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TZN

incoming message

"Ich wünschte, ich könnte Warpantriebe mit Klebeband und einem Taschenmesser reparieren."

 − Hoshi
 − in "Enterprise: Beobachtungseffekt"

März 2010

 

ISSN 1684-7385

Volume VI

Ausgabe 89 (#142)

 features

 

Zeit der Diplomatie

Wie alles begann

Die Geschichte der Sternenflotte,
Teil 2

Blick in die Zukunft

"FlashForward"

Der potenzielle "Lost"-Nachfolger von ABC unter der Lupe

Obamas neue Pläne

Wartezeit hat ein Ende

Ist die bemannte Erforschung des Mondes Geschichte?

 

Vorwort

Das Jahr des Avatar


Liebe Leserinnen und Leser,

"Avatar" ist mit Gesamteinnahmen von mehr als 2,4 Milliarden US-Dollar der weltweit finanziell erfolgreichste Film. Falls Sie ihn noch nicht gesehen haben sollten, so kann ich Ihnen den Streifen wirklich nur ans Herz legen. "Sherlock Holmes" konnte mich hingegen gar nicht überzeugen. Gute Effekte, dafür umso weniger Spannung und Tiefe.

Serienfans, die auch die x-te Wiederholung nicht scheuen, kommen derzeit auf ihre Kosten. Donnerstags gibt es "Primeval" und gleich danach "Akte X" im Fernsehen. Letztere Serie ist erschreckenderweise auch schon 17 Jahre alt − ja, ja, Sie lesen richtig. "Akte X" wurde von 1993 bis 2002 produziert und gesendet. Wie schnell die Zeit vergeht.

Haben Sie den Karneval gut überstanden? Fasten Sie jetzt? Wissen Sie eigentlich, woher das Fasten kommt? Als Fastenzeit wird im Christentum der Zeitraum der sieben Wochen vor Ostern bezeichnet. Sie soll die Gläubigen an das 40-tägige Fasten Jesu Christi zur Vorbereitung seines öffentlichen Wirkens erinnern. Nun, wir lassen Sie jedenfalls nicht fasten, sondern präsentieren Ihnen wieder eine prall gefüllte Ausgabe!

Viel Spaß beim Lesen!

Melanie Brosowski
Chefredakteurin

 
   

Inhalt

Die ganze Ausgabe auf einen Blick

Helau! Helau! Und "Star Trek" Alaaf!

In Hamburg waren die Trekkies los.

Die Geschichte der Sternenflotte

Eine Übersicht auf Grundlage der "Star Trek"-Romane, Teil 2.

Die Ereignisse des Monats

Geburtstage und neue Bücher.

Visionen, Chaos und Selbstmordpartys

"FlashForward": Die neue Mystery-Serie von ABC.

Das Rätsel der USOs

UFO-Sichtungen auf hoher See.

Die Jedis und Mission Orange erobern Düsseldorf

Jedi Con 2010.

"Manchmal sehnen sich Menschen nach einem einfacheren Leben"

Holger Weinbach und sein Debüt-Roman "Die Eiswolf-Saga".

Fünf ...

...Getränke, die Sie einmal in Ihrem Leben probieren sollten.

Long Range Scan

Alles, was den Fan sonst noch interessieren könnte.

DVD-Guide März

"Lost − Season 5", "Jennifer's Body", "Life on Mars: Gefangen in den 70ern − Season 2".

Obama lenkt NASA in neue Richtung

Das Ende des Constellation-Programms.

Impressum

Redaktion, Abonnement und Copyrights.

Wussten Sie, dass...

... es in der "Voyager"-Folge "Vor dem Ende der Zukunft, Teil 1" mehrere Hinweise auf das tatsächlich existierende SETI-Projekt zur Entdeckung außerirdischen Lebens gibt?

... Jennifer Lien aufgrund einer aufgetretenen Allergie gegen das Make-up von Kes' Ohren ab der Folge "Temporale Sprünge" lange Haare trägt, damit die Ohren nicht mehr gesehen werden können und sich das Make-up somit erübrigt?

... Kate Mulgrew während den Dreharbeiten zu "Verwerfliche Experimente" das Rauchen aufgab, was sich laut eigener Aussage auf ihr Schauspiel ausgewirkt hat?


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Helau! Helau! Und "Star Trek" Alaaf!

In Hamburg waren die Trekkies los

Einmal im Jahr ist Narrenzeit, und auch die "Star Trek"-Fans sind lustig und breit.

Auch dieses Jahr lud das Fantastik Dinner Hamburg wieder zum jährlichen Faschings-Treffen in die Gaststätte "Am Sportplatzring" nach Hamburg-Stellingen ein. Rund 30 Leute folgten der Einladung in "Star Trek"-, Piraten- und Cowgirl-Kostümen und auch ohne. Das preisgünstige Essen und die Stimmung waren wie immer top. Ein besonderes Highlight dieses Mal war allerdings die geniale Live-Musik von Shelley und Markus Kempf, zu der sich sogar einige Leute auf die Tanzfläche trauten.

Aber auch die hochgeistige Unterhaltung durfte an diesem Abend nicht fehlen. Thomas Kohlschmidt und sein Team präsentierten Filmplakate aus längst vergangenen Zeiten und hochinteressante Netzfundstücke. Anschließend unterhielt Melanie Brosowski die Anwesenden mit einem kurzen Karnevalsgedicht. Es folgte eine Polonaise durch den Saal, bevor es zum ernsten Teil überging. Aus aktuellem Anlass wurden alle humanoiden Lebensformen mit Gummibärchen gegen die Heliotische Sternenpest geimpft.

Natürlich blieb immer Zeit, sich zwischendurch zu unterhalten, zu singen, kostenlose Bücher abzustauben und für vieles mehr. Der Abend ging dann um etwa 23.30 Uhr mit dem Lied "Gute Nacht, Freunde" zu Ende. Termine, Infos und mehr zum monatlichen Treffen finden Sie auf unten genannter Homepage.

Weiterführende Links

  • Fantastik Dinner Hamburg
    Seit 23 Jahren der Treffpunkt!

  • Fantastik-online: "Wir erschaffen neue Welten"
    Das Projekt rund um Fantastik von vier alteingesessenen Hamburger Fans.

  • Trek-Zone

    Wie Trekkies Fasching feiern, lesen Sie hier in einem Bericht von Melanie Brosowski.


     

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    Die Geschichte der Sternenflotte

    Eine Übersicht auf Grundlage der "Star Trek"-Romane, Teil 2

    Hatte die zweite Hälfte des 22. Jahrhunderts noch ganz im Zeichen der Föderationsgründung gestanden, erreichte die neue Sternenflotte im 23. Jahrhundert erstmals eine organisatorische Dichte und Massentauglichkeit, sodass sie das rasche Anwachsen der ihr assoziierten Planetenallianz sogar überflügelte. So war es gleichzeitig möglich, neue, moderne Tiefenraumkreuzer in die Tiefe des Alls zu entsenden und besser denn je die Sicherheit der Mitgliedsterritorien der Föderation zu gewährleisten. Vor neue Herausforderungen stellte sie ein langjähriger Konflikt mit dem klingonischen Reich.

    Übergangszeit 2200 bis 2250

    Nachdem die Gründung der Föderation maßgeblich mit einem ausufernden Krieg gegen das romulanische Sternenimperium zusammengegangen war, kam es in den kommenden hundert Jahren zu keinem bedeutenden Konflikt mit einer anderen Macht mehr. Diese Phase nutzte die Sternenflotte, um sich auf einen Dreiklang von Weiterentwicklungen zu konzentrieren, die sich maßgeblich auf die innere Tektonik und das Selbstbild der Föderation bezogen.

    Erstens ist die sprunghaft gestiegene Größe der Föderationsfamilie zu nennen. Innerhalb von rund achtzig Jahren nach ihrer Gründung wuchs die Mitgliederzahl von fünf auf über siebzig an − eine Ausdehnungsgeschwindigkeit, wie sie zu späteren Zeitpunkten nicht mehr erreicht wurde. Die Einbindung so zahlreicher Welten in die gemeinsame administrative Ordnung machte partielle Veränderungen der Verfassung notwendig. Insbesondere entwertete sie aber die früheren, eher spontanen und auf zwischenmenschlichem Vertrauen gegründeten Tischgespräche aus Tagen eines irdischen, vulkanischen, andorianischen und tellariten Bündnisses, weil der Bedarf nach gemeinsamer Absprache enorm geworden war.

    Es war die Zeit der Diplomaten. Allein der Föderationsrat wuchs sich zu einer Institution von erheblichem Umfang mit einer Vielzahl neuer Gremien, Kompetenzen und wechselseitiger politischer Kräftefelder aus. Die Sternenflotte musste auf diese Veränderungen reagieren, indem sie ihre Flotte den neuen Erfordernissen anpasste. Anfang des 23. Jahrhunderts existierte bereits ein differenziertes Schiffsaufgebot, das auch die Beförderung von V.I.P.-Personal und sogar das Abhalten von Konferenzen vorsah.

     
     

    Unter Verwendung früherer Blaupausen gelang die Schaffung mehrerer zeitgemäßer Schiffsklassen am unteren Ende der Armada.


    Mit der Ausdehnung der Föderationsbürokratie konform ging für die Sternenflotte die Herausforderung, nun eine Vielzahl von Welten flexibel verteidigen zu müssen. Diese zweite wesentliche Weiterentwicklung, die sich letztlich auch in einer Flottendifferenzierung niederschlug, war bereits im irdisch-romulanischen Krieg angelegt, als die Notwendigkeit bestand, eine Vielzahl unkomplizierter Raumer in Kürze zu produzieren und gegen den Feind ins Feld zu schicken. Unter Verwendung früherer Blaupausen gelang die Schaffung mehrerer zeitgemäßer Schiffsklassen am unteren Ende der Armada. Diese Korvetten, Fregatten und leichten Kreuzer ließen sich vielseitig für Patrouillen- und Aufklärungsflüge einsetzen und führten zu einer weitgehenden Entlastung der Flotte.

