Sebastian Kowald (sk)
04.08.10
Kurzgespräch mit Schiffdesigner
Fünf Voyager-Technobabbel-Fragen an Rick Sternbach
Im Sommer 2005 kontaktierte Forgotten Trek Rick Sternbach mit einigen Fragen bezüglich des Designs der U.S.S. Voyager für die vierte "Star Trek"-Serie. Er war bereit, ein paar Einblicke zu gewähren, welche nachfolgend niedergeschrieben sind.
Frage: An dem Modell der Voyager gibt es zwei Arten von Fenstern: die kleinen Standardfenster und mehrere größere Fenster. An dem Modell der Enterprise-D gab es eine ähnliche Anordnung in Einklang mit Andrew Proberts Idee, dass die größeren Fenster öffentliche Flächen wie Restaurants, Bars, Lounges und so weiter beherbergen können. Wir wissen, dass die großen Fenster direkt unter dem Brückenmodul der Offizierskantine dienen. Darunter erscheint eine Reihe von fünf Fenstern. Haben Sie diese einem speziellen Bereich zugewiesen?
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 Designer Rick Sternbach |
Rick Sternbach: Die Fünferreihe ist im Quartier von Janeway. Man sieht vier der fünf vom Set aus, wahrscheinlich ist das fünfte im Badezimmer.
Frage: Andere große Fenster erscheinen an mehreren Stellen an der Untertassensektion, sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite. Außerdem gibt es da noch eine Reihe von Fenstern, direkt vor dem Platz, wo die Kapitänsyacht sein sollte [Anm. d. Red.: Die Kapitänsyacht wurde nie in Aktion gezeigt während der Serie. Sie ist nur auf Plänen und Fotos zu sehen]. Zu welchen Bereichen gehören diese Fenster?
Sternbach: Die gleich großen Fenster auf den anderen Decks gehören zu den Quartieren der Offiziere. Wir benutzten das gleiche Innenset (Janeways) mit einer verschiedenen Anzahl von Fenstern. Wir benutzten entfernbare Wandsegmente, um ein Quartier mit zwei oder drei Fenstern zu erzeugen. Wir haben ähnliche Sachen auch bei "Star Trek: The Next Generation" gemacht, sogar auf der gleichen Fläche auf Bühne 8.
Frage: Gleichartige Fenster zu den vorigen (direkt vor der Kapitänsyacht auf der Unterseite der Untertassensektion der Voyager) sind auch auf dem Modell der Enterprise-D zu erkennen, auf welchem Andrew Probert diese Fläche für zusätzliche Lounges ausgewiesen hat. Allerdings sind diese "Fenster" als "Untertassen-Deflektorenanordnung" beschrieben im Buch "Star Trek - Die Technik der U.S.S. Enterprise". Wie kommt das?
Sternbach: Mike Okuda und mir wurde schnell klar, dass während eines getrennten Fluges die Untertassensektion einen Deflektor benötigen würde. Allerdings gibt es in letzter Zeit auch ein paar Erklärungsansätze für Schiffe, die keine offensichtliche Deflektorschüssel besitzen, wie zum Beispiel die Reliant. Diese Fenster auf der Unterseite der Enterprise-D waren so groß, dass wir sicher waren, dass niemals ein richtiges Bühnenbild davon gebaut werden würde. Deshalb erschien diese Fläche perfekt geeignet, um eine Deflektorenanordnung für die Zwecke des technischen Handbuches zu werden.
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 Von Sternbach entworfen: die U.S.S. Voyager |
Frage: Auf der Vorderseite des Voyager-Modells ist eine auffällige Sensorphalanx angebracht. Es gibt allerdings auch Sensorenanordnungen am Rand der Untertasse. Warum haben Sie zusätzliche Sensoren auf der primären Hülle hinzugefügt?
Sternbach: Die große Sensorphalanx wurde nur deshalb dort platziert, um die sonst nichtssagende Oberfläche aufzubrechen und um einen weiteren Hinweis darauf zu geben, dass die Voyager ein kleineres Schiff ist. Individuelle Oberflächenmerkmale wie zum Beispiel die Fenster erscheinen größer im Vergleich zu der Gesamtgröße des Schiffes.
Frage: Auf der Voyager-Leitwarte ist in der hinteren Achter-Sektion des Schiffes, genau unter dem Hauptshuttlehangar, eine Beobachtungslounge zu erkennen. Was war Ihre Intention für diese Fläche?
Sternbach: So ziemlich genau das: eine Beobachtungslounge oder eine ähnliche Funktion.
(sk - 04.08.10 - Quelle: Ottens.co.uk)
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