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Rezension: “Predator – Das Reservat”

Deutscher TitelPredator - Das Reservat
OriginaltitelPredator - The Preserve
Buchautor(en)Ed Brisson
ÜbersetzerAlexander Rösch
VerlagPanini
Umfang (Seiten)132
Preis16
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3741638213

Der zweite Band der neuen Predator-Reihe.

Inhalt (Klappentext)

Auf einem Planeten, weit weg von der Erde, wachen plötzlich acht Menschen auf. Sie kennen einander nicht und haben keine Ahnung, wo sie sind oder wie sie in diese fremde Welt gekommen sind. Instinktiv versuchen sie zu verstehen, was sie verbindet und warum sie sich in dieser prekären Lage befinden. Doch bevor sie die Puzzleteile zusammenfügen und rekonstruieren können, was passiert ist, beginnt ein schreckliches, tödliches Spiel: Eine rücksichtslose Jagd hat soeben auf diesem Planeten begonnen, und zusätzlich zu monströsen Kreaturen, die in der Vegetation lauern, müssen sich die Überlebenden mit einer Gruppe von Predators auseinandersetzen! Die Yautja stehen jedoch nicht an der Spitze der Nahrungskette. Sie werden von jemandem gejagt, der der gesamten Rasse außerirdischer Krieger Rache geschworen hat: Theta ist zurückgekehrt und hat endlich die Jagdgründe ihrer erbittertsten Feinde gefunden. Wer wird sich in dieser Pattsituation durchsetzen? Wetten werden angenommen!

Kritik

Der zweite Predator-Band der aktuellen Comicreihe setzt die begonnene Story um Theta fort. Zeichnungstechnisch kann man sich nicht beschweren. Die Charaktere kommen gut und detailliert rüber und auch die Actionsequenzen können sich sehen lassen. Bedingt durch das Setting im Dschungel ist es zum Glück hell und farbenfroh – so dass eben die blutigen Szenen auch gut zur Geltung kommen. Von denen gibt es einige, die teils ganze Seiten einnehmen, wodurch auf diesen logischerweise die Handlung etwas zu kurz kommt. Spaß macht das alles aber trotzdem.

Wir springen handlungstechnisch ein paar Jahre in die Zukunft und die Geschichte erinnert frappierend an “Predators” von 2010. Ein paar Menschen – über verschiedene Zeiten hinweg – werden entführt und zum Kämpfen auf einem Planeten ausgesetzt. Das einzige interessante an der Konstellation ist, das die Menschen diesmal eben aus unterschiedlichen Perioden stammen, aber ansonsten ist das alles recht ähnlich zum Film. Man muss sich zusammenraufen und es kommen Kreaturen, die ebenso mitjagen.

Dass das etwas langweilig ist, haben auch die Autoren gemerkt, denn mit Theta nimmt der Band dann eine überraschende Wendung. Denn dann beginnt wieder die umgedrehte Jagd auf die Predatoren (hier mit Predators übersetzt). Okay, auch das ist jetzt vielleicht nicht neu, ebensowenig, dass sich auch die Predatoren bekämpfen (wobei es hier keine Unterscheidung zwischen den Predator-Rassen gibt). Der wirkliche Clou kommt dann aber, als sich die Menschen wieder einmal als ihr größter Feind herausstellen.

Denn, sicher auch bedingt durch die unterschiedlichen Zeiten, aus denen die Personen stammen, flammen Rivalitäten auf. Fürs Protokoll: Die Rekordhalterin im Hyperschlaf ist nicht mehr Ripley mit ihren 56 Jahren, sondern allen mit 80. Aber okay, das ganze spielt ja (noch) losgelöst vom Alien-Kosmos und das hier ist Yautja-Technologie.

Was folgt ist eine weitere Hatz durch das Schiff, bei dem sogar versucht wird, allen Charakteren etwas Tiefe zu verleihen. Das funktioniert zumeist so weit, dass man bei einem entsprechenden Ableben wirklich etwas empfindet, wenn auch nicht bei jedem. Und ja, die Putsch-Geschichte kann jetzt nicht wirklich mit ausgeklügelten Politthrillern oder Verschwörungstheorien mithalten und verläuft in ausgetretenen Bahnen, launig ist das aber allemal. Natürlich kann ein Predator-Band nicht mit sich kloppenden Menschen enden, deswegen hat es auch noch einer der Jäger an Bord geschafft. Da ist Dreifach-Metzeln garantiert.

Etwas verschenktes Potential gibt es allerdings auch, denn gerade bei den Charakteren, die man kennenlernt, hätte man sich durchaus gewünscht, dass es klappt mit dem Anschluss an Theta. Leider endet der Band aber diesbezüglich so, wie er begonnen hat. Auf der einen Seite ist das gut, denn wie erwähnt leiden wir mit den Verstorbenen mit, auf der anderen ist es aber auch wieder schade, da man daraus eine noch intensivere umgedrehtere Jagd hätte zaubern können. Aber vielleicht haut uns ja diesbezüglich der dritte Band, so er denn wieder Theta thematisiert, von den Socken.

Must Read

Storytechnisch vielleicht kein Überflieger, dafür punkten die Charaktere und irgendwie macht das Schnetzlfest dann doch Spaß. Es gab schon Schlechteres.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Storytechnisch vielleicht kein Überflieger, dafür punkten die Charaktere und irgendwie macht das Schnetzlfest dann doch Spaß. Es gab schon Schlechteres.Rezension: "Predator - Das Reservat"
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