    Die nun frei gewordenen Kapazitäten wurden genutzt, um einen dritten Entwicklungsschwerpunkt auszubilden. Weil die Föderation so stark angewachsen und zu einer zentralen Größe im erforschten All aufgestiegen war, war es mehr denn je nötig, ein geeignetes Vehikel zur äußeren Repräsentation zu haben. Im Idealfall ließ sich damit auch der für die Föderation wichtigste Auftrag in einer neuen Qualität fortführen: die friedliche Erforschung und Kontaktbildung im All.

    Neue Bedrohungen

    Das Ende des umfassenden Prozesses der Flottendifferenzierung bildete somit zu Beginn der zweiten Hälfte des 23. Jahrhunderts die Konstruktion der Constitution-Klasse, eines grundlegend neuen Typs von schwerem Kreuzer. Als größtes und am weitesten entwickeltes Schiff, das jemals gebaut wurde, war es imstande, mit einer Crew von 400 Mann über mehrere Jahre autark in entlegenen Regionen des Alls zu operieren, ohne eine Sternenbasis ansteuern zu müssen. Es konnte von extrem hohen Geschwindigkeiten Gebrauch machen, die mit dem Durchbrechen der Warp-7-Mauer möglich geworden waren.

    Insofern liegt eine gewisse Ironie darin begründet, dass auf den verheißungsvollen Stapellauf der ersten Constitution-Einheiten − vergleichbar vielleicht mit der Situation der Sternenflotte kurz vor dem Xindi-Angriff 2153 − unerwartet neue Bedrohungen aus dem Boden sprossen, welche eben jene aktuelle Generation von Flaggschiffen mit unvorhergesehenen Gefahren konfrontierten.

    Die Rede ist zunächst von der aggressiven Expansion des klingonischen Reichs ab zirka 2250. Mit dem Aneinanderstoßen der gemeinsamen Grenzen kam es mehr und mehr zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit der Föderation, die sich vor dem Dilemma sah, ihre freiheitlich-kooperativen Werte ebenso wenig aufzugeben wie ihre Sicherheit. Auf diese Weise erwuchsen die neuen Raumschiffkolosse der Constitution-Klasse zu Bollwerken, deren Aufgabe es war, die Tugenden der Föderation zu betonen und auch ihren wehrhaften Charakter. Die U.S.S. Enterprise NCC-1701, unter dem Befehl von James T. Kirk, gereicht von allen diesen Schiffen der Sternenflotte zur größten Ehre.

     
     

    Anders als die nach offenem Kampf lechzenden Klingonen, konfrontierten die Romulaner die Sternenflotte mit einem Verhalten der Hinterlist.


    Der glückliche Umstand, dass es bei einzelnen Gefechten und Schlachten blieb und niemals zu einem größeren Krieg zwischen Klingonenreich und Föderation kommen konnte, geht auf die rechtzeitige Intervention der Organier im Jahr 2267 zurück und später, 2293, auf den Umstand, dass die Klingonen mit der Explosion des Praxis-Mondes endgültig vor dem Scherbenhaufen einer übertriebenen Militarisierung standen. Dennoch befreite dies die Sternenflotte nicht von dem Problem, sich gegen eine äußerst territoriale und weit entwickelte Spezies im Notfall schützen zu müssen. Die Errichtung fester Grenzposten nach dem Frieden von Organia war zusammen mit der Aufstockung der Patrouillenschiffe ein integrativer Teil friedenssichernder Maßnahmen.

    In etwa zur selben Zeit meldete sich die zweite bis dato bekannte antagonistische Großmacht im galaktischen Konzert zurück, das romulanische Imperium. Anders als die nach offenem Kampf lechzenden Klingonen, konfrontierten die nach ihrer Algeron-Niederlage vor hundert Jahre auf Revanche hinstrebenden Romulaner die Sternenflotte mit einem Verhalten der Hinterlist. Anstatt einen erneuten Krieg zu riskieren, konzentrierten sie sich zunächst darauf, mithilfe einer neuartigen Tarntechnologie die Schwächen der Sternenflotte auszutesten, ebenso das Reizverhalten der Föderation und mischten sich, möglichst unbemerkt, in zahlreiche Konflikte ein, die sie zu ihren Gunsten zu beeinflussen suchten. Erst zu Beginn des 24. Jahrhunderts wurde die Konfrontation zwischen Romulanern und Föderation offener und schärfer.

    Interplanetarer Handel, Raumbasennetz und technologische Neuerungen

    Im Windschatten dieser Auseinandersetzungen gingen die Ausdehnungs- und Verschmelzungsprozesse der Föderation indes beinahe ungebremst weiter. Innerhalb der Föderationswelten konnte der interplanetare Handel intensiviert werden. Außerhalb erschlossen zivile Siedlerunterfangen zahlreiche neue Kolonien, interstellare Unternehmen errichteten Schürfstellen für den Abbau von raumfahrtrelevanten Ressourcen wie Dilithium, Lucasid und Verterium. Der Sternenflotte fiel die Aufgabe zu, die Versorgung schwer erreichbarer Außen- und Förderposten sicherzustellen.

    Um große Entfernungen zu überbrücken, wurden von der Sternenflotte große Raumbasen ins Leben gerufen, eigenständige Gebilde, auf denen sich Handel und Diplomatie abspielten und die, je nachdem, Ausgangspunkt für militärische oder explorative Unterfangen sein konnten. Es sind dies vor allem die Station der K- sowie der noch größeren Watchtower-Klasse, die ab Ende der 2250er in großem Stil errichtet wurden. Wenige Jahrzehnte später kamen die Giganten der Ournal-Klasse hinzu und wurden ihrer Bezeichnung als "Städte im Weltraum" gerecht.

    Nicht zuletzt durch den Ausbau ihres Raumbasennetzes, in das sie zahlreiche zivile Akteure einbezog, etablierte sich die Sternenflotte endgültig als breite und vielfältig aufgestellte Multizweckinstitution mit einer Vielzahl von Armen. Diesem Trend verschrieb sie sich, indem sie nach der Bewährung der Constitution-Klasse einer mehrere Dekaden andauernden Phase verschrieb, in denen sie Allroundraumern verschiedener Größen den Vorrang vor kleinen, spezialisierten Schiffen gab. Besonders prominente Vertreter dieser Zeit sind die Miranda- und später die Excelsior-Klasse. Noch bis weit in die erste Hälfte des 24. Jahrhunderts sollte dieses Entwicklungsparadigma beibehalten werden, ergänzt um technologische Neuerungen wie die Multiphasenschutzschilde.

    Trek-Zone

    Die Geschichte der Sternenflotte − wie sie entstand, die wichtigsten Ereignisse und vieles mehr, zusammengefasst in einem Artikel von Julian Wangler.


     

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    Die Ereignisse des Monats

    März 2010

    Die Trek-Highlights der nächsten vier Wochen im Überblick, zusammengestellt von Peter Schipfmann.

    Trek-Kalender

     
     

    Montag

     

    Dienstag

     

    Mittwoch

     

    Donnerstag

     

    Freitag

     

    Samstag

     

    Sonntag

     
     
       01.März    02.März    03.März    04.März    05.März    06.März    07.März  
         

    Geburtstag
    Jolene Blalock
    (T'Pol)

             
       08.März    09.März    10.März    11.März    12.März    13.März    14.März  
           

    Geburtstag
    Anton Yelchin
    (Pavel Chekov, "Star Trek XI")

     

    Convention
    MegaCon
    Infos

         
       15.März    16.März    17.März    18.März    19.März    20.März    21.März  
       

    Buch
    Margaret Clark:
    "Seven Deadly Sins"
    Bestellen

       

    Geburtstag
    J. G. Hertzler
    (General Martok)

     

    Geburtstag
    Connor Trinneer
    (Charles "Trip" Tucker III)

     

    Geburtstag
    John de Lancie
    (Q)

       
       22.März    23.März    24.März    25.März    26.März    27.März    28.März  
     

    Geburtstag
    William Shatner
    (James T. Kirk)

         

    Buch (Comic)
    David Tipton, u.a.:
    "Star Trek 03: Spock"
    Bestellen (gebunden)
    Bestellen (broschiert)

    Buch
    Peter David:
    "Star Trek: TNG 04 − Heldentod"
    Bestellen

     

    Geburtstag
    Leonard Nimoy
    (Spock)

         
       29.März    30.März    31.März                  
     

    Geburtstag
    Marina Sirtis
    (Deanna Troi)

     

    Buch
    Margaret Wander Bonanno:
    "Unspoken Truth"
    Bestellen

                       
     


     

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    Visionen, Chaos und Selbstmordpartys

    "FlashForward": Die neue Mystery-Serie von ABC

    Der Titel "FlashForward" geistert derzeit allenthalben durch diverse Filmforen. Die neue Mystery-Serie von ABC macht Furore.

    Darum geht es: Am 6. Oktober 2009 fällt fast die gesamte Menschheit zur gleichen Zeit für 137 Sekunden in Ohnmacht. Während dieser Bewusstlosigkeit durchleben die Menschen ihre eigene Zukunft des 29. April 2010, für wiederum genau 137 Sekunden. Zahlreiche Menschen sterben bei Verkehrsunfällen. Chaos bricht aus. Da fast alle Menschen von diesem Phänomen betroffen sind, glauben viele daran, dass sich ihre Visionen erfüllen werden.

    Allerdings gibt es auch diejenigen, die am 29. April 2010 tot sind oder schlafen. Sie haben keine Visionen. Diese Leute nennen sich "Ghosts" und planen Selbstmordpartys. Und dann ist da noch die exklusive Gruppe derjenigen, die überhaupt nicht ohnmächtig geworden sind. Ihnen wird unterstellt, das Phänomen initiiert zu haben oder wichtige Drahtzieher im großen Ganzen zu sein.

