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StartLiterature ZoneReview: "Warhammer 40 000 - Makropole 2"

Review: “Warhammer 40 000 – Makropole 2”

Verfügbarkeit:
Regulär erhältlich

Band 2 über die Hive-Stadt.

Inhalt (Klappentext)

Als eine neue Gouverneurin, die noch dazu eine Außenseiterin ist, eingesetzt wird, steht die Makropole Sacramentus zwischen Ordnung und Anarchie. Ein Raunen von Rebellion hallt von den Höhen des Gürtels bis in die Tiefen des Neg. Rivalisierende Gangs ergreifen Gelegenheiten und Gebiete, und verbotene Kulte werden immer mutiger. Doch in der Finsternis der Makropole wartet unerkannt eine weit größere Gefahr. Möge dein Licht reichlich sein, Pilger. Wenn der Imperator beschützt, dann schaffen wir es vielleicht lebend hier heraus.

Kritik

Der zweite Band der Makropole geht nahtlos dort weiter, wo Teil 1 aufgehört hat. Und schnell wird für den Leser klar, was die Helden nur vermuten: es ist tatsächlich eine Tyranideninvasion im Gange. Das ist dann auch der Aspekt, der sogleich eine Menge Spannung aus dem Buch nimmt. Okay, wenn man sich in der Welt vielleicht nicht so auskennt, dann ist die Geschichte an der Stelle noch überraschend, aber wer ein bisschen Ahnung hat, der weiß halt schnell, wie der Hase läuft. Auch anhand des englischen Titels konnte man darauf kommen, wie der Autor im Nachwort schreibt. Denn Hive beschreibt sowohl eine Makropole als auch die Tyraniden. So gesehen ist die Geschichte also ein waschechter Tyraniden-Roman, ohne sich direkt als solcher zu outen.

Review: "Warhammer 40 000 - Makropole 2" 1

Trotzdem dauert es noch ganze 200 Seiten, bis den Protagonisten das wahre Ausmaß der feindlichen Invasion klar wird – das sind knapp 55% des Romans. Dabei hat die Geschichte eigentlich auch so viele Aspekte, die zu gefallen wissen. Die politischen Intrigen, die hier dargestellt werden etwa, sind ganz interessant und hätten vermutlich locker einen Großteil der Story tragen können. Leider werden sie hier fast schon etwas zu schnell abgehandelt. Hinzu kommen die Verwicklungen um Ostrika, die Ermittlungen von Scuti und Moler und auch sonst ein paar schöne kleine Charakterszenen der einzelnen Protagonisten.

Zwar hat man auch hier den Nachteil, das wieder viele unterschiedliche Schauplätze und Personen gewählt worden sind, da man sie aber zum einen aus dem Vorgänger kennt (es hilft definitiv, beide Bände hintereinander zu lesen!), ist es diesmal nicht ganz so schlimm wie zuvor bzw. kann man sich schneller auf die neuen Szenarien einstellen. Auch ohne den direkten Vorgänger im Blick zu haben, scheint der Wechsel sich hier etwas flüssiger zu gestalten. Im Grunde also genug Potential, um die Geschichte auch so zu erzählen.

Natürlich ist es in gewisser Weise aber auch das Konzept, denn die Bevölkerung wird ja auf vielen imperialen Welten im Unklaren gelassen. So erleben wir hier eben, wie eben diese Bevölkerung zum ersten Mal auf die Tyraniden trifft und mit diesen umgehen muss. Und auch das ist in gewisser Weise faszinierend. Am Ende erweist sich aber alle Liebesmüh als vergeblich, was man halt leider auch irgendwie kommen sieht. Das obligatorische Schlachtfest (bzw. Gemetzel), das am Ende eines jeden Warhammer-Romans steht, darf auch hier nicht fehlen. Positiv ist hier, dass es nicht ganz so ausufernd ist, wie in anderen Geschichten, auch wenn die Eingeweide natürlich weiter fliegen. Hier jedoch fühlt es sich etwas organischer integriert an.

Und natürlich können wir über den Roman nicht reden, ohne auch das Ende zu betrachten, weswegen die Spoilerwarnung hier explizit nochmal erfolgt. Denn die Makropole wird via Selbstzerstörung zerstört und macht alles platt, niemand entkommt. Sicher auch passend, in gewisser Weise enttäuschend und im Gesamtkontext wenig effektiv, da es den Schwarm nur marginal aufhalten dürfte (Was den Helden aber bewusst ist). Aber ja, es muss nicht immer ein Happy End sein, wobei es das bei W40K ja eh eher selten ist.


Bewertung

Die Geschichte bietet einige interessante Figurenkonstellationen, leidet aber darunter, dass man als Leser zu schnell weiß, wie der Hase läuft, während die Helden lange im Dunkeln tappen. Immerhin kommt das trostlose der fernen Zukunft gut zur Geltung und das rettet (einigermaßen) das Gesamtwerk. Dan Abnett schreibt ja schon seit fast 30 Jahren für Warhammer und beweist auch hier wieder ein gutes Gespür für die Welt inklusive eigener Gossensprache.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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Die Geschichte bietet einige interessante Figurenkonstellationen, leidet aber darunter, dass man als Leser zu schnell weiß, wie der Hase läuft, während die Helden lange im Dunkeln tappen. Immerhin kommt das trostlose der fernen Zukunft gut zur Geltung und das rettet (einigermaßen) das Gesamtwerk. Dan Abnett schreibt ja schon seit fast 30 Jahren für Warhammer und beweist auch hier wieder ein gutes Gespür für die Welt inklusive eigener Gossensprache.Review: "Warhammer 40 000 - Makropole 2"
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