D A I L Y   T R E K   W E E K E N D 
 T  R  E  K  Z  O  N  E    N  E  T  W  O  R  K

































Picard: "Earl Grey, heiß!"
Datas Haushälterin: "Natürlich ist er heiß!"
     (TNG 7.25: "Gestern, heute, morgen - Teil 1": Auch in ferner Zukunft kann Captain Picard nicht von alten Gewohnheiten abkommen)

Headlines:

- Start des TrekZone-Network-
   Starfleet-Rollenspiels

- Con-Bericht
   über die FedCon XII

- "Zero Hour": Nazi-Auftritt in
   "Enterprise"-Staffelfinale

            Intro

 


"Übermorgen"
(oder: "The Day After Tomorrow")

Sehr verehrte Leserinnen und Leser

Nun ist er also weltweit angelaufen: Der Film mit dem so schwer zu schreibenden Namen (ehrlich, ich weiß nie, ob es nun "tomorrow", "tommorow" oder gar "tommorrow" heißt). Natürlich (na ja, was heißt natürlich, der letzte Film, den ich im Kino gesehen habe, war "Star Trek Nemesis") bin ich auch gleich am Freitag ins Kino gegangen, um mir das neue Werk von Roland Emmerich (nein, das Wortspiel mit "jämmerlich" erspar ich mir - passt auch nicht) anzuschauen. Meine Erwartungen wurden jedenfalls voll erfüllt: grandiose Spezialeffekte und atemberaubende Impressionen.

Das geht schon gleich beim Vorspann los, wo es einen mehrere Minuten dauernden Flug über arktische Eisfelder gibt, und hört bei den bereits in den Trailern gesehenen Überschwemmungen und Tornados noch lange nicht auf. Natürlich sind die Story und die Charaktere Emmerich-typisch eher seicht - aber wenn man mit nicht allzu hohen Erwartungen an diese Aspekte ins Kino geht, bekommt man Popcornkino pur. Auch wenn ich jetzt erst mal kein Popcorn mehr sehen kann, weil die "Profi-Tüte" für drei Euro doch etwas zu groß war.

In der heutigen "Daily Trek Weekend" finden Sie zwar keine weiteren Infos zum Film, doch in unserem täglichen "Daily Trek"-Newsletter konnten Sie vor kurzem bereits ein Interview mit Hauptdarsteller Dennis Quaid lesen und in der nächsten "Incoming Message", die wie immer am Monatsersten erscheint, finden Sie ein Interview mit Regisseur Emmerich persönlich.

Auch ohne "The Day After Tomorrow" ist unser heutiger Newsletter natürlich nicht leer. Gleich zu Anfang erwartet Sie ein Bericht zur FedCon XII, die am letzten Wochenende in Bonn stattfand, sowie das Review zum Staffelfinale von "Enterprise". Nach den News können Sie etwas über "Die geheimen Tagebücher der Kathryn J." lesen, finden eine Schweizer Kirki-Frage und auch den zweiten Teil des "FarScape"-"Vorschau-Rückblicks". Außerdem gibt es wie immer das Neuste vom Mars und von der ISS sowie das aktuelle Trek-TV-Programm der kommenden Woche (das durch Pfingsten ein wenig schmaler ausfällt).

Also Kopf hoch: Die Welt wird schon nicht untergehen.

Live frozen and prosper

            Arne Voigtmann
            Chefredakteur

Daily Trek Weekend #1728
ISSN 1684-7377
29. Mai 2004

Inhalt

- Trek Report:
      Einmal FedCon und zurück

- Captain's Log:
      ENT 3.24 - "Zero Hour"

- Daily Trek:
      Nachrichten vom Samstag

- Weekly Trek:
      Nachrichten der Woche

- Federation News:
      Geheime Tagebücher

- Kirki's Questions & Answers:
      Die Schweizer Kirki-Frage

- TV Guide:
      Aktuelles Trek-Programm

- SFZ Special:
      "FarScape"-Legenden

- SFZ Weekly:
      Nachrichten der Woche

- Mission to Mars:
      Kalkulierte Risiken

- ISS Weekly Report:
      Progress M-49 gestartet

- Impressum:
      Disclaimer & Kontakt

 
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            Trek Report

 


Einmal FedCon und zurück

Alles begann damit, dass ich eine Karte für die Hansetrek II gewonnen hatte. Da diese Con aus diversen Gründen abgesagt wurde, bekam ich eine Ersatzkarte für die FedCon XII. Zuerst war meine Freude riesig, schließlich gilt die FedCon als die größte Con Europas. Doch schon bald kamen die ersten Probleme. Zur Hansetrek wäre ich mit meiner ohnehin vorhandenen Monatskarte per Bahn gefahren und hätte somit weder zusätzliche Anreise- noch Übernachtungskosten gehabt. Aber nun sollte es nach Bonn gehen.

Als Erstes musste natürlich kurzfristig Urlaub beantragt werden, was gar nicht einfach war, sodass ich auch erst eine Woche vor der Con meine Bahntickets kaufen konnte, was bei dem Preisdschungel und teilweise unkompetenten Mitarbeitern der DB gar nicht so einfach war. Für ein Zimmer im Maritim hatte ich leider nicht das nötige Kleingeld, dafür zum Glück einen guten Bekannten, bei dem ich schlafen durfte. Sonst wäre ich schon vor der Veranstaltung pleite gewesen.

Nach fast fünf Stunden Fahrt und der Anmeldung betrat ich zum ersten Mal in meinem Leben eine FedCon. So viele Menschen hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Meine Con-Erfahrungen beschränken sich auf die Expotrek und Hansetrek I. Wie bei wahrscheinlich jeder Con bekam man ein Bändchen um den Arm, das man während der ganzen drei Tage nicht ablegen durfte. Außerdem musste man während der Con ebenfalls seinen Con-Ausweis bei sich tragen. Con-Ausweis und Armband musste man jedes Mal vorzeigen, wenn man den Hauptsaal betreten wollte. Ebenso wurde jedes Mal der Rucksack nach Glasflaschen und Videokameras durchsucht. Das verursachte teilweise Stau, schlechte Laune bei den Gästen und genervte Helfer.

Kopfschütteln verursachte bei mir die Regelung für die Autogramme: Vier Autogramme waren im Eintrittspreis enthalten, aber nur, wenn die Anmeldenummer aufgerufen wurde (bei 1800 war Schluss). Dann gab es noch Gutscheine, die man für manche Stargäste brauchte, und wieder andere Stars unterschrieben nur gegen Bares... Alles klar? Ich glaube, ich habe dieses System bis heute nicht verstanden. Außerdem sollte man während der Autogrammstunden nicht mit den Stars reden und in der kostenlosen Autogrammstunde durfte man um keine Widmung bitten.

Beeindruckt war ich vor allem von dem Programm, das die Besucher erwartete. Wenn man nicht in den Panels saß, lief immer irgendetwas nebenbei, ob nun "Star Trek"-Folgen, Diskussionen, eine Auktion, ein Kostümwettbewerb oder sonstige Aktivitäten. In den oberen Räumen stellten sich einige Clubs vor, es gab eine Artshow und natürlich zwei riesige Händlerräume, in denen die Preise von Stand zu Stand bis zu 10 Euro variierten.

Das Staraufgebot der Veranstalter war Spitzenklasse:

  • Connor Trinneer (Trip Tucker)
  • Anthony Montgomery (Travis Mayweather)
  • Robert Picardo (der Holodoc)
  • Tim Russ (Tuvok)
  • Grace Lee Whitney (Janice Rand)
  • Nichelle Nichols (Uhura)
  • Robert O'Reilly (Gowron)
  • J.G. Hertzler (Martok)
  • Musetta Vander (Gastauftritte in "Buffy" und "Babylon 5")
  • Virginia Hey (Zhaan aus "FarScape")
  • Ed Wasser (Mr. Morden aus "Babylon 5")
  • Julie Benz (Darla aus "Buffy")
  • Tom Lenk (Andrew aus "Buffy")
  • Amber Benson (Tara aus "Buffy")
  • Richard Arnold ("Star Trek"-Experte)
  • Larry Nemecek (Chefredakteur des US-"Star Trek Communicators")
Den meisten Stars sah man an, dass sie Spaß hatten da zu sein. Robert Picardo, Tim Russ, Nichelle Nichols und Anthony Montgomery stellten sogar ihre Gesangskünste unter Beweis. Außerdem hatte man Gelegenheit, ihnen Fragen zu stellen. Marc B. Lee war, wie schon seit einigen Jahren, mal wieder der "Zeremonienmeister". Ich persönlich habe mich mit einem englischsprachigen Moderator sehr schwer getan. Das lag nicht an meinen mangelnden Fremdsprachenkenntnissen, sondern vielmehr daran, dass ohne deutsche Moderation irgendwie kein Feeling rüberkam. Zum Fotografieren war es ebenfalls zu dunkel, trotz großem Blitz und ISO-400er-Filmen. Die Hälfte der Fotos sind bereits in der Mülltonne gelandet. Die Closing habe ich leider nicht mehr mitbekommen, da man, wie auf fast jeder Con, dem Zeitplan mit zirka 45 Minuten Verspätung hinterherhinkte und ich meine Züge erreichen musste.

Fazit: Die FedCon ist ein einmaliges Erlebnis. Sie hat wirklich viel zu bieten, ist aber, wenn man die Con-Karte, die Anreise und die Übernachtung zusammenrechnet, ein ziemlich kostspieliger Event. Es war schön, einmal eine FedCon mitgemacht zu haben, aber noch einmal werde ich mir diese Menschenmassen, stickigen Räume, den unpersönlichen Umgang mit den Stars und die hohen Preise der Händler nicht antun. Da sind mir kleine Cons wie die Hansetrek oder Expotrek lieber. Aber leider wird es solche Cons wahrscheinlich nicht mehr geben.

von Melanie Brosowski

 
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            Captain's Log

 


"Enterprise" 3.24 - "Zero Hour"

Inhalt

Die Xindi-Waffe befindet sich immer noch auf direktem Kurs zur Erde. Währenddessen bittet Archer die geschwächte Sato, die Schemata der Waffe zu entschlüsseln, damit man die Selbstzerstörung aktivieren kann. Gerade nachdem er Reed von seinem Plan erzählt hat, die Waffe zu deaktivieren, findet sich Archer plötzlich sieben Jahre in der Zukunft wieder, wo er Zeuge wird, wie er selber eine Rede anlässlich der Gründung der Vereinten Föderation der Planeten gibt. Daniels sagt Archer, dass es ein zu großes Risiko für ihn sei, bei der Enterung der Waffe dabei zu sein, aber Archer besteht darauf, dass sein Platz in der Geschichte die Rettung der Erde ist. Er fühlt sich in seiner Entscheidung nur noch bestärkt, als er und die Xindi auf Degras Schiff mit ansehen müssen, wie die Reptilien eine Raumstation im Orbit der Erde zerstören.

