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    FedCon 30 – Teil 2: Die Panels

    Im zweiten Teil unseres FedCon-Rückblicks sehen wir uns die Panels der Stars an.

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    Im zweiten Teil unseres FedCon-Rückblicks sehen wir uns die Panels der Stars an.

    Plauderstunden mit Stars und Experten

    Was haben die Stars so gesagt? Was gab es Interessantes zu berichten? Das lest ihr hier. Ich beschränke mich hierbei auf die wesentlichen Informationen. Wenn Stars also etwa zu ihrer Meinung zu bestimmten Themen gefragt wurden oder einfach nur einen Reisebericht geliefert haben, wie etwa John Barrowman, so wird hier nicht allzu sehr darauf eingegangen.

    Und wer nun sagt “Aber das sind doch nicht alle”: Tja, es ist unmöglich, auf der FedCon alle Panels und Vorträge zu besuchen. Daher musste eine Auswahl getroffen werden. Demzufolge gibt es auch hier nicht alles zu lesen, sondern eben nur die von mir besuchten Panels. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn man kann immer mal was vergessen ;).

    Oliver Kalkofe / Susanne Braun (Tele 5)

    Als Mitsponsor des Events war natürlich Tele 5 mit im Boot, die auch ihre Programmplanerin Susanne sowie Oliver Kalkofe für ein Panel heranholten. Dieses war extrem gut besucht, was sicher auch an SchleFaz lag (“Die schlechtesten Filme aller Zeiten”), das inzwischen ja schon Kultstatus genießt (so dass es in der Tat den Ableger KulFaz mit den “kultigsten Filmen aller Zeiten” auch schon gibt).

    Oliver Kalkofe im Panel

    Bezüglich SchleFaz gibt es natürlich ein paar Qualitätskriterien. So sollte der Film nicht langweilig sein, ein “schlecht” allein reicht also nicht aus, um ihn für SchleFaz zu qualifizieren. Dies ist auch der Grund, warum Filme wie “Sky Sharks” wohl nie bei SchleFaz landen (obwohl Kalkofe dort mitgespielt hat), denn dieser Film ist einfach langweilig.

    Sehr gerne würden sie sogar ein SchleFaz der schlechtesten Star Trek-Folgen machen, immerhin sind Oliver und Peter (Rütten, Co-Moderator von SchleFaz) selber Star Trek-Fans. Allerdings muss bei einem Film oder einer Serie für SchleFaz immer der Lizenzgeber angefragt werden, da sie den Film ja editieren. Und Paramount erlaubt ihnen das bei Star Trek bisher nicht, obwohl sie bei Tele5 alle Serien im Programm haben. Sie werden das Thema aber mitnehmen und vielleicht nochmal einen Vorstoß probieren.

    Stolz sind sie ein klein wenig darauf, in “Sharknado” mitgespielt zu haben. Das war eigentlich eher als kleiner Scherz gedacht, so in der Art “man bräuchte doch ein paar Deutsche bzw. die von SchleFaz sollten da doch drin sein”. Daher war die Überraschung groß, dass es tatsächlich für ein kurzes Cameo in “Sharknado 3” gereicht hat, nachdem man auf Anfrage grünes Licht erhielt. Nicht nur das, durften Oliver und Peter dann auch in Teil 4 und 5 auftreten, was sich dann in Folge fast von allein ergab. In Teil 5 sollten die beiden vor einer Videowand agieren, auf deren Bildschirmen im Hintergrund allerlei Personen zu sehen sein sollten. Und hier haben sie einfach ihre Bekannten angerufen, ob die nicht ebenfalls mitmachen wollen. So sind auf den Bildschirmen im Hintergrund Leute wie Jan Böhmermann zu sehen….

    Es gibt einen ganzen Raum voller Requisiten unterhalb des Studios in Berlin, wo die SchleFaz-Sachen gelagert werden. Ab und an werden da mal ein paar für den guten Zweck versteigert, aber eigentlich ist dass meiste noch da – ein Traum für jeden Nerd.

