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StartLiteraturRezension: "Predator - Tag des Jägers"

Rezension: “Predator – Tag des Jägers”

Deutscher TitelPredator - Tag des Jägers
OriginaltitelPredator - Day of the Hunter 1-6
Buchautor(en)Ed Brisson, Kev Walker
ÜbersetzerAlexander Rösch
VerlagPanini
Umfang (Seiten)160
Preis19
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2022
ISBN978-3741636066

Die neue Predator-Reihe nun auf Deutsch.

Inhalt (Klappentext)

Während sie mit ihren Eltern auf einer wissenschaftlichen Expedition einen unbekannten Planeten besuchte, wurden die kleine Theta, ihre Familie und der Rest der Crew von einem wilden Außerirdischen angegriff en, der bis an die Zähne bewaff net und mit unglaublichen Tarnfähigkeiten ausgestattet war. Das Mädchen sah, wie das Monster ihren Vater und ihre Mutter sowie alle anderen Besatzungsmitglieder abschlachtete. Bevor sie jedoch ihren Wunden erlag, gelang es Thetas Mutter, den außerirdischen Killer zu verwunden. Dank der Intervention von Sandy, der K.I. des Raumschiff s, gelang Theta die Flucht, aber ihre Kindheit und Unschuld starben an diesem Tag zusammen mit ihren Eltern. Heute, Jahre später, reist Theta nur in Begleitung von Sandy durch den Weltraum. Und in einem tödlichen Spiel, in dem die Rollen von Beute und Raubtier zunehmend verschwimmen, wird Theta alles tun, um dieses Monster zu finden.

Kritik

Mit “Tag des Jägers” startet eine neue Predator-Reihe. Zeichnungstechnisch ist man auch hier relativ gut unterwegs, wobei allerdings an manchen Stellen die Panels etwas plumper wirken, was an den einfarbigen Hintergrundflächen liegt. Nichtsdestotrotz gewöhnt man sich schnell daran und hat eigentlich in den meisten Kampfszenen auch immer den Überblick. Und ja, die Emotionen der Charaktere kommen auch immer gut zum Tragen – wobei man hier eher der Heldin sagen sollte, denn zunächst ist Theta eine Einzelkämpferin.

Rezension: "Predator - Tag des Jägers" 1

Angesiedelt ist die Geschihte im Jahr 2056, in der Frühzeit der Raumfahrt und genau genommen ist die hier gezeigte Technologie eigentlich ein wenig zu fortschrittlich für die Menschen. Zumindest, wenn man die Zeitleiste von Alien anlegt. Aber auch wenn die beiden im gleichen Universum spielen (sollen), wurde hier offensichtlich keine Rücksicht darauf genommen. Das hier ist eine Predator-Story, die eben keine Bezüge auf anderes nimmt und unter diesem Gesichtspunkt sollte man sie auch bewerten.

So hat Thetas Schiff etwa Schilde (haben die Predatoren sowieso schon längst) und jagt den Jägern (sic!) hinterher. Grund ist, das ein Predator ihre Eltern getötet hat. Das ist mal ein netter neuer Ansatz, der eine schöne neue Dynamik in die Jagden bringt. Denn diesmal sind es die Predatoren, die Angst haben müssen. Um die Beweggründe der Heldin näher zu beleuchten, gibt es zudem zunächst Zwiesprache mit dem Bordcomputer, dem einzigen Überbleibsel ihrer Eltern.

Und das Theta nicht wirklich gelernt hat, mit anderen Menschen umzugehen, wird später deutlich, als sie geschnappt wird. Okay, man könnte nun argumentieren, dass die Menschen nicht wirklich besser sind und man generell mehr Reden sollte. Aber in einem Predator-Comic geht es ja auch um die Action, die natürlich vor allem gegen Ende rasant anzieht und uns einige großflächige explosive Panels beschert (in denen es dann logischerweise auch weniger Text gibt).

Generell scheint Theta mit ihren vielen Kills auch ein klein wenig übermächtig zu sein, vor allem wenn man bedenkt, wie schwer es ist, bereits einen Predator zu töten. Okay, sie hat eine Rüstung, aber hier wäre etwas mehr Kontext schön gewesen, etwa, wie sie sie bekommen hat. So bleibt Theta am Ende etwas oberflächlich und nur von Rache beseelt.

Schön ist indes, das man auch mal andere Aliens zeigt, auf die man auf anderen Planeten trifft. Das war bei Predator (oder Alien) sonst eigentlich nie der Fall (von außerirdischen Tieren abgesehen). Hier gab es eigentlich immer nur die Menschen und die Predatoren. Okay, man erfährt nicht viel über die lila Aliens, mit denen Theta kurz spricht, aber allein ihre Existenz ist eine Erwähnung wert.

Ebenso natürlich die Jagdgesellschaft der Predatoren, die Theta hinterherjagt, nachdem sie so viele platt gemacht hat. Da der Comic halt auch ein Ende haben muss – eines, das nicht unbedingt fortgeführt zu werden braucht – trifft sie am Ende natürlich auf den Mörder und kann mit ihm abrechnen. Das war dann fast schon wieder ein wenig zuviel des Guten (respektive Klischees), vor allem, da sie auch gut resistent gegen schwere Verletzungen zu sein scheint. Im Kontext des Bandes geht das aber in Ordnung. Insgesamt fühlt man sich nämlich durchaus gut unterhalten.

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Ein Comicband, der die Jagdgeschichten der Predatoren mal umdreht und die Jäger selbst zu Gejagten werden lässt, was erfrischend anders ist. Zwar bleibt Theta insgesamt etwas blass und das Ende ist etwas vorhersehbar, dennoch ist der Auftakt der neuen Reihe durchaus gelungen.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Ein Comicband, der die Jagdgeschichten der Predatoren mal umdreht und die Jäger selbst zu Gejagten werden lässt, was erfrischend anders ist. Zwar bleibt Theta insgesamt etwas blass und das Ende ist etwas vorhersehbar, dennoch ist der Auftakt der neuen Reihe durchaus gelungen.Rezension: "Predator - Tag des Jägers"
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