In der Zwischenzeit sind T'Pol und Tucker mit den Vorbereitungen beschäftigt, um Sphäre 41 mithilfe der Enterprise auszuschalten. Die Beschützer haben diese allerdings mit mächtigen Anomalien umgeben, welche die Crew innerhalb von 15 Minuten töten werden, so sagt Dr. Phlox. Während die Haut der Crew sich aufgrund der Anomalien zu verändern beginnt, schlägt sich das Schiff bis zu der Sphäre durch. Mithilfe der Deflektorschüssel wird ein Strahl emittiert, der die Systeme der Sphäre stören soll. Einige Beschützer erscheinen auf der Enterprise, attackieren die Crew und versuchen, den Maschinenraum zu sabotieren. Tucker und Phlox gelingt es allerdings, von der Brücke aus dagegenzuhalten, und die Beschützer verschwinden vom Schiff und aus der Ausdehnung, da Sphäre 41 implodiert und dabei das Sphärennetzwerk sowie die Anomalien zerstört, die die Ausdehnung transformieren sollten.

Als versucht wird, Archers Team an Bord der Waffe zu bringen, greifen die Reptilien Degras Schiff an. Überraschenderweise taucht Shran mit einem andorianischen Schiff auf und verteidigt die freundlich gesinnten Xindi. Es gelingt ihm, das Reptilien-Schiff zu zerstören, aber vorher beamt noch dessen Anführer auf die Waffe. Während Reed und die MACOs ihn beschützen, rekonfiguriert Archer die Waffenplattform mit der Hilfe von Sato. Danach schickt er die Crew zurück in Sicherheit auf Degras Schiff. Der Kommandeur der Reptilien greift Archer an, bevor dieser die Zerstörung des Reaktors beenden kann. Nach langem Kampf gelingt es ihm, den Reptilien-Xindi zu töten, indem er eine Sprengladung an ihm anbringt und diese ferngesteuert zündet. Aber Degras Schiff kann ihn nicht mit dem Transporter erfassen. Die Waffe explodiert im Weltraum und die Erde ist gerettet.

Die überlebenden Xindi treffen sich mit der Enterprise bei den Rendezvous-Koordinaten, und Reed muss Tucker davon in Kenntnis setzen, dass Archer die Zerstörung der Waffe nicht überlebt hat. Während das Schiff der Aqua-Xindi die Enterprise zurück zur Erde transportiert, dankt T'Pol den Xindi für ihre Hilfe und sagt, dass sie erfreut sei zu hören, dass der Rat der Xindi beabsichtige, sich wieder zu treffen, obwohl die Reptilien noch nicht akzeptiert haben, dass die Versprechungen der Xindi "leer" waren. "Das Opfer Ihres Captains wird nicht vergessen werden", verspricht ihr einer der humanoiden Xindi. Zurück auf der Enterprise versichert ihr Dr. Phlox, dass ihre Haut mit der Zeit genesen werde, und auch Porthos werde sich im Laufe der Zeit von seinem Verlust erholen.

Als sie die Erde anfliegen ist es Sato nicht möglich, mit der Sternenflotte in Kontakt zu treten. Auch keine der Orbitalstationen oder die Mondbasis antworten. T'Pol sendet Tucker und Mayweather in einem Shuttle nach San Francisco, um herauszufinden, was passiert ist. Das Shuttle wird von Flugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg beschossen. Auf der Oberfläche, in einem Hospital mit Nazi-Flagge, zeigt ein deutsch sprechender Arzt einen verbrannten, bewusstlosen Archer einem Nazi-Offizier. Niemand kann Archer identifizieren. Ein unbekanntes Alien, welches eine Nazi-Uniform trägt, tritt hervor, um ihn zu untersuchen.

Kritik

Mit "Zero Hour" geht die dritte Staffel von "Enterprise" zu Ende, diesmal sogar zwei Episoden früher als sonst. Gleichzeitig wird der Xindi-Handlungsbogen, der vor ziemlich genau einem Jahr begonnen wurde, zu einem Ende gebracht. Genauso abrupt wie er in "Die Ausdehnung" begonnen hatte endet er auch wieder. Den Xindi ist es im Laufe der Staffel auch nicht anders ergangen als den meisten Bösewichten bei "Star Trek": Sie wurden "entzaubert", sie wurden ihrer Schrecken beraubt. In diesem Falle hat eine Fraktion der Xindi zwar bis zum Schluss versucht, die Erde und damit die Menschheit zu vernichten, nur ist ihnen das auch diesmal nicht gelungen, und der Rest der Xindi-Sippe wird jetzt als Freund der Menschen betrachtet, weil man sich gegenseitig geholfen hat.

Insgesamt kann die Episode gefallen und sorgt für kurzweilige Unterhaltung. Außerdem wird jede Menge Spielraum für Spekulationen während der Sommermonate gelassen, doch dies geschieht zu sehr aufgezwungen (aber dazu später mehr). Die Effekte können sich wie üblich sehen lassen - eine Weltraumschlacht, mehrere "Indoor"-Kampfszenen und die Zerstörung des Sphärennetzwerks bieten jede Menge Genuss für das Auge. Überhaupt ist der ganze Handlungsstrang um die Zerstörung der Sphäre 41 in einem Rotfilter gefilmt, was - zumindest in den Augen mancher Leute - ungemein zur Atmosphäre beiträgt. Auch die Veränderungen der Hautpartien tun ihr Übriges für die leicht gruselige und angespannte Stimmung.

Ein interessantes Detail, das man erfährt, ist, dass T'Pol bereits auf ihren 66. Geburtstag zusteuert. Im selben Atemzug sagt sie Tucker, dass dies eine sehr persönliche Information sei. Man darf also getrost davon ausgehen, dass die Beziehung zwischen den beiden auch in der nächsten Staffel Gegenstand der Handlung sein wird, und weiterhin ist anzunehmen, dass es sich in eine eindeutige Richtung entwickeln wird.

Ein weiterer alter Bekannter, der einen überraschenden Gastauftritt absolviert, ist Jeffrey Combs als Andorianer Shran. Er muss die Geschehnisse der letzten Zeit genau beobachtet haben, denn er kommt genau im richtigen Moment, um Archer und Co. zu helfen und geht auch nicht wieder ohne anzumerken, dass sie nicht mehr quitt seien, sondern dass Archer ihm jetzt etwas schulde. Weiteren Begegnungen mit den Andorianern scheint also auch in Zukunft nichts im Wege zu stehen.

Allerdings gibt es auch ein paar Ungereimtheiten und Sachen, die einfach nicht passen, beispielsweise, wie Archer vor der Explosion der Waffe über die schmale Brücke davonläuft. Viel klischeehafter geht es kaum noch. Man konnte förmlich sehen, wie er die amerikanische Flagge haltend in den Heldentod rennt. Manch patriotischem US-Amerikaner mögen solche Szenen vielleicht etwas bringen, aber dem geneigten Science-Fiction-Fan geht so etwas einfach nur auf die Nerven. Aber es kommt noch schlimmer.

Dass man unbedingt einen Cliffhanger machen will und somit bei der Rettung der Erde etwas schief gelaufen ist, mag gut und schön sein, da es sicherstellt, dass man auch im Herbst wieder einschaltet. Dass wir es mal wieder mit einer Zeitreise zu tun bekommen ist schon ziemlich langweilig, weil dieses Thema einfach nur ausgelutscht ist und nichts Spektakuläres mehr zu erwarten ist, aber dass man die Enterprise genau in den Zweiten Weltkrieg zurückversetzt, verdirbt den ganzen guten Eindruck der Episode in den letzten Minuten. Das Thema wurde nun wirklich schon oft genug behandelt, und selbst in "Star Trek" wurden mehrere Episoden dem Thema gewidmet, zuletzt ein Zweiteiler mit den Hirogen in "Voyager". Da kann auch das unbekannte Alien in Uniform, welches suggeriert, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Einfallslosigkeit den Autoren ziemlich peinlich sein sollte.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass es gelungen ist, sich über die ganze Staffel hinweg mit den Xindi zu befassen, ohne dass es dabei großartig langweilig wurde. Die Xindi machten eine Entwicklung vom mysteriösen Unbekannten über eine Differenzierung in verschiedene Subspezies bis hin zu einem treuen Verbündeten durch. Gleichzeitig wurde der Handlungsbogen um die Ausdehnung mit ihren Anomalien, deren Ursache und die Motive von allen Seiten beleuchtet und zu einem ordentlichen Ende geführt. Dafür hat "Enterprise" auch eine vierte Staffel bekommen, in welcher die Serie sich erneut bewähren muss. Hoffen wir einmal, dass es den Autoren gelingt, auch nächstes Jahr spannende und abwechslungsreiche Weltraumabenteuer zu präsentieren und man nicht das ganze Jahr auf der Erde des 20. Jahrhunderts verbringt. Als übergeordneter Handlungsbogen bleibt immer noch der Temporale Kalte Krieg übrig. Die Sphärenerbauer spielten sicherlich eine bedeutende Rolle in diesem, doch gibt es bestimmt noch weitere Elemente und Fraktionen, die einer genaueren Untersuchung bedürfen.

Fazit: Guter Staffelabschluss mit etwas lustlosem Ende.

Note: 1-/2+

Info

US-Erstausstrahlung: 26. Mai 2004
Regie: Allan Kroeker
Drehbuch: Rick Berman & Brannon Braga

Gaststars:
Scott MacDonald (Reptilien-Anführer)
Rick Worthy (Baumartiger Xindi)
Tucker Smallwood (Xindi-Humanoid)
Josette DiCarlo (Sphärenerbauerin)
Bruce Thomas (Reptilien-Soldat)
Andrew Borba (Reptilien-Leutnant)
Matt Winston (Daniels)
Mary Mara (Sphärenerbauerin)
Ruth Williamson (Sphärenerbauerin)
Jeffrey Combs (Shran)
Gunter Ziegler (Arzt)
J. Paul Boehmer (Offizier)
Zachary Krebs (Andorianer)

Wenn Sie "Zero Hour" bereits sehen konnten, haben Sie hier auf unserer Website TZN STenterprise.de die Möglichkeit, Ihre persönliche Bewertung in Notenform abzugeben. Kritiken und Bildergalerien zu allen bisher in Deutschland und in den USA gesendeten "Enterprise"-Episoden sowie Details zu Charakteren und Darstellern finden Sie ebenfalls auf TZN STenterprise.de.

von Sebastian Kowald

 
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            Daily Trek

 


Das TZN-Starfleet-Rollenspiel ist online
Ab heute ist jeder Leser des TrekZone Networks ein potenzieller Sternenflotten-Kadett: Erstmals in der Geschichte des TZNs gehört ein Rollenspiel zu den Angeboten des Networks.
Im Folgenden die wichtigsten Infos zum Start von Rollenspiel-Leiter Daniel Kellermann.