    Evan Evagora

    Evan Evagora war zum Ersten Mal auf einer Europäischen Con und fand seine Wahl durchaus gut.

    Als junger Schauspieler hat er natürlich noch nicht so viele Rollen angehäuft wie manche Kollegen. Als er angerufen wurde, er solle vorsprechen, wurde ihm gesagt, er würde mit Patrick Stewart spielen, der einen “Captain” spiele. Ein gewisser Verdacht stellte sich ein…

    Eigentlich fand er sich beim Vorsprechen auch zu nervös und dachte schon er hätte es versaut. Als der Anruf seines Agenten kam, er hätte die Rolle, war er zu müde, um zu antworten und ging erstmal schlafen. Am nächsten Morgen wachte er aufgeregt auf und fragte nach, ob er wirklich in Star Trek mitspielen würde, was sein Agent bestätigte.

    Panel von Evan Evagora

    Als er am Set zum ersten Mal Patrick Stewart traf, war er richtig aufgeregt. Aber als er Sir Patrick vorgestellt wurde, nickte ihm dieser nur einfach zu. In Folge hat er durchaus das ein oder andere von ihm gelernt.

    Überrascht war er auch, als er das Skript zu Elnors Tod in der zweiten Staffel erhielt, da er damit nicht gerechnet hatte. Er war etwas beruhigter, als er erfuhr, das er am Ende wieder zurückkehrte und fand auch Holo-Elnor nicht schlecht. Allerdings ist er sich bewusst, dass viele ihn als Space-Legolas sehen. Er wäre aber durchaus offen, auch wirklich in “Herr der Ringe” mitzuspielen.

    Ian Alexander

    Auch Ian Alexander ist noch relativ neu im Business. Da er selbst transgender ist, waren für ihn (und Blu del Barrio) die Auftritte in Star Trek durchaus wichtig. Ähnlich wie John Barrowman verbreitete auch Ian die Botschaft, das man für Transgender zusammenstehen müsse.

    An “Discovery” ist vor allem die Szene im Gedächtnis geblieben, in der er in der dritten Staffel Cello spielt. Dieses war so präpariert worden, das es eigentlich keinen Ton von sich geben sollte, quietschte und ratterte aber ohne Ende. Daraufhin wurde nochmal an dem Cello rumgedoktort und jedwede Tonmöglichkeit entfernt, aber auch das hatte nicht geholfen. Das Ding quietschte immer noch und man ließ es dann so. Allerdings mussten alle an sich halten, nicht laut loszulachen, als Sonequa (Martin-Green / Michael Burnham) hereinkam und ihn mit den Worten begrüßte “Das war wunderschön”.

    Er kann das Cello in echt übrigens nicht spielen, ist aber ein begeisterter Gamer und hat sogar einen Twitch-Kanal. Er war sogar in einer der berühmten Mafia-Spielrunden von Sonequa dabei.

    Jonathan Frakes

    Jonathan Frakes war erneut relativ publikumsnah und hat sich auch ohne Zögern unter die Gäste gemischt. Seine gemeinsame Show mit Brent Spiner war wieder eines der Highlights des Events. Als Gast waren dort auch Nana Visitor und Michelle Hurd.

    Das Panel von Jonathan Frakes

    Als er sich in der zweiten TNG Staffel einen Bart wachsen ließ, und damit in den Writer’s Room kam, war Gene Roddenberry selbst angetan von dem “Gewächs”. Dies endete damit, dass man Joanthans Gesicht mit allerlei Klebeband beklebte und bemalte, um den “perfekten” Bart zurechtzustutzen.

