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    Kurzrezension: Picard 2×08 – “Mercy”

    In unserer spoilerfreien Rezension besprechen wir "Mercy", den Auftakt zum Finale der zweiten Staffel "Star Trek: Picard"

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    In der drittletzten Episode “Mercy” erlebt die zweite Staffel “Picard” einen unfokussierten Durchhänger.


    Was meinen wir mit “spoilerfrei”?

    Es gibt sehr unterschiedliche Auffassungen dazu, was “spoilerfrei” bedeutet. Damit ihr selbst entscheiden könnt, ob ihr die Rezension vorab lesen möchtet, machen wir hier transparent, was wir darunter verstehen:

    • Wir verraten keine wichtigen und unerwarteten Wendungen der Handlung bzw. Informationen über die fiktiven Welt und ihre Figuren.
    • Was im Vorfeld durch Vorschauclips und Trailer gezeigt wird, ist kein Spoiler.
    • Was im Cold Open (vor dem Vorspann) bzw. im ersten Akt (bei Episoden ohne Cold Open) passiert, ist kein Spoiler.
    • Handwerklichen Aspekte (Schauspiel, Drehbuch, Bühnenbild, Soundtrack, Spezialeffekte) sind keine Spoiler, sofern sie nichts Wichtiges über die Handlung verraten.

    “Mercy” spielt auf vielen Hochzeiten: Picard und Guinan sind im Gewahrsam von Wells, der die beiden für außerirdische Agenten hält, die die Europa-Mission sabotieren wollen. Seven und Raffi verfolgen derweil Jurati in der Hoffnung, die neue Borg-Königin zu stoppen. Rios versucht auf der La Sirena, diese von den Modifikationen der Borg-Königin zu befreien und seine Beziehung zu Teresa zu vertiefen. Adam muss sich Kore Soongs Entdeckungen stellen und sieht sich mit einer schwerwiegenden Entscheidung konfrontiert.

    GNDN

    Auf den Sets der “Next Generation” mussten viele Türen, Panele, Kisten und Leitungen mit Stickern beschriftet werden, um die Illusion eines durchdachten und funktionierenden Raumschiffes zu schaffen. Ein Insiderwitz in der Produktionsabteilung war die Beschriftung “GNDN” als Abkürzung für “Goes Nowhere, Does Nothing” – “Führt nirgendwo hin, hat keine Funktion”.

    “Mercy” ist, wie leider der Großteil der zweiten Staffel, mit “GNDN” ziemlich gut beschrieben. Mit Agent Wells führt “Picard” die nächste Figur ein, die ohne erkennbaren Grund den Plot verkompliziert. Wie bereits Rios’ Verhaftung saugt sie unnütz Momentum aus der ohnehin bereits dahinkriechenden Handlung heraus. Nach Teresa, Renée, Tallinn, Guinan, Adam und Kore Soong hat der Writer’s Room offenbar immer noch nicht ausreichend Nebenfiguren aus dem 21. Jahrhundert aufgefahren.

    Außer der aus “TNG” bekannten Guinan hat davon bisher niemand ein differenziertes oder gar interessantes Innenleben entwickeln können, sondern ist im zweidimensionalen Klischee verhaftet geblieben. Wir haben inzwischen einen Pantheon von kleinen Zahnrad-Charakteren, die allesamt nur für den Zweck zu existieren scheinen, die dünne Handlung der Staffel um eine weitere Folge oder zwei zu strecken, und dabei selbst letztlich belanglos blieben. Nun nimmt sich “Mercy” die Zeit – oder besser gesagt: stiehlt dem Publikum die Zeit – auf den letzten Metern einen Agent-Mulder-Verschnitt einzuführen.

    Jay Karnes als Agent Wells in “Mercy” (Bild: © Paramount + / Amazon Prime Video)

    Die wohlwollendste Erklärung für Wells Erscheinen so spät in der Staffel mag lauten, dass er auf eine bestimmte Weise Picard spiegelt. Guinan und Picard versuchen daraus eine tiefsinnige Moral über das Wesen der Menschen zu spinnen, wer aber kurz darüber nachdenkt und es in den Kontext des bekannten “Star Trek”-Kosmos setzt, erkennt nur hohle Phrasen müder Küchenpsychologie.