"Die Föderation befindet sich in einer Zeit des Friedens. Mehr denn je kann sich die Sternenflotte der Erforschung des Weltalls widmen, und dafür werden Sie benötigt! Mit der Einschreibung für die Akademie beginnt Ihr ganz persönliches 'Star Trek'-Abenteuer. Es war schon immer mal Ihr Wunsch, an der taktischen Konsole zu stehen oder gar im Sessel des Captains Platz zu nehmen? Ergreifen Sie die Chance und werden Sie Offizier der Sternenflotte. Das Abenteuer hat gerade erst begonnen..."

So lautet wohl jeder Einleitungstext eines "Star Trek"-Rollenspiels, oder? Warum denn nicht auch woanders mitmachen?

Sie haben Ihre eigene Meinung und Freiheit, um zu entscheiden, wo Sie mitmachen. Doch das TZN-Starfleet-Rollenspiel hat seinen eigenen "Star Trek"-Flair. Es ist noch jung und braucht Starthilfe. Da bin ich ehrlich. Wir möchten ein anderes "Star Trek"-Rollenspiel aufbauen, das unter seinen Mitgliedern ein gutes Verhältnis hat.

Das TZN-Starfleet-Rollenspiel war früher eigenständig unter SF-RollenspielOnline.de erreichbar. Doch wie jede kleine Community brauchte auch dieses Rollenspiel starke Partner, um zu überleben. Das Rollenspiel hatte in seiner eigenständigen Zeit viele gute und engagierte Spieler hervorgebracht, sodass sich die Leitung entschloss, Ihnen auch in Zukunft ein gutes Rollenspiel zu bieten.

Im IRC-Chat spielen wir unsere Missionen. Jeder Spieler fängt in der Akademie an, wo er an zwei Seminaren teilnehmen muss. Dies dauert in der Regel weniger als eine Woche. Die erste Ausbildung ist die Grundausbildung (GA), in der dem Spieler die Funktionsweise des Rollenspiels und des Chatclients MS Chat erklärt wird. Das zweite Seminar ist die Testmission (TM), in welcher der Spieler zum ersten Mal eine Mission mitmacht, die von der Akademie geführt wird.

Nachdem der Spieler beide Seminare bestanden hat, wird er von der Personalabteilung zum Fähnrich (Eng. Ensign) befördert. Der Spieler hat die Möglichkeit, durch Engagement und Teilnahmen an Missionen weiter befördert zu werden. Wenn er die Qualifikation und den bestimmten Rang hat, kann er in seiner späteren Laufbahn einen Kommandoposten übernehmen.

Das TZN-Starfleet-Rollenspiel ist von Fans für Fans aufgebaut worden. Es wird - wie jedes Angebot des TrekZone Networks - kostenfrei für jeden Interessierten zur Verfügung gestellt. Damit Sie wie die "Star Trek"-Charaktere das 24. Jahrhundert erleben können!

Überzeugt? Dann melden Sie sich an oder schnuppern einfach mal rein, über die TZN-Portalseite oder direkt unter www.sf-rollenspielonline.de!
(ml & mm)

Newsredaktion:
      Marvin Luchs
      Michael Müller

 
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            Weekly Trek

 

E n t e r p r i s e

Informationen und Bilder sowie Einschaltquoten und Kritiken zur dritten Staffel der neuen "Star Trek"-Serie findet man auf unserer Website TZN STenterprise.de unter www.stenterprise.de.

"Zero Hour" mit stabiler Quote (28. Mai)
"Star Trek: Enterprise" schloss die dritte Staffel mit einem positiven Signal ab: Das Overnight Rating des Staffelfinales, das am Mittwochabend in den USA ausgestrahlt wurde, erreichte einen der höchsten Stände des Jahres 2004.

Wie Mediaweek.com berichtet, erreichte "Zero Hour" ein Overnight Rating von 3,7 Prozent bei einem Marktanteil von 6,0. Dies bedeutet, dass etwa 3,7 Prozent der amerikanischen Haushalte UPN eingeschaltet hatten, während "Zero Hour" von 6 Prozent der Haushalte gesehen wurde, die zu der Zeit fernsahen.

Ähnliche Einschaltquoten erreichten bisher "Harbinger", "Doctor's Orders" und "Azati Prime". Insgesamt landete "Star Trek: Enterprise" am vergangenen Mittwoch auf dem fünften Platz und wurde unter anderem von "American Idol" geschlagen.
Details zum Inhalt des Staffelfinales, von den Xindi bis hin zum Aufgreifen der Thematik des Zweiten Weltkrieges am Ende der Folge, finden Sie im "Captain's Log" dieser "Daily Trek Weekend".
(st)

Scott Bakula freut sich auf die neue Staffel (28. Mai)
Bei dem Chat von Scott Bakula mit den Fans auf der offiziellen "Star Trek"-Website drehte sich am Mittwoch selbstverständlich alles um das Staffelfinale und noch mehr um mögliche Perspektiven für die kommende vierte Staffel von "Star Trek: Enterprise".
Zu allererst sprach Bakula über die diversen Kampagnen zur Unterstützung von "Enterprise": "Die Hilfe, die wir von SaveEnterprise.com bekommen haben, die Faxe, die E-Mails, die Briefe, all diese Dinge, das positive Feedback, das wir zumeist von den Fans und der Presse bekommen haben, die 'USA Today'-Umfrage, all das haben dazu beigetragen, UPN umzustimmen und uns eine vierte Staffel zu ermöglichen. Daher kann ich gar nicht oft genug allen, die uns dieses Jahr derartig unterstützt haben, 'Danke' sagen."

Viele Fans sind der Meinung, dass fast alle Trek-Serien erst mit der vierten Staffel so richtig ins Laufen gekommen sind. Bakula dazu: "Wir sind alle sehr aufgeregt. Wir haben alle das Gefühl, dass die Serie dieses Jahr auf allen Gebieten große Schritte gegangen ist. Und wir haben alle das Gefühl, dass es noch eine Menge mehr zu tun gibt. Es ist aufregend. Wir wissen noch nicht, wohin uns die Autoren nächstes Jahr führen. Und ich denke, sie sind selbst genauso neugierig darauf!"

Hat Bakula eine persönliche Beziehung zu Porthos? "Nein, Porthos ist ein Profi, ein gut trainierter Hund", so der Archer-Darsteller. "Obwohl er am Set immer sehr freundlich ist, hängt er zwischen seinen Szenen lieber mit den anderen Hunden in seinem Wohnwagen herum."
Eine vollständige (englische) Abschrift des Chats finden Sie auf StarTrek.com.
(sa)

Braga will kürzer treten (26. Mai)
Der Co-Creator und Ausführende Produzent von "Star Trek: Enterprise", Brannon Braga, berichtet den Lesern des "Dreamwatch"-Magazins, dass er in der nächsten Staffel möglicherweise etwas kürzer treten werde. In der aktuellen Ausgabe des Magazins erzählt er auch von den Höhen und Tiefen der dritten Staffel.
"Nach 14 Jahren 'Star Trek' kann ich Ihnen sagen, dass die Reichweite von exzellenten über gute bis hin zu mäßigen und ärmlichen Episoden reicht, und ich glaube, dieses Jahr war das beste von irgendeiner 'Star Trek'-Serie, an der ich mitgearbeitet habe", sagte Braga über die dritte "Enterprise"-Staffel. "Es gab weniger Schlechtes in diesem Jahr. Ich weiß nicht, ob das an der Xindi-Story lag [...]."

Die Zukunft seiner Rolle als Ausführender Produzent der Serie in der vierten Staffel scheint unsicher zu sein. "Ich bin nicht sicher, was meine Rolle sein wird. Ich werde vielleicht etwas kürzer treten. Mir ist nach dieser Staffel einfach danach. Ich bin mir nicht sicher, wie ich mich selbst noch toppen könnte."

Braga sagt, wenn er künftig weniger Aufgaben in der Serie übernehmen wird, gäbe es zwei Autoren beziehungsweise Produzenten von "Enterprise", welche die Rolle als "Showrunner" übernehmen könnten. "Ich könnte mir vorstellen, mehr Verantwortung an einen der anderen Autoren der Serie, wie beispielsweise Chris Black oder Manny Coto, abzugeben."

Black arbeitet derzeit an einem "Frankenstein"-Pilotfilm für das USA Network und ist seit der ersten "Enterprise"-Staffel dabei. Er hat Episoden wie "Cease Fire", "First Flight" und "Countdown" geschrieben. Coto ist dieses Jahr zum Team gestoßen und hat Folgen wie "Similitude", "Chosen Realm", "Harbinger" und "The Council" verfasst.

Braga hat auch erste Hinweise auf die neue Fernsehserie gegeben, die er zurzeit mit seinem "Enterprise"-Kollegen Rick Berman entwickelt. Er sagt, die Serie werde erdgebundener sein als "Star Trek". "Es ist zwar Science-Fiction, aber im kleineren Rahmen. Keine Science-Fiction mit Leuten in Raumschiffen oder Aliens, die überall rumlaufen."
Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe des "Dreamwatch"-Magazins, die ab sofort in Großbritannien und ab dem 15. Juni auch in den USA zu kaufen ist.
(av)

Neue deutsche "Enterprise"-Episodentitel (25. Mai)
Neues von der Synchronisationsfront: Weitere sechs deutsche Episodentitel der dritten "Enterprise"-Staffel wurden vor wenigen Tagen offiziell bestätigt. Die Folgen 3.07 bis 3.12 werden in der deutschen Fassung wie folgt heißen:
  • 3.07 "Die Ladung" ("The Shipment")
  • 3.08 "Dämmerung" ("Twilight")
  • 3.09 "Faustrecht" ("North Star")
  • 3.10 "Ebenbild" ("Similitude")
  • 3.11 "Carpenter Street" ("Carpenter Street")
  • 3.12 "Zufluchtsort" ("Chosen Realm")
Inhaltsangaben, Kritiken sowie Bildergalerien zu den genannten Episoden und zu allen weiteren Folgen der ersten drei "Enterprise"-Staffeln finden Sie auf unserer Website TZN STenterprise.de.
(kp & mm)

Shatner vor Auftritt in "Enterprise"? (23. Mai)
Die Gerüchte um einen Auftritt des Kirk-Mimen in "Star Trek: Enterprise" verdichten sich: Rick Berman sagte vor kurzem, eine entsprechende Story-Idee sei in Arbeit.
Ian Spelling berichtet in der 115. Ausgabe des britischen "Star Trek Magazine" von einem Gespräch mit Rick Berman. "Wir haben letzte Woche diskutiert, als wir mit dem Studio über Gebiete und Richtungen sprachen, die wir in der nächsten Staffel gern erkunden würden, und es gab zwei verschiedene Ideen, von denen wir denken, man könnte daraus eine gute Geschichte für Bill machen. Hoffentlich werden wir eine von ihnen in der nächsten Staffel verfolgen", sagte der leitende "Enterprise"-Produzent.

