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Martin Weinrich (wc)13.06.14

"Seasons of Light and Darkness"

Michael A. Martin

Inhalt

Kurz vor den Ereignissen des zweiten "Star Trek"-Films plant Doktor McCoy eine kleine Geburtstagsfeier für Admiral Kirk. Doch der Versuch geht schief, es gelingt dem Doktor nicht, Kirk in Feierlaune zu bringen. Besorgt über die ersten Anzeichen einer tiefen Depression betrinkt sich McCoy zunächst, bevor er sich an Spock wendet. Als der Vulkanier seiner Diagnose nicht sofort zustimmt, beginnt McCoy eine illustrierende Episode aus seinem eigenen Leben zu erzählen.

Ein großer Teil seiner eigenen Bitterkeit rührt nämlich aus einer seiner ersten Missionen als Sternenflottenmitglied. Frisch geschieden, aber bereits wieder in einer neuen Beziehung, versuchte er der Situation auf der Erde zu entfliehen. Also schloss er sich einer Mission eines renommierten Doktors an. Das Ziel war es, mit den Cappelanern ein Handelsabkommen über ihre enormen Ressourcenvorräte abzuschließen. Aufgrund der Obersten Direktive hat die Föderation jedoch nur eine Ware im Angebot: moderne Medizin. Und ausgerechnet die wird von den Cappelanern abgelehnt ...

Kritik

Doktor McCoy erzählt von seiner ersten Sternenflottenmission, in der er vor eine unmögliche Entscheidung gestellt wurde.
Doktor McCoys Seelenleben wurde bereits mehrfach analysiert. Das führte sowohl zu Sternstunden als auch zu Tiefpunkten der "Star Trek"-Romangeschichte. "Seasons of Light and Darkness" ordnet sich im unteren Mittelfeld ein. Das liegt vor allem daran, dass die Geschichte dem Charakter des Doktors nichts Neues abgewinnen mag. McCoy wird hier in erster Linie vor ein Dilemma gestellt, das seine weitere Karriere beeinflussen wird.

Um seinen Problemen zu entfliehen, schließt sich der junge McCoy einer viermonatigen Mission nach Capella an. Der Planet bietet enorme Ressourcen, doch die Bewohner haben die Warp-Technologie noch nicht entwickelt. Da die Föderation jedoch dringend Rohstoffe braucht, entsendet sie trotzdem ein Team, um über ein Handelsabkommen zu verhandeln. Das einzige Angebot, das sie angesichts der (bereits gebrochenen) Obersten Direktive machen kann, ist die moderne Medizin. Diese wird von den Capellanern jedoch abgelehnt. Krankheiten sind für sie ein Weg der Götter, die Schwachen aus der Gesellschaft auszusieben.

Da der Platz der kurzen Geschichte nicht ausreicht, um einen gesellschaftlichen Wandel zu beschreiben, ist früh klar, in welchem Dilemma McCoy sich befinden wird. Bei der Wahl zwischen den Interessen der Sternenflotte und seinem hippokratischen Eid wird er sich für erstere entscheiden müssen. Das ist nicht nur durch den Storyaufbau klar, sondern auch, weil die Erzählung ja ein warnendes Beispiel für Spock sein soll. Spannung kommt dadurch nicht auf.

Die Geschichte ist nicht wirklich überzeugend. Sicher, die Wahl ist hart für McCoy. Doch laut der Obersten Direktive hätte er gar nicht auf dem Planeten sein dürfen. Tatsächlich erscheint der Doktor hier weitestgehend ignorant gegenüber anderen Kulturen. Obwohl man am Ende seine kritische Haltung gegenüber der Sternenflotte besser verstehen kann, erscheint er weder besonders sympathisch noch sensibel.

Martin gelingt es weder mit dem Haupthandlungsstrang noch mit der Schilderung der Capellaner, Spannung aufzubauen. Einzig eine Auseinandersetzung auf dem Hochzeitsfest eines Anführers vermag es ein wenig, die raue Art dieses Volkes zu porträtieren. Ansonsten war jede Reflexion Admiral Akaars über sein Volk eindringlicher als Martins Schilderung in dieser Geschichte. Immerhin: Die routinierte Art des Autors sorgt dafür, dass die Erzählung flüssig lesbar ist.

Fazit: "Seasons of Light und Darkness" vermag es nicht, Doktor McCoy eine überzeugende neue Facette abzugewinnen. Einzig seine Bitterkeit gegenüber der Sternenflotte und seine stete Wiederholung des "einfachen Landarztes" werden etwas verständlicher. Die Geschichte selbst erzeugt dabei kaum Spannung, lediglich die routinierte Erzählweise des Autors sorgen für eine zumindest kurzweilige Lektüre.

"Seasons of Light and Darkness" ist unter anderem bei Amazon.de als E-Book erhältlich.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "Seasons of Light and Darkness"

Buchreihe Classic

Autor Michael A. Martin

Preis 2,68 Euro

Umfang 97 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN B00DPM7UQ2

(wc - 15.06.14)


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