Henning Koonert (hk)
26.02.10
Walter Koenigs Sohn tot aufgefunden
Knapp zwei Wochen war der Sohn des "Star Trek"-Akteurs vermisst worden. Am Donnerstag wurde seine Leiche in einem Park in Vancouver gefunden. Walter Koenig bestätigte, dass sein Sohn sich das Leben genommen hat.
Andrew Koenig war, wie sein Vater, Schauspieler. Einmal war auch er in "Star Trek" zu sehen: In der "Deep Space Nine"-Folge "Auge des Universums" aus der zweiten Staffel hatte einen Auftritt als Skrreeaner Tumak. Am bekanntesten war er wohl in seiner Rolle als Boner in der US-Sitcom "Unser lautes Heim", die er von 1985 bis 1989 spielte. Andrew Koenig, der an Depressionen litt, hat sich das Leben genommen. Er wurde 41 Jahre alt.
Nachdem Andrew Koenig vor fast zwei Wochen seinen Rückflug aus Vancouver zurück nach Los Angeles nicht angetreten hatte, meldeten seine Eltern ihn als vermisst. Walter und Judith Koenig wandten sich in den vergangenen Tagen mit der Bitte um Mithilfe bei der Suche auch an die Medien, die ihr Gesuch vielfach verbreiteten.
Die Koenigs waren selbst nach Vancouver geflogen, um bei der Suche nach ihrem Sohn zu helfen. Am Donnerstagmittag fanden Vater und Freunde des Schauspielers bei einer selbst organisierten Suche seine Leiche in einem dicht bewaldeten Teil eines Parks, in dem Andrew Koenig sich gern aufhielt. Eine frühere Suchaktion der Polizei im Park war ergebnislos geblieben.
Walter Koenig gab danach bei einer Pressekonferenz am Donnerstagabend laut dem "Seattle Post Intelligencer" folgendes Statement ab: "Mein Sohn hat sich das Leben genommen. Das einzige, was ich noch sagen möchte - ich habe bereits gesagt, was für ein toller Kerl er war, und ein guter Mensch - er hatte offenbar großen Schmerz."
"Wenn Sie zu den Menschen gehören, die nicht mehr weiter können... Wenn Sie irgendetwas hieraus mitnehmen können, ist es, dass es Menschen gibt, denen Sie wirklich etwas bedeuten. Vielleicht glauben Sie nicht daran und vielleicht ist es schlussendlich auch nicht genug. Aber es gibt Leute, die sich wirklich, wirklich sorgen. Und bevor Sie diese endgültige Entscheidung treffen, denken Sie noch einmal daran. Reden Sie mit jemandem. Und den Familien, die Angst haben, ein Angehöriger könnte für dieses Verhalten empfänglich sein, möchte ich sagen: Ignorieren Sie es nicht, rationalisieren Sie es nicht. Strecken Sie eine Hand aus."
(hk - 26.02.10 - Quelle: SeattlePI.com - 4 Kommentare)