     
     

    Den verschont Gebliebenen wird unterstellt, das Phänomen initiiert zu haben oder wichtige Drahtzieher im großen Ganzen zu sein.


    Mark Benford (Joseph Fiennes, "Shakespeare in Love"), FBI-Agent in L.A., sieht in seiner Vision, wie er dem Vorfall auf den Grund geht. Als selbsterfüllende Prophezeiung ruft er ein Team ins Leben, das sich ausschließlich mit dem Blackout befassen soll. Die Arbeitsgruppe stellt eine webbasierte Datenbank zur Verfügung, in der alle Menschen ihre Vision dokumentieren können, die so genannte Mosaik-Sammlung. Es kristallisiert sich zunehmend die Frage heraus, warum dieses Phänomen stattfindet.

    Die Serie basiert auf dem Roman "Flashforward" des Science-Fiction-Autors Robert J. Sawyer, der seinen Text 1999 veröffentlichte. Darin geht es um ein fehlgeschlagenes Experiment im Teilchenbeschleuniger CERN, das den Menschen eine Ohnmacht beschert, sie allerdings etwa 21 Jahre in die Zukunft blicken lässt.

    Die erste Folge wurde am 24. September 2009 auf ABC ausgestrahlt. Der Fernsehsender war auf der Suche nach einem würdigen Mystery-Nachfolger der Kult-Serie "Lost", deren letzte Folge am 23. Mai 2010 über den Bildschirm flimmern wird.

    Für die Serie wurden einige bekannte Gesichter rekrutiert. Beispielsweise John Cho ("Star Trek XI") als Marks FBI-Partner, Coutney B. Vance ("Law & Order: Criminal Intent") als Assistant Director des FBI in L.A., und damit der Verlust für die "Lost"-Fans nicht zu schwer wiegt, werden sie außerdem von Dominic Monaghan und Sonya Walger begleitet. Letztere spielt die Ehefrau von Mark.

    Das Drehbuch des Pilotfilms wurde gemeinsam von Brannon Braga und David S. Goyer geschrieben. Braga, der unter anderem die Drehbücher zu "Star Trek: Treffen der Generationen" und "Star Trek: Der erste Kontakt" mitschrieb, "Voyager" produzierte und die Produktionsleitung für die fünfte Serie "Enterprise" innehatte, soll sich allerdings weitestgehend zurückgezogen haben. Lediglich David S. Goyer, der die Drehbücher zu "Blade", "Batman Begins" und "Jumper" schrieb, ist noch als Produzent am Ball. Er wird nun von Marc Guggenheim unterstützt.

    Die ersten Meinungen zur Serie auf dem Weg meiner Recherche waren gegensätzlich. Einerseits wird "FlashForward" schon jetzt als Geheimtipp gehandelt, da der Plot durchweg stimmig ablaufe, obwohl viel Mystery im Spiel sei. Auch die Darsteller scheinen zu überzeugen. Einziger Wermutstropfen, so war auf manchen Seiten zu lesen: Die Deutschen werden wieder einmal als Nazis dargestellt. Abgesehen von diesem Klischee sind die Figuren sehr gut ausgearbeitet.

    Verfechter der anderen Seite sagen, dass "FlashForward" nur so vor Plattitüden strotze. Anstatt einen Querschnitt durch alle Gesellschaftsschichten zu wagen, schließlich betreffe das Phänomen Reiche und Arme, würden nur die reichen Leute gezeigt. Auf das Schicksal der "normalen" Bürger werde nicht eingegangen.

    Am 1. März 2010 um 20.15 Uhr startet der Pilotfilm auf ProSieben. Die Folgen werden im wöchentlichen Turnus gesendet und jeweils Samstagnacht wiederholt.

    Weiterführende Links

  • ABC.com: Die Seite des Senders
    Trailer und mehr.

  • Wikipedia.de: "FlashForward"
    Alles zur neuen Mystery-Serie in gewohnt übersichtlicher und kompakter Form.

  • ProSieben: "FlashForward"
    Die Seite des deutschen Senders zum möglichen "Lost"-Nachfolger.

  • SF-Zone

    Wieder hat es eine neue Serie nach Deutschland geschafft. Worum es geht, lesen Sie in diesem Artikel von Christiane Gref.


     

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    Das Rätsel der USOs

    UFO-Sichtungen auf hoher See

    Entgegen gängiger Vorstellungen sind UFOs kein reines Himmelsphänomen, sondern werden ebenfalls auf hoher See gesehen. Sichtungen, bei denen Objekte aus dem Wasser aufsteigen oder in die Ozeane hinabtauchen sind sogar derart häufig, dass es für solche Objekte eine eigene Bezeichnung gibt: Unidentifizierte Submarine-Objekte, oder kurz USOs.

     
     

    Die Ureinwohner von Puerto Rico und den karibischen Inseln berichteten von ihren Legenden über grüne "Feuerboote".


    Eine der ersten schriftlich festgehaltenen USO-Sichtungen datiert auf das Jahr 1492 und ereignete sich in der Sargassosee, einem Teil des Bermuda-Dreiecks. Christoph Columbus hielt dort am Vorabend der Wiederentdeckung Amerikas eine Sichtung von Lichtern in seinem Logbuch fest. Die Ureinwohner von Puerto Rico und den karibischen Inseln berichteten ihm ebenfalls von ihren Legenden über derartige Phänomene, wie grüne "Feuerboote" am Firmament und unter Wasser.

    Ähnliche Legenden gibt es in Japan, vor dessen Küsten sich das Drachendreieck erstreckt. Darunter jene Legende von Utsuro Bune, die von einer mysteriösen, fremdartigen Frau erzählt, die in einem runden Boot aus dem Meer auftauchte. Es gibt mehrere alte Zeichnungen sowohl der Frau als auch ihres Gefährtes, welches wie ein modernes UFO anmutet und der Beschreibung nach aus Metall bestand. Außerdem ist von Schriftzeichen auf dem USO die Rede, die den Japanern völlig unbekannt waren. Weiterhin ist interessant, dass die Zeichnungen und Dokumente von verschiedenen Künstlern aus unterschiedlichen Teilen des Landes stammen und alle unabhängig voneinander die gleiche Geschichte erzählen.

    Die japanische Geschichte ist voll von derartigen UFO-Sichtungen. Eine datiert zum Beispiel auf den 24. September 1235, als mehrere "Himmelslichter" über einem Armeelager schwebten und den Soldaten Furcht einflößten. Diese hielten die Lichter für angreifende Drachen, die aus dem Meer gestiegen waren. Am 8. Juli 1853 schienen sich die japanischen Legenden zu bestätigen, als Commodore Matthew C. Perry Zeuge wurde, wie ein USO aus der Bucht von Tokio auftauchte. In seinem Logbuch hielt er fest, dass ein "blauer Meteor" aus Süden und Westen auftauchte, dessen keilförmiger Schweif aus brennenden Partikeln bestand, die den Funken einer explodierenden Rakete glichen.

    Am 11. Juni 1881 hatte die H.M.S. Barchante ebenfalls eine unheimliche Begegnung, als sie laut Logbuch in den frühen Morgenstunden auf den "fliegenden Holländer" stieß. Als Kadett mit an Bord war der spätere englische König George V., der in seinem Tagebuch festhielt, der "fliegende Holländer" sei backbord vor dem Bug aufgetaucht und dann verschwunden.

    Auch heute noch werden häufig fliegende und tauchende Objekte über dem Bermuda- sowie dem Drachendreieck im Pazifik gesichtet. Ob das Verschwinden zahlreicher Schiffe und Flugzeuge, wie dem Flug Nr. 19 vom 5. September 1945 über dem Bermuda-Dreieck oder der Maschine von Amelia Earhart 1937 über dem Drachendreieck (siehe "Voyager"-Episode "Die 37er"), in Zusammenhang mit USO-Entführungen stehen oder sie unabsichtlich Opfer elektromagnetischer Auswirkungen der USO-Aktivitäten wurden, bleibt allerdings ungeklärt. Der einzige Hinweis besteht aus einer Nachricht des Piloten George Pernessa des Fluges Nr. 19, der sich seiner Familie gegenüber lebend meldete, aber weiter als verschollen gilt. Darüber hinaus bleibt alles ein Mysterium.

     
     

    Auffällig ist, dass ein weiterer Stützpunkt auf Puerto Rico von der gleichen Sicherheitsfirma bewacht wird wie Area 51 in Nevada.


    Dennoch scheint das US-Militär etwas zu wissen, denn einige der USO-Sichtungen fanden in der Nähe von Navy-Stützpunkten statt. Zum einen wäre da die geheime Anlage AUTEC (Atlantic Undersea Test and Evaluation Center), die wohl nicht zufällig mitten im Bermuda-Dreieck angelegt wurde. Ebenso auffällig ist es, dass ein weiterer Stützpunkt auf Puerto Rico von der gleichen Sicherheitsfirma bewacht wird wie Area 51 in Nevada. Ob die Navy sowie die Airforce in Groome Lake dort eigene USOs testet, ist freilich Verschlusssache und daher spekulativ. Dass die Navy im Bermuda-Dreieck USO-Aktivitäten untersucht, ist jedoch nicht unwahrscheinlich.

