D A I L Y T R E K [ Der tägliche Newsletter des TrekZone Networks ] _________________________________________________________________ Ausgabe 2286 (die letzte) 31. Dezember 2005 ISSN 1684-7369 [ INHALT ] > INTROS Lorenz Ulrich: Ein "unerreichtes Ideal" nimmt Abschied Martin Emberger: Ein trauriger, aber glücklicher Abschied David Langkamp: Es hat großen Spaß gemacht Henning Koonert: All Good Things... Jörn Podehl: Schneeverwehungen > DAILY TREK NEWS + Neue Folgen von "Raumschiff Wolpertinger" > FOCUS "Daily Trek": Das Ende ist nur der Anfang > READER'S CORNER > SF-ZONE NEWS + "X-Men 3": Neuer Feind für Xaviers Mutantentruppe > IMPRESSUM __[ INTRO - Ein "unerreichtes Ideal" nimmt Abschied ]____________ von Lorenz Ulrich Liebe Leserinnen und Leser, als am 2. Juni 1999 alles ganz unspektakulär unter dem Motto "Dann machen wir halt mal einen täglichen Newsletter" begann, war die Trek-Welt noch ein vielseitiges und bewegendes Business. "Deep Space Nine" in den letzten Tagen, die fünfte "Voyager"-Staffel am Enden, die DVD von "Der Aufstand" frisch erschienen und noch kein Prequel in Sicht. Die "Daily Trek" war noch weiblich und der Focus hieß noch Blitzlicht. Sechs Jahre sind es her, etwa ein Viertel meines bisherigen Lebens. Die Idee der "Daily Trek" darf ich wohl als die meine bezeichnen, maßgeblich inspiriert war sie aber von Sascha A. Schwede, der mit mir die täglichen News als Website-Pilotprojekt machte, und von Christian Höhne Sparborth, der mit TrekToday noch heute einen täglichen Nachrichtendienst zu "Star Trek" anbietet. Wenn es auch fünf Jahre her ist, scheint es doch irgendwie bizarr, dass lediglich die fehlende Möglichkeit des schnellen Website-Updates den Ausschlag gab für die Gründung der "Daily Trek" als Newsletter. Wenn Sie die letzten zehn Jubiläumsausgaben durchlesen, werden Sie bereits ein umfassendes Grundwissen über das TrekZone Network und seine Vorgänger haben, das ich bis September 2002 leiten durfte; wenngleich meine Blütezeit dann schon längst vorüber war. In der Gründungszeit stellte ich mir noch vor, wie es denn sein würde, im Alter von 40 Jahren die Abschlussredaktion zu erledigen - heute wäre es unvorstellbar, für weit über 2000 Ausgaben in einem Tagesbetrieb nebst Studium und Arbeit "en masse" (eine feine Anspielung an Martin Embergers Französisch-Künste, siehe etwa Ausgabe 344) verantwortlich zu sein. Aber auch das ist offenbar möglich - nur müssten wir dazu Redaktionsleiter Michael Müller befragen. Während ich - was ich immer wieder gerne erwähnte - bei der Suche nach dem Begriff "unerreichtes Ideal" bei Google gefunden werde, ist es eigentlich Michael Müller, dem diese Ehre gehört. Obwohl wir beide aus der Schweiz stammen, haben wir es nie geschafft, einander zu sehen, und ich habe mich Woche für Woche gefragt, wie viel von seiner Seele eigentlich noch zu verkaufen ist? Nebst der Frage, wer denn eigentlich "Ralf Larsen" wirklich war, ist dies die Frage, die mich noch heute am meisten beschäftigt. Vielleicht wird Michael sie uns beantworten. Die Natur der "Daily Trek"-Intros liegt ja darin, dass ihr Inhalt frei ist - wie mir der aktuelle Chefredakteur Henning Koonert auf Nachfrage nochmals bestätigte. Darum entschuldigen Sie doch bitte die nostalgischen vier Abschnitte zur kurzen Einleitung, die wohl nur die wenigsten Leserinnen und Leser überhaupt verstehen. Sie werden aber auch sicherlich Verständnis haben dafür, dass meine "Star Trek"-Fachkenntnisse seit dem Ende von "Star Trek: Voyager" nie mehr erweitert wurden. Während "Deep Space Nine" noch heute dann und wann für Unterhaltung bei mir sorgt und "Voyager" zumindest guten Stoff für Kolumnen lieferte, sprang der Funke bei den ersten paar Episoden von "Enterprise" nicht zu mir über, sodass ich es verpasst habe, mich der inzwischen eingestellten Serie zu widmen. Mitverantwortlich sein mag aber auch mein maximales TV-Pensum von zehn Minuten pro Woche, da ich meine Seele inzwischen der Musik und der Kultur opfere und nicht mehr viel Zeit für unsere, die heimische Kiste im Briefmarkenformat bleibt. "Star Trek" und "Lorenz Ulrich und das Trek-Business" haben eines gemeinsam: Beides ist irgendwie vorbei, aber nicht richtig abgeschlossen. Während unbeantwortete Mails und Briefe, ja sogar eine unerwiderte offizielle Verabschiedung (herzlichen Dank dafür nachträglich!) außer mich fast niemanden berühren sollten, ist es doch schade zuzusehen, wie ein einst blühendes Franchise so ausgepresst wurde, dass am Ende nichts mehr übrig blieb. Es bleibt zu hoffen, dass "Star Trek" im Trend der Revitalisierungs-Produkte ("Coenzyme Q10+" und Konsorten) auch nochmals eine hoch verdiente Renaissance erleben darf. Die "Daily Trek", die ich hiermit zum letzten Mal weiblich anspreche, und ihr Team bewundere ich für die letzten fast 2300 Ausgaben. Ich sage "a dieu" und zugleich "auf Wiedersehen" und freue mich als Leser auf die Nachfolge so wie auf die verbleibenden Formate, für die ich ja vielleicht auch mal wieder einen Artikel beisteuern werde. Live long and prosper Lorenz Ulrich Chefredakteur a.D. __[ INTRO - Ein trauriger, aber glücklicher Abschied ]___________ von Martin Emberger Liebe Leserinnen und Leser, "Hallo liebe Vorgänger" war Henning Koonerts Begrüßung in der E-Mail, die unter anderem auch mich vor einigen Wochen erreichte. "Wovon hab ich denn einen Nachfolger?", war mein erster Gedanke :) ... denn "Star Trek" ist nicht mehr das, was meine Welt bestimmt - nichtsdestotrotz hat es mich doch bedrückt zu hören, dass es "Star Trek" an sich und damit auch dem "Daily Trek" so schlecht geht. Ich bin mit "Star Trek" "groß" geworden, hab schon im Alter von sechs Jahren lieber meine Hausaufgaben