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StartLiteraturRezension: "The Witcher - Das kleinere Übel"

Rezension: “The Witcher – Das kleinere Übel”

Deutscher TitelThe Witcher - Das kleinere Übel
OriginaltitelThe Witcher - The lesser Evil
Buchautor(en)Jacek Rembis
ÜbersetzerJoachim Körber
VerlagPanini
Umfang (Seiten)56
Preis13
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3741633386

Eine der ersten Kurzgeschichten des Witchers liegt nun auch in Comicform vor. Wir schauen unter die Haube…

Inhalt (Klappentext)

Eine Königin sieht in einem Spiegel die Zukunft – und erfährt so von ihrem Tod durch die Hand ihrer angeblich verfluchten Stieftochter Renfri. Darum greift der Zauberer Stregobor in das Schicksal von Renfri ein, die daraufhin sogar eine Weile bei sieben Gnomen im Wald haust. Jahre später kommt Renfri mit einer Bande Mörder nun in die Stadt Blaviken, um den Magier zu töten. Und nur der Monsterjäger Geralt von Riva, selbst ein verrufener Mutant, steht zwischen Renfri und ihre Rache …

Kritik

“Das kleinere Übel” ist eine der ersten Witcher-Stories überhaupt und wurde bereits in der ersten Staffel der Netflix-Serie sehr eindrucksvoll verarbeitet. Wie bei den Witcher-Comics üblich sind die Zeichnungen hier nicht ganz auf Superhelden-Niveau, sondern wirken eher etwas weniger detailliert und kantiger. Das sorgt für eine etwas schlichtere Atmosphäre, was dem Fantasy-Setting aber keinen Abbruch tut. Dabei ist anzumerken, dass es in der Geschichte nicht ganz so blutig zugeht, wie in anderen Witcher-Comics – aber keine Sorge, Gewalt ist immer noch vorhanden, nur der Splatterfaktor hält sich etwas in Grenzen.

Rezension: "The Witcher - Das kleinere Übel" 1

Denn diesmal geht es um Geralts Treffen mit Prinzessin Renfri und nicht um eine Monsterhatz. Das ist in gewisser Weise eine Neuinterpretation von Schneewittchen, aber eher ganz leicht. Im Kern geht man hier eigene Wege und setzt auf Charakterwerte. Denn REnfri ist zum Beispiel übel mitgespielt worden und sie will sich rächen. Geralt kann das auf der einen Seite verstehen, ist aber kein blutiger Mörder oder jemand, der einen solchen zulässt.

Demzufolge kommt es auch zum Streit zwischen ihm und Renfri. Wer hat Recht? Wer Unrecht? Eine einfache Lösung gibt es natürlich nicht. Anmerken muss man hier, dass der Konflikt zwischen den beiden nicht ganz so deutlich herausgearbeitet wurde, wie in der Netflix-Serie. Er funktioniert zwar immer noch gut, ist aber unterm Strich ein bisschen zu wenig, um richtig zu ziehen. Nicht falsch verstehen, die Szenen sind immer noch gut, nur nicht so intensiv, wie man es vielleicht hätte machen können.

Dasselbe gilt natürlich auch für den Schlusskampf, der hier in wenigen Seiten abgehandelt ist. Auch der war in der Serie blutiger und intensiver, hier musste man sich eben auf die vorgeschriebene Seitenzahl verlassen. So wirkt es hier fast schon ein bisschen wie ein Versehen, dass Geralt gezwungen ist, Renfri zu töten. Auch die Implikationen der Szene, dass die Leute die Hintergründe nicht kennen und Geralt den Spitznamen “Schlächter von Blaviken” erhält, geht hier etwas unter.

Erwähnenswert ist an der Stelle vielleicht noch, dass Geralt hier zum ersten Mal auf Strogobor trifft, und ihm in die Suppe spuckt. Wobei der Magier hier im Comic nicht ganz so unsympathisch rüberkommt, wie in der Serie und man auch seine Experimente nicht so in den Vordergrund stellt.

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Es mag etwas ungerecht sein, den Comicband mit der Serie zu vergleichen, gerade charakterlich zeigt man dort aber, was noch intensiver bezüglich dieser Geschichte möglich gewesen wäre. Schlecht ist auch dieser Comicband nicht, man hätte halt nur eben noch viel mehr herausholen können. Noch etwas Schliff an den Zeichnungen und es wäre vermutlich noch besser geworden. Trotzdem, eine durchaus adäquate Umsetzung der Geschichte, bei der Fans bedenkenlos zugreifen können.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Es mag etwas ungerecht sein, den Comicband mit der Serie zu vergleichen, gerade charakterlich zeigt man dort aber, was noch intensiver bezüglich dieser Geschichte möglich gewesen wäre. Schlecht ist auch dieser Comicband nicht, man hätte halt nur eben noch viel mehr herausholen können. Noch etwas Schliff an den Zeichnungen und es wäre vermutlich noch besser geworden. Trotzdem, eine durchaus adäquate Umsetzung der Geschichte, bei der Fans bedenkenlos zugreifen können.Rezension: "The Witcher - Das kleinere Übel"
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