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Julian Wangler (jw)23.06.08

2379: Krise um Romulus

Politik, Kultur und Geschichte in den Trek-Books

Die besondere Situation im Romulanischen Imperium im Jahr 2379 wird das Machtgefüge im Quadranten auf Dauer prägen. Was genau ist damals geschehen und führt das Ganze hin?

Über die Jahrhunderte hinweg gehörte es zur politischen Normalität auf der romulanischen Heimatwelt, dass Intrigen und Ränkespiele zu einem ständigen Wechsel der Regierungen und des außenpolitischen Kurses führten. Auch 2379 ereignete sich wieder ein Staatsstreich. Dieser jedoch ging rasch über das Maß einer gewöhnlichen politischen Neuaufstellung hinaus. Tatsächlich mündete er in die größte innenpolitische Krise in der Geschichte des Sternenimperiums.

Hintergrund

Im September 2379 nahm im romulanischen Sternenimperium ein Staatsstreich der eher ungewöhnlichen Sorte seinen Lauf. Der Remaner Shinzon, Anführer einer kleinen Gruppe freier remanischer Soldaten, die sich im Krieg gegen das Dominion verdient gemacht hatten, schmiedete zusammen mit der aufstrebenden Senatorin Tal'Aura und Commander Suran, einem einflussreichen Befehlshaber in der imperialen Flotte, einen Pakt, den Senat unter Prätor Hiren zu eliminieren.

Senatorin Tal'Aura
Die Motive waren sehr verschieden gelagert. Während sich Tal'Aura am Putsch beteiligte, weil sie selbst nach mehr Macht und Einfluss strebte, verfolgte Suran das Ziel, der imperialen Flotte in einem zukünftigen Senat stärkeres Gewicht zu geben. Shinzon, der sich nach dem Coup d'État selbst zum neuen Prätor ausrief, wollte eine Befreiung des remanischen Volks erreichen, das Jahrhunderte von den Romulanern als Arbeitskraft in den Dilithiumminen auf seiner eigenen Welt benutzt wurde. Zu diesem Zweck realisierten Suran und seine Leute für Shinzon den Bau eines Superschlachtschiffes namens Scimitar, ursprünglich konstruiert von remanischen Ingenieuren.

Allerdings blieb diese unheilige Allianz Episode: Unmittelbar nach seiner Machtübernahme stellte sich heraus, dass Shinzon nicht die Absichten verfolgte, die er vorgegeben hatte. Anstatt auf einen Konsens mit Tal'Aura und Suran hinzuarbeiten, strebte er nach Rache, vor allem wegen des individuellen Leids, welches er erfahren hatte, und auf eine Demonstration seiner gewonnenen Macht. Zu diesem Zweck intendierte er einen Thalaron-Schlag gegen das Herz der Föderation, die Erde.

Gemeinsam mit zwei romulanischen Flaggschiffen, kommandiert von Commander Suran und Commander Donatra, gelang es der U.S.S. Enterprise NCC-1701-E, unter dem Befehl von Captain Jean-Luc Picard, Shinzon im Bassen-Bruch nahe der Neutralen Zone aufzuhalten und zur Strecke zu bringen. Diese gemeinsame Operation förderte gleichsam die Bande zwischen Föderation und Sternenimperium, die seit dem Dominion-Krieg Alliierte sind.

Weiterer Verlauf

Shinzons rascher Tod - man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Sechs-Tage-Prätor - hinterließ ein Machtvakuum sondergleichen im Sternenimperium. Da der Großteil der politischen Eliten eliminiert wurde, witterten zahlreiche Fraktionen die Möglichkeit zur Machtergreifung, letztlich gelang es aber Senatorin Tal'Aura, sich an die Spitze des Prätorenhauses zu stellen und zur neuen Prätorin ausrufen zu lassen. Damit jedoch war der innenpolitische Krieg um die Macht noch gar nicht entbrannt: Ein offener Streit um das zukünftige Selbstbild des romulanischen Reichs und seiner innen- wie außenpolitischen Architektur eskalierte zum Anbruch des Erdenjahres 2380.

