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Julian Wangler (jw), Martin Weinrich (wc)21.03.10

"Vor dem Fall"

David Mack

Inhalt

Ein regelrechter Expansionsrausch ist ausgebrochen, mit dem Ziel jeder Seite, sich möglichst viele Fragmente des Taurus-Metagenoms einzuverleiben. Exempel sind bereits statuiert worden: Richtig zusammengesetzt, könnte eine unglaublich machtvolle Waffe aus den DNA-Fragmenten geschmiedet werden.

Angesichts der erhitzten Lage, die in absehbarer Zeit zu einem grenzenlosen Mehrfrontenkrieg führen könnte, steht die Vanguard-Station unmittelbar vor einer Katastrophe: Vor allem die neuerliche Ausdehnung der Klingonen droht sämtliche Versorgungslinien in die Föderation abzuschneiden. Damit besteht die reelle Gefahr, dass die Sternenflotte schon bald nicht mehr am "Great Game" um die Taurus-Ausdehnung partizipieren kann und die Situation noch weiter außer Kontrolle gerät.

Inmitten dieses Unheils ist Diego Reyes nicht mehr länger Teil des Vanguard-Projekts. Wurde er im letzten Band, "Offene Geheimnisse", angesichts seiner fragwürdigen Entscheidungen in "Ernte den Sturm" vor ein Militärtribunal gestellt und verurteilt, befindet er sich nun auf dem Weg zur Erde, um dort eine lebenslange Haftstrafe zu verbüßen. Doch das kleine Schiff, das ihn in die Föderation zurückbringt, bekommt, bevor es die Taurus-Ausdehnung überhaupt verlassen kann, unerwartete Gesellschaft. Orionische Piraten greifen an und machen kurzen Prozess mit der Korvette. Nur Reyes wird verschont und von den Unbekannten entführt.

Als er wieder zu sich kommt, darf er mit nur geringer Begeisterung herausfinden, dass hinter seiner Entführung die Klingonen stehen. Genauer gesagt, das mysteriöse Ratsmitglied Gorkon. Gorkon macht dabei seinem älteren Ego aus dem sechsten Kinofilm alle Ehre: Als einer von wenigen Klingonen in Machtpositionen stemmt er sich gegen eine weitere Eskalation der Lage in der Taurus-Region. Er ließ nicht nur Reyes, sondern auch den tholianischen Dissidenten Ezthene entführen, weil beide als Experten für die Geheimnisse der Raumgegend gelten. Zusammen mit ihnen möchte er, wie er eröffnet, alles daran setzen, um wieder zum Frieden zwischen den Mächten zurückzufinden, allem voran zwischen den Klingonen und der Föderation. Gorkon scheint trotz seiner idealistischen Grundveranlagung Realist genug zu sein, dass in Anbetracht des allgemeinen Misstrauens der Völker zunächst nur ein Waffenstillstand Aussichten hat. Aber dazu muss die klingonische Regierung erst einmal umgestimmt werden - ein Job, an dem auch Reyes beteiligt werden soll.

Auf Vulkan sehen die Dinge nicht sehr viel rosiger aus. Seitdem Tim Pennington und Doktor M'Benga aufbrachen, um T'Prynn von ihrem existenziellen Leiden - der Katra des ihr versprochenen Mannes - zu befreien, sind Monate vergangen. T'Prynn konnte zwar durch einen vulkanischen Mystiker geheilt werden, doch nun erwartet sie mit großer Wahrscheinlichkeit das Kriegsgericht und damit das Ende ihrer Karriere. Der Grund: Jahrelang hat sie die Sternenflotte betrogen. Sie hat ihre Akte und Sicherheitsstufe in vielerlei Hinsicht umfangreich gefälscht, um ihre psychische Instabilität unter den Tisch zu kehren.