    Die Analogie wird uns, dem Publikum, mit dem bekannten Fingerspitzengefühl (Vorschlaghammer) so nahegebracht, dass es schon wieder karikierende Züge annimmt. Außerdem scheint der Vergleich sowohl unnötig als auch unglaubwürdig. Hätte die letzte Episode nicht in einem Akt der Willkür die Auflösung von Picards Kindheitstrauma in letzter Minute gestoppt, wäre sie vermutlich gänzlich überflüssig. Schließlich bringt die Figur Wells durch ihre Anlage so viele logische Probleme mit sich, dass man sich schon alleine deswegen wünscht, “Mercy” hätte sich diesen Nebenschauplatz gespart.

    Am Ende dieser A-Handlung stellt sich mir ernsthaft die Frage, was Cindy Appel und Kirsten Beyer glauben, mit “Mercy” erzählerisch geleistet zu haben. Und wenn Agent Wells in den letzten beiden Episoden noch wichtig werden sollte, wäre es nicht sinnvoll gewesen, ihn bereits am Anfang der Staffel einzuführen?

    Mercy: Gnade nach Buße

    Und so laviert sich “Mercy” auch durch die anderen Handlungsstränge. Die Verfolgungsjagd von Raffi und Seven schrammt mal wieder haarscharf daran vorbei, die Beziehung und die inneren Konflikte dieser Figuren zu vertiefen. Der Gipfel der handwerklichen Stümperei ist ein Flashback von Raffi, das einerseits als emotional bewegendes Geständnis taugen soll, aber andererseits danach keine Rolle mehr spielt. Das ist wohl als Payoff für ein paar Andeutungen aus den letzten Episoden gedacht. In “Mercy” wirkt es aber eher gedankenlos drangeklatscht als eine echte befriedigende Auflösung für Raffis Handlungsbogen.

    Stattdessen bekommen wir eine haarsträubend unwahrscheinliche Action-Szene präsentiert, in der die Beteiligten offenbar zu dumm sind, einen auf dem Boden liegenden Phaser in unter 30 Sekunden wieder aufzusammeln. Derweil wird der Assimilationsprozess der Borg weiter freudig umgewurschtelt, wie es das Drehbuch gerade braucht: GNDN.

    Rios (Santiago Cabrera) und Teresa (Sol Rodriguez) in “Mercy” (Bild: © Paramount + / Amazon Prime Video)

    Auf der La Sirena geht es ähnlich unfokussiert zu. Im Wesentlichen ist Rios dafür abgestellt, das Schiff vom Einfluss der Borg-Königin zu befreien. In der Drehbuchlogik gibt es ihm “frei”, um Platz für ein paar durchaus sympathische Szenen mit Teresa und Ricardo zu machen. Es würde mich nach “Monsters” nicht wundern, wenn Rios am Ende der Staffel auf die Rückkehr ins 25. Jahrhundert verzichten würde.

    Aber auch die gute Dr. Ramirez und ihr Schwarm aus der Zukunft sollen trotz der ungestörten Zweisamkeit keine Chance erhalten, ihre Beziehung wirklich zu vertiefen. Es wird geflirtet, was das Zeug hält. Und als wolle das Drehbuch uns einen Stinkefinger zeigen, würgt es eine wirklich gelungene Szene genau in dem Moment ab, als Rios tatsächlich einmal wachsen könnte. Wie gesagt: GNDN.

    Der Rest

    “Mercy” macht auch noch Raum für zwei andere Nebenschauplätze. Der gelungenere davon ist ein weiterer Auftritt von John de Lancie als Q. In einem kurzen Kammerspiel erfahren wir eine Winzigkeit mehr darüber, was ihn umtreibt. Die Zeilen sind pointiert und de Lancie weiß sie wirkungsvoll ins Ziel zu bringen. Dumm nur, dass wir danach immer noch ahnungslos sind, warum Q sich wieder ins Picards Leben einmischt und was er sich davon erhofft. Das ist kurz vor Staffelende eine ziemlich zynische Art und Weise, den zweiten Akt der Story künstlich in die Länge zu ziehen.

    John de Lancie als Q in “Mercy” (Bild: © Paramount + / Amazon Prime Video)

    Bleiben zuletzt noch die Soongs. Im Gegensatz zu anderen Rezensierenden empfinde ich den kompletten Handlungsstrang bereits seit “Fly Me to the Moon” zum Fremdschämen. Adam Soong ist das zweidimensionale Abziehbild eines verrückten, geltungssüchtigen Wissenschaftlers, wie es sie nur in Hollywood gibt. Auch Kores Charakterisierung ist schwer auszuhalten: Die Enthüllungen aus “Two of One” haben offenbar nicht gereicht, ihr klarzumachen, dass sie das Ergebnis von genetischen Experimenten in einer ganzen Reihe von Fehlschlägen ist.

