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Martin Weinrich (wc)25.03.16

"A Pocket Full of Lies"

Kirsten Beyer

Inhalt

Die Full Circle-Flotte folgt einem Hinweis von Neelix: Die Nihydron haben sich auf das Sammeln von Informationen über den Sektor spezialisiert. Ein Austausch mit diesem Volk könnte große Informationsgewinne bringen. Doch der erste Kontakt verläuft nicht gut. Die Nihydron sind von Admiral Janeways Auftritt sehr irritiert. Sie halten sie für die Anführerin einer Bürgerkriegsfraktion auf dem Planeten Sormana. Dort bekämpfen sich die Rilnar und die Zahl seit vielen hundert Jahren.

Die Völker haben sich aus den gleichen Vorfahren auf Sormana entwickelt. Im Laufe ihrer Geschichte versklavte eins das andere und beide Völker brachen unabhängig voneinander ins All auf. Nun verfügen beide über unabhängige Weltraumreiche, die miteinander in friedlicher Koexistenz leben können. Nur auf Sormana bekämpfen sich die beiden Seiten noch.

Der Planet ist durch einen Minengürtel von äußeren Einflüssen abgeschnitten. Sowohl den Zahl als auch den Rilnar außerhalb von Sormana ist die Existenz des Bürgerkrieges eher peinlich. Eine Evakuierung der beiden Bevölkerungsgruppen könnte den Konflikt jedoch in den Sektor tragen, deswegen hat man sich entschieden ihn einzudämmen. Bis vor wenigen Jahren sah es so aus, als würden die Zahl auf dem Planeten den Sieg davon tragen. Doch dann tauchte Denzit Janeway auf und seitdem haben die Sormana die Oberhand.

Admiral Janeway und die Full Circle-Flotte machen sich umgehend auf den Weg nach Sormana. Eigentlich dürfte keine Janeway neben Admiral Janeway mehr existieren, sie starben schließlich alle aufgrund einer Intervention von Q zur selben Zeit. Janeway ist entschlossen, die Hintergründe ihrer Doppelgängerin herauszufinden und sie davon abzuhalten, Partei in dem Bürgerkrieg zu ergreifen.

Kritik

Auf dem Planeten Sormana im Delta-Quadranten tobt ein jahrhundertealter Konflikt. Als die Voyager in der Region auftaucht, stellt sie fest, dass eine Seite von Kathryn Janeway angeführt wird.
Der Titel des Romans, "A Pocket Full of Lies", ist auch sein Programm. Das merkt man zunächst nicht: Die Handlung erscheint klassisch und direkt. Denzit Janeway ist das Resultat einer temporären Anomalie, sie wurde von den Zahl Gefangen genommen und gefoltert. Nun rächt sie sich an ihren einstigen Peinigern. Admiral Janeway ist daher davon besessen, ihre Doppelgängerin zurück auf den "rechten" Pfad zu bringen. Doch was zunächst ganz simpel scheint, ist es nicht. Bald kristallisieren sich verschiedene Lügen auf beiden Konfliktseiten heraus. Kurz darauf entpuppt sich der Rachefeldzug der Denzit als deutlich persönlicher und selbstbloser. Und zuletzt taucht mit den Krenim aus "Ein Jahr Hölle" eine weitere Partei auf, deren Intentionen die Voyager auch mit dem Auffinden temporal geschützter Bojen aus ihrer Zeit in einer Parallelzeit in "Ein Jahr Hölle" nicht sofort entschlüsseln kann. Dies ist ein vielschichtiger Mix, der viel Platz für Logiklöcher aber gleichzeitig auch für eine spannende und dichte Handlung bietet.

Denn natürlich hängt auch hier mal wieder alles mit allem zusammen. Die Krenim haben erfahren, was in "Ein Jahr Hölle" geschehen ist und streben weiterhin in erster Linie eigene Stärke an. Dafür fachen sie den Konflikt auf Sormana an, da dieser einen Großteil der Flotten der Rilnar und Zahl bindet und sie davon abhält, ihre Reiche zu expandieren. Auf dieser globalen Ebene würde der Roman jedoch nicht funktionieren. Daher wird der Denzit eine private Geschichte angeschrieben, die alle Zutaten einer klassischen Spionageromanze enthält. In der Handlung muss die Voyager-Besatzung diese Wahrheit jedoch mühselig, Schicht um Schicht von Lügen trennen und bis zum spannenden Schluss gelingt es ihnen nicht, alles herauszufinden.

Daher ist der Epilog des Romans seine größte Schwäche. Hier wird dem Leser deutlich mehr über die Hintergründe der Ereignisse verraten als die Voyager-Besatzung jemals herausfinden wird. Auch dieser Epilog, so befriedigend er vom Erkenntnisgewinn auch sein mag, bemüht sich ein möglichst tragisches Ende für die Geschichte um die Denzit und ihre Begleiter zu erschaffen. Er verdeutlicht zudem noch einmal, welche Mächte hinter den Ereignissen tatsächlich standen. Tatsächlich gelingt es dem Epilog noch einmal viel Sympathien für die Denzit herauszuarbeiten. Gleichzeitig nimmt er der Handlung die Chance mit einem offenen Ende zu enden und den Leser tatsächlich mit nichts weiter als einer Handvoll Lügen zurückzulassen.

Ein weiterer kleiner Schwachpunkt des Romans ist, dass ihm das Leid der Rilnar und Zahl egal erscheint. Während die Entbehrungen der Denzit eindringlich geschildert werden, finden sich keine solchen Szenen für die vielen Tausend Rilnar und Zahl, die sich in einer sinnlosen, immer wiederholenden Auseinandersetzung auf Sormana gegenseitig umbringen. Dieser Teil der Erzählung wirkt im Gegenteil geradezu steril.

"A Pocket Full of Lies" wäre zudem kein Beyer-Roman, wenn er sich nicht umfassend mit den Sorgen und Nöten der Voyager-Besatzung auseinandersetzen würde. Hier überzeugt vor allem die (temporäre) Rückkehr Tuvoks zur Besatzung. Anhand der Szenen Beyers wird einmal mehr deutlich, welches Potential in diesem Charakter steckt und wie es auf der Titan bzw. in den (derzeit ziellosen) Romanen der Titan-Autoren versauert. Beyer wiederum arbeitet für Tuvok eine überzeugende emotionale Testsituation heraus, in der sich der Vulkanier bewähren muss. Das ist sehr gelungen. Die anderen Charaktererzählungen nehmen zwar wieder einmal viel Raum ein, plätschern aber vor allem im Vergleich zu Tuvoks Handlung nur vor sich hin und verlieren sich in Nebensächlichkeiten.

Fazit: "A Pocket Full of Lies" erzählt die Geschichte einer eigentlich unmöglichen Doppelgängerin Kathryn Janeways und die eines grausamen Bürgerkrieges. Der Roman konzentriert sich auf Janeway und Tuvok als Hauptpersonen, präsentiert eine straffe Handlung und baut in cleverer Weise Zeitreiseelemente ein. Trotz kleiner Schwächen ist er damit sehr guter Lesestoff.

Bewertung

Weitere Infos


Titel "A Pocket Full of Lies"

Buchreihe VOY-Relaunch

Autor Kirsten Beyer

Preis 5,80

Umfang 400 Seiten

Verlag Simon & Schuster Pocket Books

ISBN 9781476790848

(wc - 25.03.16)


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