Peter Schipfmann (ps)
15.02.02
"Endspiel"
Diane Carey
Inhalt
Zehn Jahre nach der Rückkehr der Voyager in den Alpha-Quadraten: Kathryn Janeway, inzwischen zum Admiral befördert, trifft sich mit den Veteranen ihres alten Schiffes. Da einige Besatzungsmitglieder während der Reise umgekommen sind (zum
Beispiel Seven of Nine) beziehungsweise geisteskrank geworden sind (Tuvok), plant sie einen Eingriff in den Zeitstrom: Mit der neusten Technologie ausgestattet reist sie durch Raum
und Zeit zurück zur Voyager in den Delta-Quadranten. Durch ein Transwarp-Zentrum der Borg gelingt tatsächlich die vorzeitige Rückkehr in den Alpha-Quadranten. Admiral Janeway opfert dabei ihr Leben, die Borgqueen wird durch einen Virus getötet und das Transwarp-Zentrum zerstört.
Kritik
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 Der Roman zum Film, jedoch ohne irgend welche Extra-Schmankerl... |
Diese Inhaltsangabe ist recht kurz.
"Endspiel" ist also das Buch zum gleichnamigen "Voyager"-Finale und es hält sich eng an
die Vorlage. Neben "Star Trek"-Romanen, die ihre eigenen Geschichte erzählen, gibt es vor allem bei
"Deep Space Nine" und "Voyager" reichlich Novelizations, das heißt Romane nach einer
Fernsehfolge. Größtenteils ist es eine Doppelfolge und meistens heißt die Autorin Diane Carey. In letzter Zeit erscheinen diese Bücher nicht mehr in deutscher Übersetzung bei Heyne. Auf die Romane zu "Das
was du zurücklässt" und "Equinox" muss der Leser, der keine sehr guten Englischkenntnisse hat, verzichten. Beim großen Finale der letzten Serie die im 24. Jahrhundert spielt macht man eine Ausnahme. (Ich nehme an, der "Broken Bow"-Roman, auch von Miss Carey, wird dieses Jahr noch vor der Deutschland-Premiere von "Enterprise" auf deutsch erscheinen.)
Dieser Roman hält sich eng an sein Vorbild, es gibt keine groben Fehler oder entscheidenden Abweichungen. Es fehlt in einigen Szenen mal ein Detail. Sie gibt dafür in einigen Absätzen die Gedanken von Janeway wieder (über ihren Ex-Verlobten Mark, was sie zu ihrer Zeitreise antreibt...). Ich erwähne das deshalb, weil das bei dieser Autorin nicht unbedingt selbstverständlich ist. In ihren
"Deep Space Nine"-Romanen wird der Charakter von Sisko falsch dargestellt oder es heißt einmal, Dax wäre 900 (!) Jahre alt. Hier gibt es nur einen Eingriff in die Reihenfolge der Szenen: Im Roman gibt es, anders als in der
Fernsehfolge, keinen Szenenwechsel vom Alpha-Quadranten (Admiral Janeway) zum Delta-Quadranten
(Captain Janeway). Erst wird auf 68 Seiten die Reise der Admiralin in die Vergangenheit geschildert, dann taucht die gute alte Voyager erstmals im Roman auf. Zusätzlich gibt
es vor dem zweiten Eintritt in den Nebel noch ein Gespräch zwischen den beiden Janeways
und Chakotay. Ich nehme an, dass diese schöne Szene im Drehbuch stand, dann aber nicht realisiert oder geschnitten wurde.
Weshalb sollte man dieses Buch lesen? Mir fällt nur ein Grund ein: Man ist Redakteur
bei TZN Literatur und hat versprochen eine Rezension abzuliefern. Diane Carey ist keine große Stilistin.
Es bereitet mehr Vergnügen das Transwarp-Zentrum der Borg auf dem Bildschirm zu sehen, als die blasse Schilderung im Roman zu lesen. Sie scheint kein Gefühl für "Voyager" zu haben. Janeways Charakter wirkt hier doch zu herb und verbittert. Die TV-Episode ist, was immer man von ihr halten mag, spannender und eindrucksvoller als dieses Buch einer bestenfalls mittelmäßigen Autorin. Da das große "Voyager"-Finale jetzt auch im so genannten Free-TV auf SAT.1 gelaufen ist, gibt es keinen Grund mehr diesen Roman zu lesen.
(Vielen Dank an Peter Tigmann für seine wichtigen Hinweise und an Mike Roberts für das Video).
Bewertung
Weitere Infos
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| Titel |
"Endspiel" |
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| Originaltitel |
"Endgame" |
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| Buchreihe |
Voyager |
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| Autor |
Diane Carey |
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| Übersetzer |
Andreas Brandhorst |
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| Preis |
Ursprüngl. Ladenpreis:
7,95 Euro

Antiquarisch: ca. 2 bis 8 Euro
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| Umfang |
200 Seiten |
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| Verlag |
Heyne |
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| Bestellnummer |
06/5823 |
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| ISBN |
3-453-21062-X |
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(ps - 17.12.10)