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StartLiteraturRezension: "Secrets so Deep"

Rezension: “Secrets so Deep”

Deutscher TitelSecrets so Deep
OriginaltitelSecrets so Deep
Buchautor(en)Ginny Myers Sain
ÜbersetzerHelga Parmiter
VerlagPanini
Umfang (Seiten)427
Preis18
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2022
ISBN ‎ 978-3833243349

Ein Geheimnis in der Tiefe des Meeres?

Inhalt (Klappentext)

Vor zwölf Jahren ertrank Avrils Mutter an der felsigen Küste von Connecticut bei Whisper Cove. Angeblich war es ein Unfall, doch Avril hat eine andere Theorie. Es gibt Gerüchte, wonach die sogenannten Frauen in den Wellen ihre Mutter ins Meer gelockt haben könnten. Dabei soll es sich um die Geister aus alten Walfängergeschichten handeln. Ein altes Sprichwort aus Whisper Cove lautet: „Das Meer bekommt, was das Meer will.“ Avril glaubt zwar nicht an Geister, aber sie ist davon überzeugt, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, wie Orte und Menschen von etwas heimgesucht werden können. Sie verbrachte die letzten zwölf Jahre damit, die seltsamen Erinnerungen an jene Nacht, in der sie ihre Mutter verlor, zu ordnen: Sterne, die ins Meer fallen. Ein blendendes Licht. Ein fester Griff um ihr Handgelenk. Das seltsame Gefühl des Fliegens. Jetzt kehrt die mittlerweile Siebzehnjährige zum ersten Mal nach Whisper Cove zurück, um das Geheimnis um den Tod ihre Mutter zu lüften. Die Wahrheit, nach der Avril sucht, ist bereit, entdeckt zu werden. Aber sie fordert einen schrecklichen Preis.

Kritik

Nach dem Erstling „Dark and Shallow Lies“ liegt nun der zweite Roman von Ginny Myers Sain vor. Hier geht es um die junge April (Avril) die für einen Sommer nach Hause kommt, um nicht nur an einem Theaterpraktikum teilzunehmen, sondern auch die Wahrheit über ihre Mutter zu erfahren. Die ist nämlich 12 Jahre vorher zusammen mit April „ins Meer gegangen“ und nur sie hat überlebt. Was ist damals also wirklich passiert?

Rezension: "Secrets so Deep" 1

Wie bereits das Erstlingswerk so präsentiert auch dieser Roman Teenager aus der Ich-Perspektive, hier eben Hauptcharakter April. Sie ist es, die die ganze Geschichte tragen muss und mit der man mitfiebern muss. Die Geschichte steht und fällt also mit ihrer Charakterisierung und gerade da gibt es dann doch ein paar Schwachstellen.

So werden natürlich erst einmal die üblichen Klischees bedient. April darf sich verlieben, es gibt eine Art Seelenverbindung mit einem der anderen Anwesenden Teenagern und auch sonst werden viele Unsicherheiten thematisiert. Das ist stellenweise leider etwas Klischeebehaftet und kennt man so oder so ähnlich schon.

Hinzu kommen, wie in „Dark…“ ein paar mystisch angehauchte Elemente, in diesem Fall Meeresgeister. Wie bereits im Vorgänger – und nein, den muss man NICHT kennen, beide Bände stehen einzeln für sich – so sind auch hier diese mystischen Elemente eigentlich überflüssig. Ja, sie addieren ein wenig Suspense in die Handlung und dienen stellenweise als Erklärbär, die Geschichte hätte aber auch ohne diese Elemente funktioniert.

Bezeichnend, denn das Gleiche sagte ich bereits bei „Dark…“. Scheinbar hat die Autorin Gefallen an solchen Szenarien gefunden. Aber ich will mich hier nicht an Vergleichen probieren, denn wie erwähnt, dieses Buch steht für sich allein und soll daher unabhängig bewertet werden.

Sieht man von diesen Mankos ab, entfaltet sich eine klassische Thrillergeschichte, die schnell in ein „Wer war’s?“-Szenario umschlägt. Denn schnell steht fest, das Aprils Mutter ermordet wurde. Und ja, am liebsten würde ich jetzt sagen, ich habe es kurz nach Beginn bereits geahnt, wer es ist, aber die Wahrheit ist am Ende dann doch komplizierter.

Zudem schafft die Autorin es, derart viele falsche Fährten zu legen, das auch ich meinen Favoriten dann schnell wieder ad acta legte. Nur um am Ende festzustellen… aber das soll hier nicht gespoilert werden. Zumindest an dieser Front kann die Story also halten, was sie verspricht und zumindest bekommen die meisten Nebencharaktere auch noch im Ansatz etwas Tiefe spendiert, so das man in der Tat mitraten kann.  Hier wäre meines Erachtens aber eine andere Perspektive als die Ich-Erzählweise besser gewesen, so hätte man noch mehr aus den anderen Charakteren herausholen können. Aber sei es drum.

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Man muss sich bewusst sein, das die Geschichte eine klassische „Wir suchen den Mörder im Theater“-Story ist. Das kennt man vielleicht so ähnlich schon zur Genüge und in der Tat werden hier ein paar Klischees bedient, dafür punktet die Handlung aber mit geschickt eingefädelten falschen Fährten. Etwas Mystery gibt’s dann noch obendrauf, hätte man aber auch getrost weglassen können.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Man muss sich bewusst sein, das die Geschichte eine klassische „Wir suchen den Mörder im Theater“-Story ist. Das kennt man vielleicht so ähnlich schon zur Genüge und in der Tat werden hier ein paar Klischees bedient, dafür punktet die Handlung aber mit geschickt eingefädelten falschen Fährten. Etwas Mystery gibt’s dann noch obendrauf, hätte man aber auch getrost weglassen können.Rezension: "Secrets so Deep"
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