Das Staffelende rückt mit Folge 8 schnell näher. Tom klärt in der Spoilerreview zur Vulkanier-Folge, was so drinsteckt.
Transformation aus dem Off
Machen wir es kurz: Der Grund, warum die Führungsoffiziere in Vulkanier transformiert werden, ist schon etwas an den Haaren herbeigezogen, auch wenn er aus einer vergangenen Folge kommt. Will man ernsthaft verkaufen, dass es keine 5 Vulkanier an Bord gibt? Na gut, Spock war ja angeblich der erste, trotzdem ist das etwas konstruiert. Hinzu kommt, dass die Enterprise das einzige Schiff in Reichweite ist. Schenken wir uns an der Stelle einen Kommentar.
Hinzu kommt die Rücktransformation. Man vereint die Leute wieder mit ihren Katras… und die physischen Änderungen geben sich auch von selber oder was?
Auch der Einsatz auf dem Planeten dient nur der Herbeiführung der Situation und läuft im Off. Keine verdeckte Mission oder eine weitergehende Auseinandersetzung mit der Ersten Direktive, obwohl man immerhin sagen muss, die Ansätze sind vorhanden.
Kann man darüber aber hinwegsehen, entfaltet sich ein Gagfeuerwerk der Superlative, das durchaus Spaß macht.
Dabei kommen auch die Charaktere nicht zu kurz, wobei man da sicher geteilter Meinung sein kann. Doch sehen wir uns das der Reihe nach an.
Humorige Entwicklungen
Neben dem veränderten Aussehen der Crew, wobei vor allem Anson Mount und seine Steilfigur hervorragen, haben die Charaktere auch die Manierismen der Vulkanier. Also eigentlich darf so nie einer zu einem Gorn werden, da man dann ja aggressiv wäre.
Hier in der Folge gibt es aber keine Action, sondern man konzentriert sich ganz auf die Änderungen , welche die veränderte Crew vornehmen will. Im Gegenzug planen die normal gebliebenen eine Meuterei.
Dabei darf auch Pelia vorne mitmischen, wobei ihre ständigen Anspielungen auf die 90er nicht hätten sein müssen. Klar, das funktioniert für uns als Zuschauer als Gag, ist aber für Pelia auch schon 300 Jahre her. Ähnlich ist der Holzhammer bei La’ an und Pike, wenn sie feststellen, dass La’an eine Romulanerin wird. Das kann man sich als Zuschauer (und als Fan sowieso) schon denken, aber die Szene ist wohl für die 0815-Seher gedacht, die nebenher im Handy daddeln.
Neben Pike ist auch Batel wieder mit von der Partie und neben der Effizienzoptimierung kocht Pike hier auf bzw. gerät fast mit Batel aneinander, weil er ihr den Job versaut. Wobei man als Zuschauer schon ahnen kann, dass es positiv für sie ausgehen wird, wie es dann ja auch kommt. So witzig das stellenweise auch sein mag, der Strang ist dann eher der Schwächste.
Auch der mit Uhura und Beto hapert etwas. Zwar ist es schön, dass die Beziehung der beiden auf die nächste Ebene gehievt wird, daran durfte nach letzter Woche ja Zweifel bestehen, so richtig mitreissend ist das aber nicht. Da sind die anderen Charakterkonstellationen besser. Immerhin, es ist schön kurzweilig und auch irgendwie passend. Und immerhin schafft die Folge es, nahezu allen Charakteren eine erinnerungswürdige Szene zu verpassen.
Chapel macht mit Korby Schluss (der eigentlich schon längst hätte verschwunden sein müssen), um sich am Ende wieder zu versöhnen. Dabei wird mit Ploomeksuppe eine Verbindung zu TOS gezogen. Auch das ist, inklusive Arbeitseinsatz, ganz nett.
Beziehungen und Meuterei
Dann ist da noch Kirk zu Besuch, wodurch die Folge fast schon zu überladen wirkt. Dennoch ist das Zusammenspiel mit Scotty ein Highlight und man sieht, wohin es bei TOS letztlich gehen wird. Auch diese Konstellation gefällt, auch wenn man auch hier die Falle für La’ an am Ende ahnen kann. Aber davon darf es gern mehr geben.
Überhaupt kriegen wir den Bogen bei La’an zu Spock. Gleich zu Beginn unterhält sie sich mit Una, die ja schon immer die Mentorenrolle innehatte, über Beziehungen. Eigentlich dachte ich ja, nach den letzten Folgen, sie und Spock wären schon miteinander in der Kiste gewesen, hier klingt es wieder anders.
Natürlich kann man sich hier denken, wie es ausgeht, denn um La’an zurückzubringen braucht es ihn. Trotzdem gehen La’an und Spock immer und auch wenn sie hier weiter zusammenwachsen kann man sich an ihnen nicht sattsehen.
Doch auch Unas Fassade erhält hier Risse, denn Patton Oswalt darf als ihr Ex Doug auftreten. Natürlich mit Erklärung ist auch das ein Seitenhieb auf King of Queens. Auch so gefällt die Rolle vor allem am Tischgespräch, auch weil Oswalt es schafft, den Vulkanier ganz gut rüberzubringen.
Schaltet übrigens nach den Credits nicht aus, denn es folgt eine Midcreditsszene, die recht lang ist und zwischen den beiden durchaus für einigen Spass sorgt. Kann man zwischendrin durchaus mal machen.
Danke für die Rezension zu der Comedy-Folge.
Eigentlich hätte ich die Episode bereits ausmachen sollen, als Pike die Lirpa schwang und es hieß, man müsse ein Atomkraftwerk reparieren. Spätestens aber als La’an mit Schlitzkleid oder -hosenanzug in der Tanz-Kampf-Szene auftreten musste. Ich gehöre wohl einfach nicht zum Zielpublikum.
Aber mit ausgeschaltetem Kopf kann man sich sogar unterhalten lassen. Oder sich sogar an den kleinen Alltagserlebnissen von Vulkaniern unter überwiegend Menschen erfreuen- sofern man sie nicht schon kennt.
Also mein Humor ist sowas nicht wirklich…und das nach den Credits fand ich auch sehr unlogisch. Unlogisch wie der ganze Grund der Transformation. Ganz plötzlich muss dieses Kraftwerk gewartet werden…das ein vulkanisches Schiff nicht schon längst auf dem Weg wäre?…abgesehen davon wir erfahren später das sich min 2 Vulkanier auf dem Urlaubsplaneten aufhalten…Das keiner der 4 große Ingenieurskenntnisse hat ist eh unwichtig…