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    StartLiteraturRezension: "Die Schlange und der Tod"

    Rezension: “Die Schlange und der Tod”

    Der dritte Asgard-Band von Cross Cult bei uns im Review.

    Deutscher TitelDie Schlange und der Tod
    OriginaltitelThe Serpent and the Dead
    Buchautor(en)Anna Stephens
    VerlagCross Cult
    Umfang (Seiten)309
    Preis15 Euro
    VerfügbarkeitRegulär erhältlich
    Veröffentlichungsjahr2021
    ISBN978-3-96658-862-1

    Der dritte Asgard-Band von Cross Cult bei uns im Review.

    Inhalt (Klappentext)

    Ein außergewöhnliches Duo asgardischer Heldinnen kämpft sich in diesem epischen Abenteuer quer durch die Neun Welten. Nach „Das Schwert des Surtur“ und „Der Kopf des Mimir“ der dritte Roman zum Fantasy-Universum von Marvel. Inmitten eines blutigen Konflikts muss Lady Sif, die tapfere asgardische Kriegerin, mit ansehen, wie ihre enge Freundin in einer glorreichen Schlacht stirbt – doch ihre Seele gelangt nicht in die ewigen Hallen von Walhalla. Wütend und wie gelähmt vor Angst, dass das Leben nach dem Tod für sie und alle Asen in Gefahr ist, bittet sie die Walküre Brunnhilde um Hilfe, die furchterregende Kriegerin, die damit betraut ist, würdige Seelen ins Jenseits zu befördern. Gemeinsam durchforsten sie Asgard nach Antworten. Gerüchte machen die Runde, dass Städte von einer Horde von Soldaten angegriffen werden, die nicht getötet werden können. Jemand baut eine unsterbliche Armee auf und stiehlt die Seelen der Asen … Eine angemessene Herausforderung für zwei der mächtigsten Helden Asgards!

    Kritik

    „Die Schlange und der Tod“ ist der nächste Streich in der Reihe der Marvel-Bücher von Cross Cult und handelt erneut von den Asgardianern, also der Riege um Thor. Diesmal steht Lady Sif im Mittelpunkt, die gemeinsam mit einer Walkürin auszieht, um einen perfiden Plan zu vereiteln.

    Erneut schöpft man dabei aus der nordischen Mythologie, denn die Walküren bringen die Seelen der Toten nach Walhalla. Irgendwer stiehlt diese jedoch und nutzt sie für eine Art Zombiearmee, die er auf Asgard hetzt. Grund genug für unsere Helden, dagegen vorzugehen – und damit soll es das an dieser Stelle auch schon mit der Beschreibung der Handlung gewesen sein.

    Im Grunde ist auch diese Story wie eine klassische Heldenreise aufgebaut, denn unsere Heldinnen müssen quasi gegen das Böse vorgehen und kämpfen dabei gegen allerlei Gefahren. Dies funktioniert allerdings vor allem zu Beginn recht gut, nutzt Stephens die Chance doch, um uns die Charaktere näherzubringen. Anfangs sind es noch drei Heldinnen, die ausziehen, wobei die Frotzeleien zwischen ihnen teils schon etwas gekünstelt wirken. Zum Glück hält sich das aber in Grenzen und man kann in der Tat eine emotionale Bindung aufbauen.

    Positiv ist auch, das man hier nicht den Weg gegangen ist, eine der Heldinnen als Verräterin zu zeigen, sondern die aufgebauten Beziehungen wirklich Bestand haben. Als Bonus gibt es zudem Cameo-Auftritte bekannterer Helden, wie etwa Thor. Allerdings leidet eben auch der Big Bad, ähnlich wie bei Elsa, darunter, das man ihn eben quasi aus dem Hut zaubert. Okay, er steht genau genommen auf dem Cover, dürfte aber trotzdem eher nur beinharten Comicfans etwas sagen. Die zuvor gelegte Spur, nach der ein eher bekannterer Schurke hinter allem vermutet wird, wird zwar schön aufgebaut, dürfte für die meisten Leser aber zu offensichtlich sein.

    Ein etwas größerer Schwachpunkt kommt allerdings auch hier gegen Schluss. Während die meisten Romane den Showdown in wenigen Seiten abhandeln, nimmt man sich hier satte 70 (!) Seiten Zeit für den finalen Kampf. Generell ist das zwar löblich, allerdings muss man auch festhalten, dass dies eben ein Roman und kein Comic ist (und selbst in Comics ermüden zu lange Schlachtszenen schnell). Im Comic kann man auf Bilder setzen, hier muss man die Kämpfe beschreiben. Hinzu kommt, dass es sich eben nicht um eine Massenschlacht handelt (wie etwa in Endsinger), bei der man zwischen einzelnen Schauplätzen und Helden hin und her wechseln kann. Hier spielt sich alles rund um unsere zwei Helden ab. Und das führt leider dazu, das die Kampfszenen schnell recht ähnlich klingen und daher eher langweilen als fesselnd sind. Kommt man mit diesem Manko klar, zählt diese Geschichte aber zweifellos zu den besseren Marvel-Büchern.

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    Eine typische Heldenreise wird mit guten Charakterszenen verquickt, auch wenn es in der B-Note und vor allem beim Showdown Abzüge gibt. Trotzdem einer der besseren Marvel-Romane.

    REVIEW OVERVIEW

    Bewertung
    Thomas Götz
    Thomas Götz
    Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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    Rezension: "Die Schlange und der Tod"Eine typische Heldenreise wird mit guten Charakterszenen verquickt, auch wenn es in der B-Note und vor allem beim Showdown Abzüge gibt. Trotzdem einer der besseren Marvel-Romane.

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