vernachlässigt und mich von Captain Kirk oder später dem hochgeschätzten Jean-Luc Picard inspirieren lassen. "Star Trek" bedeutet mir (immer noch) sehr viel und ich denke, dass ich mit Stolz auf die Arbeit am "Daily Trek" und dem TrekZone Network an sich zurückblicken kann. Manchmal sah ich darin sogar ein Lebenswerk, oder nennen Sie es Lebensaufgabe - bei teilweise mehr als vier DIN A4 übersetzten Texten in den Spitzenzeiten will ich da auch keine Widerworte hören. ;-) Angefangen hat alles im "Star Trek"-Forum auf Sat1.de, das viele von Ihnen sicher in seiner damaligen Form schon gar nicht mehr kennen werden. Urvater und erster Chefredakteur Lorenz Ulrich war damals auf Rekrutierungssuche für eine Idee gegangen, die ich anfangs für doch recht abwegig hielt - ein täglicher Newsletter über "Star Trek". Ich war "ganz normaler" Fan gewesen, sah die Serie täglich, hatte aber letztendlich keine Ahnung über die Hintergründe und Tragweite dessen, was ich zu meiner Unterhaltung angeschaut habe. Ab einer der ersten Ausgaben - lassen Sie mich lügen, es war wohl Nummer 8 - war ich dann fest mit an Bord gewesen und habe wenige Ausgaben später bereits den ersten "Faux-Pass" begangen, indem ich den Newsletter nicht Bcc an die Mitglieder geschickt hatte - es war eine schöne Zeit. ;-) Es gab oft auch Abende, an denen ich an mir zweifelte, auf was ich mich da eingelassen habe. Jedoch gab es ein Ereignis, das mich rückwirkend für alles entschädigt hat - das Treffen zur Gründung des nur kurz lebenden Vereins im Jahre 2002 in Nürnberg. Man kennt die meisten Kollegen - und durch die lange Zusammenarbeit auch Freunde - schon "ewig und drei Tage" und hat dann endlich die Chance, sich zu sehen und auszutauschen, und ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen auch ein paar "Star Trek"-Fans im Freundeskreis haben und mir dann sicherlich darin zustimmen, dass es nichts Genialeres als ein "Freak"-Treffen gibt! :-) Wie eingangs bereits erwähnt ist "Star Trek" nicht mehr meine Welt. Ich glaube, dass ich rausgewachsen bin - warum auch immer, denn eigentlich hat das nichts mit dem Alter zu tun. Ich werde daher nun wohl keine Statements zur Entwicklung von "Star Trek" zum Besten geben, möchte dennoch mit einem meiner Lieblingszitate meinen Beitrag beenden. Es stammt von Dr. Zimmermann (MHN), einem der erstaunlichsten Charaktere, die "Star Trek" je hervorgebracht hat: "In diesem Buch, welches meine Erinnerung ist, auf der ersten Seite des Kapitels, in dem der Tag beschrieben wird, an dem ich dich zum ersten Mal traf, kann man die Worte lesen: 'Hier beginnt ein neues Leben.'" Für viele meiner Redaktionskollegen ergibt sich mit dem Ende sicher auch ein neuer Anfang - bei mir war es damals mein erstes eigenes Projekt über "Buffy The Vampire Slayer" -, und ich denke, dass einige, die Spaß am Schreiben und Arbeiten im Fandom gefunden haben, vielleicht sogar eine Neuorientierung wagen werden. Denen wünsch ich alles Glück der Welt und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, danke ich für eine der sicherlich intensivsten Zeiten in meinem Leben und beende hiermit mein Statement mit einem letzten Live long and prosper Ihr und euer Martin Emberger Chefredakteur a.D. __[ INTRO - Es hat großen Spaß gemacht ]_________________________ von David Langkamp Liebe Leserinnen und Leser, es ist schon eine ganze Weile her, seit Sie ein Intro von mir an dieser Stelle lesen konnten. Doch als sich Henning bei mir meldete, ob ich denn nicht noch ein allerletztes Mal ein Intro für den "Daily Trek" schreiben wolle, war ich sofort begeistert. Über 2200 Ausgaben des "Daily Treks" sind seit dessen Gründung schon erschienen. In dieser Zeit stellte sich häufig die Frage "Was schreibe ich jetzt nur fürs Intro?" - wie Marvin schon anmerkte. An manchen Tagen fiel es wirklich schwer, eine Brücke zur aktuellen Ausgabe zu schlagen. Wenn ich mir heute die alten Intros durchlese, muss ich manchmal doch sehr schmunzeln: Gab es einmal kein passendes Thema, mussten schon mal meine Lateinstunden oder Ähnliches herhalten. Im Nachhinein danke für Ihre Toleranz! Die Entwicklung bei "Star Trek" war in dieser Zeit (2000 bis 2002) sehr spannend: Wie wird "Voyager" enden? Was ist mit dem zehnten Film? Worum geht es in der neuen Serie? Mir hat es großen Spaß gemacht, in dieser Zeit mit dem Team zu arbeiten und ich hoffe, Sie hatten Spaß am "Daily Trek"! Ich bin davon überzeugt, dass der neue Newsletter Sie auch weiterhin jeden Tag auf dem Laufenden hält - das macht den Abschied vom "Daily Trek" wohl etwas leichter. Danke für Ihre Treue und Ihr Interesse. Live long and prosper David Langkamp Chefredakteur a.D. __[ INTRO - All Good Things... ]_________________________________ von Henning Koonert Liebe Leserinnen und Leser, da liegt er nun vor Ihnen, der letzte "Daily Trek", Ihr letzter und meiner auch. Abschlüsse haben es ja so an sich, dass man in ihrer Gegenwart gern an den Anfang zurückblickt. Der liegt für mich bei Ausgabe 1171, meiner ersten als Chefredakteur. Damals gab es gerade Neues zur zweiten Staffel von "Enterprise", es gab weder die "SF-Zone News" noch die "In Space News" (beides lief damals unter "Outer Trek") und der "Daily Trek" selbst hatte auch noch ein ganz anderes Layout. 