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StartLiteraturDoctor-Who-LiteraturRezension: "Doctor Who - Der zehnte Doctor 7: Krieg der Götter"

Rezension: “Doctor Who – Der zehnte Doctor 7: Krieg der Götter”

In unserer Review zum aktuellen Doctor Who-Comic klären wir, ob der Krieg der Götter wirklich etwas taugt.

Inhalt (Klappentext):

Auf der Leuchtenden Horizont machen sich Gabby und Dorothy Sorgen um Anubis. Er verhält sich immer seltsamer und die Rückkehr von Sutekh scheint unvermeidbar. Da kann nur noch der Doctor helfen!

Doctor Who 10.7 (Panini)
Doctor Who 10.7

Kritik

Auf sieben Bände haben es die Abenteuer des zehnten Doctors inzwischen gebracht und auch der erste Comic mit dem dreizehnten Doctor steht bereits in den Startlöchern. Auch hier sind wieder die üblichen Verdächtigen am Werk, weswegen die Zeichnungen durchaus ordentlich sind. Die Charaktere und ihre Gesichtszüge sind gut erkennbar, die Panels recht farbenfroh, so dass man auch im Hintergrund alle Details erkennen kann. Und natürlich ist auch die Ähnlichkeit mit dem Schauspielpendant gegeben. Lediglich die letzte Geschichte fällt hier zeichnungstechnisch ab, mischen hier doch auch andere Köche mit. Hier merkt man deutlich den Bruch zum Anfang der Geschichte und dem etwas comichafteren, aber auch kantigeren Stil.

Die Geschichte dreht sich weiterhin um die titelgebenden Götter, namentlich Anubis und Sutekh, wobei letzterer seine Rückkehr versucht. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Storyline um die Osiraner wird in diesem Band (endlich) beendet. Das war auch bitter nötig, denn sie zog sich schon viel zu lange und durch die weit auseinanderliegenden Erscheinungsdaten der Bände hatte man sowieso nicht mehr alles im Kopf. Zudem war das Konzept auch langsam ausgelutscht.

Bei einem Band über Osiraner dürfen auch die Bezüge zum vierten Doctor nicht fehlen und tatsächlich sieht man eine Szene aus der Folge “Pyramids of Mars” (Doctor Who (Classic), 13×9 – 13×12) und wie es danach weiterging. Das ist an dieser Stelle sicher auch ein Stück weit Fanservice, vermag aber dennoch zu gefallen. Dass Sutekh allerdings eine Unmenge an anderen Kreaturen beschwört, die ihm im Kampf gegen den Doctor helfen, ist dann nicht so gut gelöst. Sicher, es mag sie in der Leere geben, aber sie dienen einzig dem Zweck, den Doctor abzulenken, damit der Bösewicht Zeit gewinnt, aber man muss riesige Weltenkillerkreaturen wohl einfach mögen, um mit diesem Konzept warm zu werden.

Charakterlich gibt es immerhin aber einiges zu sehen. So darf der Doctor Freundschaften mit alten Osiranern pflegen, Gabby und Cindy gestehen sich endlich ihre Liebe und selbst Dorothy muss am Ende ein Opfer bringen. All das ist gut umgesetzt und hinzu kommt auch noch der Konflikt zwischen Vater und Sohn, Anubis und Sutekh. An manchen Stellen hätte man vielleicht auch hier noch ein wenig mehr herausholen können, man kann aber mit dem Storyausgang durchaus zufrieden sein.

Lediglich die zweite Geschichte fällt hier etwas ab und präsentiert eine übliche Alien-Invasion in London (oder deren Versuch). Zwar darf der Doctor auch hier charakterlich etwas glänzen, nämlich dann, wenn Gabby ihn fragt, ob er etwas für seine Begleiter empfindet (was im Übrigen einen schönen Bogen zu den Specials von Doctor 10 schlägt), hier hat man aber eindeutig schon Vielschichtigeres gesehen. Aber das ist eben immer schon das Problem von One-Shots gewesen.

Fazit

Alles in allem ein akzeptabler aber auch nötiger Abschluss der gegenwärtigen Story um den zehnten Doctor. Trotz einiger Verwirrungen vermag das Abenteuer durchaus zu gefallen.

[usr 3.5]
Information: Ein Exemplar dieser Ausgabe wurde dem Autor vom Verlag zum Zwecke der Rezension kostenlos überlassen.

Quick-Infos

Autor: Nick Abazdis, James Peaty
Zeichner: Giorgia Sposito, Warren Pleece, Arianna Florean
Originaltitel: Doctor Who – The Tenth Doctor 15-17, Year Three
Jahr der Veröffentlichung (Original): 2019
Übersetzer: Claudia Kern
Seitenanzahl: 132
Preis: 17.- Euro
ISBN: 978-3-7416-1239-8
Verlag: Panini

 

Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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