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Rezension: “Assassin’s Creed – Die goldene Stadt”

Deutscher TitelAssassin's Creed - Die goldene Stadt
OriginaltitelAssassin's Creed - The Golden City
Buchautor(en)Jaleigh Johnson
ÜbersetzerHelga Parmiter
VerlagCross Cult
Umfang (Seiten)324
Preis16
Preis (antiquarisch)978-3986664183
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2022

Ein weiterer Roman im Zeitrahmen des letzten Spiels “Valhalla”, aber wie immer mit anderen Helden. Wir werfen einen Blick rein.

Inhalt (Klappentext)

Das Leben eines jungen Kronprinzen steht auf dem Spiel, und nur die Bruderschaft der Assassinen kann ihn retten … Konstantinopel, 867: Ein schändliches Komplott ist im Gange. Unterstützt vom Orden der Ältesten will der Kaiser seinen Sohn ermorden lassen und die Stadt ins Chaos stürzen. Um das zu verhindern, haben die Verborgenen den Assassinen-Akolythen Hytham ausgesandt: Gemeinsam mit seinem Mentor Basim Ibn Ishaq soll er den Palast infiltrieren und den Plan des Kaisers vereiteln. Doch ist das nicht sein einziger Auftrag … Hythams Bruderschaft hat ihn damit betraut, zweierlei herauszufinden: Wem gilt Basims Treue wirklich? Und was überwiegt: die Besessenheit des Meisterassassinen oder sein Pflichtbewusstsein? Hytham wird äußerst vorsichtig vorgehen müssen, denn Konstantinopel ist eine Stadt voller düsterer Winkel, in denen sich mannigfache Gefahren verbergen …

Kritik

„Die goldene Stadt“ bildet die Vorgeschichte zu „Valhalla“. Na gut, genau genommen bildet es einen Mittelteil. Das Buch spielt im Jahr 867, während das neue Spiel „Mirage“ 861 spielt, während Valhalla selbst 875-878 angesiedelt ist. Aber keine Sorge, es gibt zu beiden Spielen keine großen Spoiler und man kann das Buch auch einfach so genießen.

Rezension: "Assassin's Creed - Die goldene Stadt" 1

Die Handlung ist wieder einmal wie eine klassische Detektivgeschichte aufgebaut, und das erwies sich ja schon immer als gute Methode für schöne Charakterszenen. So sollen Basim (der Held von „Mirage“) und Hytham den Kaisersohn von Konstantinopel gegen den Orden der Ältesten beschützen. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass es eigentlich auch sein Vater ist, der den Jungen tot sehen will.

Soweit so spannend die Ausgangslage und ja, das Szenario wird in der Tat interessant aufgebaut. Nicht nur, dass sich Hytham und der Junge anfreunden und eine Beziehung zueinander aufbauen, auch bis hin zu den Nebencharakteren wird hier gute Arbeit geleistet (beispielsweise Wachmann Justin). Die bekommen stellenweise echt Tiefe, und es ist am Ende vieles nicht so, wie es auf den ersten Blick wirkt, was den guten Eindruck des Bandes unterstreicht.

Auch die politischen Intrigen zwischen dem Kaiser und seiner Frau (und natürlich Sohn Leo) bauen ein gewisses Mysterium auf. So ist die Enthüllung des wahren Drahtziehers jetzt zwar kein Geniestreich, es ist aber erneut nicht ganz offensichtlich und wurde, wenn auch wenig, so immerhin in kleinen Nebencharakterschritten angekündigt.

Gerade aber auf den letzten Metern geht dem Band dann aber „der Saft“ aus – oder besser: die Spannung. Denn nach der Enthüllung des Big Bad nutzt man Leo einfach als Köder, um die Obermotze auszuschalten. Das hätte man schon die ganze Zeit machen können (wenn auch vielleicht nicht mit dem Wissen, das man zu dieser Zeit hat). Zudem soll Leo dann plötzlich entführt werden, während man zuvor nur über seine Leiche gehen wollte. Und als es am Ende knapp wird für die Bösen, schwenken sie wieder zum Töten-Plan um. Eine Erklärung für den Wandel gibt es nicht und das ist ziemlich eindeutig nur dazu da, damit Leo entführt und die Helden zur Rettung eilen können. Schade.

Auch werden ein paar wichtige Sachen am Ende unter den Tisch gekehrt. So wollten die Bösen eigentlich einen Plausch mit Basim halten, weswegen sie ja Hytham nicht gleich töten. Was die nun wollten, fällt am Ende aber komplett unter den Tisch. Okay, das wird vielleicht in den Spielen erklärt, hinterlässt für diesen Roman aber trotzdem einen schalen Eindruck.

Davon abgesehen wird der Bösewicht in wenigen Sätzen abgemurkst. Dass man Kampfszenen eher kurz und knackig beschreibt, da sie mitunter schwer zu schreiben sind, ist kein Geheimnis, es ist aber ob des hier aufgebauten Handlungsstrangs eine weitere Enttäuschung. Hinzu kommt, dass am Ende alles mit einem Fingerschnippen aufgelöst wird.

Der Big Bad ist tot, da hat der Kaiser dann auch kein Interesse mehr, seinen Sohn umzubringen. Ja, es wird versucht, das mit der gesteigerten Beliebtheit des Sprösslings zu erklären, ist aber leider nur ein weiteres Kartenhaus, das hier bedeutungslos zusammenfällt. Und auch das ist wieder sehr schade.

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Ein guter Start und auch bis hin zu den Nebencharakteren gut eingeflochtene Szenen täuschen leider nicht darüber hinweg, dass das Ende leider so gar nicht funktioniert und vieles wieder kaputt macht. Mit etwas mehr Feinschliff hätte es hier durchaus was werden können, so bleibt (immerhin gutes) Mittelmaß zurück.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Ein guter Start und auch bis hin zu den Nebencharakteren gut eingeflochtene Szenen täuschen leider nicht darüber hinweg, dass das Ende leider so gar nicht funktioniert und vieles wieder kaputt macht. Mit etwas mehr Feinschliff hätte es hier durchaus was werden können, so bleibt (immerhin gutes) Mittelmaß zurück.Rezension: "Assassin's Creed - Die goldene Stadt"
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