1115 Ausgabennummern und mehr als drei Jahre später ist er nun da, der Zeitpunkt des Abschieds. Drei Jahre, wow, in denen ist viel passiert. Rund um "Star Trek" war es turbulent wie eh und je, nur zum Schluss ist es etwas ruhiger geworden. Für mich persönlich waren es auch aufregende Jahre, in denen ich viel rumgekommen bin. An den "Daily Treks" habe ich zwischenzeitlich aus den Niederlanden, England, Spanien und Deutschland gearbeitet, zusammen mit Redakteuren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Brasilien - und bestimmt habe ich jetzt noch einige Länder vergessen, in denen sich Beteiligte aufhalten. Von diesem Ende des Computers kann ich leider nicht sehen, wo Sie gerade diese Zeilen lesen, aber aus den Zuschriften, die uns über die Jahre erreicht haben, weiß ich, dass sich viele von Ihnen in den drei deutschsprachigen Ländern befinden, aber auch so mancher sich an einem Ort aufhält, auf dessen Straßen die Menschen eine ganz andere Sprache sprechen. Ich glaube, nähmen wir uns eine Weltkarte zur Hand und markierte darauf jeder den Ort, an dem er sich gerade befindet und würden wir dann die Orte miteinander mit kleinen Strichen verbinden, wir würden ein großes dichtes Netz erhalten. Erstaunlich, wie einfach es heute ist, über weite Strecken Kontakt aufzunehmen, Informationen zu versenden oder zu empfangen und - wichtig - erfolgreich zusammenzuarbeiten. Dank des Internets können wir die Welt zu uns nach Hause holen und auch selbst große Teile der Welt erreichen. Das Internet macht das Überschreiten von Grenzen (nicht nur den geografischen) leichter als jedes andere Medium. Dass daher ein Projekt wie der "Daily Trek" und das TrekZone Network in seiner Gesamtheit, in dem Menschen aus verschiedenen Ländern Grenzen überwinden, um gemeinsam Gemeinsames zu gestalten, in der virtuellen Welt stattfindet, scheint nur logisch. Dass Sie heute und in der Vergangenheit den "Daily Trek" lesen können und konnten, das ist das Verdienst von vielen engagierten Menschen, die über kurze oder lange Zeit ein Stückchen ihrer Zeit geopfert haben, nicht weil sie Geld dafür bekommen, sondern vielleicht ein Dankeschön, Anerkennung und das Wissen, dass sie etwas bewegen können. Alle namentlich zu nennen, würde diese lange Ausgabe noch wesentlich verlängern, daher von mir an euch alle, Leute, herzlichen Dank für eure Hilfe, Unterstützung, Geduld und Kreativität! Ein ganz wesentlicher Grund dafür, dass ich damals zum TrekZone Network gekommen bin - und während meiner Zeit beim "Daily Trek" eine große Motivation - war der Gedanke, etwas bewegen zu können. Denn, und vielleicht geht es Ihnen ja auch manchmal so, liebe Leserinnen und Leser, als Student hat das, was ich so tagtäglich tue, zwar einen Sinn, aber vor allem für mich selbst. Ob ich in die Vorlesung gehe oder nicht, sie findet trotzdem statt und läuft wahrscheinlich auch gleich ab, ob ich nun dort bin oder nicht. In den letzten drei Jahren aber hatte ich die Gelegenheit, etwas zu tun, das jeden Tag gut 4000 Menschen bewegt und ich wusste, wenn ich bestimmte Dinge nicht erledige, dann betrifft das nicht nur mich, sondern auch eine Menge andere Personen - zwar nicht schwer, aber doch ein bisschen. Die Zuschriften, die wir in den letzten Tagen von Ihnen bekommen haben, haben mich in diesen Gedanken bestärkt. Ob als Leserbrief oder in der Trek BBS (wer noch mal reinschauen möchte, oder selbst noch etwas hinzufügen: http://www.trekzone.de/community/index.php?showtopic=4299) zu lesen, dass der Letter gefallen hat, das freut mich. Zu lesen, dass der "Daily Trek" sogar das Leben des ein oder anderen beeinflusst hat, das berührt mich und lässt mich am Ende dieses Lebensabschnitts mit Freude feststellen: Ja, wir haben etwas bewegt! Nebenbei hat mir die Arbeit am "Daily Trek" auch Hoffnung gegeben. Dass dieser Newsletter über sechs Jahre erschienen ist und dass es ihn wohl noch länger gegeben hätte, wäre "Star Trek" nicht in diesem Jahr vom Bildschirm verschwunden, zeigt doch eines: Zwar zweifelt man manchmal angesichts der politischen und wirtschaftlichen Nachrichten, ob die Utopie einer geeinten Menschheit in Frieden und ohne Armut, wie "Star Trek" sie uns vorhält, je eintreten kann. Aber im ganz Kleinen, so wie ein einzelner Punkt auf dem oben angesprochenen Netz, das uns alle verbindet, zeigt der Einsatz für den "Daily Trek", dass der Kern des Willens zu so einer Zukunft auch heute schon vorhanden ist. Ich will da gar keine Exklusivität dieses Newsletters beanspruchen, genauso lassen sich viele andere Projekte finden, die als Beispiel dienen können. Ein neues Projekt wird am Anfang des neuen Jahres aus der Taufe gehoben. Anstatt des "Daily Treks" werden Sie einen neuen Newsletter im Postfach finden. An der Gestaltung dieses Newsletters werde ich nicht mehr beteiligt sein. Nach drei Jahren des Chefredakteur-Daseins und damit auch unweigerlich des mehr oder weniger Täglich-Eingebunden-Seins freue ich mich persönlich darauf, in nächster Zeit einen Gang zurückschalten zu können. Im TrekZone Network allerdings, dessen Website www.trekzone.de und dessen Newsletters "Daily Trek Weekend" und "Incoming Message" Sie natürlich auch nach dem Ende des "Daily Treks" wie gewohnt mit aktuellen Meldungen rund um "Star Trek" versorgen, bleibe ich weiter engagiert. Daher verabschiede ich mich heute mal nicht mit dem üblichen "Live long and prosper" von Ihnen, sondern mit einem Auf Wiedersehen! Henning Koonert Chefredakteur __[ INTRO - Schneeverwehungen ]__________________________________ von Jörn Podehl Liebe Leserinnen und Leser, an dieser Stelle möchte ich auf ein Abschieds-"Star Trek"-Zitat verzichten; ich bin sicher, meine Kollegen hatten dieselbe Idee. Deswegen möchte ich mich lieber mit einer Schneeflocke vergleichen. Ist der denn jetzt bei der letzten "Daily Trek"-Ausgabe bekloppt geworden, werden Sie sich jetzt garantiert fragen. Zu Recht, aber sind wir Trekkies nicht alle ein eigenartiges Volk? Erschreckend musste ich bei der letzten Umfrage zur Feststellung des Durchschnitts-Trekkies erkennen, dass ich genau in dieses Profil hineingehöre: 24, männlich, Student... Bevor