Sebastian Kowald (sk)
29.04.05
"Im finsteren Spiegel, Teil 2"
"In A Mirror, Darkly, Part 2"
Im Spiegeluniversum kommandiert Archer die Defiant aus dem 23. Jahrhundert und nutzt diese skrupellos als Mittel um seine Macht innerhalb der Sternenflotte zu stärken.
Episodenbeschreibung
Die I.S.S. Enterprise wird von den Tholianern durch eines ihrer Netze zerstört, welche sich auch sogleich auf die Defiant stürzen. Tucker gelingt es allerdings, die taktischen Systeme wieder online zu bringen und Archer befiehlt daraufhin die Zerstörung der tholianischen Schiffe und der Raumstation. Trotz Tuckers Erfolg ist Archer sehr erbost darüber zu erfahren, dass die Reparatur des Warpantriebs drei Tage in Anspruch nehmen wird. Er droht Tucker damit, sich einen neuen Chefingenieur zu suchen. Die Defiant sammelt die Rettungskapseln der Enterprise ein und geht auf Rendezvous-Kurs mit der Flotte, mit der festen Absicht, die Rebellion niederzuschlagen, bevor die Rebellen die Sternenflotte zerstören können. Sato findet es interessant, über ihre Gegenstücke im alternativen Universum in der Datenbank der Defiant zu lesen. Aber Archer widert die Idee an, dass sein Gegenstück ein Friedensstifter und Forscher war, welcher die Zukunft der Erde an Außerirdische verkauft hat.
Als Kelby angegriffen und getötet wird, während er nach ein paar Plasmaregulatoren sucht, wird Archer klar, dass sich ein Eindringling an Bord der Enterprise befindet. Beim Foltern eines Gefangenen findet er heraus, dass es sich dabei um einen Gorn handelt. Nachdem er von einem Double, das ihn verspottet hat, angespornt worden ist, schafft es Archer, dem Gorn eine Falle zu stellen und ihn zu töten. Allerdings wird Reed dabei schwer verletzt und mehrere Crewmitglieder getötet. Nachdem die fehlenden Komponenten installiert wurden, nimmt die Defiant Kurs auf die Flotte. Archer jagt einige andorianische und vulkanische Schiffe in die Luft und beschützt das Schiff der NX-Klasse mit dem Namen Avenger, auf welchem Admiral Black das Kommando hat und sein erster Offizier Soval ist. Aber als sich Black weigert, Archer eine sofortige Beförderung auszusprechen und ihm die Defiant zu überlassen, erscheint vor Archer eine Halluzination seines zweiten Ich, welche seine Schwäche kritisiert. Daraufhin tötet er Black. Dann erzählt er der Mannschaft der Avenger, dass das Sternenflottenkommando alle Menschen der Erde verraten hat, indem sie das Imperium so schwach gemacht haben, und verspricht, die Admiräle zu stürzen. Unter vier Augen fragt T'Pol Soval, ob er die historischen Aufzeichnungen aus der Datenbank der Defiant gelesen hat, in welchen ein Universum beschrieben wird, in dem Menschen und Vulkanier gleichgestellt sind. Außerdem bittet sie ihn um Hilfe beim Zerstören der Defiant, um Archer zu stoppen.
In der Zwischenzeit brütet Archer einen Plan aus, um alle Außerirdischen loszuwerden, obwohl er nichts gegen Phlox hat, dessen Leute keine Rebellen sind. Er kontaktiert Admiral Gardner und verlangt die bedingungslose Kapitulation der Sternenflotte. Weiterhin sagt er T'Pol, dass ihre Dienste nicht länger benötigt würden. Auf der Avenger rekrutiert sie zusammen mit Soval Phlox, damit er ihnen im Namen der Loyalität zum Imperator bei der Vernichtung von Archer hilft. Sato entdeckt ihren Plan, die Defiant zu sabotieren und händigt sie Archer aus, aber es ist zu spät: Sie hat bereits zusammen mit Soval und Phlox einen Plan ausgeheckt, um die Energieversorgung der Defiant lahm zu legen. Obwohl Tucker Phlox erwischt und ihn niederstreckt, kann die Avenger der Defiant bereits beträchtlichen Schaden zufügen, bevor Tucker die Schilde wieder hochfahren und Archer die Zerstörung der Avenger befehligen kann. Er feiert mit Sato den Sieg und freut sich darüber, bald Imperator Jonathan Archer zu sein, doch Hoshi hat seinen Champagner vergiftet und feiert in den Armen von Mayweather ihren eigenen Sieg, bevor sie Admiral Gardner kontaktiert und sofortige Kapitulation verlangt. Als er fragt, wer zur Hölle sie sei, identifiziert sie sich als Imperatorin Sato.