    Ansonsten wird Frakes nicht müde, bei inzwischen fast allen Star Trek Shows Regie zu führen. Die Arbeit unterscheidet sich hier von Show zu Show. Bei Discovery etwa ist man eher auf hektischere Kamerafahrten ausgelegt, um den Stil der Kinofilme von J.J. Abrams einzufangen. “Picard” ist hier etwas bodenständiger und die Drehs sind ruhig und gemäßigt. Bei “Strange New Worlds” wird mit riesigen VR-Bildschrimen gearbeitet. Diese Technik kennt man schon von anderen Serien (etwa “Star Wars”). So wird der Maschinenraum der Enterprise auf so eine Bildschirm-Wand projiziert, was ein ganz anderes Arbeiten als mit Greenscreen ist. Jonathan ist hier durchaus wie viele Kollegen der Ansicht, das dies das Filme-machen auf ein neues Level hebt.

    Er liebte es auch, die Sprachaufnahmen für “Lower Decks” zu machen, da man dort ganz anders arbeitet als Regisseur. Das würde er auch gerne weiter erforschen und er wäre offen für eine komplette Riker/Klon-Boimler-Folge.

    Brent Spiner

    Brent Spiner machte unter anderem Werbung für sein Buch und erzählte aus seiner Jugend in New York.

    Als Taxifahrer hatte er in der Tat mal eine VIP-Persönlichkeit zu Gast, allerdings waren die meisten damals noch Kinder. (Jonathan Frakes war im Vergleich früher mal Möbelschlepper, was ihm sein Rücken heute immer noch “dankt”)

    So schlitterte Spiner in seine ersten Rollen, wobei sein erster Text eher aus “Yes Sir” und “Yes Sir” bestand (der Regisseur wollte unterschiedliche Betonungen). Auch hätte er, um einem seiner ersten Regisseure einen Gefallen zu tun, fast dessen Freundin geheiratet.

    Zu Picard Season 3 kann er natürlich keine Auskunft geben. Neben Anekdoten zum Treffen mit Stephen Hawking klärte er aber auch die Frage, warum alle Soongs gleich aussehen: WEil er sie spielt!

    Die Brent & Johnny Morning Show

    Nana Visitor

    Nana erzählte von ihrer Tanzkarriere, während ihre DS9-Kollegen vor allem von Max Grodenchik als Texter für ihre Ratpack-Band schwärmten.

    Nana hatte sogar gewissen Einfluss auf ihre Rolle als Kira. Sie hatte die Figur als starke Frau angelegt und jede Season Angst, man würde sie feuern. Aber sie zog ihr Ding durch, auch oder gerade deswegen.

    Ursprünglich war sogar angedacht gewesen, sie mit Dukat zusammenzubringen, aber Nana sprach sich vehement dagegen aus. Jeder Cardassianer wäre okay gewesen, aber nicht Dukat, das war ein No-Go.

    Marc Alaimo (Dukat) kannte sie jahrelang nur unter seinem Make-Up und sprach ihn auf einer Party an mit “Wer sind sie eigentlich?”, als sie ihn das erstemal ohne sah. Sie hätte auch gerne mehr Folgen von “Unser Mann Bashir” gedreht, aber die Rechteinhaber der Bond-Reihe haben da einen Riegel vorgeschoben.

    Simon Pegg

    Simon ist selbst ein Nerd und hat eine Comicbuchsammlung zuhause. Allerdings hat er diese, seit er Vater geworden ist, eher links liegen gelassen.

    Davon abgesehen ist die Schauspielerei aber sein favorisierter Beruf, da kommen Audioaufnahmen oder Drehbuchschreiben, wie bei “Beyond”, nicht dagegen an, auch wenn man sich beim Schreiben durchaus etwas austoben kann.

    Seine Rolle als Scotty wurde tatsächlich etwas von James Doohan beeinflusst, den er Anfang der 2000er sogar mal getroffen hat. Mit dessen Sohn redet er sogar heute noch. Er würde sich aber eher nicht als Technikguy beschreiben, auch wenn er Props liebt. Aber die Frage, wie etwas funktioniert, war ihm nie so wichtig wie die Tatsache, dass etwas funktioniert.