    Es mag ja sein, dass Menschen in Krisensituationen in Selbsttäuschung verfallen, und widersprüchliche Informationen ausblenden/ignorieren, die ihr Selbstverständnis in Frage stellen. Aber zu diesem naiven Selbstbetrug passt ihr abgeklärtes Verhalten in der restlichen Folge ganz und gar nicht.

    To be continued…

    Nach “Mercy” sind wird keinen Deut klüger, was die Mission unserer Protagonisten oder ihre Charakterbögen für diese Staffel anbelangt. Mit nur noch zwei Folgen vor der Brust hat “Picard” mehr als ein halbes Dutzend bedeutende offene Handlungsstränge abzubinden und reißt mit dem Ende der Episode weitere auf.

    Die offenen Enden haben Methode – und bei der handelt es sich nicht um eine besonders ausgeklügelte Dramaturgie. Sollte sich das Chaos der Handlungsstränge tatsächlich in den nächsten beiden Folgen zu einem befriedigenden Ende abschließen lassen, dann reichte der komplette Plot samt Charakterentwicklung nicht einmal für eine halbe Staffel. Und so wird das Publikum mit kleinsten Häppchen von Woche für Woche abgespeist und letztlich für dumm verkauft.

    Raffi und Seven in "Mercy"
    Raffi und Seven in “Mercy” – © Paramount + / Amazon Prime Video

    So wissen weder Publikum noch Protagonisten, was eigentlich Q mit dem ganzen Versuchsaufbau beabsichtigt, geschweige denn, mit welcher Motivation und Zielsetzung der Plot eigentlich in die letzten beiden Episoden aufgelöst werden könnte. Dabei sollte es einst um das innere Leben des Jean-Luc Picard und dessen Lebensentscheidungen gehen. Stattdessen wird die nächste belanglose Ablenkung von diesem vermeintlichen Kern der Geschichte mit dem Cliffhanger der Episode schon vorbereitet.

    Beobachtungen

    • Smartphones verwenden Akkus meist auf Lithium-Ionen-Basis. Autobatterien (von Verbrennungsfahrzeugen) basieren dagegen auf Blei.
    • Wieder viel Product Placement für Microsoft, wieder kein Hinweis auf Werbeunterstützung in den Credits. Besonders unglücklich ist der prominente Einsatz einer Hololens, eines Produktes, dessen Weiterentwicklung vermeintlich auf Eis liegt.
    • Zum X-ten Mal: Ich halte nichts vom Assimilations-Retcon und die Assimilationseffekte sind wie die Maske der Borg-Königin ein riesiger Rückschritt von der “First Contact”-Ästhetik. Es ist schon eine traurige Leistung mit dem Vorsprung von 25 Jahre Produktionstechnik wahrhaft furchteinflößenden Körperhorror zu einem Schulterzucker zu degradieren. Da hilft es auch nicht, dass Jeff Russo inzwischen jede zweite Szene mit dem Borg-Thema aus “First Contact” unterlegt.
    • Wo wir beim Soundtrack sind: Es gibt ja noch ein paar andere ikonische Themen für die Borg sowohl aus “The Next Generation” als auch “Voyager”. Schade, das die keine Chance bekommen.
    • Wie lange darf man sich als Barbetreiber in LA Zeit lassen, die Scherben einer zerborstenen Fensterscheibe wieder vom Gehweg zu fegen?
    • “Mercy” legt uns nahe, dass die Technologie der Erde unmittelbar vor dem Dritten Weltkrieg für die Borg-Königin nicht ausreicht/geeignet ist, Populationen im großen Maßstab zu assimilieren. Wenn das wahr ist, warum springt die Borg-Sphäre dann in “First Contact” zurück nach 2063? Wie soll es nach den Verwüstungen eines Nuklearkrieges besser um Technik, Infrastruktur und Rohstoffe bestellt sein?
    • Kore hat einen Dodekaeder als weiße Blumenvase in ihrem Zimmer. Dasselbe Modell tauchte letzte Woche in der Paramount+-Schwesterserie “Halo” auf.

    Mit Rücksicht auf die Leser:innen, die die Episoden noch nicht gesehen haben, bitten wir in den Kommentaren zu diesem Beitrag auf Spoiler zu verzichten. Danke!

