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Julian Wangler (jw)27.09.06

"A Time to Kill"

David Mack

Inhalt

In den Wirren des Dominion-Kriegs bewaffnete die Sternenflotte auf Geheiß höchster Ränge im Oberkommando und unter strengster Geheimhaltung die blockfreie Welt Tezwa mit einem erschreckenden Arsenal von Massenvernichtungswaffen - eine Absicherung, gesetzt den Fall, die Front mit den Jem'Hadar bricht zusammen. Doch Tezwa liegt auch in unmittelbarer Nähe des Klingonischen Reichs, womit die Föderation wissentlich die Vorschriften der Khitomer-Verträge unterlief, um dem feindlichen Sturm im Worst-Case-Szenario der Sternenflotte gewappnet zu sein. Der Plan der Sternenflotte sah vor, die Waffenanlagen auf Tezwa unmittelbar nach Kriegsende wieder einzustampfen. Doch der Planet brach frühzeitig alle diplomatischen Beziehungen zur Föderation ab.

Drei Jahre später, im Jahre 2378, beschließt der ebenso nationalistische und machthungrige Premierminister - Kinchawn -, die militärischen Muskeln Tezwas spielen zu lassen, um eine benachbarte klingonische Randkolonie - QiV'ol - der klingonischen Souveränität zu berauben und unter tezwanische Herrschaft zu stellen. Dies will er nicht zuletzt deshalb tun, weil sein eigenes Volk am Hungertuch nagt. Das Problem ist schnell gefunden: Aus irgendeinem Grunde verfügt Kinchawn plötzlich über einen Haufen danterischer Kriegsschiffe, die er irgendwie mithilfe des Orion-Syndikats über Schwarzmarktgeschäfte erwarb. Kinchawn lässt seine neue Flotte öffentlich auflaufen und provoziert mit lauthals ausgesprochenen Ankündigungen, QiV'ol Tezwa unterzuordnen - obwohl es für eine so kleine Welt vollkommen hirnrissig scheint, sich mit einer Macht wie den Klingonen anzulegen.

All das gefällt den Klingonen natürlich ganz und gar nicht. Auf Qo'noS lässt sich Kanzler Martok nur schweren Herzens von Botschafter Worf davon überzeugen, vorerst nichts zu unternehmen und stattdessen die Enterprise unter Captain Picard mit der kriegslüsternen tezwanischen Regierung in Verhandlung treten zu lassen, um Kinchawns Vorhaben doch noch abzuwenden.

Leider sind die vermeintlichen diplomatischen Gespräche schneller gelaufen, als sie begonnen haben: Der größenwahnsinnige tezwanische Premierminister sieht sich in seinem Hegemonialbestreben, QiV'ol zu erobern, im Recht und ist keinesfalls zum Einlenken bestrebt. Um seiner Entschlossenheit Ausdruck zu verleihen, ordnet er an, die im Orbit um Tezwa befindliche Enterprise samt einer klingonischen Flotte einer Kostprobe der Verteidigungsartillerie auf der Oberfläche auszusetzen. Binnen weniger Sekunden werden fast alle klingonischen Schiffe pulverisiert, und die Enterprise kann gerade so Picard und Troi zurückbekamen und die Flucht ergreifen - mit einem schwer beschädigten Klingonen-Kreuzer im Traktor-Schlepptau. Mehr als sechstausend Klingonen kommen bei diesem unerwarteten Artilleriebeschuss ums Leben.

In einem Gespräch mit dem Föderationspräsidenten Zife macht Kanzler Martok seine Wut auf Tezwa deutlich. Er habe nicht der Föderation zuliebe eingelenkt und eine diplomatische Lösung in Erwägung gezogen, um von Kinchawn mit einem feigen Akt der Zerstörung abgestraft zu werden. Jetzt wird Martok von eiserner Entschlossenheit dominiert, Tezwa zu erobern und gewaltsam ins Klingonische Reich einzugliedern.

Präsident Zife und seine Berater aus dem Oberkommando der Sternenflotte sind sich darüber im Klaren, dass, wenn Martok von den Sternenflotten-Artilleriewaffen auf Tezwas Oberfläche Wind bekommt, der Föderation schnell ein neuer Krieg ins Haus stehen könnte. Daher gibt es nur eine einzige Lösung: Die Sternenflotte muss Tezwa zuerst erobern.

Der Präsident beauftragt Picard persönlich, die klingonische Flotte, welche sich auf dem Weg nach Tezwa befindet, zu stoppen und Zeit herauszuschlagen, bis weitere Sternenflotten-Verbände in der Region eintreffen und den Planeten umzingeln können. Was er Picard jedoch verschweigt, ist der wahre Grund für diesen Auftrag; nämlich, dass die Klingonen unter keinen Umständen etwas von der Sternenflotten-Artillerie auf Tezwa wissen dürfen. Für den Fall der Fälle wird sogar "General Order 24" von Zife an den Geheimdienst ausgerufen: Hierbei handelt es sich um einen Befehl, die Oberfläche eines Planeten vollständig zu zerstören, es sei denn er wird vom Präsidenten selbst wieder aufgehoben.