    Simon war auch voll des Lobes für Tom Cruise, der wirklich ein geerdeter Star geblieben ist. Tom macht alle seine Stunts selbst, allerdings erst nach sorgfältiger Vorbereitung und Training. Erst wenn hier alles klappt, geht es ans Filmen der Szene.

    Bei der berühmten Szene im letzten “Mission Impossible”-Film, bei dem er sich den Fuß brach, hatte Tom in der letzten Sekunde noch etwas geändert am Sprung, was dann zu dem Unfall führte. Er war aber so verantwortungsbewusst und hatte den Fehler eingesehen.

    Über einen möglichen neuen “Star Trek 4” (Arbeitstitel) ist ihm aber bislang nichts weiter bekannt.

    Christopher Eccleston

    Es ist nun auch schon bald wieder 20 Jahre her, dass Christopher die Rolle des 9. Doctors übernommen hat. Da er nach einer Season wieder aufhörte, war der Druck auf ihn nicht so groß wie später etwa auf David Tennant oder die nachfolgenden Doktoren.

    Panel von Christopher Eccleston

    Da er Russel T. Davies gut kennt, war er etwas erstaunt, dass dieser, als er Anfang der 2000er von der BBC gefragt wurde, was er als Nächstes würde machen wollen, “Doctor Who” wählte.

    Sein Ärger auf die Produzenten ist allerdings immer noch groß und er ist weiterhin der Meinung, dass man ihn (oder allgemein Schauspieler) nicht so behandeln sollte, wie es am Set von “Doctor Who” passiert ist. Er hatte damals schon ca. 20 Jahre Schauspielerfahrung hinter sich und kam dann zu der Serie dazu, gibt aber zu, das er damals vielleicht etwas zu hart reagiert hat und im Rückblick einige Sachen anders gemacht hätte. Auch er ist durch seine Kinder etwas ruhiger geworden.

    Voll des Lobes war er allerdings für Russell T. Davies und Peter Moffat, die ihm gute Dialogzeilen gegeben haben. Trotzdem wird er nicht zurückkehren und die Rolle des 9. Doctors niemals wieder spielen (außer sie zahlen ihm eine Million oder mehr).

    Dafür liebt er aber die Big Finish-Audioproduktionen und würde die gerne weiter fortführen. Deren Schreiber sind teilweise besser als die der Serie und Russell wird sich vielleicht ihrer bedienen, wo er nun wieder als Showrunner an Bord ist. Sie haben schon einige Abenteuer aufgenommen, die noch nicht veröffentlicht worden sind, darunter eines mit David Warner für das 60-Jährige Jubiläum 2023.

    John Barrowman

    John Barrowman lieferte wieder eine große Show ab und scheute sich auch nicht davor zurück, mit seinem Ehemann gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Durch seinen etwas derben Humor erfuhr man diverse peinliche Reisegeschichten und bekam auch sonstige Einblicke in sein Leben.

    Das John Barrowman-Panel..oder die JB-Show?

    Zu Doctor Who würde er jederzeit zurückkehren, wenn man ihn fragt. Bisher ist ihm aber nichts weiter dazu bekannt.

    Wichtig war ihm auch, für die LGBTQ+-Community einzutreten, so gab er auch gute Tipps an alle Transgender. Zum einen sollte man nicht gleich an Selbstmord denken, sondern sich mit Leuten umgeben, die einen unterstützen. Immerhin ist es das eigene Leben, das gelebt werden will, nicht das von anderen.

    Eine richtige und wichtige Botschaft, die wir an dieser Stelle deswegen auch gern nochmal aufgreifen und weitergeben. Also wenn euch derartige Gedanken durch den Kopf gehen, meldet euch bitte bei der Hotline, bevor ihr etwas Unüberlegtes tut!

    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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