    Bewertungsübersicht

    Gesamt
    Handlung der Einzelepisode
    Stringenz des staffel- und serienübergreifenden Handlungsstrangs
    Stringenz des bekannten Kanons
    Charakterentwicklung
    Spannung
    Action & Effekte
    Humor
    Intellektueller Anspruch

    Fazit

    Die belanglose Aneinanderreihung von Science-Fiction-Klischees ist ermüdend. Acht Folgen in die zweite Staffel "Picard" zeigt sich weder ein stringenter übergreifender Plot, noch eine sinnvolle Weiterentwicklung der Hauptfiguren. Stattdessen arbeitet sich "Mercy" an wieder einer neuen Nebenfigur ab, während Seven, Raffi, Rios und Q nicht über den Ansatz von dringend notwendiger Entwicklung hinauskommen. Das Publikum wird für dumm verkauft, und zusammen mit den Protagonisten wissen wir nach acht Episoden immer noch nicht, was Anfang und Ende dieser Staffel im Kern zusammenhalten soll.
    christopher.kurtz
    Christopher Kurtz
    Seit den frühen 2000ern ist Christopher Redakteur im TrekZone Network. Wenn er nicht in den unendlichen Weiten nach kritisch rationalem Humanismus Ausschau hält oder sich über die Plausibilität fiktiver Technologien und Gesellschaftsformen den Kopf zermartert, findet man ihn meistens in der Nähe von Spielen der geselligen Art, egal ob analog oder digital, ob als Mitspieler oder Gelegenheitsautor.

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    20 Kommentare

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    20 Kommentare
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    Alex, Du hast absolut Recht. Diese Handlung führt zu nichts. Man hat dem Ganzen ja eine Chance gegeben, aber das Ergebnis ist deprimierend. Poor New Trek.

    Apropos die Jungs weiter unten: Schreibt bitte erst mal “dilettantisch” richtig.

    Mit “Goes Nowhere, Does Nothing” ist die Staffel bisher ganz gut zusammengefasst. Mir gefällt sie zwar besser als Staffel 1, aber insgesamt muss ich dem Befund zustimmen, dass die Handlung irgendwie zu nichts führt. Folge 8 steigert sich zwar wieder im Vergleich zu den letzten beiden Folgen, aber man erkennt auch gut, wie belanglos die bisherige Handlung war. Man präsentiert uns scheinbare Zusammenhänge, die aber bei näherer Betrachtung keine sind. Picard hat das Lost-Syndrom. Man präsentiert uns am Ende jeder Folge eine offene Frage, einen Cliffhänger, der aber bereits in der nächsten Episode schon wieder belanglos ist. Zu viele Fragen… Weiterlesen »

    “Goes Nowhere, Does Nothing” Sehe ich aber gänzlich anders, wenn gleich sich die Handlung tatsächlich zieht: Agent Wells: Was passiert, wenn du in der Kindheit ALIENs gesehen hast. Dir glaubt eh keiner, also suche ich sie, bis ich sie finde. Klasse, ggf. mit “Carbon-Creek”?? Raffie und Seven bringen wieder ein Häppchen zu ihrerer Beziehung, für mich die richtige Portion. Guinan und Q: Klasse gespielt, Guinan mehr wie die “Alte” Guinan. Es wird auch klarer, das Q wohl JL helfen will, bleibt spannend. Also auch dort wieder einen Happen. Soong, klasse gespielt, verbindet sich mit der Borg Queen. Ist das der… Weiterlesen »

    Picard hat das Lost-Syndrom. Man präsentiert uns am Ende jeder Folge eine offene Frage, einen Cliffhänger, der aber bereits in der nächsten Episode schon wieder belanglos ist. Mag sein, dass das daran liegt, dass ich Lost nicht gesehen habe, aber ich muss bei sowas jedes Mal an die Serie 24 denken: Dort gab es eine Folge in der hat sich ein finsterer Geselle mit einem wichtigen Gegenstand in einem Raum eingeschlossen hat und droht, diesen zu zerstören. Die Folge endet damit, dass Jack Bauer vor dem Raum steht und unklar ist, wie er die Situation lösen kann. Die Auflösung kam… Weiterlesen »

