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StartLiteraturRezension: "Star Wars - Die Hohe Republik: Der Pfad der Rache"

Rezension: “Star Wars – Die Hohe Republik: Der Pfad der Rache”

Deutscher TitelDie Hohe Republik: Der Pfad der Rache
OriginaltitelThe High Republic: Path of Vengeance
Buchautor(en)Cavan Scott
ÜbersetzerTobias Toneguzzo
VerlagPanini
Umfang (Seiten)443
Preis18
VerfügbarkeitRegulär erhältlich
Veröffentlichungsjahr2023
ISBN978-3833243387

Ein neuer Roman der zweiten Phase. Wir sehen uns mit leichten Spoilern an, was drinsteckt.

Inhalt (Klappentext)

Marda und Yana gehören dem Pfad der Offenen Hand an – einer religiösen Gruppierung, die von einer charismatischen Frau angeführt wird, die sich selbst “Mutter” nennt. Der Pfad ist davon überzeugt, dass die Macht generell von niemandem verwendet werden sollte. Während Marda sich einer gefährlichen Expedition zum Planeten X anschließt, um dort nach weiteren mysteriösen Kreaturen zu suchen, die gegen die Jedi eingesetzt werden können, findet Yana sich in einer unerwarteten Allianz mit dem Vater ihrer verstorbenen Geliebten wieder. Ihr Ziel ist es, den Pfad der Offenen Hand der Kontrolle der Mutter zu entreißen. Marda und Yana sind nun gezwungen, nicht nur über ihr eigenes Schicksal zu entscheiden, sondern auch über das der ganzen Galaxis.

Kritik

Mit dem “Pfad der Rache” erscheint ein neuer Teil aus der zweiten Phase der Hohen Republik – und eigentlich dürfte es schon wieder der letzte sein, wenn man sich die Story so anschaut. Damit wäre diese Phase extrem kurz geraten, was einerseits natürlich nicht schlimm ist, auf der anderen Seite aber wiederum die Frage aufwirft, ob man sie nun unbedingt gebraucht hätte.

Rezension: "Star Wars - Die Hohe Republik: Der Pfad der Rache" 1

Nichtsdestotrotz lebt die Story hier von guten Charakterszenen. In meiner Review zum letzten Pfad-Roman hatte ich ja schon angedeutet, das es schön werde, von unseren beiden Heldinnen Yana und Marda mehr zu lesen – und dies wurde hier erhört, denn die beiden sind auch hier wieder federführend dabei. Wobei Heldinnen in diesem Fall relativ ist, denn sie sind immer noch Mitglieder im Pfad, jener Sekte, die eben auch die Schlacht um Jedha ausgelöst hat und die Jedi eigentlich, in gewisser Weise, vernichten will.

Das man sich hier quasi mal von der anderen Seite annähert und nicht immer die strahlenden Jedi in den Mittelpunkt rückt, ist somit sicher ein Pluspunkt des Romans. Die Jedi kommen zwar auch vor und erhalten etwas Raum, der Großteil jener Szenen spielt sich aber erst gegen Ende ab. Bis dahin begleiten wir eben die beiden Frauen, deren Zweifel am Pfad mit jeder verstreichenden Seite steigt und das wird extrem gut rübergebracht. Man konnte es schon in den Vorgängern betrachten und hier wird die weitere Entwicklung dieser zwei konsequent vorangetrieben.

Doch auch bei weiteren zwielichtigen Helden wie der Mutter oder Sunshine erhält man diesmal gute Charakterszenen. Bei letzterem blitzt diesmal sogar etwas Sorge für seine Mitmenschen auf, wodurch er sich vom skrupellosen Mörder zumindest ein Stückchen weit wegbewegt. Und das Abgleiten der Mutter in den Wahnsinn wird bereits zu Beginn überdeutlich. Als dann gegen Ende die Konfrontation mit ihr sucht, möchte man fast ein “endlich” gegen die Seiten schreien, da es bitter nötig ist ob der Ungerechtigkeiten, welche die Mutter ihren Mitgliedern entgegenwirft. So geht gutes Storytelling, denn hier fühlt man von Anfang bis Ende mit den Charakteren mit.

Apropos Anfang: Wir beginnen hier mit den Nachwehen der Schlacht um Jedha, die damit (in den deutschen Publikationen) noch immer nicht so eine rechte runde Sache sein will (aber man nähert sich). Die spätere Reise zu Planet X schlägt hingegen den Bogen zu den Jugendbüchern. So greifen die einzelnen Bände gefühlt hier irgendwie besser ineinander als es noch in Phase 1 der Fall war. Auch der Bogen zu den nachfolgenden Romanen, also eigentlich Phase 1, ist gut geglückt. Denn Marda flieht am Ende mit dem Schiff, auf dem sich später die Nihil entwickeln werden. Und auch die Gleichmacher werden geschickt vor den Jedi verborgen – wobei man hier allerdings anmerken kann, das es schon ein arger Zufall ist, das immer, wenn die Jedi auf eine der Kreaturen treffen, etwas passiert, dass sie sie nicht sehen lässt. Hier hat man die Geschichte ein wenig gebogen, damit es zusammenpasst, aber damit kann man leben.

Anzumerken ist vielleicht auch noch, das vor allem gegen Ende die Kampfszenen immer in kurzen Sätzen abgehandelt werden. Kampfszenen sind natürlich immer schwer zu beschreiben, hier ist es aber doch etwas auffälliger, vor allem, da die Charakterszenen vorher halt top sind und es gerade an der Action etwas hakt. Aber das läuft dann eher unter B-Note.

Must Read

Ein guter Roman, der sich auf zwielichtige Charaktere stützt und diese recht lebhaft in Szene zu setzen vermag. An den Actionszenen hapert es zwar, aber insgesamt bildet die Geschichte, so sie denn wirklich als Abschluss der Phase 2 dient, eine sehr runde Sache.

Bewertungsübersicht

Bewertung
Thomas Götz
Thomas Götz
Seitdem er 1985 zum Ersten Mal Episode IV sah und ausrief "Aber das heisst doch, Vader ist Lukes Vater" ist Tom der Science Fiction verfallen. Star Trek Fan wurde er, wie viele seiner Kollegen, 1990 mit "The Next Generation" in Deutschland. Seine ersten Buchrezensionen zu Star Trek Büchern erschienen schon 1995 im Alter von 16 Jahren im Star Trek Fanclub. Seit 2006 schreibt er auch Online Rezensionen (ab 2009 Trekzone-Exklusiv) und hat kürzlich seine 2000.Rezension veröffentlicht.
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Ein guter Roman, der sich auf zwielichtige Charaktere stützt und diese recht lebhaft in Szene zu setzen vermag. An den Actionszenen hapert es zwar, aber insgesamt bildet die Geschichte, so sie denn wirklich als Abschluss der Phase 2 dient, eine sehr runde Sache. Rezension: "Star Wars - Die Hohe Republik: Der Pfad der Rache"
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