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Der Brettspiel-Blog Teil 2: Pandemic Legacy

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Im zweiten Teil des Brettspiel-Blogs widmen wir uns einem Legacy-Spiel. Auch hier warnen wir wieder vor Spoilern!

Pandemic Legacy Season 1

Ein Legacy-Spiel war für unsere Runde noch neu, aber wir wollten es mal mit Pandemic Season 1 probieren. Das war dann auch unsere erste Begegnung mit einem Legacy-Spiel überhaupt, sprich: ein Spiel, bei dem der Spielplan und einzelne KArten während des Spiels verändert und teilweise zerstört werden. So gesehen kann man ein Legacy-Spiel nur einmal spielen (wobei ich es mir nicht habe nehmen lassen, alles mitzudokumentieren und das Spiel ein zweites Mal zu kaufen, so dass man es in Kombination mit den “Resten” vom ersten auch ohne Zerstörungsorgie spielen kann).

Auch mit dem Pandemic-System war es unsere erste Begegnung, aber man wächst hier recht schnell rein. Ziehen, Infizieren und Aktionen, so einfach kann man das Spielprinzip beschreiben. Lustigerweise fingen wir auch kurz nach Corona mit dem Spiel an und haben für einen Komplettdurchlauf auch ca. anderthalb Jahre gebraucht. Von den mindestens 12 und maximal 24 Spielen – wenn man einen Monat verliert, muss man ihn einmalig wiederholen – haben wir 16 Spiele gespielt, 4-mal haben wir also insgesamt verloren.

Der Brettspiel-Blog Teil 2: Pandemic Legacy 1

Das geht noch und ist nichts im Vergleich zu Season 2. Dort wollten wir ja einen Super-Durchlauf wagen, aber dazu später mehr. Bei uns brach die Seuche natürlich, wie bei Corona, in Asien (Peking, wo sonst) aus und machte uns von da aus das Leben schwer. Im Verlauf der Kampagne kamen wir ein paarmal durcheinander, haben zum Beispiel mal ein Forschungszentrum gebaut, obwohl wir es nicht durften/mussten usw.. Das waren aber eher nur kleinere Fehler, die uns weder geholfen noch stark behindert haben.

Viel mehr kamen wir durcheinander, was für Missionsziele wir nehmen mussten. Irgendwie kamen keine neuen nach und die alten (vor allem mit der zwingenden Aufgabe) machten irgendwie wenig Sinn, waren aber anscheinend wirklich das A und O. Das ist dann auch eines der Mankos des Spieles. Zwar gibt es immer mal wieder kleine neue Ereignisse, die man sich freirubbeln kann auf den Karten, bis kurz vor Ende, wo dann mit neuen Missionszielen neue Dynamiken reinkommen, ist das Spiel aber an vielen Stellen repetitiv. Wenn man einmal durchgestiegen ist, läufts.

Okay, das ist das Pandemic-System, also wird es per se nicht langweilig bzw. hat man dieses repetitive bei anderen Spielen auch, hier fiel es aber doch deutlicher ins Gewicht bzw. auf. Das tat dem Spaß aber keinen Abbruch, auch wenn die Story sich etwas schleppend entwickelte. Später kam mit den Suchoptionen eine neue Dynamik hinein, fast schon einen Ticken zu spät. Ach ja, und das sich jemand als Verräter erweist ist natürlich noch ein besonderer Clou des Spielsystems.

Am Ende war die Welt halb zerstört.. naja und man muss Punkte zusammenzählen. Wir waren so bei etwa 35-40 Punkten und quasi im Mittelfeld. Allerdings laut Story konnten wir die Welt nur gerade so einigermaßen stabil halten – etwas, das im Nachfolger aber dann sogleich hinweggefegt wurde. Aber dazu kommen wir gleich.

Obwohl zwei von uns zwei Narben hatten (die anderen keine), ist immerhin keiner gestorben.

Pandemic Legacy Season 2

Der Nachfolger spielt so gute 80 Jahre später und die Welt ist zerstört. Wir müssen in einer neuen Dynamik die Welt wieder anschließen und dabei Vorräte verteilen. Natürlich liegt über allem immer noch die Seuche.

Und Teil 2 ist einen Ticken schwerer als Teil 1, weil man immer weniger Vorräte zum Verteilen hat, während die Städte weiter wachsen. Die Missionsziele sind immer noch teils ähnlich und ändern sich nur langsam, aber deutlich schneller als zuvor, was gefällt. Andere Sachen sind hingegen wieder repetitiv.

Und natürlich darf man fleißig weiter den Spielplan zerstören, wobei wir uns auch hier das ein oder andere Mal beim Linien ziehen vermalt haben (es darf nicht überkreuzen). Aber gut, das sind die kleinen Unwägbarkeiten des Legacy-Spiels. Hatten wir noch zuvor nur 4-mal verloren in Teil 1, nahmen wir uns vor, diesmal einen besseren Durchlauf hinzulegen. Vielleicht würden wir es ja sogar schaffen, als erste Spieler überhaupt das Spiel durchzuspielen, ohne mal zu verlieren.

Natürlich sind wir bei diesem edlen Ziel krachend gescheitert. Mittlerweile sind wir im Mai und haben bereits vier- oder fünfmal verloren (wenn auch nicht hintereinander). Also ja, Teil 2 ist wirklich schwerer. Immerhin haben wir bis auf das letzte gelbe Gebiet schon alles erforscht, auch ein paar entferntere Inseln. Ein paar von uns haben auch Narben und das mit den versteckten Zuflüchten mussten wir erstmal checken.

Aber auch hier bleiben wir natürlich dran.

Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.

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