T'Prynn, die verhindern will, ihren Status im Geheimdienst zu verlieren und unbedingt nach Vanguard zurückkehren möchte, hat wenig Lust zu warten, bis sie von einem Haufen Sicherheitsoffiziere abgeholt wird. Stattdessen bittet sie Pennington - jenen Mann, dessen Karriere sie vor nicht allzu langer Zeit mit einer umfangreichen Desinformationskampagne ruinierte -, ihr zu helfen, wieder zu Anerkennung zurückzufinden. Da M'Benga abkommandiert wird, sind Pennington und die ungewöhnliche Vulkanierin nun auf sich selbst gestellt. Doch T'Prynn beginnt, als sie sich über die Neuigkeiten um Reyes' angeblichen Tod informiert, bereits einen Plan ins Auge zu fassen: Sie gedenkt sich in den Augen der Sternenflotte zu rehabilitieren, indem sie die Orioner um den Verbrecherkönig Ganz der Zusammenarbeit mit den Klingonen überführt.

Wo ehemals gestandene Offiziere wie Reyes und T'Prynn auf Abwegen sind, ist es verblüffend, dass das entscheidende Rädchen im Geheimdienstgetriebe plötzlich Cervantes Quinn zu sein scheint. Der ehemalige Händler und Trunkenbold, der seine wenig freiwillige Rekrutierung für das SIA niemand anderem als T'Prynn verdankt, stößt mit der Rocinante und seiner Kollegin McLellan auf eine eigenartige Welt namens Golmira im Herzen der Taurus-Ausdehnung. Recherchen unter den Einheimischen führen beide auf die Fährte eines uralten Shedai-Artefakts, das hier ruhen soll. Unglücklicherweise droht das klingonische Militär ihnen zuvorzukommen, und in Besitz dieser machtvollen Verbindung könnte das Reich in die Lage versetzt werden, kurzen Prozess mit der Sternenflotte zu machen.

Admiral Nogura, der auf Vanguard darüber in Kenntnis gesetzt wird, was die Klingonen bald erreichen könnten, setzt alles auf eine Karte: Er beordert die Endeavour, das mächtigste Schiff im Vanguard-Getriebe, samt Begleitung nach Golmira, um die Klingonen zu vertreiben. Gleichzeitig sollen Quinn und McLellan auf der Oberfläche zu Guerilla-Attacken greifen, um die Befestigung der feindlichen Militärtruppen empfindlich zu treffen - ein nahezu unmögliches Unterfangen. So oder so: Je mehr die Konfrontationen um den Erwerb der Shedai-Artefakte zunehmen, desto mehr scheinen Gorkons Bemühungen, der großen Eskalation doch noch Einhalt zu gebieten, zu spät zu kommen. Und dann wird auf der Vanguard-Station zu allem Übel das geheimnisvolle Myrdonyae-Artefakt aus dem Geheimlabor von Doktor Marcus gestohlen...

Kritik

1. Julian Wangler

Die Operation Vanguard steht am Abgrund. Sie hat nicht nur mehrere ihrer zentralen Offiziere verloren. Seitdem das Geheimnis um die Taurus-Ausdehnung keines mehr ist, wetteifern Tholianer, vor allem aber Klingonen, unverhohlen aggressiv mit der Föderation um den Raumsektor.
Nachdem die Operation Vanguard anno 2005 das Licht der Welt erblickte, ist knapp fünf Jahre später der fünfte Band erschienen. Eine in jedem Fall durch und durch ungewöhnliche Buchreihe ist somit weit fortgeschritten. Doch Reife führt zwangsläufig zu Veränderungen und veränderten Erwartungen. Nach einer Vielzahl actiongeladener und garantiert intrigenlastiger Abenteuer in der Taurus-Ausdehnung hat sich der Leser an den besonderen Charme und das Setting der Serie gewöhnt - man könnte auch sagen, er ist nicht mehr so leicht vom Hocker zu reißen. Umso spannender ist die Frage, wie "Vanguard" - das es bislang immer wieder schaffte, sich aus sich selbst heraus zu erneuern - für weitere Innovation und Überraschungen sorgen will. Besonders unter diesem Aspekt sollte "Vor dem Fall" zu lesen sein.