Picard und seine Führungscrew arbeiten einen Plan aus, der es zum Ziel hat, die Artilleriesysteme auf Tezwa mit gezieltem Schlag auszuschalten; diesen Part der Mission übernimmt Riker, der sechs Teams zu den Feuerleitzentralen im Orbit von Tezwa anführt. Indes kontaktiert Picard den Föderationsbotschafter auf Qo'noS - Worf - und überredet ihn, ihm für eine mögliche brenzlige Situation die Schildcodes der klingonischen Flotte, die sich auf dem Weg nach Tezwa befindet, zu besorgen.

Über einige Beziehungen gelangt Worf zuletzt an die Schildcodes, und auch die Enterprise-Einsatzkommandos in den tezwanischen Feuerbasen erreichen das Ziel, die Kontrolle über die Artilleriegeschosse zu übernehmen. Es gelingt ihnen, auf Befehl Picards hin sowohl die tezwanische als auch klingonische Flotte mithilfe von Worfs Schildcodes auszuschalten. Anschließend zerstören die Teams sämtliche Artilleriesysteme - die Gefahr vor einem Krieg mit den Klingonen ist damit gebannt.

Günstigerweise hat auf Tezwa derweil ein Staatsstreich stattgefunden, bei dem Kinchawns machtbesessene Regierung abgesetzt wurde. Der neue Premierminister ergibt sich offiziell der Föderation und wünscht diplomatische Beziehungen; Picard erwidert dies, womit Tezwa unter dem Schutz der Föderation steht. Die Klingonen können nun keine Invasion mehr durchführen.

Kritik

Die Föderation erntet jetzt den Ärger eines großen Waffenarsenals, gelagert für den Dominion-Krieg...
Zuerst einmal die guten Nachrichten: David Mack bemühte sich, einen möglichst transparenten, gut nachvollziehbaren Roman zu schreiben. Er hat ein gelungenes Taktgefühl beim politischen Procedere bewiesen und der Wechsel zwischen der Regierung auf der Erde, jener auf Qo'noS und den Geschehnissen vor Ort um die Enterprise bei Tezwa kommen wirklich authentisch herüber. Unter logischen Schwächen leidet das Buch keinesfalls.

as Problem ist wohl eher ein anderes: Es wirkt alles zu steril, und es geht auch alles ein wenig zu schnell vonstatten. Während das Buch wirklich schön anfängt - ich erinnere mich da an Rikers Erwachen in später Nacht von einem Albtraum und sein anschließendes Reflektieren über seine und die Zukunft der Enterprise -, wird der Leser spätestens ab Seite 50 ins eiskalte Wasser geworfen, denn die Ereignisse überschlagen sich zusehends. An und für sich ist ein tüchtiges Tempo an mancher Stelle in einem Roman ja sogar zu begrüßen, doch passiert dies in "A Time To Kill" leider in Ermangelung irgendwelcher charakterlicher Züge. Fast jedermann tritt nur noch als Statist auf; am schlimmsten finde ich die Abschnitte, wo die sechs Enterprise-Teams die Feuerleitzentralen Tezwas infiltrieren - es sind viel zu vorhersehbare Szenen, die der ganzen Story ihr durchaus ungewöhnliches Potential abzujagen drohen.

Auch bei Worf auf Qo'noS geht alles einfach zu schnell. Ich hätte es wohl besser gefunden, wenn man die Geschichte noch etwas dramatisch gemacht und auf zwei Romane (oder zumindest um ein- bis zweihundert Seiten) ausgedehnt hätte, damit einfach mehr zur Geltung kommt. So, wie es nun vollendet wurde, ist es alles in allem ein kurzlebiger, schmuckloser Spaß. Bleibt nur zu hoffen, dass das Anschlussbuch "A Time To Heal" langlebiger ist.

Was aber aus meiner Sicht der größte Pluspunkt des Buches bleibt, ist die Idee an und für sich. Intrigen in der Föderation, politisch-strategische Kalküle... so etwas habe ich seit "Der Aufstand" nicht mehr gesehen.

Fazit: Eine wenig charakterlastige, sehr auf logisch-rationale Abläufe getrimmte, aber im Kern doch wirklich interessante Geschichte.

Bewertung

Weitere Infos


Originaltitel "A Time to Kill"

Buchreihe The Next Generation

Autor David Mack

Preis 6,49 Euro

Umfang 338 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 0-7434-9177-7

(jw - 17.12.10)


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