    Ein eher unfreiwilliger Magnet für USOs war hingegen der Flugzeugträger Franklin D. Roosevelt, der 1945 in Dienst gestellt wurde. Während des NATO-Manövers "Operation Mainbrase" im September 1952 in der Nordsee wurden die Besatzungen der Roosevelt, britischer Flugzeugträger, sowie Piloten der Royal Airforce Zeugen mehrerer Objekte, die tagelang die Roosevelt heimsuchten. Darunter ein bläuliches, dreieckiges Objekt und einige Flugscheiben. Beim Auftauchen eines rund 400 Meter großen Objektes wurde sogar ein Schiff der Flotte gerammt. Das britische Verteidigungsministerium bezeichnete diese Vorfälle in den Akten offiziell als USOs. Ein anwesender Journalist konnte zudem einige Fotos der Objekte schießen.

    In den folgenden Jahrzehnten wurden zahlreiche weitere Piloten und Matrosen der Roosevelt Zeugen von USOs, darunter Chet Grusinski. Grusinski sah im September 1958 in der Bucht von Guantanamo ein zigarrenförmiges, geräuschlos dahingleitendes Objekt, hinter dessen Fenstern er laut seiner Aussage sogar Gestalten erkennen konnte. Mindestens 45 seiner Schiffskameraden wurden ebenfalls Zeuge dieses Ereignisses. Die meisten von ihnen wurden kurz darauf versetzt und die entsprechenden Stellen im Logbuch wurden geschwärzt.

    Am 2. Oktober 1963 wurde der damalige Radartechniker Harry Jordan vor der Küste Sardiniens ebenfalls Augenzeuge, als ein unidentifiziertes Objekt bei rund 6.000 km/h unglaubliche Flugmanöver auf dem Radar vollführte. Es wurden sogar zwei Jets gestartet, um es zu verfolgen. Schuld an der vermehrten UFO-Aktivität um den Flugzeugträger könnte die Bestückung mit Atomwaffen gewesen sein, da UFOs offenbar generell ein hohes Interesse an der irdischen Atomtechnologie zeigen. So wurden sie bei zahlreichen Atombombentests gesichtet und haben in den 80er-Jahren sogar Atomsprengköpfe unbrauchbar gemacht.

    Auf anderen Navy-Schiffen gab es ebenfalls USO-Sichtungen, wie Charles Howard berichtet. Während seiner Zeit auf der USS Thorne im Jahr 2000 sichtete er in der Bucht von Guantanamo insgesamt drei Lichter unter Wasser, die auftauchten und wieder unter Wasser verschwanden, bevor Howard seine Schiffskameraden hinzurufen konnte.

     
     

    Der amerikanische Fernsehstar Arthur Godfrey behauptete, Ende der 1950er ein USO über dem Drachendreieck gesichtet zu haben.


    Ehemalige Mitglieder der Sowjetmarine erzählen von ähnlichen Vorfällen. 1977 organisierte die Erkundungsdivision der Sowjetmarine gar ein wissenschaftliches Forschungsprojekt, welches USO-Sichtungen auf hoher See nachgehen sollte. Der ehemalige Leiter des Projektes, Wladimir Ajaja, ist heute als UFOloge tätig. Laut ihm begegnete dem Forschungsschiff Wladimir Wolbiroff am 18. August 1980 bei Okinawa ein metallisches, zylindrisches Objekt, welches langsam aus dem Meer aufstieg, eine Weile schwebte und schließlich verschwand. Acht Monate später, am 17. April 1981, ereignete sich an fast derselben Stelle ein weiterer Zwischenfall, bei dem der japanische Frachter Taki Kyoto Maru scheinbar gerammt wurde und anschließend ein helles, untertassenförmiges Objekt aus dem Wasser aufstieg und rund eine Viertelstunde lang lautlos über dem Schiff schwebte, bis es wieder in die Tiefen des Meeres abtauchte.

    Das japanische Forschungsschiff Kaiyo Maru wurde gar zweimal von USOs verfolgt. Mindestens neun Forscher wurden Zeugen der Ereignisse, darunter Mr. Naganobu, der im Dezember 1984 vor den Falklandinseln zwei Dutzend UFOs erblickte. Wieder in heimischen Gewässern, wurde von Besatzungsmitgliedern im Jahr 1986 ein zigarrenförmiges USO von mehr als 30 Metern Länge gesichtet, welches mit hoher Geschwindigkeit auf das Schiff zuraste und kurz davor ins Meer tauchte. Dieses Objekt erschien auch auf dem Radar und der "Scientific American" berichtete anschließend über die Ereignisse.

    Natürlich gibt es auch zivile Sichtungen. So behauptete der amerikanische Fernseh- und Radiostar Arthur Godfrey, Ende der 1950er ein USO über dem Drachendreieck gesichtet zu haben. Während der Begegnung setzte der Kompass seiner Maschine aus und er musste später feststellen, dass ihm rund eine halbe Stunde abhanden gekommen war. Der japanische UFO-Forscher Junichiro Kato beschäftigt sich ebenfalls mit solchen Sichtungen und erlebt selbst regelmäßig derartige Begegnungen, wovon er bereits über 200 fotografieren konnte. Für einige seiner Sichtungen gibt es weitere Zeugen, die sich sogar bei Nachrichtenredaktionen meldeten. Doch das Thema tauchte in den Medien nie auf. Wirklich spektakulär war ein Fall vom 14. Juni 1992, bei dem mehrere Augenzeugen über 200 helle Scheiben aus dem Wasser vor der Küste von Los Angeles aufsteigen sahen, die kurz darauf in den Weltraum davonschossen.

    Legendär sind weiterhin die Sichtungen von Catalina Island vor der Küste Kaliforniens, wo am 15. April 1966 eine silberne Scheibe von einem Fotografen der US-Navy gefilmt wurde, wie es über die Insel hinwegraste. Es war der erste Fall in einer ganzen Reihe derartiger Sichtungen. Im Januar 1968 beobachtete der Deputy Richard Callen ein unidentifiziertes, schwebendes Objekt, welches Lichter an den Fenstern hatte und sich schließlich einfach auflöste. Auch der stellvertretende Sheriff Vincent Rupp berichtete in den 1970ern von dutzenden UFO-Sichtungen, die ihm aus der gesamten Umgebung gemeldet wurden. Unter den Zeugen befanden sich Militärangehörige, Polizisten und Flughafenangestellte.

     
     

    Wir wissen weniger über den Meeresboden als über die Marsoberfläche.


    Einer der dramatischsten Fälle ereignete sich jedoch am 26. Januar 1980, als Noah Felice, ein Pilot mit 14 Jahren Flugerfahrung, zusammen mit seinem Cousin während eines Fluges ein Objekt auf der Wasseroberfläche des Santa-Catalina-Kanals schwimmen sah. Er flog eine Kurve, um einen besseren Blick zu bekommen und erkannte Wesen auf dem Objekt, woraufhin dieses zwei Lichtstrahlen auf sein Flugzeug abschoss, welche seine Instrumente ausfallen ließen. Beim Absturz der Maschine starb Noahs Cousin.

    Eine der letzten Sichtungen ereignete sich schließlich am 4. August 2006. Der pensionierte Anwalt David Russo erblickte kurz vor Mitternacht ein dreieckiges UFO mit blauen Lichtern an den Kanten, welches über dem Wasser stoppte, bis es schließlich die Lichter ausschaltete und verschwand. Catalina Island scheint bis heute ein wahrer USO-Hotspot zu sein. Gibt es in dem rund zwei Kilometer tiefen Seegraben vielleicht eine geheime USO-Basis?

    In der südlichen Hemisphäre ereignete sich ein weiterer interessanter Fall, der deutliche Spuren im Wasser hinterließ. Im Januar 1966 wurde in Nordaustralien ein Wasserwirbel von einem USO erzeugt − das so genannte Tully-Water-Nest, welches zu einer regelrechten Touristenattraktion wurde. Der Farmer George Paddley beobachtete eines Tages, wie in einigen Metern Entfernung ein metallisches, diskusförmiges Objekt aus der Lagune stieg. Daraufhin versagte aus unbekannten Gründen der Motor von Paddleys Traktor. Nachdem das seltsame Objekt davongeflogen war, entdeckte Paddley einen Wirbel auf der Wasseroberfläche der Lagune, der viele Tage lang anhielt. Das Tully-Water-Nest wurde von Journalisten fotografiert und von Wissenschaftlern untersucht, die das Phänomen allerdings nicht zu erklären vermochten. In der darauf folgenden Zeit wurden in der Gegend noch mindestens ein halbes Dutzend weitere Wassernester entdeckt. Ein Schilfrohr, welches von der Universität in Brisbane untersucht wurde, zeigte erhöhte Werte von Beta-Strahlung, doch dieser Beweis verschwand kurze Zeit später.

    Was nun hinter den USOs steckt, darüber gibt es viele Theorien. Sind es außerirdische Besucher, die ihre Basen in unseren Ozeanen errichtet haben? In der Tat wären die Ozeane ein idealer Ort für Verstecke, denn wir wissen weniger über den Meeresboden als über die Marsoberfläche. Aber vielleicht handelt es sich sogar um Überlebende der ersten irdischen Hochkultur, die sich parallel zu unserem Neuanfang weiter entwickelt haben? (Siehe Artikel "Mythos Atlantis 1 & 2" in den letzten "Incoming Message"-Ausgaben.) Natürlich könnten auch beide Lösungen gleichzeitig zutreffen. Auf jeden Fall sind wir weder allein in diesem Universum, noch auf diesem Planeten. In diesem Sinne: Behalten Sie die Meere im Auge.

    Was halten Sie von USOs? Möglich, oder alles falsche Interpretierung und Einbildung? Schreiben Sie uns Ihre Meinung an leserbriefe@trekzone.de!

    Weiterführende Links

  • YouTube: "UFO Report − Das Bermuda-Dreieck"
    Dreiteilige Doku.

  • YouTube: "Das pazifische Bermuda-Dreieck"
    Fünfteilige Doku.

  • YouTube: "Rätselhafte Phänomene im Bermuda-Dreieck"
    Neunteilige Doku.

  • YouTube: "UFO Files − Alarmstufe Rot"
    Fünfteilige Doku.

