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Rezension: “Planet der Affen – Niedergang der Menschheit”

Deutscher TitelPlanet der Affen - Niedergang der Menschheit
OriginaltitelPlanet of the Apes 1-5
Buchautor(en)David F. Walker
ÜbersetzerAlexander Rösch
VerlagPanini
Umfang (Seiten)131
Preis16
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2024
ISBN978-3741638220

Eine Geschichte aus dem neuen Planet der Affen-Universum wird uns hier präsentiert. Wir werfen einen Blick rein.

Inhalt (Klappentext)

Es sind Jahre vergangen, seit sich das ALZ-113-Virus, der Auslöser für die als „Affengrippe“ bekannte Krankheit, erstmals ausbreitete und die Erde verwüstete. In diesem apokalyptischen Klima gedeihen die Affen und die Menschheit bricht zusammen. Während Forscher versuchen, ein Heilmittel zu finden, hat eine Gruppe Fanatiker ihre eigene Lösung: alle Affen ausrotten! Die Friedensstifterin Juliana Tobon ist eine der wenigen, die bereit ist, sich dem entgegenzustellen. Doch die Krise verschärft sich und bald werden die Affen begreifen, wozu menschliche Grausamkeit wirklich fähig ist. Werden Menschen und Affen jemals wieder in der Lage sein, zusammenzuleben, oder wird die Hoffnung auf Frieden in eine Sackgasse voller Blut und Tod führen?

Kritik

Der vorliegende Planet der Affen-Comic spielt in der neuen Trilogie (bzw. inzwischen ja wohl Quadrologie), genau genommen zwischen dem ersten und zweiten Film. Zeichnungstechnisch ist man hier, was vor allem auch bei den Gesichtern der Charaktere sichtbar ist, etwas kantiger unterwegs und hat nicht den hohen Detailgrad vergleichbarer Superheldencomics. Schlecht ist das allerdings auch nicht und geht zu einem guten Teil in Ordnung, auch weil sich vieles eben bei Tage abspielt.

Bei der Story stützt man sich allerdings auf ein paar Klischees. In der Ausgangslage In-Universe ist der Virus gerade ausgebrochen und wird 90% der Menschheit auslöschen. Ein paar Menschen versuchen, die Affen zu retten, auch weil sie der Schlüssel zum Heilmittel sein könnten. Auf der anderen Seite formt sich aber eine Terrorgruppe namens Exercitus Viri, die alle Affen (und ihnen nahestehenden Menschen) eliminieren will. Die schafft es sogar, die Regierung zu stürzen. Und das wird genutzt, um zu erklären, warum die Affen kämpfen gelernt haben.

Und so wandelt der Comic dann eben auf bekannten Pfaden und bietet nur wenige Höhepunkte. Ja, da gibt es eine Schlacht auf dem Meer, mit der Terrorgruppe und unserer Soldatin Tobon, welche quasi die Hauptfigur darstellt, ansonsten werden in vielen Zwischeneinschüben aber eher andere Seiten der Welt gezeigt. Tobon ist dabei eine derjenigen, die den Affen helfen will und es ist schön, dass hier gezeigt wird, dass nicht alle Menschen grausam sind.

Denn das schwingt ein wenig als Gesellschaftskritik in dieser Geschichte mit: Die Affen werden verteufelt, obwohl es eigentlich die Menschen sind, die Schuld an der Misere sind. Allen, die darauf hinweisen, glaubt man nicht oder macht sie mundtot. Dabei wird in weiteren Szenen auch gezeigt, wie die Affen langsam zu Kämpfern werden, Sprechen lernen und die Entwicklung, wie man sie aus den Affenfilmen kennt, ihre Bahn nimmt. Selbst bekanntere Charaktere wie Caesar tauchen nicht auf.

Alles ganz okay, jetzt aber auch nicht überragend. Vor allem, da man Tobon, deren Namen man eh viel zu spät erfährt, zu wenig Tiefe verleiht. Außer, dass sie die Affen beschützt, erfährt man nämlich recht wenig über sie. Warum handelt sie, wie sie es tut, außer, weil es natürlich das richtige ist? Da hätte ich mir dann doch ein paar mehr Einblicke gewünscht.

So plätschert die Geschichte etwas vor sich hin, zeigt unsere Heldin, wie sie die Affen in eine Forschungseinrichtung überstellt und sich dabei gegen Viri verteidigt, während in anderen Szenen der weitere Verfall der Welt gezeigt wird. Am Ende kann man mit den Affen dann zwar der Terrorgruppe einen Schlag versetzen, und das war’s.


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Die Story ist zwar ganz okay, auch wenn sie auf vorhersehbaren Bahnen verläuft, bietet aber jetzt auch keine besonderen Höhepunkte und auch die Charaktere bleiben etwas flach. Da wäre mehr drin gewesen.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Die Story ist zwar ganz okay, auch wenn sie auf vorhersehbaren Bahnen verläuft, bietet aber jetzt auch keine besonderen Höhepunkte und auch die Charaktere bleiben etwas flach. Da wäre mehr drin gewesen.Rezension: "Planet der Affen - Niedergang der Menschheit"
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