Kommentar
"In a Mirror, Darkly, Part 2" setzt die Spiegeluniversums-Geschichte von letzter Woche fort. Dabei kommen grundsätzlich die gleichen Stärken und Schwächen wie beim ersten Teil zum Vorschein. Die Charaktere in der veränderten Umwelt sind interessant, die Story dünn und eine Verbindung zum altbekannten Universum ist nicht vorhanden. Ein Bonuspunkt der Episode ist sicherlich der Wiedersehensfaktor mit alten Bekannten. Nachdem uns in der letzten Episode bereits die Tholianer mehr oder weniger überzeugend präsentiert wurden, bekommen wir es nun mit weiteren Bekannten aus der Classic-Serie zu tun: den Gorn. Über diese reptilienartigen Wesen ist nicht viel bekannt, und daran ändert sich grundsätzlich auch nichts, da im Spiegeluniversum die Parole "Jeder ist mein Feind und sollte um die Ecke gebracht werden" gilt, und da der Gorn das genauso sieht, beißt er am Ende ins Gras. Nicht aber ohne noch ein paar Redshirts (neuerdings auch MACOs genannt) zu vertilgen. Zum weiteren Retrofeeling tragen unweigerlich die Uniformen bei. Archer in diesem grünen Shirt ist einfach unglaublich... Na ja, das mag jeder selbst entscheiden.
Archer versucht in der ganzen Episode, richtig schön böse zu sein. Aber wie bereits im alternierenden Universum kann er dabei nicht hundertprozentig überzeugen. Er zeigt sich zwar als harter Kerl, der alle Macht an sich reißen will, doch richtig gut kommt nur sein imaginäres Ich (dessen Bedeutung auch nicht näher erklärt wird) rüber. Sein Ende kommt daher auch nicht wirklich überraschend. Da er im Laufe der Doppelepisode jede Menge Vorgesetzte losgeworden ist, erscheint es nur logisch, dass ihm das Gleiche widerfährt. Sato hat neben ihrem Job als Kommunikationsoffizierin auch noch alle Hände voll zu tun, Intrigen zu schmieden. Dabei setzt sie nicht nur ihren Kopf, sondern mehr noch, ihren ganzen Körper ein. Am Ende will sie selbst das Imperium leiten. Inwieweit das gut geht, wird wohl nie geklärt werden.
Die Story ist wie bereits erwähnt eher dünn. Im ersten Teil der Episode versucht man, den Gorn loszuwerden und im zweiten Teil will Archer Imperator werden. Große Überraschungen gibt es dabei keine. Unterhaltsam sind einzig die spitzen Kommentare, die die Crewmitglieder untereinander austauschen. Vor allem Sato und T'Pol sind sich nicht ganz grün. Einzig T'Pol hat Gefallen an der Idee der Föderation gefunden und versucht mit allen Mitteln, Archer aufzuhalten. Aber auch Archer, erbost über die friedliebenden Taten seines Doppelgängers, erkennt die Gefahr der Defiant-Datenbank und ordnet deren Zerstörung an. Schade ist, dass man es nicht schafft, eine Verbindung zum alternativen Universum herzustellen. Alle Episoden, die bisher von dem Paralleluniversum gehandelt haben, schafften dies mehr oder weniger gut. Am besten in Erinnerung bleibt wohl der extra für diesen Zweiteiler abgeänderte Vorspann, welcher wirklich nachdenklich stimmt.
Fazit
Unterhaltsame Episode ohne Tiefgang, was besonders aufgrund der wenig verbleibenden Zeit schade ist.
Note: 2-
Diskussion
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Weitere Infos
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| Deutscher Titel |
"Im finsteren Spiegel, Teil 2" |
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| Originaltitel |
"In A Mirror, Darkly, Part 2" |
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| Nummer |
| 4.19 |
Episode |
| 095 |
Produktion |
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| Regie |
Marvin Rusch |
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| Story |
Manny Coto |
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| Drehbuch |
Mike Sussman |
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| Gastdarsteller |
Vaughn Armstrong als Forrest
Gary Graham als Soval
Gregory Itzin als Admiral Black
John Mahon als Admiral Gardner
Derek Magyar als Kelby
Pat Healy als Alien |
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| Missionsdatum |
13. Januar 2155 |
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| Erstausstrahlung |
Vereinigte Staaten:
22. April 2005
 Deutschland: 11. Juni 2006
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| US-Einschaltquoten |
| 2,90 |
Millionen Zuschauer |
| 2,00 |
Rating |
| 4,00 |
Share |
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| DE-Einschaltquoten |
Zuschauer von 14 bis 49 Jahren:
| 0,46 |
Millionen Zuschauer |
| 9,60 |
Prozent Marktanteil |
Zuschauer ab 3 Jahren:
| 0,76 |
Millionen Zuschauer |
| 7,40 |
Prozent Marktanteil |
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(sk - 03.12.08)