  • YouTube: "UFO Hunters − USOs"
    Fünfteilige Doku.




  • UFO-News

    Neuseeland veröffentlicht UFO-Akten
    Wie das Verteidigungsministerium und das Staatsarchiv von Neuseeland gegenüber Medienvertretern erklärten, will auch der Inselstaat noch in diesem Jahr einst geheime UFO-Akten im Internet veröffentlichen. Die Veröffentlichung soll mehrere hundert Seiten zu Vorfällen aus den Jahren 1978 bis 1984 umfassen.

    Zu den in den Akten belegten Fällen zählen auch solch bekannte wie die so genannte Kaikoura-Sichtung im Dezember 1978. Damals filmte ein australisches Fernsehteam Lichter über der Hauptstadt des gleichnamigen Kaikoura-Distrikts auf der Südinsel Neuseelands. Zugleich wurden die Phänomene auch von einem Flugzeug aus gesichtet und erschienen auf Radar.

    Exopolitik hinterfragt die Himmelsspirale über Norwegen
    Im Dezember 2009 erschien über Norwegen eine gigantische Himmelsspirale, die von tausenden Augenzeugen gesehen wurde. Laut Massenmedien soll es sich um einen missglückten russischen Raketentest gehandelt haben. Zwar gab das russische Militär einen Raketentest zu, der tatsächlich bei Zündung der dritten Stufe misslang, jedoch sieht das Militär keinen Zusammenhang mit der Spirale, wie von den Medien behauptet. Weiterhin war die Spirale über mehrere Stunden zu sehen, was etwas viel Treibstoff für eine Rakete bedeuten würde.

    Robert Fleischer von der deutschen Initiative für Exopolitik stellt daher die offizielle Version in Frage und hat eine eigene Recherche durchgeführt. Zwar kann es sich nicht um ein UFO oder sonst etwas Außerirdisches gehandelt haben, eine mögliche Spur könnte jedoch zum skandinavischen Äquivalent von HAARP führen. Diese Antennen, die unter anderem zur Wettermanipulation und Raketenabwehr eingesetzt werden können, könnten durchaus solche Himmelsphänomene erzeugen. Der Vortrag von Robert Fleischer findet sich unter den weiterführenden Links.

    Weiterführende Links

  • Exopolitik.org: Neuseeland und die UFO-Akten
    Weitere Infos.

  • Exopolitik.org: Himmelsspirale über Norwegen
    Der Vortrag von Robert Fleischer und weitere Hintergründe.

  • UFOs, Aliens,
    fremde Welten

    Was wissen wir über Leben unter Wasser? Ist es möglich, dass nicht alles, was sich unter der Meeresoberfläche befindet, auch irdischen Ursprungs ist? Shinzon Darhel ist davon überzeugt und berichtet über seltsame Ereignisse aus den letzten Jahren und Jahrhunderten.


     

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    Die Jedis und Mission Orange erobern Düsseldorf

    Jedi Con 2010

    Bereits zum sechsten Mal findet nunmehr die Jedi Con statt, präsentiert vom Offiziellen "Star Wars"-Fan-Club in Kooperation mit Lucasfilm. Das erste Event wurde 1994 in Köln organisiert − damals noch unter der Leitung des ESWFC (Europäischer "Star Wars"-Fan-Club). 1995 wurde der Club offiziell von Lucasfilm lizenziert und die Convention war ab 1997 dann eine offizielle Convention. (Vielen Dank an Robert Eiba für diese Informationen!)

    Zum ersten Mal wird auch Magnus Müller da sein und seine Mission Orange vorstellen. Im guten Kontakt mit Robert Eiba ist eine Zusammenarbeit der besonderen Art entstanden. Magnus hat mithilfe von Cara Cosmic Girl den offiziellen Convention-Aufnäher hergestellt, der an sich schon einzigartig ist, aber auch den ersten Aufnäher überhaupt seit der Geschichte der Jedi Con darstellt. Vertreten ist Magnus vor Ort an zwei Ständen: der Rebel Legion, mit Info-Material und Cara Cosmic Style für Foto-Shootings. Schauspieler wie Richard Le Parmentier und Artists wie Randy Martinez und Frau Denise Vasquez unterstützen offiziell die Mission Orange. Am Sonntag wird es im Rahmen der Super Jedi Show eine fünf- bis zehnminütige Einlage geben. Geplant ist eine Erläuterung der Mission Orange und Vorstellung aller Beteiligten, mit kleinen Show-Effekten.

    Magnus Müller stand dem TrekZone Network für ein paar kurze Fragen zur Verfügung:

    TrekZone Network: Was ist die Mission Orange?

    Magnus Müller: Mission Orange basiert auf zwei Ebenen. Die reale und die fiktive.

    Die reale ist: Wenn ich mit meinen Kostümen unterwegs bin. Dabei handelt es sich in erster Linie um den Orange "Charity" Gunner. Ein Kostüm, das es weltweit nur einmal gibt. Aber auch in Kostümen von der Enterprise oder "Stargate"/"Atlantis" bin ich zu sehen und immer auch gerne im Namen für die www.sternenbrücke.de, um Info-Material verteilen zu können, oder Spenden-Anfragen weiterzuleiten.

    Die fiktive ist: Die Geschichte von Captain Khurgee. Eine Figur, die im vierten "Star Wars"-Teil zu sehen ist und laut der Geschichte dort im Todesstern endet. Ich aber habe sie wieder ins Leben gerufen. In "meiner" Geschichte überlebt er den Todesstern und flieht zur Tanquilla Beach, einem ausgebauten Asteroiden, der zu einem festen Punkt in der Galaxis für Schmuggler, Händler, Rebellen und sogar dem Imperium geworden ist. Dort erwirbt er die Renegade2, einen alten Rebellen-Frachter, um seine Mission Orange zu Ende zu bringen.

    TZN: Wie ist die Resonanz auf die Con?

    Magnus Müller: Sehr gut, diese Con wird von Stars wie Besuchern immer gern als familiär bezeichnet. Enger Kontakt mit allen Beteiligten, kein überhebliches Getue oder hohe Preise. Vieles ist umsonst, siehe Homepage!

    TZN: Gab es seit den neuen Filmen einen regen Zulauf?

    Magnus Müller: Seit "Episode I" und spätestens seit dem Film und der Serie "Star Wars: The Clone Wars" ist "Star Wars", ähnlich wie bei "Star Trek XI", wiederbelebt worden. Einen harten Kern gab es immer und eine neue Generation ist hineingewachsen, um auch ihren Kindern später "Star Wars" zu vererben. Die neue Real-Life-Serie wird natürlich noch mal ordentlich einen Schub bringen, aber auch so ist "Star Wars" so lebendig wie nie zuvor.

    TZN: Verirren sich auch "Star Trek"-Fans auf die Con?

    Magnus Müller: Die Jedi Con ist für jeden da! Egal wie alt, egal welche Art von Fan. "Star Trek", "Stargate", Manga und so weiter. Aber diese Art von Mischung ist nun mal von den Gästen abhängig. Somit variiert und überrascht die Jedi Con jedes Mal aufs Neue!

    Für alle, die neugierig geworden sind, hier ein paar Kurzinfos. Näheres ist auf der unten genannten Homepage zu finden. Das vorläufige Programm:

    Con-Gäste

    Wanja Gerick
    Anakin Skywalkers deutsche Stimme

    Steve Sansweet
    Lucasfilms Head of Fan Relations und Sachbuchautor

    Randy Martinez
    "Star Wars"-Künstler ("Star Wars"-Comics, -Artworks und mehr)

    Denise Vasquez
    Künstlerin aus Los Angeles ("Star Wars"-Artworks, "Star Wars Trading Card"-Design und mehr)

    Matthew Wood
    Stimme von General Grievous

    Richard LeParmentier
    Imperialer Admiral Motti aus "Star Wars: Episode IV − Eine neue Hoffnung"

    Star Wars Rocks: Nomad Soul live!
    Prog-Rocker aus dem Ruhrgebiet

    Panel-Specials: Spannende Hintergrundfakten

    Und vieles mehr!

    Wo? Im Maritim Hotel Düsseldorf (liegt direkt am Flughafen Düsseldorf)

    Wann? Vom 3.4. bis 5.4.2010

    3.4.2010 (Samstag): Check-in ca. 12.00 Uhr, Programmende ca. 23.00 Uhr
    4.4.2010 (Sonntag): Check-in ca. 9.30 Uhr, Programmende ca. 23.00 Uhr
    5.4.2010 (Montag): Check-in ca. 9.30 Uhr, Programmende ca. 16.30 Uhr

    Tickets: 3-Tages-Ticket mit kostenlosem Zugang zu allen Con-Bereichen: ab 16 Jahre: 109,00 Euro, 8 bis 15 Jahre 69,00 Euro, bis 7 Jahre kostenfrei
    Für alle Tage gibt es auch preisgünstigere Schnuppertickets.

    Weiterführende Links

  • Mission Orange
    Alles Wissenswerte.

  • Jedi Con 2010
    Tickets, Infos und mehr.

  • SF-Zone

    Was haben die Jedi Con und Mission Orange gemeinsam? Hier erfahren Sie es, in einem Beitrag von Melanie Brosowski.


     

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    "Manchmal sehnen sich Menschen nach einem einfacheren Leben"

    Holger Weinbach und sein Debüt-Roman "Die Eiswolf-Saga"

    Wieder einmal hatte das TZN Gelegenheit, einen Autoren zu interviewen. Diesmal: Holger Weinbach.

    TrekZone Network: Wer ist Holger Weinbach?