Schon während der letzten Staffel kursierten Gerüchte über einen Gastauftritt von William Shatner bei "Enterprise". Im September sagte der Schauspieler, Rick Berman habe ihn auf die Möglichkeit angesprochen, Kirks Großvater in der Serie zu spielen. Vor einigen Wochen berichtete das TZN von Aussagen Shatners, er habe "ein Szenario geschrieben, bei dem es denkbar wäre, dass ich für eine oder zwei Folgen zurückkehre".

Im Interview mit dem "Star Trek Magazine" gab Berman zu, dass Shatner momentan allerdings alle Hände voll zu tun hat: "Bill ist momentan mit 'The Practice' beschäftigt und er wird in der nächsten Staffel am Spin-off beteiligt sein."

Wie TrekToday schreibt, sprach Berman auch kurz über das Staffelfinale "Zero Hour", das am nächsten Mittwoch in den USA ausgestrahlt wird. Er sagte, die Folge biete "ein aufregendes Ende" der Xindi-Handlung dieser Staffel, aber sie werde nicht alle noch offenen Enden des Handlungsbogens aufgreifen und abrunden. "Lassen Sie uns einfach sagen, bestimmte Elemente der Handlung bleiben ungelöst."
Weitere englische Auszüge aus dem Interview mit Rick Berman, unter anderem mit Kommentaren zu seinen Lieblingsfolgen aus Staffel 3, finden Sie bei Sci Fi Pulse.
(hk)


C a s t   &   C r e w

Spielt Shatner demnächst einen Schauspieler? (26. Mai)
Captain Kirk trifft in Kürze vielleicht auf den "Sechs-Millionen-Dollar-Mann" und einen Privatdetektiv.

"Variety" berichtet (via Cinescape), dass William Shatner, Lee Majors und Robert Wagner Interesse daran haben, in einem "ABC Movie of the Week" mitzuspielen, der sich um drei ehemalige Fernsehhelden dreht.

"Actionheroes Inc." ist der Name des Films, der von drei alternden Schauspielern handelt, die ihren Ruhm ausnutzen, um eine Privatdetektei zu eröffnen. Die Schauspieler planen, ihre Erfahrung, fiktionale Helden zu spielen, zu verwenden, um echte Verbrecher in Los Angeles zu bekämpfen.

Lee Majors ist vor allem durch seine Rolle als bionischer Supermensch Steve Austin in "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann" bekannt. Wagner spielte in "Hart to Hart" Jonathan Hart, einen Amateurdetektiv, der zusammen mit seiner Frau, einer Journalistin, arbeitet.
(av)


C o n v e n t i o n   C o r n e r

Wohltätigkeitsauktion auf Las Vegas Convention (26. Mai)
Creation Entertainment hat eine Wohltätigkeitsauktion mit Brunch für ihre Las Vegas Convention am 1. August angekündigt. Unter den Stars werden Nana Visitor (Kira Nerys), Linda Park (Hoshi Sato) und Tom Hardy (Shinzon) sein.
(av)


T r e k   B o o k s

Rezension zu "S.C.E."-E-Book "Orphans" (23. Mai)
Jacqueline Bundy von TrekNation hat das im Mai erschienene E-Book "Orphans" aus der Reihe "Starfleet Corps of Engineers" rezensiert und kommt zum Ergebnis "Sicherlich viel Gutes, aber leider nicht genug". Hier ein Auszug:

Es gibt viel, was einem an "Orphans" gefallen kann. Sicherlich vieles, aber leider nicht genug. "Orphans", geschrieben von einem der "Star Trek: Strange New Worlds"-Autoren, Kevin Killiany, fügt dem bekannten Handlungsschema um ein abtrünniges Schiff ein paar neue Elemente hinzu.

Zum ersten Mal in dieser beliebten Serie arbeitet die Crew der U.S.S. da Vinci mit ihrem Gegenstück in der klingonischen Verteidigungsstreitmacht, der Crew der I.K.E. Qaw'qay, zusammen. Das gemeinsame Team aus klingonischen und Sternenflotten-Ingenieuren, das ein abtrünniges Kolonieschiff mit Kurs auf klingonischen Raum untersuchen soll, entdeckt, dass die vorindustriellen Bewohner des Schiffs mehr als nur mechanische Probleme haben. Auch wenn das Schiff repariert werden kann, sind die Kolonisten vielleicht noch stets dem Untergang geweiht.

Killiany weiß clever mit Worten umzugehen, aber versucht zu viel in dieser Geschichte, was ab und an etwas verwirrend sein kann. Viele der Szenen in der ersten Hälfte des Buches sind aus der Sicht der Außerirdischen geschrieben, aber der Leser weiß noch nicht genug über sie und ihre Welt, um sie wirklich verstehen zu können. Alles kommt im letzten Drittel des Buches in den Blick, aber bis dahin gibts ein paar "Huh"-Momente.

Ich selbst mag detaillierte Beschreibungen von technischen Informationen in einer Geschichte nicht so (seltsam für jemanden, der eine Serie über Ingenieure mag, ich weiß), daher hat dieser Aspekt von "Orphans" die Erzählung für mich ab und an heruntergezogen, aber wenn man dieses Zeug mag, ist man mit dieser Geschichte im siebten Himmel.
Das vollständige englische Review von Jacqueline Bundy können Sie bei TrekNation lesen.
(hk)


M u l t i m e d i a

"Raumschiff Enterprise"-DVDs für Herbst bestätigt (27. Mai)
Paramount Home Entertainment hat endlich Details zur Veröffentlichung der Classic-Serie auf DVD bekannt gegeben.

Laut einer Meldung von DVDinside.de soll die erste Staffel am 2. September in einem Set von acht DVDs erscheinen.

Wie gewohnt wird es pro Staffel eine Box geben. In Amerika hingegen sind bisher nur Einzel-DVDs auf den Markt gekommen.
Ein erstes Bild der Staffelboxen finden Sie in der Meldung auf unserer Website. Sie können die Box bereits bei Amazon.de vorbestellen.
(sa)

Newsredaktion:
      Henning Koonert
      Michael Müller
      Kai Poppe
      Johannes Sawerthal
      Jürgen Schmidt
      Arne Voigtmann

 
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            Federation News

 


Die geheimen Tagebücher der Kathryn J.

Utopia Planitia (28.5.2382) - Auf Befehl König Quarks wurden auf allen Raumwerften alte Schiffe auseinander genommen, um die Einzelteile zu verkaufen. Damit will Quark Geld für das Wettsaufen auf DS9 auftreiben. Trotz Denkmalschutz wurde auch die U.S.S. Voyager zerlegt. Dabei machten die Techniker erschreckende Funde: Sie fanden noch unbekannte Tagebücher der Kathryn J., in der sie ihre wirklichen Gedanken über die Crew der Voyager beschreibt.

Die Auswertung der verschlüsselten zehn Terabyte geht sehr langsam voran. Die "Federation News" haben jedoch zwei kleine Auszüge: "Sternzeit ... Delta Quadrant ... verdammter Maquis ... Sternzeit später: Ich Idiot musste unbedingt die Phalanx in die Luft jagen und den Helden spielen und damit unsere einzige Chance auf eine Rückkehr in den Alpha-Quadranten vernichten..."

Im weiteren Verlauf beschimpft sie einige Mitglieder des Maquis, vor allem einen Chakotay und eine gewisse B'Elanna T. Vielleicht werden diese Tagebücher Aufschluss darüber geben, was damals auf der Voyager wirklich geschehen ist. Die "Federation News" berichten weiter, sobald mehr Einträge veröffentlicht wurden beziehungsweise wir genug Latinum gesammelt haben, um die Preise von König Quark bezahlen zu können.
(necro)


Weitere Neuigkeiten aus der "Fiktion der Realität" finden Sie in der neusten Ausgabe unserer Partner-Publikation "Federation News".

von Bettina Biel

 
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            Kirki's Questions & Answers

 


Die Schweizer Kirki-Frage

"Ein Schweizer schickt 'ne Kirki-Frage - eine echte Seltenheit, sollte dann gebührend erwähnt werden...", schrieb mir Redaktionsleiter Michael Müller, seines Zeichens selbst Bewohner des immer neutralen Alpenlandes, als die dieswöchige Frage auf meinen Schreibtisch flatterte. Doch bevor ich die Flatter mache ... äh, zur Frage komme, folgt erst mal noch ein Kommentar von Sebastian zur Zukunftstechnologie-Frage von letzter Woche:

Hi Kirki!

Mir ist noch eine ganz simple Antwort auf die Frage, warum die Enterprise-E noch nicht die Zukunftstechnologie aus dem "Voyager"-Finale eingebaut bekam, eingefallen.

Da wäre erst mal der Quantenslipstreamantrieb, der ja nach hinten losging und so noch einige Jahre in der Forschungsabteilung ausgebrütet werden muss. Wahrscheinlich kann er erst auf ganz neue Schiffe, die für ihn konzipiert werden müssen, angewendet werden. Daher wird die Enterprise-E wohl ohne ihn auskommen müssen...