Alle relevanten politischen Gruppierungen begannen mit Intrigen und Ränkespielen, nicht zuletzt gegen Tal'Aura selbst. Konservative Tür- und Ecksteher beabsichtigten eine Renaissance klassischer Rihannsu-Werte, der immer weiter zurückgedrängte Tal'Shiar wollte zu sein Recht kommen, auch die imperiale Flotte forderte mehr Einfluss nach einem bereits gescheiterten Versuch. Hinzu kam die Vereiniger-Bewegung, angeführt vom legendären Föderationsbotschafter Spock, die eine Möglichkeit zu erkennen glaubte, endlich aus dem Schatten zu treten und sich im öffentlichen Diskurs auf Romulus etablieren zu können, um ihre Ziele der Annäherung von Vulkan und Romulus voranzutreiben. Außerdem trat die Nachfolge von Shinzon ein gewisser Colonel Xiomek an, welcher die remanische Freiheitsbewegung nach dessen Tod übernommen hatte. Xiomek forderte, jetzt mehr denn je, die Befreiung von Remus.

Nicht genauer eingegangen wird an dieser Stelle auf zahlreiche Brandherde in peripheren romulanischen Kolonien, über Dekaden hinweg unterdrückt und ausgebeutet, die aus der Erhebung Shinzons und der Remaner ihren eigenen rechtmäßigen Anspruch auf Freiheit ableiteten. Dies waren Welten wie Daasid, B'jerrek, Sefalon und Kevratas. Die dortigen politischen Aufstände, die sogar einen kompletten Austritt aus der romulanischen Influenz zum Ziel hatten, wurden von Tal'Aura und ihrem neuen Stellvertreter Tomalak mit Repressions- und Vergeltungsmaßnahmen niedergeschlagen.

Commander Donatra
Im Zuge einer komplizierten Phase von Verhandlungen und kritischen Temporärlösungen zwischen den drei verbliebenen Großmächten des Quadrantengefüges gelang schließlich die Beantwortung der Remaner-Frage in langfristiger Sicht: Hierbei erklärte sich das klingonische Reich Anfang 2381 bereit, im Kavrot-Sektor ein semi-autonomes Protektorat mitsamt einem Klasse-M-Planeten namens Klorgat IV zur Verfügung zu stellen, wohin die gesamte Bevölkerung von Remus in den kommenden Jahren transferiert werden sollte, um von nun an ein Leben in Freiheit und Selbstbestimmung führen zu können.

Im Gegenzug versprach Xiomek, die Kämpfe gegen romulanische Schiffe, Stationen und Kolonien einzustellen, hatte er doch nun erreicht, was er wollte, was auch der zum Mythos avancierte Shinzon ursprünglich wollte. Zu keinem Kompromiss gelangte Tal'Aura hinsichtlich der Anerkennung der Vereiniger, die nach wie vor politische Dissidenten für den romulanischen Staat blieben. Der Tal'Shiar wurde, anders als noch bei anderen Prätoren, von Tal'Aura als zunehmende Gefahr und Staat im Staate verstanden. In den kommenden Jahren würde die neue Prätorin mit der Konsolidierung ihrer politischen Macht im Sternenimperium beschäftigt sein.

Es gab jedoch weitere innenpolitische Auseinandersetzungen: Die liberale Commander Donatra schlug sich auf die Seite der ausgebeuteten und nach Freiheit strebenden Kolonien und rief nach deren Eroberung mit ihrer Flotte 2380 den Imperialen Romulanischen Staat aus, der ein Gegenmodell zum bisherigen Reich darstellen sollte. Er verblieb bis auf weiteres in dieser Konkurrenzposition zum Mutterreich und knüpfte diplomatische Bande zur Föderation.

(jw - 23.07.12)

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