Was auffällt, ist, dass "Vanguard" seiner spezifischen Dramaturgie treu bleibt: Stammautor David Mack lässt auch in diesem Wurf die typische "Vanguard"-Ironie einfließen. Charaktere, die einander eigentlich hassen müssten, werden durch die Launen des Schicksals zusammengewürfelt und kommen sich näher. Diesmal wird dieses Prinzip hauptsächlich auf das Verhältnis von T'Prynn und Pennington angewandt. Auch die allgemeine Stimmung bleibt nahe an der Schwelle zur Katastrophe, und "Vanguard" macht seiner Rolle als "Galactica" im "Star Trek"-Universum alle Ehre.

In "Vor dem Fall" liegt der Druckpunkt besonders auf der Konfrontation der Militärs, nachdem diplomatische Initiativen weithin gescheitert sind und nur das unerwartete Eingreifen der Organier in "Offene Geheimnisse" den Ausbruch eines totalen Kriegs zwischen Klingonen und Föderation verhindert hat. Diese angenehm geladene Atmosphäre wird treffend untermauert durch den kurzen, prägnanten Stil, den man an Mack zu schätzen weiß und der "Vanguard" seit "Der Vorbote" im wahrsten Sinne ein Gesicht gegeben hat.

Trotzdem ist es wohl das erste Mal, dass Erwartungen seitens des Lesers enttäuscht werden könnten. Gründe hierfür gibt es mehrere, und sie beziehen sich allesamt auf die Story, nicht auf den Schreibstil oder die Plotgestaltung. Die Geschichte in "Vor dem Fall" dümpelt gerade in der ersten Hälfte leider zu sehr vor sich hin. Daran können klingonische Drohgebärden und das Auftauchen neuer Shedai-Artefakte nur bedingt etwas ändern - wir hatten wohl einfach schon zu viel davon. Mack, der das als kluger Autor weiß, reagiert, indem er die Weichen anders zu stellen beginnt und sich wieder verstärkt auf die politische Lage konzentriert, was der Plot um Reyes und Gorkon belegt. Dennoch springt der Funke diesmal nicht so ganz über.

Das mag vor allem daran liegen, dass seit "Ernte den Sturm" eine dramaturgische Situation entstanden ist, die stark zur Grüppchenbildung geführt hat. Spätestens mit Reyes' und T'Prynns Abtritt von der Befehlsebene hat sich das Zentrum der Geschichte von Vanguard-Station wegverlagert; sie ist nur noch ein Schauplatz unter vielen. Die zunehmende Dichte der Story in den zurückliegenden Büchern hat auch zu einem gewissen Kollaps des galaktischen Who-is-who geführt. "Vor dem Fall" hat, verglichen mit früheren Bänden, ein relativ kleines Aufgebot an Figuren - was ich nicht unbedingt als Nachteil empfinde.

Leider ist die Story so ausgerichtet worden, dass zahlreiche Charaktere, die "Vanguard" bislang die besondere Eigendynamik verliehen, ihre Selbstständigkeit eingebüßt haben. Einmal abgesehen vom fortschreitenden Verstummen der wiederkehrenden Gastrollen: Pennington, der bislang kecke, investigative Reporter, wird zum eher witzlosen Gefährten T'Prynns. Quinn - seinerseits der Gegenfigur Pennington beraubt - ist plötzlich ein guerillatreibender Geheimdienststatist, bei dem nur noch die gelegentliche Sprücheklopferei an sein früheres Ich zu erinnern scheint. Viele andere Figuren wie Botschafter Jetanien, welcher in früheren Büchern noch groß von sich reden machten, gehen in "Vor dem Fall" nahezu komplett baden. Das Nimbus-III-Intermezzo ist ein netter Kanoneinschlag, letztlich aber nicht von entscheidender Bedeutung.

Die Geschichte um T'Prynn ist eher Lückenbüßer und Nebenkriegsschauplatz, auch wenn Mack versucht, sie wieder stärker mit der Rahmenhandlung zu verzahnen, nachdem Dayton Ward sie in "Offene Geheimnisse" vollständig aus dem Hauptgeschehen ausgekoppelt hat. Wirkliches Potential lässt gerade auf den ersten 180 Seiten nur der Handlungsbogen um Reyes' Entführung vermuten. Aber das wird gleich abgewürgt, weil Gorkon auf eine schrecklich lange Reise nach Qo'noS gehen und Reyes und Ethzene in ihren Zellen modern lassen muss.