Was die Zukunftstechnologie angeht: Die Temporale Oberste Direktive wurde bereits von Janeway verletzt. Die Zukunft, aus der sie kam, existiert nur noch als alternative Zeitlinie (womit sie den Leuten dort im Übrigen nicht geholfen, sondern nur eine schönere Alternative geschaffen hätte). Folglich macht es auch nichts, wenn die Technologie eher als geplant zum Einsatz kommt, da das keine Rolle mehr spielt. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Forschungsabteilung der Sternenflotte die Technik erst untersuchen und verfeinern würde, bevor sie zum Einsatz kommt. Und dann müssen auch alle Schiffe nach und nach umgerüstet werden - man kann ja nicht alle zur Erde beordern und dann mit runtergelassenen Hosen dastehen...
Stimmt, die neue Technologie einfach überall einzubauen, ohne auf Risiken und Nebenwirkungen zu achten, ist nicht sehr klug, und alle Schiffe auf einmal zurückbeordern kann man auch nicht - aber zumindest dein letztes Argument möchte ich ein wenig entkräften: Die Schiffe müsste man natürlich nach und nach aufrüsten, aber ich denke mal, man würde das Flaggschiff schon so ziemlich als Erstes mit der neuen Technologie ausstatten.


F r a g e

So, und hier die neue Frage von Gregor:

Hallo Kirki

In einer der ersten "Raumschiff Enterprise"-Folgen gibt es eine sehr kurze Szene, in der Spock ohne Vulkanier-Ohren fungiert. Leider habe ich vergessen, wie die Folge hieß. Kennst du die Szene, und wenn ja, kannst du mir sagen, wo ich diese Episode wieder finden kann?


A n t w o r t

Gesehen habe ich die Episode nicht, aber ich habe etwas in den Weiten der Sternenflottendatenbanken (unter "Mysteriöse, aber von Kirk und Co. nie kommentierte Phänomene") gesucht. Leider wurde ich aber in keiner der zahlreichen "Star Trek"-Fehler-Datenbanken fündig. Entweder bist du der Erste, der das entdeckt hat, oder ich habe einfach nicht richtig gesucht. Das einzige "Ohrproblem", das ich finden konnte, war dasjenige um Spock in der Episode "Kodos, der Henker" (1.13). Dort hat Spock nämlich in einer Szene weiße Ohren.

Falls jemand mehr über die Szene mit den fehlenden Spitzohren weiß, bitte "mailden".


Wollten Sie im Trek-Universum schon immer mal etwas wissen, fanden aber nie eine Antwort? Dann schreiben Sie Kirki, und Ihre Fragen werden bald an dieser Stelle beantwortet.

von Kirki

 
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            TV Guide

 


Das "Star Trek"-Fernsehprogramm vom 31. Mai bis 6. Juni 2004


T h e   O r i g i n a l   S e r i e s

Premiere zeigt zum wiederholten Mal die "Star Trek"-Serien. Samstags kommen je zwei Folgen mit der alten TOS-Crew, die am Sonntagmorgen und Sonntagnachmittag wiederholt werden. Neben der Original Series sind auch die Abenteuer der "Next Generation" wieder im Programm vertreten.

Samstag, 5. Juni
Premiere Serie (21.50 Uhr): "Auf Messers Schneide" (1.27)

Samstag, 5. Juni
Premiere Serie (22.40 Uhr): "Griff in die Geschichte" (1.28)


D i e   E n t e r p r i s e   (Zeichentrick)

"Die Enterprise" im Free-TV
In unregelmäßigen Abständen wird auf verschiedenen Kanälen von Premiere die nicht zum offiziellen Canon gehörende "Star Trek"-Zeichentrickserie gezeigt. Leider ist vor einiger Zeit die vorläufig letzte Ausstrahlung auf dem Junior-Kanal zu Ende gegangen.
Verzichten müssen wir deshalb auf die Serie allerdings nicht, denn auch wer kein Abonnent von Premiere ist, kann seit einiger Zeit in den Genuss der Zeichentrickserie (ZDF-Version) kommen: Der Privatsender Tele 5 zeigt sie im Rahmen seines "toongate"-Programms (Sendezeit werktags: 6.55 bis 8.50 und 14.05 bis 16.10 Uhr). Leider gibt der Sender für die einzelnen "toongate"-Serien keine konkreten Sendezeiten an und "Die Enterprise" wird zudem weder im Videotext noch auf der Website des Senders erwähnt. Vor einiger Zeit kam die Serie nur sehr selten. Seit kurzem soll sie wenigstens am Wochenende ("toongate" kommt dann ab 6.00 Uhr und noch mal ab 14.00 Uhr) regelmäßig zu sehen sein, und zwar am Samstag um zirka 15.45 Uhr (die Wiederholung dann um 7.45 Uhr am Sonntag). Es sollen alle Folgen der Serie an diesem Termin gezeigt werden.
Tele 5 sendet analog (Frequenz: 11552,75 Mhz; Polarisation: horizontal) und seit einiger Zeit auch digital (Downlinkfrequenz: 12480 Mhz; Polarisation: vertikal; Symbolrate: 27,5 MS-s, fec 3/4) über das Astra-Satellitensystem (Orbitalposition: 19,2 Grad Ost). Im Kabel ist der Sender nicht sehr präsent. Er wird außerhalb Bayerns nur sehr sporadisch in die deutschen Kabelnetze eingespeist.


T h e   N e x t   G e n e r a t i o n

Kabel 1 zeigt die Abenteuer der Enterprise-Crew um Picard am gewohnten "Star Trek"-Sendeplatz um 17.45 Uhr. Am 31. Mai entfällt die Folge.

Dienstag, 1. Juni
Kabel 1 (17.45 Uhr): "Der Kampf um das klingonische Reich, Teil 1" (4.26)

Mittwoch, 2. Juni
Kabel 1 (17.45 Uhr): "Der Kampf um das klingonische Reich, Teil 2" (5.01)

Donnerstag, 3. Juni
Kabel 1 (17.45 Uhr): "Darmok" (5.02)

Freitag, 4. Juni
Kabel 1 (17.45 Uhr): "Fähnrich Ro" (5.03)

Premiere bringt am Samstag zur Hauptsendezeit je zwei Episoden. Vorher, am Nachmittag um 15.15 Uhr, werden die Folgen der letzten Woche wiederholt.

Samstag, 5. Juni
Premiere Serie (20.15 Uhr): "Das Kind" (2.01)

Samstag, 5. Juni
Premiere Serie (21.00 Uhr): "Illusion oder Wirklichkeit?" (2.02)


D e e p   S p a c e   N i n e

SAT.1 bringt ab Juni am Wochenende nur noch eine Folge mit Sisko und Co., da die Samstags-Episode leider komplett gestrichen wurde. Es läuft die sechste Staffel.

Sonntag, 6. Juni
SAT.1 (2.00 Uhr): "Der Klang ihrer Stimme" (6.25)


V o y a g e r

SAT.1 zeigt noch einmal alle sieben Staffeln der Serie. Am Wochenende gibt es immer um 17.00 Uhr je eine Episode mit Abenteuern aus dem Delta-Quadranten. An diesem Sonntag fällt die Serie, so wie DS9, leider aus. Ausgestrahlt wird im Moment die sechste Staffel. Kabel 1 bringt jeden Montag zur Hauptsendezeit eine Folge, die diese Woche wegen des Pfingstfestes allerdings ausfällt.

Samstag, 5. Juni
SAT.1 (17.00 Uhr): "Kollektiv" (6.16)

Sonntag, 6. Juni
SAT.1 (17.00 Uhr): "Das Geistervolk" (6.17)

von Peter Schipfmann

 
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            SFZ Special

 


"FarScape": Die Erschaffung von heldischen Legenden und legendären Helden

Der Preview zweiter Teil mit dem Titel "Die Erschaffung von heldischen Legenden und legendären Helden" (Teil 1 siehe "Daily Trek Weekend" von letzter Woche). Oder: Wir alle brauchen Helden, Sagen und Legenden. Oder: Nur ein toter Peacekeeper ist ein guter Peacekeeper.

Bevor es mit Geschichten und weiterem Ergötzlichem aus der zweiten "FarScape"-Staffel losgeht, sei noch auf einige Umstände aus der Vergangenheit hingewiesen. Zu wenig beachtet wurde unter anderem die Legendenbildung, der wir seit der Eroberung des Leviathan gegenüberstehen: Chrichton, allein und schockiert von dem, was aus seinem Experiment geworden ist, steckt alle Mitstreiter an, sodass über drei Zyklen oder 66 Folgen die unwahrscheinlichsten, heroischsten Taten vollbracht werden, die über zahllose Planetensysteme hinaus bekannt werden. Das wird deutlich, als Commander Cleavage aka Grayza in "Ein infernalischer Plan, Teil 1" davon berichtet, dass in den unerforschten Territorien nach den Aktionen des Moya-Talyn-Teams die meisten Systeme die Peacekeeper als Witzfigur und Karnevalstruppe ansehen.

Ich meine, wir wissen, was Chrichton und Co. schon alles angerichtet haben: Zweimalige und gewonnene Auseinandersetzung mit dem gefährlichsten Meister der dunklen Künste, Maldes, Zerstörung einer monströsen Gammak-Basis, ganze Planeten und Imperien dem Zugriff der Peacekeeper entzogen ("Intrigen, Macht und Mörder"), ganze Mörderbanden von Nebari, Peacekeeper und Scerraner "entsorgt", ein Schattendepot überfallen, ausgeraubt, entvölkert und "planiert", ein Wiederbeschaffungskommando beseitigt, dutzende Male den immer wieder hinterher schauenden und ach so übermächtigen Peacekeepern durch List und Tücke entwischt, und zu guter Letzt, was wohl unsterbliche Heroen und Sagen entstehen lässt, einen Commandotransporter für immer aus dem Verkehr gezogen.

Scorpius sagt es selbst, am Ende von Staffel 3: "Generationen von Sepazianern werden sich an den Namen John Chrichton erinnern, weil er für den Untergang ihrer Kultur und die Vernichtung der Ordnung verantwortlich ist."

Ich bin mir sicher, John und Co. ist das völlig egal, die Wurmloch-Technologie ist zu gefährlich, die darf keine Spezies haben. Uns ist es auch egal, nur ein toter Peacekeeper ist ein guter Peacekeeper.

Grayza, Scorpi und die nervtötenden Scerraner

Jetzt, nach der Zerstörung des Kommandotransporters, geben die Peacekeeper ihre vornehme Zurückhaltung auf: Kopfgelder in Millionenhöhe sind auf die Moya-Gang ausgesetzt, sie sind nirgendwo mehr sicher. Schon nach wenigen Episoden sind sie aufgrund dieses äußeren Drucks auf Moya wieder vereint, verstärkt und leider auch von früheren Mitstreitern verlassen worden. Der Kampf ums Überleben nimmt immer skurrilere Züge an, als auch Scorpi "Ledernacken" auf Moya um Asyl bittet und findet. John würde ihm zwar gerne den Kühlstab frellen, aber ihnen allen ist jetzt Grayza auf der Spur.