    Holger Weinbach: Warum beginnen Interviews immer mit solchen Fragen ...? Mal sehen ... Ich versuche es möglichst objektiv ... und beschränke es mal auf den Autor Holger Weinbach. Er ist ein Mann, der recht spät seinen Hang zum Schreiben entdeckt hat, es dafür aber konsequent betreibt. Er wuchs in einer badischen Kleinstadt auf und absolvierte ein Architekturstudium in Karlsruhe. Inzwischen lebt er in Freiburg, liebt Bücher, Kino, indische Küche, trockenen Humor und seine Familie.

    TZN: Wie bist du überhaupt zum Schreiben gekommen?

    Weinbach: Viele Kollegen/innen haben bereits als Kinder und Jugendliche mit dem Schreiben begonnen. Sie haben ihr Talent früh erkannt und mit einem abgeschlossenen Germanistikstudium oder Ähnlichem garniert. Das hätte ich auch gern gemacht, bei mir kams aber anders. Meine ersten Schreibversuche startete ich als Mittzwanziger. Die waren aber nie als Veröffentlichungen geplant. Ernsthaft zu schreiben begann ich dann 2002, bereits jenseits der Dreißig. Der Grund war eine spaßige Bemerkung meiner Frau. Daraus entstand die Idee für ein Kinderbuch.

    Da sich aber die Verlagssuche als äußerst schwer herausstellte, stellte ich diese Ambitionen schnell ein. Stattdessen versuchte ich mich in einigen Wettbewerben. 2004 zog ich nach Freiburg, und ungefähr zum gleichen Zeitpunkt entwickelte ich die Idee zu einem Roman. Bei einer langen Autofahrt pitchte ich den Plot meiner Frau und stellte fest, dass das mindestens Stoff für eine Trilogie ist. Und so begann ich mit dem Schreiben eines Großprojektes, ohne vorher jemals ein Buch veröffentlicht zu haben.

    TZN: Du liest gerne Science-Fiction, dein erstes Buch "Die Eiswolf-Saga − Brudermord" ist jedoch ein historischer Roman. Weshalb?

     
     

    "Ähnlich wie Science-Fiction faszinierte mich dann eines Tages das Fantasy-Genre."


    Weinbach: Hier muss ich etwas ausholen. Aufgewachsen bin ich mit "Star Wars − Episode IV−VI". Diese Filme zogen mich in die fantastische Welt der Science-Fiction. Zunächst las ich einige SW-Bücher, doch schon bald folgten Werke von Isaac Asimov. Sein Foundation-Zyklus steht bei mir ganz oben auf der Skala. Ähnlich wie Science-Fiction faszinierte mich dann eines Tages das Fantasy-Genre. Begonnen hat das mit "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe" und inzwischen ist es mein liebstes Genre, wobei die Grenzen zur Science-Fiction manchmal schwimmend sind. Ursprünglich war "Die Eiswolf-Saga" auch als Fantasy-Roman angelegt. Doch als ich 2004 mit dem Schreiben begann, befand sich die Potter-Welle gerade auf dem Zenit. Zu groß schien mir die Gefahr, als Trittbrettfahrer abgetan zu werden, denn meine Romanreihe beinhaltet ebenfalls den Werdegang eines Jungen. Und da ich mich schon seit einigen Jahren für das Mittelalter interessiere, habe ich meine Idee zu einem historischen Roman umgewandelt. Hätte ich damals geahnt, welcher Rechercheaufwand damit verbunden ist, hätte ich es mir vielleicht noch einmal überlegt ...

    TZN: Eine Zeit lang waren ja Fantasy-Romane sehr in, derzeit scheint Deutschland auf einer "historischen" Welle zu schwimmen. Hast du eine Idee, weshalb?

    Weinbach: Das ist schwer zu erklären. Vielleicht ist es die Suche vieler Menschen nach den eigenen kulturellen Wurzeln. Seit Jahrzehnten haben Mittelaltermärkte Hochkonjunktur. Vielleicht sehnen sich die Menschen hin und wieder auch nach einem einfacheren Leben, die Geschwindigkeit aus unserem hektischen Alltag herauszunehmen ... doch das sind nur Spekulationen. Denn eines darf man nicht vergessen: Das Leben von damals ist schwer nachzuvollziehen. Auf Märkten, in Büchern oder Filmen wird das Mittelalter oft verklärt dargestellt. Das damalige Leben war sicher kein Zuckerschlecken − hatte vielleicht aber auch ein paar Vorteile im Gegensatz zu heute. Und: Beim Mittelalter sprechen wir über einen Zeitraum von zirka 1.000 Jahre ... Da gibt es viele Unterschiede.

    TZN: Worum geht es in dem Buch?

    Weinbach: Es geht um einen jungen Grafensohn, Rogar, der durch Intrige seine Familie verliert und um sein Erbe, die Grafschaft, gebracht wird. Er kann den Mördern seiner Eltern entkommen, die auch nach seinem Leben trachten. Traumatisiert und ohne Erinnerung an seine Herkunft oder Namen findet er Unterschlupf in einer Abtei. Dort glaubt der Abt zu wissen, wer der neue Novize ist, und so stellt er ihn unter seinen persönlichen Schutz. Von da an beginnt sowohl für die Fürsprecher des Knaben wie auch für die Gegner ein Kampf um die Grafschaft. Selbst Kaiser Otto I. wird in diesen Streit mit einbezogen. Doch all diese Bemühungen sind Rogar fern und fremd. Viel interessanter findet er die neue Welt, die sich ihm durch die Bekanntschaft mit dem Mädchen Svea eröffnet.

    Es ist ein Buch über Freundschaft und Kampf, Liebe und Hass, Intrigen und Verbündete. Es ist die Geschichte eines Jungen, der in Streitigkeiten verwickelt wird, von denen er nicht die geringste Ahnung hat. Doch das Ziel des Abtes ist es, den Jungen als rechtmäßigen Erben wieder auf die Burg seines Vaters zu bringen ...

    TZN: Wie hast du recherchiert? Und wie lange hast du an deinem Werk gearbeitet?

     
     

    "Sehr wichtig ist für mich, einen Historiker für mittelalterliche Geschichte im Hintergrund zu haben, der mein Manuskript durchgelesen hat."


    Weinbach: Recherchiert habe ich hauptsächlich mittels anerkannter Fachliteratur. Um einen historischen Roman schreiben zu können, muss man erst einmal viel lesen. Zudem versuche ich auch möglichst viel über die Originalschauplätze zu erfahren. Ein Kapitel spielt in der Kaiserpfalz zu Ingelheim. Da ist es wichtig, dass man die Anlage zur damaligen Zeit kennt. Um diese Informationen zu finden, habe ich unter anderem im Internet recherchiert, aber auch mit Archäologen und Architektenkollegen gesprochen. Sehr wichtig ist für mich, einen Historiker für mittelalterliche Geschichte im Hintergrund zu haben, der mein Manuskript durchgelesen hat. Er hat geholfen, ein paar Details besser auszuarbeiten und Fehler zu beseitigen.

    Wie schon erwähnt, begann ich mit der Entwicklung des Plots 2004. Da ich damals als Architekt in einem Büro arbeitete, blieb mir nur in meiner Freizeit die Möglichkeit zu schreiben. Das Manuskript kam mäßig voran, zumal ich meiner Frau und meinen Kindern auch gerne Zeit widme. Als ich mich 2007 entschied, nach der Geburt unseres Sohnes in Elternzeit zu gehen, konnte ich jeden Tag über längere Abschnitte schreiben. In dieser Zeit habe ich das Manuskript immer wieder überarbeitet und verbessert. Abgeschlossen war das Werk mit der Veröffentlichung 2009, wobei die ersten Jahre wohl dazu dienten, meinen Stil zu finden.

    TZN: Hast du irgendwann zwischendurch das Gefühl gehabt, am liebsten alles hinschmeißen zu wollen und dir ein anderes Hobby zu suchen?

    Weinbach: Mehrere Male. Vor allem, wenn Absagen von Verlagen im Briefkasten lagen. Dann habe ich mir überlegt, wie viele Jahre ich schon daran arbeite und ob sich jemals ein Verlag dafür interessieren wird. Aber wenn die Zweifel am größten waren, habe ich mich daran erinnert, dass Schreiben für mich nicht nur ein Hobby, sondern Berufung ist.

    TZN: War es schwer, einen Verlag zu finden?

    Weinbach: Ja, sehr schwer. Und ich habe auch keinen gefunden ... Vielmehr hat der Verlag mich gefunden. Und das zu einem Zeitpunkt, als ich mich gegen meinen gut bezahlten Job und für die Selbstständigkeit als Architekt und Autor entschieden habe. Diverse Kontakte im Internet haben dazu geführt, dass eine Mitarbeiterin des Acabus-Verlags bei mir angefragte, ob ich nicht ein interessantes Manuskript zu bieten hätte. Und das hatte ich wohl ...

    TZN: Bist du mit den Verkaufszahlen zufrieden?

    Weinbach: Für den Anfang läuft es ganz gut, doch ich bin noch weit davon entfernt, um als Schriftsteller meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ich hoffe, das wird sich eines Tages ändern ...

    TZN: Hat sich durch das Buch dein Leben verändert? Wie haben deine Familie und deine Freunde reagiert?

    Weinbach: Vor allem meine Frau stand von Anfang an hinter meinem "Traum". Sie hatte zu keinem Zeitpunkt den Glauben an das Projekt verloren. Meine weitläufigere Familie und Freunde stehen der ganzen Entwicklung ebenfalls positiv gegenüber, wobei sie natürlich nicht den Einblick haben, wie das alles läuft beziehungsweise gelaufen ist. Schreiben, Verlagssuche, Korrekturen, Überarbeitungen, Druckfreigabe, PR, Kontakte knüpfen und so weiter.

    Mein Leben hat sich durch das Buch nicht sonderlich verändert. Viele Bekannte fragen danach und erwarten, dass man jetzt von einer Veranstaltung zur nächsten reist. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, denke ich. Was sich verändert hat, sind die Kontakte, die ich seit der Veröffentlichung geschlossen habe. Da sind Buchhändler und Verlage genauso dabei wie Veranstalter. Man trifft interessante Menschen, das ist ein schöner Nebeneffekt.

