Die Vorgeschichte zum neuen Spiel, hier in Manga-Form und bei Tom in der Spoiler-Review.
Inhalt (Klappentext)
Der Kampf zwischen dem Templerorden und den Assassinen hat das feudale Japan erreicht. Begleitet Fujibayashi Masayasu auf seinem beschwerlichen Weg zum Ninja. Legendäre Ninja wie Momochi Sandayuu und Hattori Hanzou sowie die geheimnisvolle Tsuyu stehen ihm zur Seite.
Kritik
Natürlich darf sie nicht fehlen, die Vorgeschichte zum neuen Assassin’s Creed-Spiel “Shadows” und hier kommt sie in Manga-Form daher. Wie es typisch ist, sind die Zeichnungen daher in schwarz-weiß gehalten und man liest von hinten nach vorne. Die Qualität der Zeichnungen sind dabei durchweg in Ordnung, denn auch wenn sich eine gewisse Schlichtheit bei Schwarz und Weiß-Strichen nicht abstreiten lässt, werden sowohl die Gefühlsregungen der Charaktere gut in den Gesichtern transportiert und auch der Detailgrad bei Kämpfen ist gut genug, um alles zu erkennen. Okay, es kämpfen hier nur vier Leute und keine Massenschlachten, aber ihr wisst, was ich meine.
Die Story handelt von Masayasu, der sein Dorf gegen einen Überfall verteidigt und dabei von Sandayuu entdeckt wird. Diesem schließt er sich an und wird zum Ninja ausgebildet, zusammen mit den Assassinen. Also, die Assassinen schließen sich dem Training an, weil sie mit Sendayuu verbündet sind und die Templer vertreiben wollen. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte die Geschichte auch ohne die Assassinen funktioniert, aber natürlich dürfen die Hauptelemente der Spielereihe nicht fehlen. Das mag man jetzt vielleicht als etwas gekünstelt wahrnehmen, andererseits hat Assassin’s Creed ja schon immer mit der Freiheit gespielt, historische Ereignisse in den Kontext des Krieges zwischen Templer und Assassinen zu setzen. Insofern passt es auch hier.
Was gut funktioniert ist zudem das Zusammenspiel der Charaktere, denn Masayasu lernt schnell mit Hattori Hanzou zusammenzuarbeiten, später ergänzt um die Assassine Tsuyu. Und ja, es ist DER Hattori Hanzou (“Es ist wirklich ein Hattori Hanzou-Schwert” – Kill Bill anyone?). Wie bei einer klassischen Geschichte üblich, baut man hier ein Dreieck (vielleicht bald Liebesdreieck?) auf, und weil es natürlich nicht ganz ohne Action geht, dürfen alsbald Templeragenten angreifen. Während Hattori (und natürlich Meister Sandayuu) ausgebuffte Kämpfer sind, hat sich Masayasu noch nie als Kämpfer ausgezeichnet sondern eher als jemand, der auf List und Tücke setzt. Dieser Kontrast wird in der Geschichte ganz gut ausgearbeitet, während Tsuyu eher so das Allroundtalent in der Mitte ist.
Auch hier wird der Kontrast der drei gut ausgearbeitet, wer allerdings derartige Figurenkonstellationen kennt, der wird schon ahnen, dass die Freundschaft der drei irgendwann zerbrechen wird (und nein, ich habe Shadows noch nicht gespielt, daher weiß ich nicht, ob das Thema dort aufgegriffen wird). Das ist dann wohl auch das große Manko der Geschichte: Zwar wird der Konflikt der Figuren (und auch die Brutalität im damaligen Japan) gut ausgearbeitet, im Grunde verfolgt man hier aber einen ganzen Band lang nur das Training der Helden, ein richtiges Highlight fehlt irgendwie – und nein, besagten Endkampf kann man hier nicht zählen.
Daher mündet der Band dann auch in ein offenes Ende und einen Teil 2, der fast schon obligatorisch irgendwann kommen wird. Immerhin, als nettes kleines Easter Egg gibt es auch eine Erklärung zu den Todessprüngen, die ja inzwischen ein bekanntes Meme geworden sind. So ist es eine Eigenschaft der Assassinen und ein Normalo kann das gar nicht. Das ist jetzt nicht neu (und wurde in den letzten Jahren auch schon an anderen Stellen erklärt), aber für Fans schön, das man hier dran gedacht hat (und Neulingen so auch etwas mehr Kontext mit auf den Weg gibt).