    Haaach, die Folge hatte wie immer viele emotionale Füller, das Gekabbel zwischen Raffi und Seven halte ich schon die ganze Staffel hindurch durch z.B. für einen reinen Zeitfresser, und die Rückblende mit Elnor war eher zum Fremdschämen, und die Turtelei von Rios, ächz… Wenn man sich aber mal auf die Emo-Schiene einlässt, war z.B. das Gespräch zwischen Kore und dem Doktorchen ganz ok. Moralische Dilemmas überall, mehr oder weniger geistreiche Kommentare über das Menschsein, mal zu dick aufgetragen, manchmal ganz gelungen… Der angeschlagene, wütende Q war klasse! Die Story mit dem traumatisierten FBI-Mann doch was fürs Herz. Und hey, Agnes/Queenie… Weiterlesen »

    Danke für die Rezension, sehe das nicht so negativ. Mir hat die Folge, im Gegensatz zur letzten, wieder gefallen. Handlungsstränge die verwoben sind, wieder ein Stückchen Rätsel bei „Q“ gelöst, bei Soong angedeutet. Ich find das gut. Das „Beziehungs“-Spiel Seven und Raffie fand ich mehr als ausreichend. Auch der Flashback war passend. Raffie ist mir ein bisschen zu emotional, für einen „wiedereingestellten“ Sternenflottenoffizier (w). Guinan, jung, gefällt mir jetzt besser., ich erkenne jetzt mehr von Guinan „alt“. Vor allem hat sich ihre Einstellung wieder geändert, siehe Punkt „Charakterentwicklung“. Q wie immer, grandios. Auch dieses „häppchenweise“ Spiel hält die Spannung aufrecht.… Weiterlesen »

    Dieses Argument lese ich immer wieder. Wie haben sich den Charakter in 7 Staffeln TNG (176 Folgen) entwickelt. Jordie La Forge blieb….Jordie La Forge Naja, das war das Storytelling der 80er und 90er Jahre. Das wurde dann durch DS9 wieder besser gemacht nur damit bei Voyager wieder deutlich wurde, dass die Autoren selbst an Charakteren außer Janeway, Seven und dem Doktor gar kein Interesse hatten. Darüber lasse ich mich seit fast 20 Jahre auch regelmäßig aus 😀 Gerade PIC zeigt immer wieder gute Charakterentwicklungen, für die paar Folgen, selbst bei JL und Guinan. Mich persönlich stört immer die ART, wie… Weiterlesen »

    Gefühlt sämtliche Entwicklungen fühlen sich aktuell einfach so an als hätte man sie mit aller Gewalt in die Handlung geprügelt, oder, wie man es im Star Trek der 90er sagte: “Das wirkt jetzt aber schon ganz schön konstruiert” Gerade das trifft auf PIC erste Staffel eben nicht zu. Diese strotzt vor tollen Charakterntwicklungen! Rios: Vom desillusionierten Hasardeur zum wertegeprägten Sternenflottenoffizier. Er sieht  in PIC seinen „Alten“, seine Vorgesetzten. Das sah man am besten am Gespräch zwischen den beiden, als es um den Cpt von Rios ging, der sich selbst tötete.‘ Raffie: Von der gebrochenen Drogenabhängigen zur strammen No.1, die ich… Weiterlesen »

    Das Problem dieser Staffel im Speziellen und “moderner SciFi” im Allgemeinen: Obwohl SciFi erwarten wir als Zuseher dass es glaubwürdig und konsistent ist. Eine kurze Berührung genügt, um eine komplette Persönlichkeit und das gesamte Wissen (sic!) in eine andere Person zu übertragen – und, im nächsten Moment, werden wieder künstliche Hürden für die Assimilation errichtet um Zeit zu schinden. In Staffel 1 gab es ein Gerät, mit dem man das Vergangene sichtbar machen konntem das Schiff kann sich ja auch selbst reparieren usw – nur steht diese Technologie immer dann nicht (mehr) zur Verfügung, wenn sie brauchen würde. Die Lösungen… Weiterlesen »

    Wie soll es nach den Verwüstungen eines Nuklearkrieges besser um Technik, Infrastruktur und Rohstoffe bestellt sein? Ich denke, die Frage lässt sich recht leicht beantworten: Waren die Borg da ein ganzes Raumschiff incl. geeigneter Werkzeuge hatten, und nicht nur eine Queen Waren es nach dem 3. Weltkrieg viel viel viel weniger Menschen, die assimiliert werden müssten War der Assimilierungsprozess in First Contact einfach noch eine Sache von Sekunden und nicht von Tagen 😉 Meine Güte! hätten sie wenigstens irgendein Technobabbel von wegen Impfstoff gegen die Nanosonden oder so eingebracht! Ich finde es einfach nur so schlimm, was sowohl hier als… Weiterlesen »

    “Alles, was handlungstechnisch in der zweiten Staffel von Picard passiert ist hätte es bei TNG in einen Zweiteiler geschafft und das ohne, dass irgendwem irgendwas gefehlt hätte.”