    TZN: Wie vereinst du Beruf und Schreiberei?

    Weinbach: Meine Brötchen verdiene ich nach wie vor als Architekt. Um schreiben zu können, habe ich, wie schon erwähnt, die Selbstständigkeit gewählt und ganz bewusst in Kauf genommen, dass mein Einkommen aller Wahrscheinlichkeit nach erst einmal sinken wird. Das war mir aber gleich. Die freie Zeiteinteilung für meine Projekte, sowohl in der Architektur wie auch Literatur, war mir wichtiger. Inzwischen habe ich ein gutes Gleichgewicht gefunden und kann beides unter einen Hut bringen. Das ist nicht immer ganz einfach und manchmal wünscht man sich, der Tag hätte 48 Stunden, aber irgendwie haut es immer hin.

    TZN: Woran arbeitest du gerade?

     
     

    "Momentan arbeite ich parallel an zwei Manuskripten."


    Weinbach: Momentan arbeite ich parallel an zwei Manuskripten. Zum einen die Fortsetzung der "Eiswolf-Saga" mit dem Titel "Irrwege". Sie soll voraussichtlich im Sommer 2010 erscheinen. Das zweite Manuskript betrifft ein Fach- und Praxisbuch, das ich mit einem Co-Autor verfasse.

    TZN: Einige abschließende Worte?

    Weinbach: Im Alter von etwa zehn Jahren war ich "Star Wars"-Fan und mein großes Idol hieß George Lucas. Mich faszinierte seine Gabe, dem Publikum eine wunderbare Geschichte zu erzählen. Das gleiche Ziel verfolge ich mit meinen Büchern und hoffe, dass sie das Kopfkino der Leser starten und einen einzigartigen Film vor ihrem inneren Auge ablaufen lassen.

    TZN: Vielen Dank für das Interview!

    Weinbach: Jederzeit gerne wieder.

    Weiterführende Links

  • Holger Weinbach
    Architektur und Literatur.

  • Mellis Autoren-Ecke

    Wie kommt es, dass ein "Star Wars"- und Science-Fiction-Fan ausgerechnet einen historischen Roman schreibt? Dieser Frage geht Melanie Brosowski auf den Grund.


     

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    Fünf ...

    ... Getränke, die Sie einmal in Ihrem Leben probieren sollten


    Pangalaktischer Donnergurgler: Der angeblich stärkste Drink der Galaxis. Die Wirkung wird wie folgt beschrieben: "Als werde einem mit einem riesigen Goldbarren, der in Zitronenscheiben gehüllt ist, das Gehirn aus dem Kopf gedroschen." Er ist das Lieblingsgetränk seines Erfinder Zaphod Beeblebrox.

    Romulanisches Ale: Im Raum der Föderation verboten. Es verursacht bei Menschen und Klingonen einen starken Kater mit extremen Kopfschmerzen und andere Nebenwirkungen, weshalb es seit dem Jahr 2280 verboten ist.

    Blutwein: Doppelt so stark wie Whisky und DAS Getränk der Klingonen. Eine der Zutaten für den Blutwein ist Blut. Blutweinflaschen sind undurchsichtig und silberfarben, er wird aber auch in Fässer abgefüllt. In den meisten Fällen wird Blutwein in großen metallfarbenen Bechern mit breitem Rand ausgeschenkt.

    Earl Grey: Ein Schwarztee von der Erde, mit Bergamotte aromatisiert, das Lieblingsgetränk von Captain Jean-Luc Picard.

    Raktajino: Eine Variante des klingonischen Kaffees, der entweder kochend oder auf Eis serviert wird. Auf Talarianer wirkt Raktajino berauschend.

    SF-Zone

    Lustiges und Interessantes aus dem Sci-Fi-Universum, zusammengestellt von Melanie Brosowski.


     

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    Long Range Scan

    Alles, was den Fan sonst noch interessieren könnte

    Das im April 2010 anlaufende Fantasy-Abenteuer "Kampf der Titanen" wird es auch in 3D zu sehen geben.

    "Jericho" wird ab dem 25. März 2010 immer donnerstags um 21.15 Uhr auf Kabel 1 ausgestrahlt.

    "Percy Jackson" gilt Gerüchten nach schon als heimlicher Nachfolger von Harry Potter. Ob die anderen Percy-Jackson-Bücher von Rick Riordan verfilmt werden, hängt von dem Erfolg von "Diebe im Olymp" ab.

    Western-Fans aufgepasst: Ab dem 18.02.2010 gibt es die Serie "Big Valley" mit Lee Majors ("Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann") auf DVD. Weiterhin sollen im April 2010 die Dreharbeiten zum Kinofilm beginnen.

    SF-Zone

     

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    DVD-Guide

    März 2010

    4.3. − "Heroes: Season 3 − Box 2"

    Sylar sucht seine leiblichen Eltern, während die meisten Helden die Rückkehr zur Normalität suchen. Zweite Staffel-Hälfte (2008) mit diversen Extras.

    5.3. − "Die Fahrten des Odysseus"

    Seefahrer Odysseus muss viele Aufgaben bestehen, ehe er nach Hause kann. Der Mythologie-Klassiker aus italienischer Kinoproduktion (1955) mit den Hollywood-Stars Kirk Douglas und Anthony Quinn. Diese Neuauflage enthält den Film erstmals in der elf Minuten längeren Originalfassung.

    5.3. − "Futurama − Movie Collection"

    Die skurrilen Abenteuer der Planet-Express-Crew gehen weiter. Alle bisherigen Standalone-Filme der Zeichentrickserie in einer Box, Extras wie bei den Einzel-Ausgaben.

    8.3. − "Life on Mars: Gefangen in den 70ern − Season 2"

    Cop erwacht 30 Jahre in der Vergangenheit. Zweite Staffel des britischen Mystery-Originals (2007), zu dem es mittlerweile auch ein US-Pendant gibt.

    8.3. − "Return to Sleepaway Camp"

    Killer im Sommercamp. Das Original (1983) war trashig, statt einem ordentlich produzierten Update kann Teil 4 (2008) erneut nur mit C-Movie-Qualität aufwarten. Einziger Pluspunkt: Isaac Hayes (in seiner letzten Rolle) hat einen Kurzauftritt.

    11.3. − "Endstation − Angriff aus dem Untergrund"

    Bei einer Öko-Konferenz taucht ein prähistorisches Biest auf. TV-Monster-Movie (2007) vom Fließband, einzig für Fans von Kevin Sorbo vielleicht interessant.

    11.3. − "Wasting Away"

    Vier Kids verwandeln sich in Zombies und müssen um ihr "Leben" fürchten. Originelle Low-Budget-Komödie (2007) mit cleverer Ausgangssituation (man selbst nimmt nicht wahr, dass man ein Zombie ist), die für einige gute Lacher sorgt. Auch auf Blu-ray.

    12.3. − "Bitten in the Twilight"

    Sanitäter versucht eine Frau aufzupäppeln, die ein Vampir ist. Mäßig witzige Horror-Comedy mit schwarzem Humor und Jason Mewes (von "Jay & Silent Bob") in der Hauptrolle.

    12.3. − "Halloween 2"

    Laurie hat ihre erste Begegnung mit ihrem mörderischen Bruder Michael Myers nicht gut verkraftet. Direktes Sequel (2009) zum Remake von Rob Zombie: düster, wirr und dramaturgisch schwach, einzig die Besetzung (unter anderen Malcolm McDowell) weiß zu gefallen. Auch auf Blu-ray.

    18.3. − "Open Season − Jagdzeit!"

    Drei Kerle entführen und quälen ein Pärchen und wollen sie anschließend jagen. Früher Vertreter des Survival-Thrillers (1974) mit Peter Fonda und Oscar-Preisträger William Holden. Für heutige Verhältnisse eher brav, aber immer noch spannend.

    19.3. − "Jennifer's Body − Jungs nach ihrem Geschmack"

    DVD DES MONATS: Eine von einem Dämon besessene Schülerin hat ihre männlichen Kommilitonen zum Fressen gern. Recht platt, aber nicht nur dank Megan Fox hat diese Horror-Komödie (2009) einige Schauwerte. Länger als die Kinofassung. Auch auf Blu-ray.

    19.3. − "Pulse 2 − Afterlife"

    Unsere Kommunikationstechnik hat das Tor zu einer Invasion unserer Welt für finstere Kreaturen geöffnet, nur noch wenige normale Menschen sind am Leben. Enttäuschendes DVD-Sequel (2007) mit grässlichem Look und schwacher Story. Dem Hauptdarsteller Jamie Bamber (Lee aus "Battlestar Galactica") hätte man Besseres gewünscht.

    25.3. − "2012"

    DVD DES MONATS: Wer überlebt eine apokalyptische Umweltkatastrophe? Atemberaubend imposante Spezialeffekte, bei Story und Besetzung hat Regisseur Emmerich in seinem Sci-Fi-Blockbuster (2009) aber einige fragwürdige Entscheidungen getroffen. Auch auf Blu-ray.

    25.3. − "Lost − Season 5"

    DVD DES MONATS: Ben Linus und Charles Whitmore ringen um die Gunst der sieben Rückkehrer, Zeitreisen bringen die Zurückgebliebenen durcheinander. Spannende fünfte Staffel (2008), die mit den Zeitsprüngen geschickt trickst. Auch auf Blu-ray.

    26.3. − "The Graves"

    Zwei Schwestern geraten nach Skull City, wo nur Freaks und Killer zu Hause sind. Trashiger Horror (2010) im Retro-Style, Finger weg.

