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    StartLiteraturSuperhelden-BücherRezension: "Wonder Woman 12 - Eine Welt ohne Liebe"

    Rezension: “Wonder Woman 12 – Eine Welt ohne Liebe”

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    In unserer Review werfen wir einen Blick hinter die Seiten des 12. “Wonder Woman”-Bandes.

    Inhalt (Klappentext):

    Die Gepardenfrau Cheetah ist die Erzfeindin der Amazonenprinzessin Wonder Woman. Und Lex Luthor, mit neuen Kräften wiederauferstanden, hat ihr im Jahr des Schurken das magische Schwert Götterschlächter gegeben, damit sie ihre Gegnerin endgültig besiegen kann. Doch als Cheetah in Wonder Womans Haus eindringt, trifft sie dort nicht die Amazone an, sondern Aphrodite, die Göttin der Liebe – und schlägt dennoch gnadenlos zu! Erfüllt mit dem brennenden Wunsch nach Rache macht sich Wonder Woman auf die Jagd nach der Mörderin – in einer Welt, die ohne Liebe dem Untergang geweiht ist!

    Wonder Woman 12 (Panini)
    “Wonder Woman 12”

    Kritik

    Der zwölfte “Wonder Woman”-Band bringt ein paar lose Geschichten zu einem Ende und bewegt sich zeichnungstechnisch auf durchaus gutem Niveau. So wirken die Charaktere sehr plastisch, bei den Details und Hintergründen kann man immer genug erkennen und selbst die Gesichtszüge der Charaktere vermögen es, Emotionen zu zeigen. Nichts zu meckern an dieser Front.

    Die Handlung dreht sich vornehmlich um das Ableben von Aphrodite, beinhaltet am Ende aber auch noch eine kleine Kurzgeschichte um Gorilla Grodd und dient auch der Einführung eines neuen Gegners. Da Letzteres ganz nett und kurzweilig ist, liegt das Hauptaugenmerk aber eindeutig auf der “Welt ohne Liebe”, so der Untertitel des Bandes. Zunächst werden hier noch ein paar offene Positionen des Vorgängers auf Themyscira abgearbeitet, bevor die Geschichte in die Vollen geht und mit besagtem Göttermord beginnt.

    Das Cover verrät natürlich schon, dass Cheetah an der Stelle ursächlich ist, auch wenn versierte Leser schon nach wenigen Seiten ahnen, wie sich die Story am Ende auflösen wird. (Kleiner Spoiler: Jap, genauso kommt es dann!). Allerdings ist wie so oft der Weg das Ziel und die Verzweiflung, die sich in der Welt breit macht, ist hier förmlich greifbar. So steht Diana auf verlorenem Posten und muss sich dies auch eingestehen, sodass Cheetah triumphiert. Der Band trumpft folglich auch charakterlich voll auf.

    So muss Diana etwa einen Kleinganoven gehen lassen. Oder die Beziehung zwischen ihr und Steve hängt am seidenen Faden. Das sind alles nette kleine Details, die einfach schön in die Handlung integriert wurden und mehr Tiefe verleihen. Doch auch die Nebenfiguren kommen hier gut weg. Und wer etwa dachte, dass Veronica Cale doch noch zu einer Freundin wird, der dürfte nach dieser Geschichte genauso einen Tiefschlag erfahren haben wie Diana selbst. Und auch der Fanservice darf nicht fehlen, gibt es doch eine Verknüpfung zur aktuellen “Justice League”-Serie.

    Der obligatorische Finalkampf mit Cheetah ist dann nur das I-Tüpfelchen, wobei natürlich auch hier klar ist, wer gewinnen wird. Und warum man am Ende so blöd ist und Cheetah zu den gefallenen Göttern sperrt, erschließt sich mir auch nicht. Da ist Ärger doch vorprogrammiert. (Gut, man wird eventuell nicht wissen, dass die dort sind, aber es ist trotzdem etwas unstimmig). Das sind aber nur kleine Makel in einem ansonsten gelungenem Band.

    Fazit

    Schöne Charakterszenen, auch rund um die Nebencharaktere, sorgen für eine sehr emotionale Geschichte, die lediglich darunter leidet, dass versierte Leser schon ahnen können, wie die Story am Ende aufgelöst wird. Alles in allem ist der Band aber gelungen.

    4 out of 5 stars (4 / 5)

    Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

    Quick-Infos

    Autor: G. Willow Wilson
    Zeichner: Jesus Merino, Steve Orlando, Tom Derenick
    Originaltitel: Wonder Woman 76-81, Annual 3
    Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
    Übersetzer: Ralph Kruhm
    Seitenanzahl: 176
    Preis: 20.- Euro
    ISBN: 978-3741620621
    Verlag: Panini
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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