    Bingo, ganz genau! Die alten Recken haben es verstanden, kompakte, in sich stimmige Geschichten zu erzählen.

    Also der Sprung zurück in First Contact sollte den ersten Kontakt verhindern. Das hatte nichts mit Technik-Standards zu tun.

    Ich denke in der Rezension wurde das Thema Menschheit assimilieren erwähnt weil ja in der Zeitreise-Sequenz gesagt wurde, dass die komplette Population der Erde aus Borg besteht.

    Oh Gott. Was für ein Murks, diese Serie. Im Grunde geht die im 21. Jahrhundert rumlaufende Borg-Königin auf die Dummheit von Picard und Co. zurück, die sie einfach auf der La Sirena zurückgelassen und sich um andere Dinge gekümmert haben. Überhaupt jagt ein Plot Hole das nächste, und die eigentlichen Fragen bzw. deren Auflösung werden immer weiter verschleppt. Nichts Neues im Kurtzman-Land, würde ich sagen. Es ist wirklich schade, dass ein Schauspieler wie DeLancie an ein derart mieses Drehbuch verschenkt wird, denn der Mann hat wirklich Ausstrahlung, nach wie vor.

    Man kann am besten über Geschmack streiten. Star Trek Picard sagt schon worum es geht um den Menschen die Person. Die Frage wer ihm zur Seite steht wäre die bessere Frage. War seven gut? Oder ist Seven so komplex das sie in einer anderen Star Trek Serie besser gewesen wäre einfach wegen ihrer Entwicklung. Ich finde Staffel 2 super, die Bedeutung der Klinik in der Rios war und dan später Picard behandelt wird gute Verbindung. Die Art Serien zu machen hat sich verändert, leider können ein paar Fans sich nicht mit anpassen und hauen deletantische Bewertungen raus. Gewöhnt euch an… Weiterlesen »

    Ich stimme Captain.Hunt voll zu! Grossartige 2. Season und absolut tolle Folge diese Woche!

    Ich will ja gar nicht das alte ST zurück. Aber sind die denn nicht mal in der Lage, eine in sich stimmige Handlung zu präsentieren? Es ist wie bei Discovery: Die innere Logik der Folgen stimmt nicht; es sind ständig Plot Holes und unbeantwortete Fragen, und anstatt die Dinge zu beantworten, werden ununterbrochen neue Fässer aufgemacht. Das Ganze ertrinkt am Ende in Belanglosigkeit und Widersprüchen. Bitte, sollen sie den ganzen ST-Canon über den Haufen werfen – nur bitte dann mit Hirn. Die Story ist ja wohl der allerletzte Witz.

    Kann dem nur zustimmen. Klar gibt es Einbrüche beim persönlichen Geschmack. War bei mir in der letzten Folge so. Insgesamt gefällt mir die zweite Staffel auch sehr gut.

    Die Art Serien zu machen hat sich verändert, leider können ein paar Fans sich nicht mit anpassen und hauen deletantische Bewertungen raus.  Wenn man die neuen Star Trek Serien mit anderen aktuellen Serien vergleicht, dann merkt man, dass die Macher der aktuellen Star Trek Serien keinerlei Ahnung haben, wie sie das moderne Serienkonzept angehen sollen. Dass eine (kürzere) Staffel immer einen Handlungsstrang hat ist wohl für alle okay, das ist ja mittlerweile auch der Standard, der bei Serien auf Netflix und Disney+, oder auch bei the Expanse und Game of Thrones ja auch gut ankommt. Was für die meisten Kritiker… Weiterlesen »

    Dito. Moderne Themen, moderne Erzählung ist ja kein Problem. Aber wieso eigentlich auf solch einem Niveau, dass es – wie die TrekZone-Redakteure bereits schrieben – an Verdummung des Publikums grenzt? Es muss eine innere Gereimtheit und Logik geben, und die ist selbst nach Episode 8 von 10 nicht im Entferntesten erkennbar. DAS soll also eine moderne Sci-Fi- und ST-Serie sein? Nein, dann schalte ich lieber ab und bleibe ein altbackener, angestaubter “Deletant”.

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