ich zum TrekZone Network gekommen bin, war ich eine kleine, unauffällige Schneeflocke, die gerne "Star Trek" vor dem Fernseher geguckt hatte und gelegentlich mit einer "Star Trek"-Uniform durch die Gegend lief. Auf die Internetseite www.trekzone.de bin ich dank Googles Spürnase mit dem Suchbefehl "'Star Trek'-Bücher" gestoßen. Und schwups, stand ich vor einem großen Sortiment verschiedenster Trek-Romane, von deren Existenz ich nicht einmal zu träumen wagte. Das war gleichzeitig meine erste Berührung mit dem "grünen Riesen" (die Farben von TrekZone waren damals grün, also nicht wundern). Irgendwie führte eins zum anderen, und ich sah plötzlich die Ausschreibung für einen Artikelwettbewerb zum Frühjahr 2003. Lange haderte ich mit mir selbst, ob ich da mitmachen sollte, da ich doch eh wusste, dass das nichts wird. Frei nach dem Motto "Mitmachen ist alles" raffte ich mich dann doch auf und schrieb einen Artikel über - wie sollte es auch anders sein - "Star Trek"-Bücher. Nichts ahnend ergatterte ich Platz Nummer sieben. Urplötzlich wurde ich kleines Flöckchen zu einem größeren Klumpen Schnee geformt, als mir das Schreiben von Bücherrezensionen angeboten wurde. Meine erste Rezension war "Star Trek: Voyager - Homecoming". Auf einmal - es musste wohl der Mut der Verzweiflung der TrekZoneler gewesen sein, einen potenziellen Bücherverrückten in den Händen zu haben, dem man die gesamte Literatur-Ecke aufschwatzen konnte - war plötzlich aus dem Klumpen Schneeflocken ein mittelfester Schneeball geworden, der mit den anderen Partnern eine wunderbare kollegiale Beziehung aufbauen konnte. Ich dachte nun, mein kugeliges Dasein würde in dieser Position verharren und ich bis ans Lebensende Literatur-Chef bleiben. Nein, dem Herrn aller Schneeflocken fiel noch eine Idee ein, die frühere Single-Flocke weiter zu formen. Und so stellte er diese Flocke ins Management. Aber mit den Prüfungen des angehenden Schneeballs sollte noch lange nicht Schluss sein. Ihm wurde der Posten eines der emsigen Abschlussredakteure angeboten, der wöchentlich ein Intro schreiben und einen Newsletter namens "Daily Trek" zusammenstellen durfte. Eine Arbeit, die anfangs stressig und fast aussichtslos für mich war - so dusselig hatte ich mich angestellt und war von Fehler zu Fehler geholpert. Der Weiße Riese Henning Koonert tröstete mich ständig und belehrte mich beinahe liebevoll. Dafür war ich ihm sehr dankbar und blieb an ihm kleben. Ach ja, aus der einzelnen Flocke ist mittlerweile ein ziemlich großer Schneeberg geworden, der dann noch größer wurde, als Sir Henning für eine Zeit ins Ausland gehen sollte und händeringend rotierend einen Nachfolger für den "Daily Trek" finden musste. Es kam, wie es kommen musste, und der große Schneeberg wankte stärker und stärker, bis er anfing zu bröckeln und zu einer Lawine der Begeisterung für den "Daily Trek" wurde. Mir machte die Arbeit am täglichen Newsletter, trotz des Bettelns und der nervenaufreibenden Suche nach Focuses, Artikeln und News, sehr viel Spaß und gab mir persönlich eine ganz andere Art von Trekkie-Existenz. Der "Daily Trek" hat mich verändert und vielleicht auch reifer gemacht, da durch die straffe Organisation hinter dem Newsletter, die ich das eine oder andere Mal liebend gerne etwas gelockert hätte, meine Denkweise über die Leitung eines Projekts drastisch gewandelt wurde. Ich habe durch den Letter Einblicke in Bereiche gehabt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt. Doch die gewaltige Lawine ebbte und nahm an Fahrt ab, nicht wegen mangelnder Begeisterung der einzelnen Schneeflocken: Die Umgebung begünstigte keine Lawinenbildung mehr und der Schwung näherte sich dem Ende. Viele, darunter auch die Michael-Müller- und die Marianne-Jaffke-Flocke, rissen die Notbremse, wollten die Lawine in guter Erinnerung behalten und legten damit den Grundstein für einen neuen, serienübergreifenden Newsletter, der den "Daily Trek" ablösen soll. Parallel zu der Entwicklung der kleinen Schneekugel steht das wachsende Potenzial des "Daily Treks", der denselben Weg hinter sich hat: ein kleiner Newsletter, der immer größer und größer wurde, bis er zu einem Newsbollwerk in der "Star Trek"-Welt wurde und doch später enden musste. Sie können sich vorstellen, dass das Ende des "Daily Treks", das Ding, das man lieb gewonnen hatte, wie ein Schlag in die Magengrube, jedoch die einzige Möglichkeit war, den Lesern die gewohnt guten Informationen zu liefern. Ich bin traurig, dass der "Daily Trek" endet. Ich sitze hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge und hoffe auf den Erfolg des neuen Newsletters, von dessen Qualität Sie sich am 2. Januar selbst überzeugen können und der von montags bis freitags Ihr privater Newslieferant ist. Sie wird ein Newsletter über die besten TV-Serien mit Hauptaugenmerk auf Science-Fiction, Mystery und Fantasy erwarten, der für alle etwas zu bieten hat: Thomas Kohlschmidts "Fan Fiction", Bücherkritiken, der "Space Focus", "Stargate"- und "Lost"-Artikel... Wir glauben, dass Sie nichts vermissen werden. Zum Abschluss möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen für ihre gute Zusammenarbeit bedanken und ihnen für zukünftige Projekte alles Gute wünschen. Und bei Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bedanke ich mich für die Treue, die Sie dem "Daily Trek" in den letzten Jahren entgegengebracht haben und die vielen Leserbriefe. Wir werden uns am 2. Januar wiederlesen. Lebe lang und in Frieden, "Daily Trek"! Jörn Podehl Chefredakteur __[ DAILY TREK NEWS ]____________________________________________ www.daily-trek.de > Neue Folgen von "Raumschiff Wolpertinger" Seit mehr als drei Jahren vertont die Comedytruppe "Dingolstadt Comedy" die Abenteuer der Crew des Raumschiffs Wolpertinger. 