Überhaupt fällt es ein wenig schwer, Gorkons Beweggründe nachzuvollziehen. Zugegeben, es mag auch friedfertigere Klingonen geben, und keine Reihe weiß die Unterschiede von Angehörigen ein- und desselben Volkes so deutlich herauszuarbeiten wie "Vanguard". Allerdings fällt in Gorkons Fall doch auf, dass Mack unbedingt eine Verbindung zum Friedenskanzler des letzten TOS-Kinofilms einrichten wollte - und das macht die Sache platt. Gorkon wirkt, obwohl er natürlich auch noch eigene Interessen verfolgt, etwas aus der Rolle gefallen. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, ihn nicht von vorneherein als Idealisten darzustellen, sondern ihn erst aus einschneidender Erfahrung lernen und einen gravierenden Wandel vollziehen zu lassen. Das immerhin hätte eher der bislang praktizierten "Vanguard"-Manier entsprochen.

Noch etwas fällt auf: Früher bildeten die "Vanguard"-Romane in sich immer eine homogene Einheit. Der erste und zweite Teil des vorliegenden Buches fallen jedoch zu stark auseinander. In der zweiten Hälfte gibt es zwar wieder verstärkten Kontakt zwischen mehreren Figuren, die vorher voneinander abgeschnitten waren. Dennoch ist das eher ein kurzweiliges Abenteuer, an dessen Ende wieder viele Phaserblitze stehen und ein weiteres Gerichtsurteil stehen. Besonders ärgerlich dürfte sein, dass man am Ende von "Vor dem Fall" immer noch nicht so richtig weiß, was denn jetzt mit Reyes passiert und wo er seinen künftigen Platz finden wird. Dabei war er doch eigentlich die Hauptfigur. Doch Nogura hat seine Rolle so übernommen, dass man ihn gar nicht einmal mehr so vermisst.

Der relativ vorhersehbare Schluss des Buches lässt zumindest hoffen, dass "Vanguard" auf ein Ziel hinsteuert. Die Kontaktaufnahme mit den Shedai ist ein überfälliger Schritt und wird hoffentlich behilflich sein, die kaum noch überblickbaren Einzelmysterien, auf die die Sternenflotte bislang stieß, erklärend einzuordnen. Jetzt wird es darauf ankommen, die Geschichte zügig auf einen gut überlegten Punkt zulaufen zu lassen. Every show must come to an end - selbst, wenn die größere Show natürlich weiter läuft.

Fazit: "Vanguard" Nummer fünf zeigt erste Ermüdungs- und Wirrungserscheinungen. Mit Sicherheit ist "Vor dem Fall" eine nach wie vor solide Geschichte, aber bezogen auf den bereits ausgebreiteten Wandteppich von "Vanguard" ist es kein großer Wurf mehr. Die Story, die gerade zu Anfang unter Grüppchenbildung und Nebenhandlungen leidet, kommt erstaunlich schwer in Fahrt; auch die Shedai-Bedrohung verliert allmählich ihren Gänsehauteffekt.

Es ist das erste Mal, dass ein Mack-Buch nicht den hohen Erwartungen als Schrittmacher der "Vanguard"-Handlung gerecht werden kann. Wie wäre es, wenn man jetzt alles auf eine Karte setzt und nach dem siebten Band zum Deckel greift? Wäre immerhin eine schöne Zahl - und eine "Star Trek"-Saga, die unter Fans unvergessen bleiben wird.

2. Martin Weinrich

"Vanguards" Stärke und Schwäche sind die vielen Charaktere, die die Serie mittlerweile im Repertoire hat. Im letzten Band "Offene Geheimnisse" war das eher eine Schwäche, denn einige Handlungsstränge waren nicht besonders interessant. Nach den großen Ereignissen im dritten Band der Serie wirkte das Verfahren gegen Diego Reyes etwas schwach.