Zu der Treibjagd auf John Crichton gesellen sich auch die Scerraner, sodass es in den ersten acht Episoden um eine Flucht geht, die sie so weit wie möglich aus dem Einfluss der streitbaren Parteien bringt.

Man hat wohl in den jeweiligen Bösewicht-Hauptquartieren erkannt, wie wichtig das Wurmloch-Wissen wirklich ist. Auf diesen Reisen von System zu System ... kennen wir schon, ja: Man wird geschrumpft, von Weltraumpflanzen attackiert, in virtuelle Welten gestoßen, mit kurzweiligen Magnetfeldern geröstet, durch orlifaktorische Geheimwaffen zum Sex gezwungen und immer wieder gelingt allen die "Hals-über-Kopf-Flucht" in eine kurze, trügerische Sicherheit.

Eines irritiert aber doch, bei fast jeder Episode: Sind diese eigentlich unmöglichen "Verflüchtigungen" nicht irgendwann unglaubwürdig? Wie soll das angehen, tausenden Gegnern den Garaus zu machen und immer wieder mit einem Schirmchendrink in der Hand die letzte Passage zu erreichen? Sind das nicht schon fast "bolschewistische" Züge, immer wieder und dauernd Recht haben zu wollen? Alles Dickköpfe.

Ach, was solls, beschäftigen wir uns nicht mit lächerlichem Kleinkram, wir wollen von "heißen Bräuten" an Bord angemacht und von den unerschütterlichen, charakterstarken und uneigennützigen Helden John, D'Argo und Rygel aufs Neue begeistert werden.

Inzwischen merkt man eine leise Spur der Verzweiflung, die Nerven der Moya-Besatzung sind als solche kaum noch zu spüren, beim geringsten Problem hat man die Strahlenknarre in der Hand und jemand stirbt, wird bedroht oder nachhaltig von der Nichtexistenz einer "Obersten Direktive" überzeugt, weil nur das Gesetz der stärkeren Waffe zählt.

"Allegro, allegro - schneller schneller!"

John war nach seiner einsamen Odyssee, "Das kann doch alles nur ein Scherz sein", inzwischen viele Monde allein auf einem sterbenden Leviathan, hat die Wurmlöcher endgültig entschlüsselt und baute sich eine eigene kleine Welt des Wahnsinns auf - beispielsweise die Etablierung einer Alkoholproduktionsstätte, genannt Destille, an der er sich kontinuierlich erprobt.

Lach- und keine Schusssalven erregten wahrscheinlich die Bemalung eines der letzten DRDs an Bord mit der Trikolore und der Jahreszahl "1812". Es ist das Jahr, als die Russen Napoleon in der Schlacht bei Borodino endgültig aus ihrer Heimat vertrieben. 1880 komponierte Peter Tschaikowski eine berühmte Ouvertüre, die John mithilfe der DRDs sogar in einem klassischen Konzert präsentiert. Seine eigene kleine Welt.

Aber immer kommt jemand vorbei, stört, nervt und stirbt... Fühlt John sich etwa einsam wie Napoleon auf dem fürchterlichen Rückmarsch nach Frankreich? Oder ist es eine Ode an die Freiheit? So schräg dieser Einfall auch ist, John überrascht uns immer wieder. Er dirigiert schließlich sehr erfolgreich das DRD Frellharmonical Orchestra. Bis ihm eine Neue in den Schoß fällt...

Farspeak, Crichtonism und shakespearesche Auswüchse

Da Staffel 4 ausschließlich auf Englisch zu Gemüte geführt werden kann, wird dieses ausgesprochene Vergnügen aufgrund der Nuschelstimmen und dem so genannten "Farspeak" eine echte Zumutung. Deswegen laufen auch groß angelegte Bestrebungen, die Folgen deutsch zu untertiteln. Viele Handlungsinformationen erkennt man erst im fortgesetzten Stadium, und die schreckliche Aussprache, besonders Crichton und Chiana, verleidet einem fast den Filmgenuss. Mit der Originalsprache bemerkt man aber auch erst die mitschwingenden Emotionen in der Handlung, die der deutschen Synchronisation versagt blieben.

Wir stehen also den Gegensätzen einer im Original äußerst vulgären Sprache und hochgeistigen Ergüssen gegenüber. Nichtsdestotrotz sind die Dialoge, sprich die Gedankengänge unterbezahlter Drehbuchautoren, von hoher Qualität und erreichen mitunter poetische Züge mittelenglischer Literatur. Ein besonders gelungenes Beispiel aus "John Quixote", der siebten Episode der vierten Staffel, welches ich für einen Übersetzerkollegen korrigiert habe, möchte ich der werten Leserschaft nicht vorenthalten. John erhält einen Auftrag in Versform:

In farthest space, beyond the knowing charts the horrid human and his band appear.

And though they play today at different parts, the core of subtle truth beneath is clear.

The path of choice may draw you dark and deep where flesh deformed doth keep the dream alive.

And if the way your compass cannot keep, some pearls of wisdom to thee do I give.

Your quest is for the Princess Fair to seek. The one a human's fleeting love did rend.

Bring forth the sword and through the darkness peek.

One loving kiss amends, and there's an end.

And if we shades with taste do not agree, a door of green shall set your senses free.
Mit viel Spaß habe ich diese shakespeareschen Ungetüme attackiert und weiß jetzt, wie sich Wieland, Voss und Schlegel sowie Dorothea Tieck im 18. Jahrhundert gefühlt haben müssen, als sie eine mehrbändige Gesamtwerksübersetzung schufen:
Am entferntesten Rande, jenseits
wohlbekannter Karten, erscheint
der schreckliche Mensch und seine Bande.

Und obwohl sie heut andere Rollen geben,
ist der messerscharfen Wahrheit Kern
darunter klar gelegen.

Die Qual der Wahl auf dieser Reise
ändert dich in einer Weise,
dass im deformierten Leibe,
nur ein Traum lebendig bleibe.

Und wenn du Weg und Richtung nicht halten kannst,
geb ich der Weisheit Perlen in deine Hand.

Dein Streben sollst du binden,
der Prinzessin Gut zu finden;
welche eines Tags
durch des Menschen flüchtgen Liebe zerbrach.

Das Schwerte: Ziehs,
als Kerze,
durch der nächtgen Schwärze.
Der Liebe Kuss
ist dann der Weisheit letzter Schluss.

Sind nur des Zweifels Schemen mit den Gründen,
dann gilt es, der Freiheit grünen Türe zu finden.
Leider entspricht die Anzahl und Anordnung betonter und unbetonter Silben in den Zeilen oft nicht den Vorgaben von Textwissenschaft und Stilistik des zweiten Semesters Germanistik, um eine exakte Lyrikstruktur zu etablieren. Ich hoffe trotzdem, dass Ihnen diese Interpretationen gefallen.

Gleichzeitig wird man im nie da gewesenen Ausmaße mit Anspielungen auf irdische Verhaltensweisen, Superstars und Ereignissen geradezu erschlagen. Ständig motzt John in seinen egobezogenen und archetypischen Art und Weisen gegen seine Umwelt in Form von mies gelaunten Kopfgeldjägern, gefesselten, sexsüchtigen Grayzas, mörderischen Leviathan-Ausschlachtern und digitalen Gegnern. Diese Symbiose aus Science-Fiction, Action, Humor und Bildersprache ist es wohl, was uns alle an "FarScape" so fasziniert, wir wollen es ja nicht anders. Da könnte die Serie auch auf Schwedisch kommen: Wir würden trotzdem weiter glotzen, grötö, gelebo, makta, IKEA, John Crichton!

Mit verfrellten Grüßen aus einem unheiligen Universum

            Ihr Edgar Mort

von Edgar Mort

 
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            SFZ Weekly

 

2 0 4 6

Cannes: "2046" ohne Auszeichnung
Der einzige Film mit Science-Fiction-Elementen im Wettbewerb der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes, "2046" von Kar Wai Wong, ging ohne Preis aus.
Jurypräsident Quentin Tarantino und seine Kollegen wählten die diesjährigen Gewinner des internationalen Filmfestivals in Cannes aus 19 Filmen. Die Goldene Palme ging an den Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11" von Michael Moore, der kein gutes Haar an US-Präsident Bush lässt. Der große Jurypreis wurde dem Racheepos "Old Boy" aus Südkorea verliehen.
Leer gingen dagegen der deutsch-österreichische Beitrag "Die fetten Jahre sind vorbei" und das Science-Fiction-Drama "2046" aus Hongkong aus. Autor und Regisseur Kar Wai Wong, der sich in Asien und langsam auch im Westen einer großen Anhängerschaft erfreut, erzählt in ästhetischer, aber ebenso wirrer Form von einem Autor, der in seinen Romanen eine Zukunft beschreibt, die die Gegenwart bestimmt. Ein mysteriöser Zug erlaubt zudem das Zeitreisen ins Jahr 2046, aus dem kein Mensch wiederkehrt.
Ein provisorischer Starttermin für Deutschland ist auf den 13. Januar 2005 festgelegt.


B a b y l o n   5

Richard Biggs verstorben
Richard Biggs ist tot. Er verstarb letzten Samstag, am 22. Mai. Die Todesursache ist noch unbekannt.
Der am 18. März 1961 in Columbus, Ohio, geborene Theater- und Fernsehschauspieler wurde im Fantastik-Genre bekannt durch seine Rolle als Dr. Stephen Franklin in "Babylon 5". Joe Michael Straczynski, Schöpfer der Serie, verkündete die traurige Nachricht am vergangenen Sonntag. Nach den ihm vorliegenden Informationen erwachte Biggs am Morgen des 22. Mai wie gewöhnlich, stand auf, brach dann aber plötzlich zusammen. Er starb kurze Zeit darauf. Die Rettungssanitäter kamen für jede Hilfe zu spät.
Richard Biggs war 43 Jahre alt. Man spekuliert, der Grund sei ein Aneurysma oder ein schwerer Schlaganfall gewesen. Genaueres ist unbekannt. Laut Straczynski wurden seine Familie ebenso wie alle "Babylon 5"-Hauptdarsteller informiert, weitere Details werden voraussichtlich in den nächsten Tagen folgen. Ihn überlebten eine Ehefrau und zwei Söhne.
Biggs hatte neben "Babylon 5" Erfolg durch seine Darstellung des Marcus Hunter in der Fernsehserie "Zeit der Sehnsucht". Des Weiteren übernahm er Gastrollen in den Serien "JAG", "C.S.I.", "Twilight Zone", "Crusade", "Crossing Jordan", "Emergency Room", "NYPD Blue" und "Tremors". In Leinwandfilmen (wie "Ablaze") und zahlreichen Bühnenstücken mimte Biggs unter anderem auch Protagonisten.