    26.3. − "Whiteout"

    In einer Forschungsstation in der Antarktis geht ein Killer um. Nur mäßig spannender Thriller (2009) mit Kate Beckinsale ("Underworld"). Auch auf Blu-ray.

    SF-Zone

    Übersicht über alle DVD-Kauf-Neuerscheinungen des neuen Monats aus den Genres Science-Fiction, Fantasy, Mystery und Horror − zusammengestellt und kommentiert von Stephan Mark. Ein Klick auf den Titel bringt Sie direkt zur richtigen Produktseite beim Online-Shop Amazon.de (Ausnahmen: Titel ohne FSK-Freigabe und zu Redaktionsschluss noch nicht ins Sortiment aufgenommene DVDs).


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    Obama lenkt NASA in neue Richtung

    Das Ende des Constellation-Programms

    Nach monatelangen Diskussionen und Spekulationen über den weiteren Kurs der bemannten Raumfahrt in den USA zeichnet sich nun mit der Veröffentlichung des NASA-Budgets für das Haushaltsjahr 2011 eine neue Richtung ab. Das bisherige Constellation-Programm zur bemannten Erforschung des Mondes ist damit Geschichte.

     
     

    Die Hoffnung auf eine rasche, richtungsweisende Entscheidung des neuen Präsidenten wurde nicht bestätigt.


    Nach dem tödlichen Unglück des Space Shuttles Columbia im Jahr 2003 war klar, dass die bemannte Raumfahrt in den USA einen fundamentalen Wandel erleben würde. Die damalige Bush-Administration beschloss daraufhin, das Shuttle noch bis zum Ende des Jahrzehnts fliegen zu lassen, um den Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) beenden zu können. Eine neue Zielsetzung erhielt die NASA für die Post-Shuttle-Ära im Jahr 2005 durch die so genannte Vision for Space Exploration (VSE), die die Entwicklung zweier neuer Trägerraketen − der bemannten Ares I und der Schwerlastrakete Ares V − mit dem Zweck der bemannten Rückkehr zum Mond und ultimativ dem Flug zum Mars vorsah.

    Wie bei großen Projekten in der Raumfahrt nicht unüblich, dehnte sich der ursprüngliche Zeitplan erheblich aus, während die Kosten unaufhaltsam zu steigen schienen. Schon früh in der Entwicklung wurde immer mehr Kritik laut, insbesondere am Design und den Fähigkeiten der relativ leistungsschwachen Ares I, welche mit der ebenfalls neu zu entwickelnden Kapsel Orion die Astronauten starten sollte, und an den immensen projektierten Kosten des Schwerlastträgers Ares V.

    Nach dem Wahlsieg Barack Obamas Ende letzten Jahres wurde es zunehmend wahrscheinlicher, dass das Constellation-Programm nicht in der bisherigen Form weitergeführt oder sogar ganz gestrichen werden würde. Nachdem sich jedoch bereits die Ernennung des neuen NASA-Administrators nach der Amtsniederlegung des bisherigen Administrators Michael Griffin erheblich verzögerte, wurde die Hoffnung auf eine rasche, richtungsweisende Entscheidung des neuen Präsidenten nicht bestätigt. Da über den weiteren Kurs der NASA auch nach dem Antritt des neuen NASA-Administrators, dem Ex-Astronauten und General Charles Bolden, weiterhin Unklarheit herrschte, wurde im Sommer 2009 die so genannte Augustine-Kommission eingesetzt, welche den Auftrag bekam, mehrere Optionen für die Zukunft der bemannten Raumfahrt herauszuarbeiten, jedoch keine explizite Empfehlung abzugeben.

    Die Augustine-Kommission

     
     

    Es wird nach dem Budgetvorschlag Obamas weder die beiden Ares-Raketen geben noch soll die Entwicklung der Orionkapsel weitergeführt werden.


    Das zentrale Ergebnis dieser Untersuchung war, dass mit dem bisherigen Budget der NASA kein Mondflug und allgemein kein Verlassen des niedrigen Erdorbits (LEO) in absehbarer Zeit möglich sein würde − die Ziele der Vision for Space Exploration konnten folglich nicht erreicht werden. Jedoch erhielt eine der vorgeschlagenen Optionen des Kommissionsberichts, der so genannte Flexible Path, besonders viel mediale Aufmerksamkeit. Diese Option brach mit dem bisherigen Paradigma der bemannten Landung auf anderen Hauptkörpern des Sonnensystems, wie Mond oder Mars, und sah stattdessen den Flug zu verschiedenen Zielen wie etwa erdnahen Asteroiden außerhalb der großen Schwerkraftsenken des Sonnensystems vor. Zudem wurden immer mehr Stimmen laut, die der NASA ausschließlich die Durchführung bemannter Flüge außerhalb eines Erdorbits verantworten wollten, während der Transport in den niedrigen Erdorbit durch bisher nicht einsatzbereite kommerzielle Anbieter stattfinden sollte.

    Ende von Constellation wahrscheinlich

    Nach der vor kurzem erfolgten Veröffentlichung des Budgets der NASA für das Fiskaljahr 2011 scheint nun zumindest die Kommerzialisierung der bemannten Raumfahrt beschlossene Sache zu sein. Der US-amerikanische Transport von Astronauten in den LEO soll demnach in Zukunft von Raumfahrtunternehmen übernommen werden. Hierfür sollen im nächsten Fiskaljahr 500 Millionen US-Dollar ausgegeben werden.

    Weiterhin wurden Gelder bereitgestellt, um die ISS zumindest bis zum Jahr 2020 betreiben zu können, was weithin erwartet und insbesondere von den internationalen Partnern der NASA explizit gefordert wurde. Für darauf bezogene Aktivitäten wurden für das nächte Fiskaljahr zunächst 183 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Die Installation eines Zentrifugenmoduls zur Erforschung der Wirkung verschiedener Schwerkraftumgebungen auf den menschlichen Körper sowie der Einsatz neuer aufblasbarer Stationsmodule sind dabei laut Weißem Haus während der verlängerten Einsatzdauer der ISS geplant.

    Pläne für über den Erdorbit hinausreichende Aktivitäten und die damit zusammenhängende Entwicklung eines Schwerlastträgers wurden trotz einer Budgeterhöhung von insgesamt 6 Milliarden US-Dollar über die nächsten fünf Jahre allerdings zunächst auf Eis gelegt. Es wird nach dem Budgetvorschlag Obamas weder die beiden Ares-Raketen geben noch soll die bisher unumstrittene Entwicklung der Orionkapsel weitergeführt werden. Lediglich in die Entwicklung neuer Technologien für ein künftiges bemanntes Transportsystem wird investiert. Darüber hinaus sollen im Rahmen eines umfassenden Technologieprogramms verschiedene Schlüsseltechnologien wie automatisierte und autonome Dockingsysteme, geschlossene Lebenserhaltungssysteme, orbitale Treibstoffdepots und neue Antriebssysteme entwickelt und getestet werden.

    Details bleiben bis zu diesem Zeitpunkt allerdings unbekannt, auch wenn Charles Bolden in seiner die Budgetveröffentlichung begleitenden Rede blumige, zukünftige Reisezeiten zum Mars "im Bereich von Wochen" verspricht, was die Entwicklung radikal neuer Konzepte der Energieversorgung und des Antriebs im Weltraum voraussetzen würde. Für diese Aktivitäten sind zunächst 1,2 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Daneben wird es ein weiteres, 369 Millionen Dollar umfassendes, NASA-weites Technologieentwicklungsprogramm geben.

     
     

    Das Gesamtbudget der NASA für das Fiskaljahr 2011 soll 19 Milliarden US-Dollar betragen − 700 Millionen mehr als dieses Jahr.


    Weitere Ausgabenpunkte umfassen unter anderem 3,2 Milliarden Dollar für allgemeine Wissenschafts- und Forschungsaufgaben sowie eine Reihe von Weltraumteleskopen und Forschungssonden, darunter den Nachfolger des bekannten Hubble-Weltraumteleskops, das James Webb Space Telescope, sowie für unbemannte Missionen zu Mond und Mars. 150 Millionen Dollar sollen für die Entwicklung neuer Erdbeobachtungsaufgaben ausgegeben werden, wobei weitere 170 Millionen Dollar für den Ersatz des im letzten Jahr beim Start abgestürzten Satelliten zur Untersuchung von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre, des Orbital Carbon Observatory (OCO) eingeplant sind.

    Eine wesentliche Verlängerung des Space-Shuttle-Programms wird es entgegen den Erwartungen vieler Beobachter nicht geben. Für die letzten fünf Flüge werden insgesamt 600 Millionen Dollar bereitgestellt, um, wie das Weiße Haus in einer Pressemitteilung formuliert, "die sichere und ordentliche Außerdienststellung des Space-Shuttle-Programms sicherzustellen, auch wenn sich diese bis in das Fiskaljahr 2011 verzögern sollte".

    Das Gesamtbudget der NASA für das Fiskaljahr 2011 soll demnach 19 Milliarden US-Dollar betragen, was einer Erhöhung um 700 Millionen gegenüber 2010 entspricht. Das Budget muss allerdings noch von beiden Kammern des Kongresses abgesegnet werden, wo sich jedoch bereits vor der Budgetveröffentlichung Widerstand abzeichnete. Der endgültige Ausgang der politischen Auseinandersetzung um die Zukunft der bemannten Raumfahrt in den USA ist folglich weiterhin offen.

    Weiterführende Links

  • TZN Raumfahrer.net: Die Augustine-Kommission
    Bericht der Augustine-Kommission veröffentlicht.

  • TZN Raumfahrer.net: HTV
    Der japanische Raumtransporter HTV wurde vorgestellt.

  • TZN Raumfahrer.net: Raumcon-Forum
    Diskussion: Die künftige Strategie der bemannten US Raumfahrt.

  • InSpace

    Timo Lange berichtet vom Ende von Bushs ambitionierten Mondplänen.


     

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