2006 erscheinen weitere neue Episoden. Die Trek-Parodie orientiert sich hauptsächlich an "Voyager" und "The Next Generation" und spart nicht mit Anspielungen auf die Originalcharaktere und bekannte Episoden. Ab dem 1. Januar 2006 gibt es jetzt jeden Sonntag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr auf www.kultfm.de neue Folgen zu hören. Hier ein Auszug aus der Inhaltsbeschreibung der Serie: --- Seit vielen Episoden sucht die Crew der Wolpertinger erfolglos einen Weg nach Hause, nachdem sie sich im Delta-Quadranten verirrt hat. Das Schiff ist oft defekt, die Crew etwas unterbelichtet und Kapitänin Jane Wayne ziemlich launisch. Werden sie jemals nach Hause finden? Wohl nicht... --- Eine Woche nach der Premiere kann man die Folgen jeweils unter http://www.radio-dingolstadt.de/serien_raumschiff_wolpertinger.html als MP3 downloaden. Dort sind auch alle 24 bereits produzierten Episoden zu finden. (uw) __[ FOCUS - "Daily Trek": Das Ende ist nur der Anfang ]__________ von Michael Müller > Eine unlogische Entscheidung "Vorletzten Monat wurde das Projekt 'Daily Trek', zu finden unter http://dailytrek.8m.com/, aufgegeben - aufgrund von mangelnder Nachfrage und fehlenden Mitarbeitern. Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass die mangelnde Resonanz daran liegt, dass man einfach nicht jeden Tag dieselbe Website besuchen will, ohne zu wissen, ob denn etwas Neues da sei. Ein Newsletter - ohne große Anfrage landet er in der Mailbox, und kann bequem - ohne Telefongebühren - gelesen werden. Deshalb haben wir uns für dieses Format entschieden." Das waren die ersten Worte in einem Newsletter namens "The Active Trekkies – Daily Newsletter", Ausgabe 1, 2. Juni 1999, mit einer Auflage von 13 Exemplaren (nachzulesen unter http://www.trekzone.de/dt/archiv/dt/001.TXT). Geschrieben wurden sie von einem Mann, der bestimmte Gene eines gewissen Gene Roddenberry in sich haben muss: Lorenz Ulrich. "Menschen treffen unlogische Entscheidungen", erklärte Spock einst. Gene Roddenberry zeichnet dafür verantwortlich, dass Spock dieses Zitat überhaupt sagen konnte, und Lorenz Ulrich dafür, dass der bekannteste Vulkanier wieder mal Recht behält. Denn die Lancierung eines täglichen Trek-Newsletters war damals definitiv eine unlogische und überraschende Angelegenheit. Bezeichnend für die Ideen des Mister Lorenz Ulrich ist ein Detail, welches ich beim Schreiben dieser Zeilen selbst erst gerade festgestellt habe: Irgendein Technik-Fuchs (oder -Luchs?) im dunklen Hintergrund des TrekZone Networks hat bei all den technischen Umstellungen, die es in den letzten Jahren fortlaufend gab, den Link http://dailytrek.8m.com/ nicht vergessen. Der erste Link, unter dem der erste tägliche "Star Trek"-Newsletter zu erreichen war und der seit Jahren nirgendwo mehr Erwähnung fand, führt heute nicht etwa ins Nirwana des I-Nets, sondern nach wie vor zur direkten Abonniermöglichkeit des "Daily Treks", auf eine Website namens www.trekzone.de. Eine Abonniermöglichkeit, die es nach 2286 Ausgaben und sechs Jahren "Daily Trek" ab 2006 in dieser Form nicht mehr geben wird. Sechs Jahre. Dass Sie es so lange mit uns aushalten müssen, hätten Sie wohl auch nicht gedacht, oder? > Die Zukunft als Ziel Über 300 aktive "Star Trek"-Fans haben in diesen sechs Jahren dafür gesorgt, dass so mancher andere deutsche Fan - abgesehen von einigen Ausfällen - 365 Tage im Jahr frühmorgens im Büro oder spätabends im Schlafzimmer über seine Lieblingsserien informiert blieb, egal ob auf dem Kalender nun Neujahr, Ostern oder Weihnachten stand. Während im Impressum der ersten Newsletter-Ausgabe gerade einmal ein Redakteursname Einzug fand, waren bis heute teilweise über 70 Fans gleichzeitig für das TZN tätig. Und viel weniger sind es auch heute nicht. Das Spezielle daran: Die meisten haben sich noch nie persönlich gesehen. Ein Vergleich zu den Hoch-Zeiten des Fandoms vor ein paar Jahren zeigt allerdings deutlich auf, dass die Masse derer, die den Willen oder die Zeit haben, sich aktiv am Fan-Geschehen zu beteiligen, deutlich kleiner geworden ist. Bezeichnend für die sinkenden Quoten. Nichtsdestotrotz gab es immer einige wenige Leute, die bereit waren, ihren Alltag zu verändern, um sich für den "Daily Trek" zu engagieren. Fast jeden Tag Stunden damit zu verbringen, über "Star Trek" zu schreiben, zu organisieren, zu übersetzen oder sich über die Zukunft ernsthafte Gedanken zu machen. Wenn es schon Politiker nicht tun, wer sollte es denn sonst tun, wenn nicht "Star Trek"-Fans? Die Trek-Zukunft als Ziel vor Augen. Da lohnt sich die Arbeit. Da sind selbst 5000 empfangene Mails pro TZN-Manager im Jahr, bis zu 20 pro Tag, eigentlich noch zu wenig. Und irgendwie doch auch zu viel, weshalb es auch in der "Daily Trek"-Chefredaktion früher oder später immer wieder mal zu einem Wechsel kommen musste. > Weshalb musste es so weit kommen? Hätte es vielleicht auch im Trek-Produzentenstab früher zu einem Wechsel kommen müssen, um die sinkenden Quoten und die heutige Situation zu verhindern? Oder lief sowieso alles unweigerlich auf eine mehrjährige Pause hinaus? Schwierig zu beurteilen. Meiner Meinung nach schlug Trek bereits nach der dritten "Voyager"-Staffel mit dem erzwungenen Abgang von Jennifer Lien und dem Hinzukommen von Jeri Ryan eine falsche Richtung ein. Klar war Seven ein Charakter, den man wunderbar entwickeln konnte. Aber, simpel ausgedrückt: Wenn Trek es nötig hat, einen solchen Charakter einzubauen, kann mit den Geschichten etwas nicht mehr stimmen. Wurde früher nicht einmal Wert auf Ideale, Visionen und tiefgründige Storys