G o d s p e e d

Harrison Ford fliegt wieder ins All
Neuer Job für den ehemaligen interstellaren Schmuggler und Berufsarchäologen: In "Godspeed" soll Harrison Ford ins All reisen.
Böse Zungen behaupten, der vierte Teil der "Indiana Jones"-Reihe wäre in Wahrheit bereits begraben, aber bis George Lucas mit dem Drehbuch endlich zufrieden ist und die Produktion tatsächlich beginnt, kann noch viel Zeit vergehen. Zeit, die Harrison Ford für andere Projekte nutzt. Für James Camerons Produktionsgesellschaft Lightstorm Entertainment wird er deswegen ab Herbst als Astronaut einer internationalen Raumstation seine Kollegen vor einer Superkatastrophe bewahren.
Cameron ("Aliens", "Terminator") wird jedoch nur für die Produktion zuständig sein. Wer die Regie in "Godspeed" übernehmen wird, steht noch nicht fest.


H i s   D a r k   M a t e r i a l s

Neue Fantasy-Trilogie von New Line Cinema
Das Independent-Studio New Line Cinema hat Blut geleckt: Nach dem enormen Erfolg von "Herr der Ringe" folgt nun die nächste Fantasy-Trilogie.
Ein eher düsteres Werk wie Peter Jacksons geniale Verfilmung ist jedoch nicht zu erwarten, da sich der Dreiteiler an ein jüngeres Publikum richten wird. Verfilmt wird die preisgekrönte Fantasy-Reihe "His Dark Materials" von Philip Pullman. In "Der goldene Kompass", "Das magische Messer" und "Das Bernstein-Teleskop" dreht sich alles um die Abenteuer der zwölfjährigen Kinder Lyra und Will, die in einer magischen Welt mitten in einen erbitterten Kampf zwischen Hexen-Clans und Engeln, seelenlosen Kriegern und gesichtslosen Schattenwesen geraten.
Als Drehbuchautor fungiert Tom Stoppard ("Shakespeare in Love"), als Regisseur und Produzent wurde Chris Weitz ("American Pie 2") vorgesehen. Zuerst wird nur der erste Band verfilmt. Sollte dieser ein Erfolg werden, wird man sich den restlichen Büchern widmen. Ein Drehstart steht noch nicht fest.


M a s t e r   o f   S p a c e   a n d   T i m e

Jack Black wird Herr über Raum und Zeit
Das beliebte Comedy-Schwergewicht Jack Black übernimmt die Hauptrolle in einem schrägen Science-Fiction-Szenario.
Wie "Blickpunkt: Film" meldet, wird Jack Black ("School of Rock") die Hauptrolle in der geplanten Adaption von "Master of Space and Time" übernehmen. In dem 1984 erschienenen Roman von Rudy Rucker finden zwei durchgeknallte Wissenschaftler heraus, wie man die Kontrolle über die Realität erlangen kann. Sie bewegen sich außerhalb von Raum und Zeit und erfüllen sich dabei alle erdenklichen Wünsche. Das Chaos ist vorprogrammiert. Schriftsteller Rucker ist nebenbei tatsächlich Mathematikprofessor, was seine physikalischen Überlegungen jedoch nicht logischer macht.
Die Rechte des Romans übernahm Michel Gondry ("Vergiss mein nicht"), der auch gleich die Regie übernehmen wird. Laut dem US-Branchenblatt "Variety" verhandelt er zurzeit mit Dreamworks über das benötigte Budget.


S h r e k

Teil 2: Erfolgreichster Tag aller Zeiten
Mit knapp 45 Millionen Dollar hat "Shrek 2" am Samstag, 22. Mai den Rekord des höchsten Eintages-Einspielergebnisses von "Spider-Man" gebrochen. Der animierte Fantasy-Spaß lief in über 4000 Kinos an - ebenfalls ein Rekord.
"Shrek 2" hat die Erwartungen des Produktionsstudios Dreamworks übertroffen: Die Einnahmen nach nur fünf Tagen betragen 125 Millionen Dollar. Damit hat er sowohl "Van Helsing" als auch "Troja", die an den Wochenenden davor anliefen, schon weit überflügelt. 104 Millionen Dollar wurden am Wochenende (Freitag bis Sonntag) eingenommen. Mehr am Startwochenende schaffte nur "Spider-Man" mit knapp 115 Millionen Dollar.
Die Einnahmen vom Samstag brachten aber einen Rekord für "Shrek 2": Knapp 45 Millionen Dollar Einspielergebnis an einem Tag schaffte nie ein Film zuvor. "Spider-Man" schaffte 43,6 Millionen Dollar. Ebenfalls ein Rekord ist die Anzahl der Kinos, die den Film spielten: 4163. Kein Film in den USA lief je in über 4000 Kinos, auch hier war "Spider-Man" bisheriger Rekordhalter mit 3876.
Das in den USA vom überwiegenden Teil der Filmkritiker gelobte Oger-Sequel begann seinen Siegeszug am Mittwoch, 19. Mai mit einer großen Premierenfeier, an der auch viele der Stars teilnahmen, die den Fantasy-Figuren im Animationsfilm ihre Stimmen leihen. "Shrek 2" startet in Deutschland und Österreich am 1. Juli, in der Schweiz voraussichtlich eine Woche früher.


Die SFZ-Meldungen des heutigen Tages finden Sie auf unserer Website unter SF-Zone.de.

Newsredaktion:
      Marianne Jaffke
      Stephan Mark
      Randolph Sutter

Quellen:
      Blickpunkt: Film
      
Box Office Mojo
      
Goldkanal
      
Movie God
      
Wikipedia
      
Yahoo!

 
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            Mission to Mars

 


Kalkulierte Risiken auf dem Roten Planeten

Langsam aber sicher wandert das Thema "Energieversorgung" auf der Agenda der beiden amerikanischen Mars-Rover immer weiter nach oben: Der beginnende Mars-Winter in der südlichen Hemisphäre und die ständig zunehmenden Staubablagerungen auf den Solarpaneelen von Spirit und Opportunity machen immer ausgefeiltere Strategien für den Umgang mit der zur Verfügung stehenden Energie notwendig.

Im besonderen Maße trifft dieses Problem den in der marsianischen Tiefebene Meridiani Planum fahrenden Rover Opportunity: Wegen eines defekten Schalters kann ein Heizelement am Instrumentenarm des Rovers nicht abgeschaltet werden, sodass sein - korrekt funktionierender - Thermostat das Heizelement nachts permanent aktiviert und damit in den Nachtstunden auch ständig Strom aus den Batterien des Rovers saugt. Zusammen mit der geringeren Stromerzeugung der Solarpaneele hat dies dazu geführt, dass Opportunity in den letzten Tagen oft nur ein bis zwei Stunden aktiv sein konnte, weil die zur Verfügung stehende Energiemenge dann bereits wieder aufgebraucht war.

Um Energie zu sparen, ist beiden Rovern bereits vor einigen Wochen ein Softwareupdate installiert worden, das einen neuen "Tiefschlafmodus" für die Nachtstunden möglich macht. Dabei werden deutlich mehr Geräte abgeschaltet als bei den von Beginn an vorhandenen Ruhemodi. Die Wissenschaftler gewinnen auf diese Weise jeden Tag mehrere Stunden hinzu, in denen die Rover aktiv sein können. Doch wie so oft ist auch hier ein Preis zu zahlen, denn der Tiefschlafmodus bedeutet ein hohes Risiko für eines der wissenschaftlichen Instrumente an Bord der beiden Mars-Rover: Bei dieser Betriebsart wird nicht nur das Heizelement am Instrumentenarm der Rover ausgeschaltet - was in Phasen nächtlicher Inaktivität gewünscht ist -, sondern ebenfalls ein Heizelement am Mini-TES (Miniature Thermal Emission Spectrometer). Dieser Infrarot-Spektrometer kann durch die Analyse aufgefangener Wärmestrahlung, die von Mars-Gesteinen sowie dem Mars-Boden abgegeben werden, Informationen über die chemische Zusammensetzung der untersuchten Objekte sowie der Atmosphäre liefern.

Ein Bauteil im Mini-TES, der aus Kaliumbromidsalz bestehende Strahlungsteiler, wird bei durchschnittlichen Temperaturen zwischen -50 und -60 Grad Celsius zerstört. Bisher hat ein kleines Heizelement verhindert, dass der Mini-TES in den kalten Mars-Nächten derartig weit abkühlt, doch der neue Tiefschlafmodus deaktiviert auch dieses Heizelement. Es wird also nur eine Frage der Zeit sein, bis Opportunitys Mini-TES in einer der kommenden Nächte aufgrund zu niedriger Temperaturen funktionsunfähig wird. Die Entscheidung, den absehbaren Verlust eines wissenschaftlichen Instruments in Kauf zu nehmen, ist sicherlich niemandem aus dem Missionsteam leicht gefallen, doch dafür gewinnen die Wissenschaftler wieder kostbare Zeit für den Betrieb der anderen Instrumente hinzu.

Bevor der Tiefschlafmodus bei Opportunity am Donnerstag aktiviert wurde, sollte der Mini-TES ausführlich den Krater Endurance und seine Umgebung auf interessante wissenschaftliche Ziele hin untersuchen. Diese Aufnahmen wurden bis zum letzten Dienstag gemacht. Danach ist der Rover, der Anfang Mai den rund 130 Meter durchmessenden Einschlagskrater erreichte, dann wieder einige Meter am Kraterrand entlanggefahren und steht jetzt gerade einmal einen Meter von der Kante des Kraters entfernt, von wo aus ein 40-Grad-Gefälle in das Kraterinnere führt. Opportunity wird in den kommenden Tagen seine jetzige Position beibehalten, um Endurance noch einmal detailliert mit der Panoramakamera sowie dem Mini-TES (solange das Instrument noch funktioniert) zu charakterisieren.

Auf der anderen Seite des Roten Planeten konnte Spirit am vergangenen Sonntag seine Arbeit wieder aufnehmen, nachdem der Rover durch einen Softwarefehler zwei Tage lang lahm gelegt war - ein ärgerlicher Fehler, der allerdings keine negativen Auswirkungen auf den generellen Zustand des Rovers hatte. Auch in dieser Woche bewegte sich Spirit weiter auf die Hügelkette Columbia Hills zu. Den größten Schritt auf die nun noch etwa 700 Meter entfernten Hügel zu absolvierte der Rover am vergangenen Mittwoch, als er an seinem Sol 134 beeindruckende 109,5 Meter Wegstrecke in zwei Stunden zurücklegte, gefolgt von einer einstündigen Observation seiner neuen Umgebung. Tags darauf untersuchte er seinen Standort erneut mit allen Kameras und Spektrometern, um schließlich mit seinen Rädern noch einen Graben im Boden zu ziehen, der fotografisch festgehalten wurde.

