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Martin Weinrich (wc)25.02.12

"The Rings Of Time"

Greg Cox

Inhalt

Die Enterprise wird zu der Minenkolonie Klondike VI beordert. Diese befindet sich auf einem Asteroiden in einem Ring um einen Saturn-ähnlichen Planeten. Dieser Ring kollabiert, die Kolonie droht vom Saturn zerstört zu werden. Die Enterprise hat nicht die Kapazitäten, um die Kolonie auf eine andere Umlaufbahn zu ziehen oder alle Kolonisten zu retten. Eine Tragödie bahnt sich an, als die Crew eine merkwürdige Sonde entdeckt. Kirk erforscht die Sonde und wird von einem Strahl getroffen. Danach befindet sich Colonel Shaun Christopher in seinem Kopf, der Kommandant der ersten Saturn-Mission 2020. Die Lage um Klondike VI ist hoffnungslos.

2020 erlebt man, wie die erste Saturn-Mission sich unter einigen Widrigkeiten auf den Weg macht. So schmuggelt sich eine Bloggerin an Bord und es bricht unterwegs ein Feuer aus. Und natürlich entdecken die Astronauten im Orbit des Saturn ebenfalls eine Sonde. Colonol Shaun Christopher kommt mit ihr in Berührung und in seinem Körper befindet sich danach: James Tiberius Kirk.

Kritik

Eine Sonde taucht während der ersten Staurn-Mission im Jahr 2020 und bei einer Rettungsaktion der Enterprise auf und vertauscht die Charaktere Kirk und Christopher miteinander.
Den Roman muss man allein deswegen loben, weil es zum ersten Mal seit langem wieder ein "Star Trek"-Roman ohne feindliche Handlungen ist. Obwohl das Cover sehr kriegerisch wirkt, werden in diesem Buch lediglich Asteroiden abgeschossen. Es ist lobenswert, dass auch die Romane der Serie sich ab und zu an der Serie orientieren und nicht immer nur nicht-menschliche Feinde auftauchen lassen.

Das Szenario reißt einen leider nicht ganz mit. Auf der Minenkolonie stehen zwar einige Leben auf dem Spiel, doch man hat schon Schlimmeres erlebt. Das klingt hart, doch da man die Kolonie nicht kennt, kann man auch wenig Sympathien aufbauen.

Im ersten Teil der Handlung ist die Saturn-Mission daher der interessanteste Part. Cox baut hier viele Dinge der Gegenwart ein. Es wimmelt von Bloggern, YouTube-Videos, E-Mails und Pads. Das wirkt relativ überzeugend, auch wenn das Datum der Saturn-Mission (2020) heute unerreichbar scheint. Der unrealistischste Teil ist, dass sich eine Bloggerin an Bord des Schiffes einschmuggeln kann. Das wirkt gänzlich unglaubwürdig und man ärgert sich die ganze Zeit darüber, dass eine Nichtastronautin mit auf zum Saturn fliegt. Zumal die Spannungen, die dadurch in der Crew entstehen, auf Dauer etwas nerven.

Der Geschichte tut man jedoch unrecht damit, wenn man sich über die eingeschleuste Journalistin ärgert. Denn zum Schluss entpuppt sie sich als die größte Überraschung des Romans und enthüllt, dass es sich bei dem ganzen Zeitszenario in erster Linie um ein Spiel einer gelangweilten Rasse handelt. Ja, man fragt sich sogar, ob sich das als Zoe Querez und Qat Zaldana ausgebende Wesen nicht gar eine Q ist. Diese Auflösung ist überraschend, wirkt zum Schluss jedoch etwas konstruiert. Es ist dem Autor hoch anzurechnen, dass er Kirk und Shaun die Lösung für ihre Probleme selbst finden lässt und die Zoe/Qat-Überraschung nur eine Art "Gimmick" des Romans ist.

In "The Rings Of Time" taucht eine radikale Umweltbewegung auf. Das scheint in letzter Zeit häufig der Fall zu sein, schließlich gab es bereits in "Inception" eine gewaltbereite Umweltbewegung, die die Raumfahrt am liebsten stoppen würde. Die Umweltterroristen im 21. Jahrhundert sind jedoch noch einen Tick verrückter: Sie glauben, dass die Erde nur durch die Vernichtung der Menschheit gerettet werden könnte. Sie entführen die Tochter eines der Saturn-Wissenschaftler und erpressen ihn somit, die Mission zu sabotieren, was natürlich für weitere Widrigkeiten auf der Mission führt.

Schön ist, dass die Charaktere in dem Roman zwar typenhaft bleiben, aber darin wenigstens authentisch wirken. Auch der Saturn-Crew werden schnell Eigenschaften angeschrieben, unter denen man sich lebendige Menschen mit ganz besonderen Talenten vorstellen kann. Das sorgt für eine zusätzlich angenehme Atmosphäre. Außerdem wird die Saturn-Mission dadurch etwas spannender, da man auch ein wenig um die Mitglieder der Mission fiebert.

Fazit: "The Rings Of Time" ist ein nett zu lesender Roman, in dem zunächst vieles unglaubwürdig anmutet. Eine Bloggerin eingeschleust auf einem Raumschiff im Jahr 2020? Fanatische Ökoterroristen? Sonden, die Menschen durch Zeit und Raum senden? Auf zwei dieser Fragen gibt es zum Schluss immerhin eine Antwort, was den Roman gut macht. Außerdem ist positiv zu vermerken, dass "The Rings Of Time" endlich wieder einmal ein reines Weltraumabenteuer ohne Weltraumschlachten bietet. Eine bessere Wertung wird dadurch verhindert, dass die Situation um die Minenkolonie zwar dramatisch ist, aber nicht wirklich fesselnd und dass die Saturn-Mission nur schleppend in Fahrt kommt.

"The Rings Of Time" ist unter anderem bei Amazon.de als Taschenbuch und als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "The Rings Of Time"

Buchreihe Classic

Autor Greg Cox

Preis 6,00

Umfang 378 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 978-1-4516-5547-6

(wc - 09.04.12)


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