gelegt? So manche "The Next Generation"- und "Deep Space Nine"-Episode war ein Paradebeispiel für die Bekämpfung von Vorurteilen und für die anderen Trek-Visionen, denen Gene Roddenberry Leben einhauchte. "Voyager" und "Enterprise" waren meiner Meinung nach nur noch Schatten ihrer Vorgänger. Die Action rückte in den Vordergrund, mit "Nemesis" als "Höhepunkt". Neu war einzig, dass für einmal nicht der Drehbuchautor Schuld an den schlechten Quoten hatte. "Ohne Kreativität gibt es keine Entwicklung", sagte der weise Spock in "Landru und die Ewigkeit". Ist es Zufall, dass die Story zu dieser Episode von Gene Roddenberry höchstpersönlich stammt? "Zurück zu Roddenberry, auf in die Ewigkeit!" lautet mein persönlicher Wunschgedanke für die Trek-Zukunft. Und zwar nicht, was den Ort oder gar die Zeit anbelangt (bitte keine Prequels mehr, und die Ewigkeit ist jetzt auch nicht grad unbedingt das vordergründige Ziel), sondern was die tiefgründigen Geschichten betrifft. Vielleicht wäre es den Versuch wert, zuerst zu überlegen, was für eine (Roddenberry-)Botschaft man rüberbringen möchte, bevor man Monate damit verbringt zu überlegen, welche Charaktere in der Story auftauchen sollen. Dann wird man mindestens all diejenigen Zuschauer wieder zurückgewinnen, die sich nicht von "Star Trek" abgewendet haben, weil es nur alle zehn und nicht alle sieben Minuten eine Actionszene zu sehen gab. Und das waren doch einige. > Der Anfang vom Ende, oder: Wein trinken in Frankreich "Am Abend vor der Schlacht inspiziert der Captain sein Schiff...", schrieb mir gestern Abend der "Captain" des "Daily Treks". Zuletzt haben Henning Koonert und Jörn Podehl das Flaggschiff des TZNs aufopferungsvoll auf Kurs gehalten und zusammen mit dem Management so lange wie es nur irgendwie möglich war für eine tägliche Erscheinung gekämpft. Dafür gebührt den beiden eine Umarmung mit ihrem Lieblings-Trek-Charakter und der unendliche Dank aller Mitarbeiter und Leser! Der wahre Dank ist aber hoffentlich die Zukunft. Die Erwartungen waren hoch, als Henning Koonert vor über drei Jahren mit der "Daily Trek"-Chefredaktion betraut wurde. Vor allem die Qualitätsansprüche, schließlich sollte der "Daily Trek" weiterhin nicht irgendein Newsletter sein, der von Spam nicht zu unterscheiden ist, sondern eine aktuelle Tageszeitung für neugierige Trekkies, die neben News auch aktuelle Artikel liefert. Und im Laufe dieser Zeit wurde der als Ziel gesetzte Gipfel ganz bestimmt erreicht. Mehr braucht über die Arbeit von Henning Koonert meiner Meinung nach nicht gesagt zu werden. "Machen wir uns aus dem Orbit!", befahl Captain Kirk bereits zu Zeiten, in denen Captain Picard zusammen mit seinem Bruder noch Wein trinkend auf den Feldern Frankreichs lag - oder wohl eher noch gar nicht geboren war. Ähnliche Gedanken wie Captain Kirk verspürte in den letzten Monaten auch so mancher TZN-Manager, wenn er an den "Daily Trek" dachte, und sogar die Weinflasche aus der Hausbar war für viele mittlerweile angenehmer zu betrachten als der alltägliche Kampf für den "Daily Trek" (keine Angst, wahre Trekkies trinken nicht, oder so). Täglich bis zu fünf interessante "Star Trek"-Meldungen - das war einmal und wird vielleicht (hoffentlich) eines Tages wieder so sein. Aber in Zeiten, in denen sogar die amerikanischen Trek-Websites für vier Tage unter dem Weihnachtsbaum verschwinden und dabei nichts verpassen... In diesen Zeiten ist die Erscheinung eines täglichen "Star Trek"-Newsletters nicht länger gerechtfertigt oder gar sinnvoll. Zu diesem Schluss kam auch die TZN-Redaktion nach langen Diskussionen in den letzten Monaten. > Die Kommunikation: Die Sache mit der Sieben "Schätzen entspricht nicht meiner Natur", war sich Spock einst sicher. Als Menschen können wir es wagen: 97,593 Prozent der Redaktionskommunikation rund um den "Daily Trek" lief stets direkt via Internet ab. E-Mails, ICQ, Chats und was noch alles dazugehört war und ist angesagt, das Telefon wurde zum Fremdwort. Wo die Vor- und Nachteile liegen, wissen wir mittlerweile. Herrlich, was es da teilweise zu lesen gab, ganz nach dem Motto "Das Beste am Seemannsleben war, dass man nicht erreichbar war". "Falls Michael sonst noch was findet, schreibt er dir, Marv, noch, bevor du aufgestanden bist... Die Reihenfolge nehm ich jetzt mal so an, da Michael vor 7 weg muss und Marv wohl erst nach 7 aufsteht. Henning steht übrigens vor 7 auf, aber das ist nicht soo wichtig. " Ebenfalls eine Frage der Kommunikation und des Taktgefühls war stets jegliche Form von interner Kritik. Eine Problematik, mit der sich jeder "Daily Trek"-Mitverantwortliche mehrmals wöchentlich abzugeben hatte. Soll ich den Newsredakteur darauf hinweisen, dass er vergessen hat, seine Meldung korrekturzulesen, oder hatte er vor lauter Schul- oder Arbeitsstress ganz einfach keine Zeit mehr? Wie bring ichs hin, dass er es besser macht und wir unseren angestrebten und hoffentlich erreichten Qualitätsstandard einhalten, ohne dass sich der Redakteur verabschiedet? Das Ganze soll schließlich Spaß machen, wenns schon kein Geld gibt. Der goldene Mittelweg konnte meistens gefunden werden. "Unser Gefühl ist das Einzige, worauf wir Menschen uns verlassen sollten", erklärte Captain Kirk einst Mister Spock. In all den "Daily Trek"-Jahren wurde natürlich auch mehr als einmal der Beweis erbracht, dass auch Trek-Fans nicht immer auf der gleichen Wellenlänge schwingen und dass die Ansichten über "Star Trek" sehr weit auseinander driften können. Es gab nicht nur rühmliche Zeiten, im Gegenteil. Auf unser Gefühl zu hören war aber letztendlich hoffentlich das Richtige, sonst wären wir heute wohl nicht mehr hier. > Summ, summ: Die Arbeitsbiene im Hintergrund "Ich bin der Anfang, das Ende. Ich bin die eine, die viele ist", orakelte die Borg-Queen. Oder meinte sie in Wirklichkeit die "Biene" des TrekZone Networks, die bereits im eingangs zitierten allerersten "Daily Trek" Erwähnung fand und die somit auch im letzten auf keinen Fall fehlen darf? Maja T Mo alias Marianne Jaffke, die Arbeitsbiene vom Dienst, fragte im "Long Range Scan" (den heutigen "SF-Zone News") in der ersten "Daily Trek"-Ausgabe: "Wollt ihr auch News zu 'Millenium', 'X-Files'? Welche News soll ich posten? Sendet eine Mail." Die Antwort auf ihre Frage ist ab dem 2. Januar 2006 im Nachfolge-Newsletter des "Daily Treks" zu finden. Bis sie ihre Antwort erhielt, war sie aber nicht ganz untätig. Sie war die einzige Person, die wirklich vom Anfang bis zum Schluss mit dabei war. Als "Long Range Scan"-Leiterin, dann als Beraterin, SF-Zone-Chefin, zwischenzeitlich sogar als Herausgeberin und dann wieder als Management-Beraterin. Auch bei der Lancierung des neuen Newsletters gehörte sie zu den treibenden Kräften. Gerade deshalb, weil sie sich zuletzt nicht einmal mehr dazu überreden ließ, im Impressum erwähnt zu werden, seien ihr diese zwei Abschnitte gewidmet. Jedes Projekt braucht eine Biene! > Solche Leute braucht das Fandom! Gleichzeitig möchte sich die TZN-Redaktion an dieser Stelle auch bei allen "Daily Trek"-Partnern bedanken, die uns während all den Jahren die Treue gehalten haben und die allesamt weiterhin Partner des Networks bleiben. Neben einem selbstverständlichen Dank an unsere immer noch halbwegs "internen" Kollegen von Raumfahrer.net möchten wir ein spezielles Dankeschön an Thomas Kohlschmidt und das WARP-online-Team richten, die uns mit unglaublicher Zuverlässigkeit und hohem Einsatz wöchentlich faszinierende Trek-Fan-Fiction-Storys geliefert und außerdem viele Fandom-Artikel beigesteuert haben. Solche Leute braucht das Fandom! Auch bei den Kollegen vom Deutschen "Star Trek"-Index möchten wir uns herzlich für die Zusammenarbeit bedanken. Genauso wie wir SF-Radio dankend erwähnen möchten, die in der "Daily Trek"-Anfangszeit neben berichtenswerten Meldungen vor allem für eine entscheidende Vergrößerung des Fandoms gesorgt haben. Jeden ehemaligen und aktuellen "Daily Trek"-Mitarbeiter namentlich zu erwähnen ist aus verständlichen Gründen leider nicht möglich. Eine Liste aller ehemals und noch heute Aktiven findet man jedoch unter http://trekzone.de/content/intern/impressum.htm. Ein trekkiges Dankeschön für die Mitarbeit an jeden Einzelnen! Auch Jens Renner, dem Gründer der TrekZone, die sich 1999 mit dem "Daily Trek" zusammengeschlossen hat, sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. Aber auch Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, möchten wir danken. Ganz im Besonderen denjenigen unter Ihnen, die sich im Laufe der Jahre in Form eines Leserbriefs oder einer persönlichen Mail an einen Redakteur zu Wort gemeldet haben, ob nun mit Lob oder Kritik. Denn das ist zweifellos einer der Hauptgründe, warum der "Daily Trek" so lange existiert hat. Ohne Feedback seitens der Leser geht früher oder später jede Motivation verloren, Zeit für ein nichtkommerzielles Produkt aufzuwenden. Ach ja: Sollte jemand von den ersten 13 Abonennten noch zu den Lesern gehören - bitte melden, sieben Tage Risa warten auf Sie! > Ausblick "Wer ist Ralf Larsen wirklich?", fragt Lorenz Ulrich in seinem heutigen Abschieds-Intro. Oder anders gefragt: Wie kriegen wirs hin, nicht verklagt zu werden? Ganz einfach: indem wir auf die erste Newsmeldung im allerersten "Daily Trek"-Newsletter hinweisen. Und auf die mehrtägige Geschichte zwischen einer Website und dem Rest des richtigen Fandoms, die etwa zwei Jahre danach unter anderem im "Daily Trek" zu lesen war. Und indem wir nach wie vor frech behaupten, dass "Von Fans, für Fans" zwar nicht ausschließlich bedeuten muss, ein nichtkommerzielles Produkt herauszugeben, aber die Grenze spätestens dann erreicht ist, wenn angebliche Fans (auch Ferengis genannt) meinen, Profit aus dem Fandom ziehen zu können. Denn das Fandom hat kommerziell ausgerichtete Websites nicht nötig. Aber genug der Rückblicke. "Es wird nie mehr so sein wie früher, denn man kann die Zeit nicht zurückdrehen. Es waren gute Jahre, aber jetzt ist es an der Zeit für mich, nach vorne zu sehen", sagte Worf einst zu Captain Sisko. Das war, als er zum ersten Mal Deep Space Nine betrat. Ein hoffentlich passendes Zitat im richtigen Moment für die Trek-Zukunft. 2006 wird ohne Zweifel ein Jahr werden, in dem es noch wichtiger ist, dass "Star Trek" von sich behaupten kann, ein aktives Fandom zu haben. Das TZN versucht auch ohne "Daily Trek" seinen gewohnten Beitrag zu leisten. Einerseits finden Sie unter www.trekzone.de das bewährte Angebot, natürlich weiterhin mit tagesaktuellen Neuigkeiten. Andererseits werden die weiterhin erscheinenden "Daily Trek Weekend" und "Incoming Message" neben aktuellen Informationen auch in Zukunft so viele Hintergründe wie möglich liefern, um Sie nicht nur zu unterhalten, sondern um die gleichen Ziele wie "Star Trek" selbst verfolgen zu können: das Arbeiten für eine bessere Zukunft, die Umsetzung der Ideen und Ideale des Gene Roddenberry. Und nicht zuletzt werden auch im neuen täglichen Newsletter, bei dem das TZN Mitherausgeber ist, aktuelle "Star Trek"-Neuigkeiten zu finden sein. Ein Zitat darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen: "Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser Gefährte ist, der uns auf unserer Reise begleitet, uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Das, was wir hinterlassen, ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich sind wir alle nur sterblich." Für