Der um den Roten Planeten kreisende europäische Orbiter Mars Express ist zunehmend wieder in der Lage, seinem wissenschaftlichen Beobachtungsauftrag nachzukommen, da die Flugdauer durch den Planetenschatten und die damit verbundenen Einschränkungen der Energieversorgung immer weiter abnehmen. Was immer noch fehlt ist die Entfaltung der insgesamt 40 Meter langen MARSIS-Radarantenne, die mithilfe langwelliger Radiostrahlung Informationen über die Beschaffenheit des marsianischen Untergrunds gewinnen soll. Ursprünglich war diese Aktion für Ende April geplant, doch vorher bat das für dieses Instrument zuständige Team um eine Terminverschiebung, um den Entfaltungsvorgang der Radarantennen noch einmal analysieren und dadurch die optimale Vorgehensweise ermitteln zu können.


Weitere Details rund um die Mars-Missionen finden Sie fortlaufend in unserem "Daily Trek"-Newsletter.

von Michael Stein

 
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            ISS Weekly Report

 


Progress M-49 im Wechsel gegen Progress M1-11

Diese Woche an Bord der Internationalen Raumstation war geprägt von der Abreise der Progress M1-11, die zugleich den Kopplungsstutzen frei machte für die Ankunft der Progress M-49, die Versorgungsgüter und Ausrüstungsgegenstände für die neunte Stammbesatzung in die Erdumlaufbahn transportierte.

Am Dienstag, 25. Mai hob ein unbemanntes russisches Versorgungsraumschiff des Typs Progress von Baikonur in Kasachstan ab, um annähernd zweieinhalb Tonnen an Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff, Ersatzteilen, Ausrüstungsgegenständen und Versorgungsgütern für die neunte Stammbesatzung zur Internationalen Raumstation zu transportieren, die sich im zweiten Monat ihrer sechsmonatigen Mission befindet.

Der Start der Progress M-49 erfolgte pünktlich um 7.34 Uhr Eastern Standard Time (EST) und das Raumfahrzeug erreichte weniger als zehn Minuten später die Erdumlaufbahn, entfaltete seine Solarzellenflügel und Navigationsantennen. Seine Computer sind mit vorprogrammierten Kommandos für Triebwerkszündungen und Rendezvousmanövern geladen, die zu einer automatischen Ankopplung an den hinteren Kopplungsstutzen des Service Module Swjesda am Donnerstag, 27. Mai um 08.55 Uhr führen sollten.

An Bord der Internationalen Raumstation wurde die neunte Stammbesatzung, Kommandant Gennadi Padalka sowie Bordingenieur und National Aeronautics and Space Administration (NASA) International Space Station (ISS) Science Officer (SO) Michael Fincke von den Flugkontrolleuren im Mission Control Center (MCC) in Houston Augenblicke nach dem Start der Progress M-49 informiert.

Der Start des neuen Versorgungsraumschiffes erfolgte ein wenig mehr als 24 Stunden nachdem die identische Progress M1-11 von der Internationalen Raumstation abkoppelte. Am Montag, 24. Mai um 4.19 Uhr EST koppelte die Progress M1-11 von der Internationalen Raumstation ab und wurde auf einer vorübergehenden Erdumlaufbahn geparkt, weit weg von der Internationalen Raumstation. Im Verlauf der anschließenden zehn Tage werden russische Ingenieure Daten von ihrem Bewegungskontrollsystem einholen, um festzustellen, ob Mikrogravitationsexperimente in einem solchen Raumfahrzeug durchgeführt werden können, bevor ihm das Kommando zum Wiedereintritt in die Erdatmosphäre erteilt wird. Die Progress M1-11, beladen mit Abfällen und nicht länger benötigten Ausrüstungsgegenständen, soll am 3. Juni ihre Erdumlaufbahn verlassen.

Am Montag, 24. Mai entschieden die leitenden Direktoren der Internatonalen Raumstation eine Extravehicular Activity (EVA) von Padalka und Fincke um den 16. Juni herum durchzuführen, und zwar in russischen Weltraumanzügen des Typs Orlan vom Docking Compartment (DC) 1 Pirs ausgehend anstatt in amerikanischen Extravehicular Mobility Units (EMUs) vom Joint Airlock Module (JAM) Quest ausgehend. Die Entscheidung wurde nach zusätzlichen erfolglosen Bemühungen am Samstag, 22. Mai zur Behebung des Problems getroffen, die zum Ziel hatten, die Kühlung für den Weltraumanzug von Padalka und für einen dritten amerikanischen Weltraumanzug an Bord der Internationalen Raumstation bereitzustellen.

Der Weltraumausstieg dient dem Austausch eines Remote Power Control Module (RPCM) an der Integrated Truss Structure (ITS), das am 21. April versagte, wodurch es zu dem vorübergehenden Verlust eines der vier Control Moment Gyroscopes (CMGs) kam, die die Orientierung der Internationalen Raumstation bestimmen. Am Dienstag, 25. Mai begannen die amerikanischen und russischen Flugdirektoren und Weltraumausstiegsspezialisten umfassende Besprechungen über die Einzelheiten des Weltraumausstiegs. Es wird erwartet, dass Padalka und Fincke am Donnerstag, 3. Juni mit den Vorbereitung der russischen Weltraumanzüge des Typs Orlan beginnen und um den 11. Juni herum die Weltraumanzüge anprobieren, um sicherzustellen, dass sie richtig funktionieren.

Am Donnerstag, 27. Mai um 8.55 Uhr EST koppelte die Progress M-49 wie vorgesehen an den hinteren Kopplungsstutzen von Swjesda an. Padalka und Fincke hielten sich in Swjesda auf, immer bereit, die manuelle Kontrolle der Ankopplung zu übernehmen, falls es notwendig geworden wäre. Aber die Progress M-49 koppelte durch vorprogrammierte Kommandos ohne Probleme an Swjesda an. Bei Progress M-49 handelt es sich um das erste Raumfahrzeug, das im Verlauf der Mission der neunten Stammbesatzung die Internationale Raumstation erreichte. Es ist vorgesehen, dass das nächste unbemannte russische Versorgungsraumschiff, die Progress M-50, am 28. Juli zur Internationalen Raumstation startet. Nach dem Abschluss der Überprüfung auf Undichtigkeiten um eine feste Verriegelung zwischen der Progress M-49 und der Internationalen Raumstation sicherzustellen, öffnete Padalka im Laufe des Tages die Luken der Raumfahrzeuge, so dass Padalka und Fincke am Freitag, 28. Mai mit dem Entladen der Fracht beginnen konnten.

Padalka und Fincke wechselten sich am Mittwoch, 26. Mai ab, das Space Station Remote Manipulator System (SSRMS) zu einer Position längs der ITS Starboard 0 (S0) zu manövrieren, um der Fernsehkamera Einblicke auf die Arbeitsstelle des Weltraumausstiegs zu verschaffen und Fernsehbilder von den während des viereinhalbstündigen Weltraumausstiegs durchgeführten Aufgaben zur Erde zu übertragen.

Der Weltraumausstieg wird sowohl unter Leitung des amerikanischen als auch des russischen Flugkontrollpersonals stehen. Die russischen Flugkontrolleure werden Padalka und Fincke führen, während sie Pirs verlassen und auf den russischen Teleskopfrachtkran Strela steigen, um fünfzehn Meter zum Schnittpunkt der amerikanischen und russischen Segmente der Internationalen Raumstation transportiert zu werden. Sobald sie von Strela abgestiegen sind, werden Padalka und Fincke unter der Führung der amerikanischen Flugkontrolleure stehen, während sie sich mithilfe von Handläufen und Sicherungsseilen zur ITS-S0 begeben werden, um das defekte RPCM auszutauschen, das den CMG-2 außer Betrieb setzte.

Nachdem der Stromfluss zum CMG-2 wiederhergestellt ist, werden sich Padalka und Fincke auf den Rückweg zu Strela machen und, wieder unter der Führung der russischen Flugkontrolleure, zurück zu Pirs transportiert werden, um dort den Weltraumausstieg zu beenden.

Padalka und Fincke führten in dieser Woche außerdem biomedizinische Experimente durch und widmeten sich der routinemäßigen Haushaltsführung, während sie den Beginn der Vorbereitungen auf den Weltraumausstieg ins Auge fassten.


Die Astronomie- und Raumfahrt-News des heutigen Tages finden Sie wie immer auf unserer Website TZN Raumfahrer.net.

von Michael Schumacher

 
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All-Anekdoten: TNG 4.03: "Die ungleichen Brüder"

Data entführt die Enterprise und beamt sich auf einen Dschungelplaneten. Dort trifft er auf seinen totgeglaubten Erschaffer Dr. Soong, der ihn mithilfe eines Rückrufprogramms zu sich geholt hat, um ihm einen Emotionschip einzusetzen. Unglücklicherweise wurde auch Datas Bruder Lore von dem Rückrufprogramm hergelockt.

Rick Berman über Brent Spiners Dreifachrolle (und sein erstes eigenes Drehbuch): "Es sah zu diesem Zeitpunkt etwas problematisch aus, Brent in allen drei Rollen zu haben, und wir versuchten, Dr. Soong neu zu besetzen. Keye Luke war einer der Schauspieler, an die wir dachten, aber es hat nicht geklappt. Es wäre billiger gewesen, aber vielleicht nicht so gut."

Produzent Michael Piller über die Entwicklung des Drehbuchs: "Im ursprünglichen Skript gab es Lore noch nicht. Wir haben ein Verfahren, das wir 'Auseinandernehmen der Story' nennen. Alle, die mit dem Schreiben zu tun haben, sitzen in einem Raum und wir haben eine Tafel, auf der wir die Geschichte in ihre Einzelteile zerlegen. Ich sage allen, dass es sich dabei um eine neutrale Zone handelt, und dass jeder und jede alle Ideen, auch wenn sie dumm oder falsch erscheinen, anbringen soll. [...] Wir saßen zusammen und überlegten an Ricks Skript herum, und es fehlte einfach etwas. Als Data bei Soong war, hatte das was von Kaffeeklatsch, völlig ohne Spannung. Als wir dann auf Lore kamen, war mir klar, dass Spiner in diesen drei Rollen die Folge zu einer unvergesslichen Episode machen würde - und das war sie dann auch, glaube ich."

 
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