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    StartLiteraturRezension: "Twilight Imperium - Zerfallenes Imperium"

    Rezension: “Twilight Imperium – Zerfallenes Imperium”

    Das zweite Buch zum Brettspiel bei uns im Review.

    Deutscher TitelZerfallenes Imperium
    OriginaltitelThe Necropolis Empire
    Buchautor(en)Tim Pratt
    VerlagCross Cult
    Umfang388
    Preis15 Euro
    VerfügbarkeitRegulär erhältlich
    Veröffentlichungsjahr2021
    ISBN978-3-96658-862-1

    Das zweite Buch zum Brettspiel bei uns im Review.

    Inhalt (Klappentext)

    Das Geheimnis zur Herrschaft über die Galaxie ist auf einem weit entfernten Planeten versteckt, und interplanetare Mächte würden alles tun, um es zu entschlüsseln. Der zweite Band, nach Zerbrochene Leere, der epischen Space Opera im Universum des beliebten Brettspiels Twilight Imperium. Bianca Xing hat ihr Leben auf einem Provinzplaneten damit verbracht, davon zu träumen, die Sterne zu bereisen. Als ihr Planet vom Baronat von Letnev annektiert wird, kommt Bianca in Gefangenschaft und erfährt, dass sie etwas Besonderes ist – die geheime Tochter eines brillanten Wissenschaftlers, versteckt auf einem abgelegenen Planeten zu ihrer eigenen Sicherheit. Aber die Wahrheit über Bianca ist noch seltsamer. Ihr genetischer Code birgt Geheimnisse, die das Potenzial haben, die Galaxie zu verändern. Angetrieben von einer unfassbaren Sehnsucht und begleitet vom furchteinflößenden Letnev-Captain Dampierre muss Bianca ihrem Schicksal bis ans Ende folgen, selbst wenn es sie an Orte führt, die am besten vergessen bleiben.

    Kritik

    Bereits der erste Roman zu Twilight Imperium war richtig, richtig gut – und auch der zweite steht dem glücklicherweise in Nichts nach. Die Geschichte stammt dabei wieder aus der Feder von Tim Pratt, der auch den Vorgänger verfasst hat. Demzufolge gibt es auch ein Wiedersehen mit Severyne, die man auch aus eben diesem kennt. Wobei die Gute im Verlauf der Geschichte diesmal ein paar Sympathiepunkte verspielt und sich weiterhin als engstirnig erweist. Doch der Reihe nach.

    Die Handlung selbst dreht sich um das Mädchen Bianca, die auf einem Hinterwäldlerplaneten lebt und sich zu den Sternen hingezogen fühlt. Da kommt die Enthüllung, sie wäre eine Prinzessin, ihr gerade recht und eine Odyssee beginnt…

    An dieser Stelle mehr zur Handlung zu verraten wäre ja schon fast ein Verbrechen, denn die sollte jeder für sich selbst erleben. Heldin Bianca (oder Bee) ist dabei so sympathisch, das man schon nach wenigen Seiten mit ihr mitfiebert und ihre Motivation verstehen kann. Dieses Niveau kann bis zum Ende gehalten werden, auch wenn vielleicht einige der Entwicklungen vorhersehbar sind. Aber mit der Charakterentwicklung entfaltet sich auch die Story auf eine bestimmte Weise mit und man ist eben auch hautnah drin.

    Etwas störend wirkt da eher die Crew um Heuvelt, die ebenfalls nebenher eingeführt wird. Schnell wird klar, das die beiden Helden irgendwann aufeinander treffen werden, allerdings bekommt besagte Crew eher weniger Kapitel als Bee selbst spendiert. Und leider ist Bees Story halt nunmal interessanter und Heuvelt wird zu klein aufgebaut, als das dies wirklich mitreißend wäre. So wird man zu Beginn halt leider oftmals etwas störend aus der Story herausgerissen, zumal die Charakterisierungen besagter Crew eben auch bis zum Ende hinter der von Bee zurückstehen muss und eine Einführung beim ersten Treffen womöglich ausgereicht hätte. Auf der anderen Seite weiß man so aber beim Zusammentreffen auch gleich, wie der Hase läuft.

    Ebenfalls interessant sind die kleinen Auseinandersetzungen zwischen Sev und Bee. Hier kann man einzig anmerken, das Sev wohl aus dem ersten Band nur wenig gelernt hat, aber Leser,die diesen nicht kennen, werden sich daran sowieso weniger stören. Auch die Jagd nach dem mysteriösen Ziel von Bees Sehnsucht erweist sich als spannend und mysteriös genug geschrieben, um am Ball bleiben zu wollen. Dabei gibt es sogar nur wenig Action oder große Interaktion. Der Roman schafft es, allein von der “Entdeckungsreise” her interessant genug zu bleiben, was durchaus auch dem gut ausgearbeiteten Universum von Twilight Imperium zuzuschreiben ist.

    Meckern kann man höchstens auch noch am Schluß, denn auch hier geht es stellenweise etwas schnell, wenn auch nicht so schnell wie sonst vielleicht üblich. Ein kleiner Blick etwa auf Sevs weiteren Werdegang, wäre hier aber durchaus interessant gewesen. Allerdings muss man hier zugestehen, dass das Ende nicht abrupt kommt sondern durchaus als akzeptabel durchgeht. Mal sehen, ob auch in einem etwaigen Nachfolger nochmals die bekannten Charaktere auftauchen.

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    Nicht nur von den Charakteren, auch vom Worldbuilding her zieht Tim Pratt wieder alle Register und lässt auch den zweiten Band von Twilight Imperium herausragend werden. Bei diesen Voraussetzungen kann man für den dritten eigentlich schon fast das Gleiche erwarten.

    REVIEW OVERVIEW

    Bewertung
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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    Rezension: "Twilight Imperium - Zerfallenes Imperium"Nicht nur von den Charakteren, auch vom Worldbuilding her zieht Tim Pratt wieder alle Register und lässt auch den zweiten Band von Twilight Imperium herausragend werden. Bei diesen Voraussetzungen kann man für den dritten eigentlich schon fast das Gleiche erwarten.

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