloser Slasher durch.

    SF-Zone

    Neue DVD-Abenteuer für "Stargate" und "Highlander", die sechste "Smallville"-Staffel und wieder jede Menge zweit- und drittklassige Horror-Streifen gehören zum Angebot der Kauf-DVDs im Mai. Eine Übersicht über alle Neuerscheinungen aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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