Leute wie Henning Koonert oder mich heißt es Abschied nehmen vom täglichen Newsletter-Business, nicht aber vom TrekZone Network. Für andere hingegen wie Martin Ackermann oder Jörn Podehl geht es mit dem neuen täglichen Newsletter erst jetzt so richtig los. "Dies ist die letzte Reise des Raumschiffs Enterprise..." Ein bittersüßes Gefühl, würden die Trek-Darsteller jetzt wohl sagen. Aber eben: Das Ende ist nur der Anfang! Auf in das unentdeckte "Star Trek"-Land! Im Namen des gesamten "Daily Trek"-Teams: Michael Müller __[ READER'S CORNER ]____________________________________________ leserbriefe@trekzone.de > Mist, dass der "Daily Trek" aufhört Hallo Ja, Mist, wenn der "Daily Trek" aufhört, dann bekomme ich ja nur noch Spam-Mails. Ich bin jetzt schon ganz lange dabei und hab zwar nicht immer alles, aber doch das meiste gelesen. Aber ich kann die Begründung ja verstehen. Schade find ich es trotzdem. Übrigens, ich les gerade eure Newsmeldung "Der durchschnittliche Trek-Fan: Student, männlich, 24-jährig" ... öhm, voll erwischt. Dabei hab ich nicht mal mitgemacht bei der Befragung. Okay, dann sag ich danke für die vielen Informationen, News und Schlagzeilen, und bis ihr wiederkommt, lebt lange und in Frieden. Matthew C. Travis, Cpt. der U.S.S. Providence, NCC-74352 > "Daily Trek"-Einstellung: Dankbarkeit und Bedauern Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe über eine längere Zeit Ihre Arbeit mitverfolgen dürfen und war über jede Information dankbar, die Sie in mühevoller täglicher Tätigkeit mir und vielen anderen Usern Ihres Newsletters zur Verfügung gestellt haben. In einer Zeit, in der durch die allgegenwärtige Informationsflut eine Filterung immer schwieriger zu werden scheint, war das Ergebnis Ihrer Bemühungen ein beeindruckendes Beispiel journalistischer Arbeit, das durch eine Fülle gut aufbereiteter Beiträge und Informationen imponierte. Daher musste ich mit Bedauern die Einstellung des Newsletters zur Kenntnis nehmen, wünsche aber Ihnen, den Usern des Newsletters und nicht zuletzt auch mir selbst, dass es mit dem Projekt "Star Trek" in einer Zukunft weitergeht, die mehr Informationen bereithalten wird als es noch gegenwärtig zu sein scheint. Vielen Dank für eine tolle Arbeit, DP Denis Ertelt > Ein Dankeschön zum Abschied Vielen Dank für eure Arbeit und Initiative! Hat Spaß gemacht euch zu lesen! Daniel Abbou __[ SF-ZONE NEWS ]_______________________________________________ www.sf-zone.de > "X-Men 3": Neuer Feind für Xaviers Mutantentruppe Die philippinische Schauspielerin Mei Melancon wird im dritten Teil der "X-Men"-Reihe auftreten. Sie spielt dort die böse Mutantin Psylocke. Dies berichtet der amerikanische Sender Sci Fi auf seiner Website und beruft sich dabei auf Meldungen des "Hollywood Reporters". Die 25-jährige Melancon ist bisher nur in Kleinstrollen aufgefallen, unter anderem im Film "Rush Hour 2", bei dem genau wie beim dritten "X-Men"-Film Brett Ratner Regie geführt hat. Die Mutantin Psylocke hatte mehrere Auftritte in der Comicreihe, auf der die Filme basieren. Das Besondere an ihr sind ihre Kampfkünste und ihre telepathischen Fähigkeiten. Außerdem ist sie in der Lage, sich und andere als Schatten zu teleportieren. Im Film steht sie auf der Seite von Magneto (Ian McKellen) und ist damit ein Feind von Professor Xaviers (Patrick Stewart) Truppe. "X-Men 3", nach einem Drehbuch von Simon Kinberg und Zak Penn, wird am 26. Mai 2006 seine Weltpremiere haben. Ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest. (ki - Quelle: SciFi.com) __[ IMPRESSUM ]__________________________________________________ www.trekzone.de TrekZone Network - Daily Trek Die meistgelesenen täglichen "Star Trek"-News im deutschsprachigen Raum. ISSN 1684-7369 Ihr Abonnement können Sie unter http://www.trekzone.de/abo ändern oder kündigen. Um eine optimale Darstellung des "Daily Treks" zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen auch in der letzten Ausgabe noch einmal, eine nichtproportionale Schriftart wie beispielsweise Courier New oder Lucida Console zur Darstellung zu verwenden. > Herausgeber Michael Müller (mm) > Chefredaktion + Henning Koonert (hk) + Jörn Podehl (jp) > Redaktionsleitung Michael Müller (mm) > Management + Markus Kettner (mk) + Marvin Luchs (ml) + Karl Urban (ku) + Arne Voigtmann (av) > Heutige Redaktion + Martin Emberger (emb) + James T. Kirk (jtk) + René Kissien (ki) + Henning Koonert (hk) + David Langkamp (dl) + Michael Müller (mm) + Jörn Podehl (jp) + Mister Spock (so) + Lorenz Ulrich (ulr) + Uwe Webel (uw) Alle Redaktionsmitglieder sind auch nach dem "Daily Trek"-Ende unter E-Mail-Adressen nach dem Schema vorname.nachname@trekzone.de erreichbar. Unter http://impressum.trekzone.de finden Sie ein vollständiges Verzeichnis aller Redakteurinnen und Redakteure sowie eine Übersicht über die Verantwortlichen des TrekZone Networks. > Copyrights Alle Berichte sind das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren. Jede unautorisierte Übernahme ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht. > Artikel- und Newsübernahme Die Übernahme oder Weiterveröffentlichung von "Daily Trek"-Newsmeldungen oder -Artikeln ist - mit entsprechender Quellenangabe ("TrekZone Network - www.trekzone.de") - auf Ewigkeit hin ausdrücklich gestattet. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Redaktionsleiter (michael.mueller@trekzone.de). > Geschützte Handelsmarken "Star Trek", "Star Trek: The Next Generation", "Star Trek: Deep Space Nine", "Star Trek: Voyager", "Star Trek: Enterprise" und alle verwandten Markennamen sind eingetragene Handelsmarken von Paramount Pictures. 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