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    Rezension: “Star Wars: Doktor Aphra 2 – Der Auftrag”

    Wir sehen uns den zweiten Band der neuen Aphra-Reihe an.

    Deutscher TitelDoktor Aphra - Der Auftrag
    OriginaltitelDoctor Aphra 6-10
    Buchautor(en)Alyssa Wong, Robert Gil
    ÜbersetzerJustin Aardvark
    VerlagPanini
    Umfang (Seiten)112
    Preis (antiquarisch)15Euro
    VerfügbarkeitRegulär erhältlich
    Veröffentlichungsjahr2019
    ISBN978-3-7416-2524-4

    Wir sehen uns den zweiten Band der neuen Aphra-Reihe an.

    Inhalt (Klappentext):

    Auf den Kopf der ruchlosen Xenoarchäologin wurde ein Preis ausgesetzt … und das von niemand geringerem als Domina Tagge! Jetzt rennt Doktor Chelli Aphra mal wieder um ihr Leben, aber diesmal sind zwei ihrer Verfolger hinterhältiger und gerissener als sie. Aphra wird gefast und zu Domina Tagge gebracht, doch dann kommt es – wie so oft in ihrem Leben – zu einer überraschenden Wendung. Dieser Band enthält die US-Ausgaben Doctor Aphra #6-10 (2020). versucht, jeden Kopfgeldjäger der Galaxis abzuschütteln. Aber unter ihren Verfolgern ist auch Aphras wütende Ex-Freundin Sana, und die hat ganz persönliche Gründe, ihre Ex zu schnappen! Jetzt muss Aphra gerissener als Domina Tages sein und schneller als Sana Starros, wenn sie überleben will. Doch dann kommt es – wie so oft in Aphras Leben – zu einer überraschenden Wendung.

    Kritik

    Der zweite Band der Doktor Aphra-Reihe setzt die Abenteuer unserer Indiana Jones (bzw. Lara Croft) des Star Wars-Universums fort. Zeichnungstechnisch ist man vielleicht nicht ganz auf dem Niveau der Vorgängerreihe unterwegs – so wirken vor allem die Gesichter manchmal ein Stück weit kantiger – aber es ist immer noch gut genug, um auch in den Hintergründen oder überfüllten Actionszenen alle Details ausmachen zu können. Auch die Gesichtszüge der Charaktere bringen die Emotionen gut herüber, wobei vor allem auffällt, das Aphra hier einen japanischeren Touch hat als noch zuvor. Ein Vorzeichen auf die gerüchteweise geplante Aphra-Serie?

    Die Story setzt dort an, wo der Vorgänger aufhörte und fügt sich nahtlos in die aktuell laufenden Reihen (neben Aphra sind das noch die normale Reihe um die Rebellen, Vader und neuerdings die Kopfgeldjäger) ein. D.h. sie spielt zeitgleich und es gibt ab und an Berührungspunkte. Allerdings nicht so stark, wie im derzeit laufendem Crossover.

    Dieser Band hat daher schon ein paar Monate auf dem Buckel, dennoch wird hier, wie in Teil Eins, die Story um die Tagges fortgeführt. Die hatten in den Legends schon den ein oder anderen interessanten Auftritt und bekommen hier nun in Form von Domina Tagge den nächsten. Die entführt Aphra nämlich und ist etwas sauer. Kein  Wunder, hatte Aphra im ersten Band doch auf ihre unverwechselbare Art Ronen Tagge ausgetrickst, ihren Neffen.

    Als Wiedergutmachung soll Aphra nun einen Pfadantrieb der Nihil stehlen. Damit werden für Fanherzen natürlich Verbindungen zur ebenfalls neuen Reihe „Die Hohe Republik“ geschlagen. Die Nihil konnten nämlich während eines Hyperraumsprunges ihren Kurs ändern.

    Und weil sowas nicht allein geht braucht Chelli Unterstützung in Form ihrer Ex. Nein, nicht Tolvan aus der ersten Reihe sondern Stana Starros, die ebenfalls eine Ex von Han Solo ist (sozusagen). Und was sich dann abspult, ist zwar wieder die Doktor Aphra-Formel, aber sie macht halt immer noch Spaß.

    Doch nicht nur die Frotzeleien zwischen Aphra und Stana sind ein Highlight des Bandes, auch schon zu Beginn, als sich Domina und Chelli gegenübersitzen und jede die andere zu überbieten sucht, kann sich sehen lassen.

    Und natürlich sind auch noch andere hinter dem Antrieb her (was auch sonst?), so das es immer spannend bleibt. Dabei wird geschickt mit dem Vertrauensverhältnis zwischen Stana und Chelli gespielt. Doch nicht nur das, spielt Chelli doch auch hier wieder ihre Improvisationstalente (oder besser: Lügentalente) aus, um aus heiklen Lagen zu kommen. Damit steht sie Han Solo in nichts nach.

    Die Details sollen hier nicht gespoilert werden, denn sie machen ja irgendwie den Charme der Aphra-Comics aus. Und ja, jeder der sie inzwischen kennt, wird wissen, das sie am Ende gewinnt. Aber hier ist wie so oft der Weg das Ziel. Wie bei Hans kleinen Schurkeleien macht es auch hier einfach Spaß, das hin und her zu sehen, wie sich Aphras Plan entfaltet, fehlschlägt, sie umdisponiert, es dann doch klappt und… aber was erzähle ich.

    Wer die bisherigen Bände mochte, kommt auch hier wieder völlig auf ihre Kosten. Oh, ihr wollt wissen, ob sie den Antrieb letztlich ausliefert und Domina… aber nein halt, das solltet ihr besser selber lesen.

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    Das gute Niveau der Aphra-Geschichten kann auch im vorliegenden Band gehalten werden. Mit Witz und Lügerei schlägt sich Aphra durchs Leben und es ist immer noch spaßig, ihr bei den ganzen Verwicklungen zuzusehen und dabei festzustellen, das ihr Herz am rechten Fleck ist. Hoffentlich kann eine etwaige Fernsehserie dieses Feeling ebenso transportieren.

    REVIEW OVERVIEW

    Bewertung
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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    Rezension: "Star Wars: Doktor Aphra 2 - Der Auftrag"Das gute Niveau der Aphra-Geschichten kann auch im vorliegenden Band gehalten werden. Mit Witz und Lügerei schlägt sich Aphra durchs Leben und es ist immer noch spaßig, ihr bei den ganzen Verwicklungen zuzusehen und dabei festzustellen, das ihr Herz am rechten Fleck ist. Hoffentlich kann eine etwaige Fernsehserie dieses Feeling ebenso transportieren.

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