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StartLiteraturRezension: "Daevabad 3 - Das Imperium aus Gold"

Rezension: “Daevabad 3 – Das Imperium aus Gold”

Deutscher TitelDaevabad 3 - Das Imperium aus Gold
OriginaltitelDaevabad 3 - The Empire of Gold
Buchautor(en)S.A. Chakraborty
ÜbersetzerKerstin Fricke
VerlagPanini
Umfang (Seiten)783
Preis19
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2020
ISBN978-3-8332-4273-1

Der dritte Band der Daevabad-Trilogie.

Inhalt (Klappentext)

DAEVABAD IST GEFALLEN! Nachdem die Stadt durch eine brutale Eroberung ihrer Magie beraubt wurde, müssen die Anführerin der Nahid, Banu Manizheh, und ihr wiederauferstandener Heeresführer Dara versuchen, ihr zerrüttetes Bündnis zu kitten und ein zerstrittenes, kriegerisches Volk zu einen. Doch der Blutzoll des Angriffs auf die Stadt und der Verlust seiner geliebten Nahri haben die schlimmsten Geister aus Daras dunkler Vergangenheit entfesselt. Um sie auszulöschen, muss er sich unangenehmen Wahrheiten stellen und sich der Gnade derer ausliefern, die er einst als Feinde betrachtete. Nahri und Ali, die nur knapp mit dem Leben davongekommen sind und nun im Reich der Menschen Unterschlupf gefunden haben, müssen ebenfalls schwierige Entscheidungen treffen. Während Nahri in ihrem geliebten Kairo versucht, Frieden zu finden, wird sie von dem Wissen verfolgt, dass ihre treuesten Freunde und das Volk, das sie als Retterin betrachtet hat, einem neuen Tyrannen ausgeliefert sind. Auch Ali muss sich im wahrsten Sinne des Wortes seinen inneren Dämonen stellen, denn seine Verbindung zu den Mariden geht tiefer als gedacht.

Kritik

Der dritte Band von Daevabad bringt, wenig überraschend, die Story um Nahri zu einem Abschluss. Wenn wir uns an das Ende des letzten Bandes erinnern, dann wissen wir, das Daevabad in einem blutigen Massaker gefallen ist. Nahri und Ali sind entkommen, haben aber die Magie mitgenommen. Und während des ganzen zweiten Bandes hatte man sich vor Spannung beim Umblättern verzehrt. Denn während Ali seine Rebellion plante, und auch Dara seinen Angriff, hatte man irgendwann einfach gehofft, die beiden würden sich zusammentun. Am Ende stand dann ein fieses Cliffhanger-Ende und wie es bei guten Geschichten so ist, manches will man sich aufheben, Vorfreude und so. Deswegen hat es auch etwas gedauert, bis ich mich an diesen Band ‘gewagt’ habe.

Rezension: "Daevabad 3 - Das Imperium aus Gold" 1

Eines vorneweg: enttäuscht wurde ich nicht. Dennoch ist der dritte Band von Daevabad der schwächste in der Trilogie. Das liegt zum einen daran, das Ali und Nahri zunächst gestrandet sind. Nach einem Abstecher in der Menschenwelt landen sie in Ta Ntry und müssen erstmal eine Armee aufbauen, immerhin kann man nicht allein einfach so zurückschlagen. Vor allem am Anfang wird sich hier also sehr viel Zeit für die Charaktere genommen.

Das ist nicht schlecht und funktioniert auch, vor allem, weil man halt auch die Beweggründe immer gut nachvollziehen kann. Die beiden haben viel durchgemacht und nähern sich nun langsam an. Später kämpfen sie bei Hofe um Verbündete und ja, auch hier gibt es politische Intrigen. Die sind aber weit von denen aus den ersten Bänden entfernt. Das Ganze kommt nicht ganz ohne Opfer daher und es gibt durchaus noch die ein oder andere überraschende Wendung, daher soll hier auch nicht zuviel gespoilert werden. Die Sogwirkung, unbedingt weiterlesen und auf die nächste Seite blättern zu wollen, stellt sich in diesem Band aber erst gegen Ende beim großen Finale ein.

Auf der anderen Seite haben wir unsere Eroberin Manizeh, die sich wie der nächste neue Tyrann aufführt. Dass das nicht lange gut gehen kann und sich vor allem auch Dara schließlich gegen sie wendet, kann man als Leser an einer Hand abzählen. Ebenso wie hier das Klischee bedient wird, das Manizeh Dara wieder versklavt. Das war halt dann doch auf beiden Seiten zu vorhersehbar.

Dafür gibt es aber auch wieder gut ausgearbeitete Nebencharaktere, die sich schnell ins Herz des Lesers arbeiten. Hinzu kommt noch ein sehr explosives Finale, das sich sicher auch auf der Leinwand gut machen würde. Und zumindest hier auch noch einige Überraschungen zu bieten hat. Mit 800 Seiten ist die Geschichte auch wieder ordentlich, wobei das Finale in der Gesamtübersicht dann doch eher schnell abgehandelt wird.

Zu Ende ist die Story aber noch nicht, denn es wird noch einen vierten Band geben. Der wird aber wohl, wie es meistens so ist, wenn erfolgreiche Trilogien fortgeführt werden, nur aus Kurzgeschichten bestehen, die wohl die Vorgeschichte erzählen. Dennoch darf man sicherlich auch hier gespannt sein.

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Der Band wird zu einem Großteil aus Charakterszenen getragen, die allerdings etwas vorhersehbar sind, weswegen sich die Sogwirkung der ersten beiden Teile nicht einstellt. Aber versteht mich nicht falsch: Die Daveabad-Trilogie spielt ganz oben in der ersten Fantasy-Liga mit und braucht sich hinter Konkurrenten wie etwa Powder Mage nicht verstecken. Daher kann nur eine Leseempfehlung ausgesprochen werden.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Der Band wird zu einem Großteil aus Charakterszenen getragen, die allerdings etwas vorhersehbar sind, weswegen sich die Sogwirkung der ersten beiden Teile nicht einstellt. Aber versteht mich nicht falsch: Die Daveabad-Trilogie spielt ganz oben in der ersten Fantasy-Liga mit und braucht sich hinter Konkurrenten wie etwa Powder Mage nicht verstecken. Daher kann nur eine Leseempfehlung ausgesprochen werden.Rezension: "Daevabad 3 - Das Imperium aus Gold"
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