"Vor dem Fall" setzt noch mehr als die vorherigen Bände auf die verschiedenen Personen. Denn in diesem Band hat sich die ehemalige "Vanguard"-Crew endgültig aufgelöst. Pennington und T'Prynn starten auf Vulkan, Quinn bei einer Schmugglergruppe, Botschafter Jetanien auf dem Botschafterplaneten aus "Star Trek V", auf Vanguard arbeitet Xiong, und Reyes ist von den Klingonen gefangen genommen. Ständig wird zwischen den Charakteren hin und her geschaltet, entsprechend viele Kapitel gibt es in dem Buch.

Das macht die Lektüre aber überraschend kurzweilig, denn jeder Handlungsbogen ist in diesem Buch ungefähr gleich stark vertreten. Und diesmal bieten alle Charaktere (sogar T'Prynn auf Vulkan) eine interessante Geschichte.

Allerdings gibt es eine Schwäche, die dieses Buch mittlerweile nicht mehr überdecken kann. Der eigentliche Grund für den Vorstoß in die Taurus-Region, das Meta-Genom, tritt immer mehr in den Hintergrund. Noch immer weiß man nicht genau, was man damit eigentlich erreichen kann. Stattdessen weckt man nur immer mehr Gefahren, die durch die Shedai ausgelöst werden. Das muss sich bald mal ändern, damit die Serie wieder einen Sinn bekommt. Denn zurzeit wirkt es lediglich so, als würden die Menschen im Sand herumstochern und dann auf das reagieren, was sie finden. Da muss ein Konzept rein.

Da dieser Handlungsbogen schwächelt, wird ein zweiter interessanter. Die Beziehungen zwischen den Klingonen, der Föderation und den Tholianern sind äußerst heikel. Auf geschickte Weise wurde der Vertrag von Organia in die Romane eingebaut. Durch Reyes erfährt man einige Interna aus der klingonischen Regierung, durch Details über die Entstehung des Botschafterplaneten. Beides ist sehr interessant zu lesen.

Auch die "Verbrecher"-Linie ist jetzt interessant. T'Prynn versucht alles, um sich bei Starfleet Intelligence wieder zu rehabilitieren. Ihre Solo-Mission mit dem Reporter Pennington ist sehr kurzweilig zu lesen. Und auch die Planeten-Geschichte, von der es in jedem "Vanguard"-Roman eine zu geben scheint, ist diesmal nicht so langatmig wie sonst. Denn Quinn unterweist eine Gruppe Einheimischer im Guerilla-Kampf, was ebenfalls sehr kurzweilig ist.

Am gelungensten ist jedoch der Klingonen-Handlungsbogen. Der Ratsabgeordnete Gorkon möchte einen Krieg verhindern, weil er - zurecht - vermutet, dass sowohl die Klingonen als auch die Föderation daran zugrunde gehen können. So bringt er Reyes, eine Tholianerin und die Klingonen auf sehr eigentümliche Art und Weise zusammen. Endlich wird einmal mit dem Klischee aufgeräumt, dass alle Klingonen der damaligen Zeit böse und verblendet sind.

Fazit: Viele Handlungsbögen sorgen - wie schon häufiger erwähnt - für ein kurzweiliges Lesevergnügen. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die "große" Haupthandlung kaum von der Stelle kommt. Noch immer weiß man wenig über die Shedai, außer ihren immer neuen Formen der Bedrohung. Einzig in den Beziehungen zwischen den Raumfahrnationen ist Bewegung. Ändert sich das, ist "Vanguard" wieder auf einem außerordentlich guten Weg.

Den "Vanguard"-Roman "Vor dem Fall" können Sie zum Beispiel bei Amazon.de erwerben.

Bewertung

1. Julian Wangler
2. Martin Weinrich

Weitere Infos


Titel "Vor dem Fall"

Originaltitel "Precipice"

Buchreihe Vanguard

Autor David Mack

Übersetzer Stephanie Pannen

Preis 12,80 Euro

Umfang 379 Seiten

Verlag Cross Cult

ISBN 394124809X

(jw, wc - 14.04.11)


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