StartLiteraturRezension: "Diablo - Aus den Archiven der Horadrim"

Rezension: “Diablo – Aus den Archiven der Horadrim”

Hier werden uns Geschichten der Diablo-Welt präsentiert.

Deutscher TitelDiablo - Aus den Archiven der Horadrim
OriginaltitelDiablo - Horadrim Archives
Buchautor(en)Elana Cohen
ÜbersetzerTobias Toneguzzo
VerlagPanini
Umfang (Seiten)196
Preis30
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2022
ISBN978-3-8332-4268-7

Hier werden uns Geschichten der Diablo-Welt präsentiert.

Inhalt (Klappentext)

Die besten Horror-Autoren der Welt stoßen die Pforten zum Horadrim-Archiv auf, um den Diablo®-Fans einen Blick auf die Schrecken zu gewähren, die unter der Welt Sanktuario lauern! Während der Ewige Konflikt mit unverminderter Härte tobt, nagen Angst und Aberglaube an den Herzen der Menschen von Sanktuario. Einst kam dem Orden der Horadrim die Aufgabe zu, Geschichten, Überlieferungen und Berichte über die düsteren Abgründe dieser unheiligen Welt zu sammeln, in der Hoffnung, mit diesem Wissen die Seelen der Unschuldigen zu retten. Jetzt wurden die Türen zu ihrem Archiv geöffnet. Das Diablo®-Entwicklerteam und die führenden Köpfe des Horrors präsentieren voller Stolz Aus den Archiven der Horadrim, eine Sammlung unheimlicher Erzählungen, die die dunkelsten Winkel von Sanktuario und die Schrecken ausloten, die hier ihr Unwesen treiben.

Kritik

Eine Horrorkurzgeschichtensammlung im Diablo-Universum – das wird mit den “Archiven der Horadrim” geboten. Der Band erscheint dabei im edlen Hardcoverformat und beinhaltet auch einige (schwarzweisse) Zeichnungen in den jeweiligen Geschichten, die ebenfalls durchweg nett anzusehen sind. Was das Äußere angeht, lässt man sich also nicht lumpen, auch wenn natürlich bei einer derartigen Aufmachung der Preis immer etwas höher ist. Und natürlich war Sanktuario noch die “strahlendste” Welt verglichen mit anderen Universen.

Rezension: "Diablo - Aus den Archiven der Horadrim" 1

Acht Kurzgeschichten gibt es, die hier erzählt werden und wir werden uns nun nicht alle einzeln im Detail anschauen. Was allen gemein ist, ist die Tatsache, das die Charaktere in allen Stories gut funktionieren. Hier ist man als Leser schnell beim jeweiligen Protagonisten und kann auch deren Handlungsweisen gut nachvollziehen. Kurzgeschichten-typisch hat man hier vielleicht nicht so viel Tiefgang, aber das ist an dieser Stelle nicht negativ anzukreiden.

Was die Geschichten selber angeht, so hat man hier ein buntes Sammelsurium, sei es Dämonengeschichten, Vampire oder sonstige Monster, die hier auftauchen. Natürlich ist nicht alles immer so wie es scheint und manche Geschichten haben auch die ein oder andere überraschende Wendung zu bieten. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Geschichten, bei denen der gestandene Leser schon weiß, wie sie ausgehen. Beispiele sind hier etwa die Vampirstory, bei der man als Leser sofort weiß, was Sache ist, während die Arme Gräfin noch rätselt. Oder auch die Geschichte mit den zwei Brüdern, auch hier weiß man schnell, dass das auftauchende Monster halt die gewandelte Form desselben ist.

Doch auch diese Geschichten sind im Großen und Ganzen noch unterhaltsam. Ein paar Highlights gibt es auch, etwa über Wasserzombies, die sich Dorfbewohner holen oder eine Geschichte über den Gefangenen Baal aus Diablo II. Letztere werden nur eingefleischte Fans verstehen, die dieses Spiel gespielt haben. Vor allem das man eingebaut hat, das Baal den “Secret Cow Level” (Diablo Fans wissen, was gemeint ist) betritt ist natürlich ein Schmankerl für die Fans.

Insgesamt betrachtet ist der Mix also durchweg gelungen. Was auffällt ist, das die meisten Geschichten eher aus der Anfangszeit der Diablo-Welt stammen. Als Einstimmung auf Diablo IV taucht sogar Lilith in der allerersten Story auf. Aber das soll hier nur angemerkt werden und tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.

Must Read

Einige Stories mögen vorhersehbar sein und ein paar Klischees bedienen, unterhaltsam sind aber alle und bieten darüber hinaus auch gut geschriebene Charaktere. Da kann man durchaus reinschauen.

REVIEW OVERVIEW

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Einige Stories mögen vorhersehbar sein und ein paar Klischees bedienen, unterhaltsam sind aber alle und bieten darüber hinaus auch gut geschriebene Charaktere. Da kann man durchaus reinschauen.Rezension: "Diablo - Aus den Archiven der Horadrim"
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